IT-Sicherheit während einer Geschäftsreise

Das Phänomen vom Arbeiten während Reisen oder Geschäftsreisen wird immer populärer. Speziell in den warmen Sommermonaten zieht es viele Freelancer, Unternehmer und Angestellte mit dem Firmenlaptop in die freie Natur oder ans Meer, an den Badesee oder in die Berge. Beispielsweise gibt es auch digitale Nomaden, die mal auf Bali, mal in Indonesien arbeiten. Je nachdem, wo es am schönsten ist, zieht es diese Freelancer aus der IT und dem Grafik Design in alle Ecken dieser Welt. Rund eine halbe Million Menschen zählen bereits zu den digitalen Nomaden.

Die Arbeit auf Reisen ist durchaus attraktiv und entspannend, da man Urlaub und Surfen mit Arbeiten unter Palmen und am Strand kombinieren kann, jedoch birgt diese Art des gemütlichen Arbeitens von Unterwegs auch enorme Sicherheitsrisiken. Wer auf diese angenehme Art des Arbeitens von unterwegs dennoch profitieren möchte, sollte sich vor Antritt der Reise rund um den Globus einige Gedanken zur IT-Sicherheit machen und entsprechende Vorkehrungen treffen.

 

Gegen Diebstahl die eigene Hardware absichern

 

Egal, ob man sich im Hotel befindet oder am Strand; in bestimmten Regionen der Welt und auch ganz allgemein, in der Öffentlichkeit, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein PC oder ein Smartphone schnell Opfer eines Diebstahls wird. Aus diesem Grunde ist Vorsicht geboten, dass man nichts unbeaufsichtigt liegenlässt und die Endgeräte sperrt, sobald man den Platz verlässt. Festplatten sollten verschlüsselt sein.

Ein gutes Instrument ist auch eine „Remote Löschbarkeit“. Somit besteht die Möglichkeit, bei Diebstahl die Daten von unterwegs zu löschen. Wenn sensible Daten oder firmenbezogene Daten in falsche Hände gelangen, kann dies ein gefundenes Fressen für Erpresser, Identitätsdiebstahl und andere kriminelle Machenschaften sein.

 

 

Datenträger verschlüsseln und zwar immer

 

Wer außerhalb des Büros mobil arbeitet, führt in aller Regel eine mobile Festplatte oder einen USB Stick mit sich. Die Diebstahlwahrscheinlichkeit ist jedoch erhöht, wenn man seine Festplatte am Biertisch offen liegenlässt.

Deshalb raten wir dazu, USB-Sticks und Festplatten zu verschlüsseln. Der Wert von personenbezogenen Daten und vertraulichen Dokumenten sollte über den Wert der eigentlichen Festplatte oder dem USB-Stick eine übergeordnete Rolle spielen.

 

 

Einen gesicherten VPN-Zugang verwenden

 

Wer als Firmenmitarbeiter oder Freelancer auf selbstständiger Basis in der Welt unterwegs ist und im Rahmen seiner Arbeit öffentlichen WLAN-Hotspots nutzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein ungesichertes Netzwerk immer auch Cyberkriminelle anlockt und man somit Cybercrime ein willkommenes Einfallstor öffnet, wenn man sich nicht absichert. Öffentliche WLANs in Cafés und Bibliotheken sind in aller Regel nicht verschlüsselt, sodass sich jeder einloggen kann. Da in touristischen Ländern im Ausland das WLAN häufig noch besser zugänglich ist, als in Deutschland, wird die Tatsache, sich über eine kostenlos erhältliche VPN einzuwählen, häufig umgangen oder gar nicht erst in Erwägung gezogen.

 

 

 

 

USB Outlets mit Vorsicht genießen

 

Es kann immer mal passieren, dass der Akku vom Handy durch die Hitze oder viel Interaktion schneller leer wird oder sich der Laptop von der Energie her langsam verabschiedet. Es gibt für unterwegs viele Stationen, die USB-Power Outlets anbieten. Diese findet man in den Städten, an Flughäfen oder Bahnhöfen.

Jedoch muss man Vorsicht walten lassen. USB-Anschlüsse sind ja grundsätzlich für die Datenübertragung prädestiniert. Wenn also ein USB-Ladekabel oder Anschluss von Hackern missbraucht wird, um Daten und Dokumente abzufangen, mit der Zielsetzung, unerlaubt an sensible Dokumente zu gelangen, wird es kritisch. Sogenannte „USB-Kondome“, dabei sprechen wir von einem Zwischenstück oder Adapter, der auf das USB-Ladekabel appliziert wird und zwischen dem Lade Port und dem Kabel steckt, schaffen souveräne und sichere Abhilfe. Dabei wird lediglich die Stromzufuhr aktiviert und die Datenverbindung unterbunden.

 

 

Social Engineering

 

Vorsicht ist auch vor zu viel Vertrauen in andere Menschen geboten. Speziell im Urlaub neigt man dazu, sich locker vom Hocker mit anderen Urlaubern zu unterhalten und auszutauschen. Es kann vorkommen, dass Hacker versuchen, ins Gespräch zu kommen und vertrauliche Daten rauszukitzeln. Bekannt ist dieses Phänomen unter dem Begriff „Social Engineering“. Gerade dann, wenn Mitarbeiter nicht im ortsansässigen Büro, sondern irgendwo am Globus unter Sonne und Palmen arbeiten, sinkt die Aufmerksamkeitsschwelle und die Mitarbeiter werden unvorsichtig. Gerade deshalb ist es wichtig, ein erhöhtes Bewusstsein für IT-Sicherheitsrisiken zu entwickeln.

 

 

Checkliste Datensicherheit auf Reisen und im Urlaub

 

Wer seinen Firmenlaptop auch auf Reisen oder im Urlaub nutzt, sollte folgende Punkte zusätzlich zu den bereits genannten Punkten beherzigen!

 

  1. Login-Daten nicht auf dem Arbeitsgerät speichern
  2. kontinuierlich Sicherheitsupdates installieren
  3. öffentliche WLAN-Hotspots meiden oder nur mit einer sicheren VPN-Verbindung nutzen
  4. bei kritischen Logins nur über eine sichere VPN-Verbindung gehen
  5. unbefugten Zugriff von Drittpersonen auf Firmengeräte vermeiden
  6. für Reisen keine Firmenhardware mit sich führen
  7. ärztliche Dokumente, Reisepässe oder Identity-Card in Kopie mitführen
  8. alle Dokumente, USB-Sticks und Festplatten verschlüsseln
  9. keine Bankgeschäfte vom Ausland aus tätigen

 

 

Vorkehrungen, die noch vor Abreise getroffen werden sollten

 

Bevor es in den Urlaub oder auf Geschäftsreise geht, sollte der Drucker vom WLAN genommen werden, der PC komplett ausgeschalten werden und der Router abgestellt werden. In der eigenen Abwesenheit könnten IT-Profis aus der kriminellen Branche auf die Endgeräte, ja sogar den WLAN-Drucker, zugreifen und Schadsoftware verbreiten. Weiter könnten Passwörter gehackt werden, E-Mail-Phishing betrieben werden und sensible Daten gestohlen werden. Dabei ist der Identitätsdiebstahl gleich an oberster Front.

Wer die eigene Wohnadresse durch einen laufenden PC herausfindet, könnte dort einbrechen und das gesamte Mobiliar mitgehenlassen, Geld stehlen und Schaden anrichten. Nach der Reise steht man dann vor einem großen Problem. Dies zeigt auf, wie wichtig es ist, sich vor, während und nach der Reise umfassend vor Internetkriminalität zu schützen.

 

 

Wir hoffen unsere Empfehlungen und Tipps für die IT-Sicherheit während Deiner Geschäftsreise haben Dir geholfen. Bereitest Du gerade Deine Geschäftsreise vor oder hast es schon hinter Dir? Haben wir etwas vergessen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

 

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