Fahrradtour Brandenburg – Tipps und Empfehlungen

Eine Tour mit dem Fahrrad durch die Natur lässt Herzen höher schlagen, Kinder jauchzen vor Freude. Manchmal begleitet Stille die Radler, wenn sie vorbeifahren an Mohnblumenfeldern, durch verschwiegene Ortschaften mit engen Gassen aus lieblichem Duft. Eine Fahrradtour durch Brandenburg ist Heimaturlaub einmal ganz anders. Viele unterschiedliche Touren führen durch das Land, jede entfaltet ganz bestimmte Sehenswürdigkeiten und Highlights auf ihrer Strecke, mit jeder Tour lernt der Radler ein anderes Stück von unserem Land kennen, kostet ein anderes Schmankerl. Die Havel, das Seenland, Schlösser, Naturparks … Es ist Abenteuer, Erholung, Spaß und Staunen. Wir führen Dich durch 5 Regionen Brandenburgs, die es in sich haben!

 

Tourenplan

Folgende 5 Strecken empfehen wir:

Die Routen sind unterschiedlich lang und auch verschieden in ihrem Schwierigkeitsgrad, deswegen sollte ein guter Fahrradhelm nicht fehlen. Allein die letzte Etappe dauert über mehrere Tage. Für die anderen Radwege benötigst Du jeweils 1 oder 2 Stunden. Inkl. der Ausflugsziele bist Du bis zu 5 Stunden unterwegs. Die Ausgangspunkt kannst Du mit der Bahn erreichen.

Eine tolle Spreewaldtour mit Fahrrad durch Brandenburg

 

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Spreewälder Sagenwelt-Tour

 

24 Kilometer lang und 1 Stunde sollte dafür eingeplant werden. Es ist eine eher leichte Runde und führt überwiegend auf geraden Straßen durchs Umland, aber Wundersames wartet hinter jeder Ecke. Vieles möchte entdeckt werden. In Burg im Spreewald beginnt das Vergnügen und endet auch wieder dort. Du triffst auf eine einzigartige Natur, die sagenhafte Figuren um Dich versammelt, sie entstammen alle der mystischen Welt des Spreenlandes und erzählen Geschichten von Liebe und Leid, von Freundschaft und Verrat. Burg ist ein Kurort und Anziehungspunkt für Touristen, die die heimische Natur und Kultur entdecken wollen. Der Burger Schlossberg beispielsweise mit dem fast 30 Meter hohen Bismarckturm erinnert an Menschen, die hier einst lebten und an Götter und Geister glaubten. Hier stand früher das Schloss des Wendenkönigs.

Um den Wendenkönig ranken sich fantastische Geschichten, er soll Kranke geheilt und Soldaten aus Haferkörnern hervor gezaubert haben. Außerdem habe er viele Jahre das Land als König regiert. Lutkis sind ebenfalls Figuren aus der Lausitzer Sagenwelt. Die kleinen Menschen lebten im Einklang mit den Wenden. Sie hatten eine eigenartige Sprache und trugen rote Zipfelmützen. Pfingsten wird hier auf dem Schlossberg eine der vielen Sagengeschichten als Theaterstück aufgeführt. Die wundersamen Ereignisse werden zum Leben erweckt.

Nun wird aber wieder in die Pedale getreten Richtung Willischza-See. Du fährst durch altes Umland, an grünen Wiesen und Kopfweiden vorbei, die sich bedächtig mit dem Wind wiegen. Und weiter, vorbei an hohen Scheunen und Blockbohlenhäusern, die heute nur noch Vergangenheit sind. In diesem Teil der Welt bringen Schlangen Glück, ziert doch das Kreuz des Schlangenkönigs viele Häuser. Immer weiter geht’s, zum Hochwald, einem Fließ, in dem der Wassermann mit seinen lieblichen Töchtern haust. Einen Abstecher auf dem Spree-Neiße-Radweg nach Leipe ist empfehlenswert. Abseits vom zentralen Ring erwartet den Radler die Hofbrennerei von Burg, eine Töpferei und eine Trachtenstickerei. Zurück zur Hauptstrecke, passiert der Radfahrer noch die Therme und den Sagenpark in der Kurparkstraße. Hier stehen sie alle, in Stein gehauen, die Sagengestalten des Spreewalds. Das Waldhotel Eiche und die Backstube Vila Radus liegen auf dem Weg und laden zur Einkehr.

 

Eine gut geplante Spreewälder Sagenwelt Fahrradtour

 

 

Fontane-Rad-Route

 

Wir folgen dem Beispiel des Dichters Theodor Fontane, der das Land der 3.000 Seen vor 200 Jahren bereiste. Er hielt seine Eindrücke literarisch fest. Heute ist das Seenland noch genauso schön und erlebnisreich. Wir haben eine leichte Radtour im Gepäck, knapp 30 Kilometer lang ist sie und dauert ungefähr 2 Stunden. Literatur-Fans werden mitfühlen und die anderen werden sich über Ribbeck’s Birne freuen. Havelländisches Luch, Seenland, Wälder und Heide sind die Landschaften auf Deinem Radweg und eine Menge Staunenswertes wirst Du dabei kennenlernen. Start und Ziel der Rundtour ist Nauen im Havelland.

Von hier aus nimmst Du den Havelradweg, radelst durch Lietzow und Berge bis Ribbeck. In Ribbeck ist erst einmal eine Erkundungstour geplant. Nimm Dir Zeit für den Ort. Er ist zwar klein aber Du wirst den Birnbaum schon finden, welcher an die Ballade von Theodor Fontane (Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland 1889) erinnert. Tipp: Im angrenzenden Café gibt es Birnentorten, für die zu sterben es sich lohnt. Von dort aus führt der Havelweg durch einen Wald nach Groß Behnitzund von dort zum Landgut Borsig, Sitz einer der bekanntesten Industriellen-Familien des 20. Jahrhunderts. Heute heißt die Anlage Landgut Stober, nach dem Berliner Unternehmer, der die Anlage liebevoll wieder aufgebaut hat. Auf dem Gelände ist aus Vergangenem ein exklusives Hotel, ein Museum, ein Bio-Restaurant und das gemütliche Café „Seeterrassen” geworden, von denen aus Du auf den romantischen Groß Behnitzer See schauen kannst. Von hier aus ist noch die ein oder andere Stippvisite möglich, auf der Du edle Pferde bestaunen und mit den Augen über Ebenen in die Ferne fliegen kannst. Der Radweg führt schließlich zurück nach Nauen, wo der Radweg endet.

 

Die Fontane-Rad-Route in Brandenburg mit Fahrrad besuchen

 

 

Brandenburg-Tour

 

Diese Fahrradtour ist für den Radler etwas anspruchsvoller als die anderen beiden Strecken. Außerdem beinhaltet die Tour eine See-Überquerung mit der Fähre. Die Radtour ist als Tages-Tour geplant, 5 Stunden sind dabei zu radeln und mehr als 75 Kilometer zurückzulegen. Es gibt einen Höhenunterschied vom niedrigsten Punkt der Route bis zum höchsten von 70 Metern. Du lernst auf diesem Radweg die Städte Neuruppin und Wittstock kennen und eine herrliche Brandenburger Seenlandschaft. In Neuruppin geht es los und sofort kann die interessante Stadt erkundet werden. Auch hier begegnet uns der Dichter Fontane wieder, der hier geboren wurde, ebenso wie der berühmte Architekt Karl Friedrich Schinkel. Der Tierpark ist sehenswert und Weinkenner zieht es in Neuruppin stets zum Weinhaus am Neuen Markt.

Ein weiteres Highlight ist der im maurischen Stil erbaute Tempelgarten, in dem ein Café/Restaurant untergebracht ist. Die Parzival-Skulptur an der Seepromenade erinnert überall an Geschichte und Geschichten. Du fährst weiter in Richtung Wusterhausen an der Dosse. Auf der Straße zwischen Gottberg und Lögow gibt es einen Abschnitt, auf dem die Rennradler auf ihre Kosten kommen. Hier kannst Du so fest in die Pedale treten, dass Dein Hintermann Dich aus den Augen verliert. Allerdings ist in Wusterhausen wieder Zwischenstopp, die Sankt-Peter-und Paulskirche muss besichtigt werden. Die Freunde sind mittlerweile auch wieder da.

Kyritz an der Knatter hat auch eine sehenswerten Kirche, die Sankt-Marienkirche. Von hier aus fährst Du die Seestraße entlang, bis Du zur Unterseeinsel kommst. Eine Fähre bringt Dich hinüber. Zurück in Kyritz, führt Dich der Radweg nun die Kyritzer Seenkette entlang, ein landschaftliches Highlight. Und noch einen Abstecher gefällig? Dann radelst Du nach Scharfenberg zu der Gedenkplattform. Die Geschichte erzählt hier von einer der grausamsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges, 1636. In der Alten Bischofsburg in Wittstock an der Dosse ist ein Museum eingerichtet, dass mit weiteren Berichten von Greueltaten dieser Zeit aufwartet. Nicht alles war früher besser! Die Burg gehört zu der längsten Backsteinmauer Deutschlands. Vor zwei Jahren war sie Mittelpunkt der Landesgartenschau. Am Ende wird dann doch alles wieder gut! Wittstock ist auch das Ende dieser Etappe.

 

Mit dem Fahrrad eine Brandenburg Tour machen

 

 

Sprinter-Tour

 

Ähnlich lang wie die vorherige Strecke ist diese Fahrradtour eine der besonderen Art. Rennradfahrer und Mountainbiker lieben die 71 Kilometer lange Fahrt durch Potsdam und Neu Fahrland an mehreren Seen entlang. Du startest diese Rradtour allerdings in Berlin am S-Bahnhof Heerstraße, biegst in die Eichkampstraße ein und fährst parallel zur Avus bis zum S-Bahnhof Wannsee. Der Weg an der Autobahn Avus entlang ist eben und geteert und macht vielleicht schon einmal ein wenig Geschmack für die „Flitze-Piste”, noch ist es ein „leichtes” Training, sich mit den schnellen Autos zu messen. Auf einer Brücke überquerst Du den Großen Wannsee und gelangst nach Potsdam. Hier bietet sich eine Pause an, vielfältige gastronomische Einrichtungen locken mit Süßem und Fremdländischem. Der Volkspark ist Treffpunkt künstlerischer Darbietungen und ein Ort für Sonnenbäder.

Wenn Du aufgetankt hast und der Bauch nicht allzu schwer wiegt, fährst Du weiter nach Neu Fahrland. Die Route lässt Dich den Krampnitzsee mit seinen romantischen Badestellen entdecken, durch Wälder hindurch gelangst Du wieder nach Berlin, Kladow. Nun kannst Du die Heerstraße entlang radeln, bis Du rechts in die Havelchausseeeinbiegen musst. Genau hier befindet sich das Restaurant Tiroler Bauernstuben, eine Gaststätte mit gut bürgerlicher Küche, die bei Radfahrern bekannt ist. Du stärkst Dich hier noch einmal, bevor es auf die letzte Etappe geht. Die Havelchaussee ist Bergpiste und Talfahrt in einem und alles liegt im schattigen Grunewald. Du musst auf diesem Abschnitt noch ganz schön viel Puste haben, um gut voranzukommen und durchzuhalten, bis Du wieder die Heerstraße erreichst und das Ziel, das ICC am Messedamm.

 

Einen Sprinter-Tour mi Fahrrad nach Potsdam machen

 

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Familien-Tour

 

Ein bisschen Körperkult, ein bisschen „Ohrenrauschen”, der Blues ist überall zu Hause und das Abenteuer lauert um die Ecke. Zum Schluss eine versöhnliche Radtour für Genießer und Entdecker. Die Länge beträgt 34 Kilometer. Offiziell bist Du gute 2 Stunden unterwegs. Du bist unter Umständen, die ausschließlich erfreulich sind, aber länger unterwegs weil es vieles zu sehen und zu hören gibt. Die Straße führt zunächst nach Seilershof, zum Ziegeleiparknach Mildenberg in Zehdenick. Fischerwall in Seilershof trägt im wahrsten Sinne schwer an der Geschichte. Hier wurde der Sarg von Königin Luise auf dem Weg nach Berlin abgestellt, weil die Eskorte ausgetauscht wurde.

Ein Kurhaus erinnert noch heute daran. Weiter auf der Route Richtung Zehdenick, vorbei an den Havelwiesen, auf denen die Wildgänse an der Havel rasten. (Die Havel ist übrigens der längste Nebenfluss der Elbe.) Dann gelangst Du nach Mildenberg, in den Ziegeleipark. Ein Ausflugsziel, das süchtig macht. Der Ziegeleipark ist nicht nur ein Industrie- und Technikmuseum. Das klingt nämlich erst einmal ziemlich langweilig. Aber warte ab! Auf 40 Hektar gibt es interaktives Erleben. Bahnfahrten durch den Industriepark werden angeboten. Familien erleben auf diese Weise die Natur der Uckermärkischen Seenlandschaft zum anfassen nah. Sogar Möglichkeiten zum Übernachten bietet das Gelände zwischen Seen und Havel. Natürlich muss es in Zehdenick auch einen Abstecher zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin geben.

Schließlich könnt ihr noch ein ins „Da Vinci” in der Marina von Zehdenick radeln und  euch lecker italienisch verwöhnen lassen. Zehdenick ist nicht irgendein Dorf. Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen bringt jährlich mehr als 100.000 Touristen nach Zehdenick. Die Stadt ist international und Radtouren verbinden Menschen weltweit. Eine Fahrradtour in Brandenburg ist erst der Anfang. Warte mal ab, wenn Du erst „Lunte gerochen” hast, dann bist Du überall in Deutschland mit Deinem Bike unterwegs und wer weiß…

 

 

Weitere schöne Radrouten – Tipps und Empfehlungen

 

 

 

Wir hoffen unsere Empfehlungen und Tipps zur Fahrradtour in Brandenburg haben Dir geholfen! Warst Du schon mal dort? Was war Deine schönste Tour? Und hast Du noch weitere Reisetipps für uns? Vielleicht zum Schloss Sanssouci, nach Fürstenberg oder Rathenow? Oder das Ufer entlang am Wasser der Havel in die Brandenburger Altstadt? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

 

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