Diese Woche bringen neue Steuern, Streikdrohungen und aktualisierte Sicherheitswarnungen konkrete Änderungen für Individualreisende. In England steht die Einführung einer Touristensteuer bevor, während auf den Malediven kurzfristige Steuererhöhungen für ausländische Anbieter geplant sind. Dazu kommen Streikankündigungen bei Easyjet in Frankreich und Warnungen vor Terrorismus in Italien. Wer in den kommenden Wochen unterwegs ist, sollte sich auf neue Kosten und mögliche Reiseunterbrechungen einstellen.
Inhaltsverzeichnis
Geld & Kosten
England: Gemeinden dürfen eigene Touristensteuer einführen
Die britische Regierung gibt Gemeinden in England künftig das Recht, eine eigene Übernachtungssteuer für Touristen zu erheben. Die genaue Höhe der Abgabe können die Kommunen selbst festlegen. Die Tourismusbranche ist gespalten: Während einige Städte die Einnahmen begrüßen, warnen Hoteliers vor möglichen Nachteilen für Reisende. Für Dich heißt das: Bei Aufenthalten in England können ab Inkrafttreten der Regelung zusätzliche Kosten pro Übernachtung anfallen, die je nach Stadt unterschiedlich hoch ausfallen. Die Einführungstermine und Details legt jede Gemeinde individuell fest. Prüfe vor der Buchung, ob und wie viel Touristensteuer am Zielort fällig wird. Für Reisen an die englische Küste findest Du Tipps im Artikel zu den Seven Sisters Cliffs.
Quelle: Touristik aktuell, 11.9.2026
Malediven: Kurzfristige Ausweitung der Steuer für Auslandsreisen
Die Regierung der Malediven plant, die Güter- und Dienstleistungssteuer kurzfristig auf ausländische Reiseunternehmen auszuweiten. Der Deutsche Reiseverband (DRV) kritisiert das Vorgehen und fordert eine Verschiebung sowie Übergangsfristen für bereits gebuchte Reisen. Für Dich bedeutet das: Bei Neubuchungen und eventuell auch bei bestehenden Reservierungen über ausländische Anbieter können die Preise auf den Malediven kurzfristig steigen. Es ist aktuell noch unklar, ab wann und in welchem Umfang die neuen Steuersätze gelten. Bei bevorstehenden Reisen empfiehlt sich, die Buchungsunterlagen und eventuelle Nachforderungen im Blick zu behalten.
Quelle: Touristik aktuell, 7.9.2026
Verkehr & Verbindungen
Easyjet: Piloten in Frankreich drohen mit Streik
Die französische Piloten-Gewerkschaft SNPL droht mit einem Streik bei Easyjet. Grund sind Unzufriedenheit mit den Dienstplänen und die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen. Sollte der Streik stattfinden, sind Flüge von und nach Frankreich betroffen. Für Dich als Reisenden heißt das: In den kommenden Tagen kann es zu kurzfristigen Flugausfällen und Verspätungen bei Easyjet-Verbindungen in Frankreich kommen. Informiere Dich regelmäßig über den Status Deines Fluges und plane mögliche Alternativen ein. Besonders in der Hauptreisezeit kann es schwierig werden, kurzfristig auf andere Verbindungen auszuweichen.
Quelle: Touristik aktuell, 8.9.2026
Indonesien: Flughäfen nach Vulkanausbruch wieder geöffnet
Nach dem Ausbruch des Anak Krakatau haben mehrere Flughäfen in Indonesien, darunter der Flughafen Jakarta, den Betrieb wieder aufgenommen. Tausende Flüge waren zuvor ausgefallen oder verspätet. Für Dich heißt das: Der Flugverkehr normalisiert sich, dennoch kann es vereinzelt noch zu Verzögerungen und Nachwirkungen bei Anschlussflügen kommen. Prüfe vor Abflug den Status Deines Fluges und halte Dich über kurzfristige Änderungen informiert. Für Tipps zu beliebten Zielen in Indonesien schau in unseren Gili Islands Guide.
Quelle: Touristik aktuell, 8.9.2026
Italien: Flughafen Neapel im November komplett gesperrt
Im November bleibt der Flughafen Neapel wegen Sanierungsarbeiten an der einzigen Start- und Landebahn für einen Monat geschlossen. Nur wenige Airlines weichen in dieser Zeit auf nahegelegene Airports aus. Für Dich heißt das: Flüge von und nach Neapel können im November nicht stattfinden oder werden auf andere Flughäfen umgeleitet. Prüfe bei bestehenden Buchungen, ob Deine Airline Ersatzverbindungen anbietet, und plane gegebenenfalls längere Anfahrtswege oder alternative An- und Abreisen ein.
Quelle: aeroTELEGRAPH, 9.9.2026
Passend dazu aus unserem Ratgeber
Wer unterwegs ist und die besten Erinnerungen festhalten will, braucht ein stabiles und leichtes Reisestativ. Gerade bei aktuellen Ereignissen wie Überschwemmungen in Nepal oder Vulkanausbrüchen in Indonesien ist es praktisch, wenn Ausrüstung wenig wiegt und schnell einsatzbereit ist. In unserem Test der besten Reisestative für den Urlaub zeigen wir, welche Modelle für Deine nächste Tour empfehlenswert sind – egal ob Städtetrip oder Trekkingabenteuer.
Einreise & Recht
USA: Airlines haften weniger bei bestimmten Verspätungsgründen
Das US-Verkehrsministerium ändert zum 19. Oktober die Einstufung für Flugverspätungen und Annullierungen. Zehn Ursachen, darunter Sabotage, bestimmte Cyberangriffe oder Wartungsprobleme außerhalb des Airline-Einflusses, gelten künftig nicht mehr als verschuldete Verspätungen. Für Dich bedeutet das: Bei Flügen in oder aus den USA kann es schwieriger werden, Entschädigungen bei Verspätungen oder Ausfällen zu erhalten, wenn die Airline auf diese neuen Ausschlussgründe verweist. Prüfe vor einem USA-Flug die aktuellen Passagierrechte und informiere Dich direkt bei der Airline, welche Gründe als entschädigungspflichtig gelten.
Quelle: aeroTELEGRAPH, 8.9.2026
Sicherheit & Warnungen
Italien: US-Außenministerium warnt vor Terrorgefahr
Das US-Außenministerium stuft Italien auf Warnstufe 2 und rät zu erhöhter Vorsicht wegen des Risikos terroristischer Gewalt. Besonders in touristischen Hotspots und öffentlichen Verkehrsmitteln wird auf die Gefahr von Angriffen und Kleinkriminalität hingewiesen. Für Dich als Reisenden bedeutet das: Sei in Städten wie Rom, Mailand oder Florenz aufmerksam, achte auf Deine Wertsachen und informiere Dich über die aktuelle Sicherheitslage. Die Warnung gilt insbesondere für vielbesuchte Orte und Großveranstaltungen. Tipps für sicheres und genussvolles Reisen in Italien findest Du im Food-Guide für die italienische Küche.
Quelle: US-Außenministerium, 10.9.2026
Nepal: Überschwemmungen an der Grenze zu China
Im Rasuwa-Distrikt und im Grenzgebiet zwischen Nepal und China kommt es aktuell zu Überschwemmungen. Nach Angaben des britischen Außenministeriums gibt es zudem Informationen über ein Family Assistance Centre an der britischen Botschaft in Kathmandu. Für Dich bedeutet das: Trekking- und Überlandrouten im Norden Nepals können beeinträchtigt oder gesperrt sein. Plane Routen sorgfältig, informiere Dich über aktuelle Straßensperrungen und halte Kontakt zu lokalen Anbietern. Wer im Himalaya unterwegs ist, sollte sich vorab über die Situation im Zielgebiet informieren. Einen Überblick über Trekkingrouten bietet der Guide zum Annapurna Circuit.
Quelle: FCDO (UK), 11.9.2026
Kosovo: Große Versammlungen können Reisen beeinträchtigen
In Pristina und weiteren Städten im Kosovo finden derzeit vermehrt große öffentliche Versammlungen statt. Laut britischem Außenministerium kann es dadurch zu erheblichen Beeinträchtigungen im Stadtverkehr und an zentralen Plätzen kommen. Für Dich bedeutet das: Plane bei Reisen in den Kosovo in den kommenden Tagen mehr Zeit für Wege in Städten ein und meide größere Menschenansammlungen, falls möglich. Informiere Dich vor Ort über aktuelle Entwicklungen und eventuelle Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.
Quelle: FCDO (UK), 11.9.2026
Kurz notiert
- Jordanien: Nach iranischen Raketenangriffen rät das FCDO zu erhöhter Vorsicht.
- Mexiko: Hurrikan-Warnung für Marie aufgehoben, Reisewarnung aktualisiert.
- Brasilien: Flughafenbetreiber nach Tierkollision zu Schadenersatz verurteilt.
- Wizz Air startet neue Verbindung von Basel nach Eriwan noch dieses Jahr.
- Suriname und Martinique laut US-Außenministerium weiterhin als sicher eingestuft.
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