Rucksack richtig packen: Für Backpacking & Wanderungen, so funktioniert es am Besten!

Marco Schätzel: Autor bei reisefroh Autor/in: Marco Schaetzel

Was Einpacken? Wie einpacken? Wohin packen? – Wenn es vor einer großen Reise oder Wanderung um das sinnvolle Packen des Rucksacks geht, steht der eine oder die andere Schulter zuckend mit Fragezeichen vor seinem Gepäck.

In diesem Beitrag gebe ich Dir hilfreiche Ratschläge, welche Dinge Du wo im Gepäck verstauen musst, um Deinen Körper beim Schleppen des Rucksacks bestmöglich zu entlasten und gebe Dir Tipps, auf welche Schwerpunkte es beim cleveren Packen noch ankommt.

Viel Spaß beim Lesen und Rucksack packen! 🙂

 

Rucksack richtig packen: Das Wichtigste auf einen Blick

 

Was für ein Gewicht sollte ein voll gepackter Rucksack maximal haben?

Über einen langen Zeitraum zu viel Gewicht auf dem Rücken zu schleppen ist weder spaßig noch gesund. Als Faustregel sollte Dein Rucksack nach dem Packen maximal 25% Deines Körpergewichts wiegen, besser aber noch weniger! Bist Du z.B. 60 Kilogramm schwer und Dein Rucksack hat ein Gewicht von 15 Kilogramm, liegst Du damit schon an der obersten Grenze und solltest darüber nachdenken, auf welche Dinge in Deinem Gepäck Du vielleicht doch verzichten kannst…

Rucksack voll packen oder noch etwas Platz lassen?

Mit Blick auf das Gewicht ist es sinnvoller einen kleineren Rucksack möglichst gut zu befüllen, anstatt das gleiche Gepäck in einen größeren und damit insgesamt schwereren Rucksack zu packen. Auf der anderen Seite hast Du mit einem voll bepacktem, kleineren Rucksack weniger Freiraum für Souvenirs, T-Shirts oder sonstige Dinge, die Du auf Reisen kaufst, geschenkt bekommst oder aus anderem Grund in Deinem Rucksack untergebracht werden wollen. Für Reisen mit absehbarem Rückkehrdatum (1-2 Monate) würde ich persönlich etwas mehr Platz für spontane Käufe und Erinnerungsstücke im Rucksack lassen, als für eine Weltreise.

 

 

Die Packliste: Was gehört in den Rucksack?

 

Der Frage wie Du Deinen Rucksack richtig packst geht natürlich die Überlegung vorweg, welche Dinge Du überhaupt für Deine Reise brauchst. Das Richtige einzupacken ist bereits einer der wichtigsten Schlüssel für die Art und Weise, richtig zu packen. 😉

Bevor Du Dich an das Packen Deines Backpacks machst, schau Dir als Orientierung daher gern unsere unterschiedlichen Packlisten an, was wir auf unsere Reisen dabeihaben bzw. empfehlen können – u.a. praktische Outdoor-Ausrüstung, Dinge für die Reiseapotheke, den Kulturbeutel, Elektronik oder Outdoor-Kleidung.

 

Zu den Packlisten

 

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Ultraleicht unterwegs: Dank gutem Packsystem und cleverer Packlisten wiegen die Rucksäcke von Anne und Sebastian nur 9 bzw. 11 kg und beinhalten alles für eine mehrjährige Weltreise! Die zwei Weltenbummler sind seit 2016 unterwegs…

 

 

Meine 4 Grundregeln beim Rucksack packen

 

Du hast nun sämtliche wichtigen Dinge und Gegenstände beisammen? Alle Sachen, die Du für Deine Reise (scheinbar) benötigst liegen vor Dir verteilt? Dann geht es nun also an das Rucksack packen. Dafür kannst Du folgende grundlegende Tipps beachten:

 

  1. Weniger ist mehr!
  2. Verteile die Sachen entsprechend ihres Gewichts.
  3. Verstaue oft benötigte Dinge griffbereit im Rucksack.
  4. Schütze Kleidung und wertvolle Gegenstände.

 

 

Weniger ist mehr | Tipp 1

 

Bereits bei der Frage nach der passenden Rucksackgröße spielt dieser Grundsatz eine tragende Rolle. Lesetipp dazu: Mit diesem Ratgeber kannst Du je nach Einsatzzweck die passende Rucksackgröße finden.

 

Warum? Viele Dinge, die Dir beim Packen daheim noch als nützlich bzw. unbedingt erforderlich vorkommen, stellen sich auf längeren Reisen als vollkommen überflüssig dar. Statt Dir im Reisealltag zu helfen, sind diese Gegenstände am Ende nur ein unnötiges Gewicht in Deinem Gepäck.

Entweder Du schmeißt die Sachen deswegen weg, was auch ärgerlich ist, oder Du schleppst sie die ganze Zeit auf Schulter und Rücken, ohne sie eigentlich zu benötigen.

 

Aus diesem Grund ist mein Fazit zum Rucksack packen: weniger ist mehr! Gerade auf längeren Reisen wirst Du schnell merken mit wie wenig Dinge man im Alltag eigentlich braucht um happy zu sein. Und selbst, wenn Dir unterwegs eine Sache auffällt, die Du eigentlich Doch lieber noch im Rucksack hättest, kann ich Dich beruhigen…

Auch andere Länder haben, Klamotten-Läden, Drogerien, Outdoor-Shops, Technik-Geschäfte, etc. 😉

 

Mein Tipp: Um Platz und Gewicht im Rucksack zu sparen, empfehle ich anstelle von sperrigen Daypacks einen faltbaren Rucksack , z.B. das 20 Liter Modell Travel 100 von Decathlon*.

 

 

Rucksack richtig packen: lieber weniger Dinge

Anders als beim Kinderspiel “Ich packe in meinen Koffer…”, kommt es beim Rucksack packen eher darauf an auf unnötige Gegenstände zu verzichten. Das hält das Rucksackgewicht erträglich und entlastet auf langen Reisen Deinen Körper. 😉

 

 

Optimale Verteilung Deiner Sachen, entsprechend ihres Gewichts | Tipp 2

 

Ein cleveres Verteilen der Dinge im Reiserucksack, gemessen an ihrem Gewicht, wirkt sich ungemein auf den Schwerpunkt des Rucksacks und damit dem Tragekomfort auf dem Rücken aus.

Die schweren Sachen Deiner Ausrüstung, z.B. Verpflegung oder schwere Jacken, sollten im Hauptfach, in Höhe der Schulter und möglichst nah am Rücken verstaut werden. Mittelschwere Dinge packst Du am besten dahinter, auf gleicher Höhe in das Hauptfach.

 

Leichte Gegenstände und kleine Dinge können in das Deckelfach des Rucksacks, in Reißverschlusstaschen am Hüftgurt oder z.B. in seitliche Reißverschlusstaschen. Der Boden vom Rucksack – bzw. sofern vorhanden, das separate Bodenfach, eignet sich für ein zweites Paar Schuhe, einen Schlafsack oder eine ultraleichte Isomatte.

Auf vertikaler Eben sollte das Gewicht im Rucksack gleichmäßig verteilt sein. Achte z.B. darauf, dass beide Seitentaschen ähnlich voll beladen sind, damit das Gewicht vom Rucksack nicht an einer Seite der Schulter zu stark nach unten zieht.

 

Mein Tipp: Als platzsparendes Paar Zweitschuhe eignen sich auf Reisen sehr gut federleichte Barfuß Socken, wie z.B. der Leguano Classic*, sowie luftige Barfuß Sandalen.

 

 

Verstaue oft benötigte Dinge griffbereit im Rucksack | Top 3

 

Es ist mühsam und kostet Zeit und Nerven, wenn Du unterwegs permanent nach Dingen in den Tiefen Deines Rucksacks wühlen musst. Manche Sachen bzw. Gegenstände braucht man im Reisealltag einfach häufiger.

Bei mir ist es z.B. ein Buff* (Must have!), das Ladekabel, Snacks zum Knabbern, die Wasser Trinkflasche oder meine dünne Windjacke.

 

Was auch immer es bei Dir ist, Du solltest es so verstauen, dass Du jederzeit schnell rankommst und es NICHT erst ewig und drei Tage im Rucksack suchen musst. Für diese Dinge eignen sich insbesondere die Außenfächer, z.B. das Deckelfach, Taschen am Hüftgurt oder die seitlichen Reißverschlussfächer.

 

Diesen Aspekt des Packens wirst Du womöglich erst unterwegs perfektionieren können, denn vor der Reise weißt Du vielleicht noch gar nicht, welche Dinge Du persönlich oft im Alltag in der Hand hast und welche Ordnung sich für Dich in Deckelfach, Seitenfach und Hauptfach am Besten macht.

 

Astrum Evo von Vaude: 60 Liter Packvolumen

So sieht mein 60 Liter Rucksack von VAUDE aus – voll bepackt mit meiner Weltreise-Ausrüstung! Das komplette Packvolumen ist auf dem Foto noch nicht ausgereizt. 🙂

 

Rucksack richtig packen: Seitentaschen für kleine Dinge

Deckelfach oder Seitentaschen am Rucksack machen sich gut für kleine Dinge im Gepäck, mit geringerem Gewicht, auf die Du während der Reise oder beim Wandern jederzeit schnell Zugriff haben möchtest. Auf dem Bild siehst Du meinen 50 Liter Rucksack von Nordkamm.

 

 

Schütze Kleidung und Wertgegenstände | Top 4

 

Aus schmerzvoller Erfahrung weiß ich – es gibt kaum etwas Ärgerlicheres als ein auslaufende Thunfischdose, deren Öl sich langsam aber genüsslich über Kleidung, Laptop-Taschen und sämtliche andere Dinge im Rucksack verteilt und mit Flecken und Aromen für ungewollte Reiseerinnerungen sorgt.

Dabei muss es gar nicht mal eine Thunfischdose sein: auslaufende Sonnencreme, eine leckende Wasserflasche – solche kleinen Unfälle passieren auf Reisen schneller als man denkt und hofft. Ein Rucksack mit Laptopfach kann dabei helfen, Dein Notebook etwas mehr zu schützen.

 

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Packwürfel helfen den Überblick im Rucksack zu behalten, Platz zu sparen und schützen darüber hinaus den Rucksackinhalt.

 

Empfehlenswert ist aber auch Deine Kleidung in einem Packwürfel oder Vakuumbeutel, Deine wichtigen Dokumente in einer Reisepasshülle und Deine Technik-Gegenstände, wie z.B. der Reisekamera, in einem Dry Bag zu verstauen, um vor bösen Überraschungen gewappnet zu sein.

Flüssigkeiten sind aber nicht die einzige Gefahr für die Sachen in Deinem Rucksack. Insbesondere beim Transport geht es im Ausland oft holprig, dreckig und ruppig zu. Empfindliche Technik, wie Deinen Reise-Laptop, solltest Du so einpacken, dass sie vor Staub und Erschütterungen am Besten geschützt ist.

 

Mein Tipp: Ziemlich gut geschützt kannst Du Dein Notebook auch in einem Rucksack mit Laptopfach verstauen. Vor starkem Regen schützt Du Deinen Rucksack und das Innere mit einer wasserdichten Regenhülle.

 

 

Regeln für das Packen von Wanderrucksäcken

 

Für das Packen eines Rucksacks zum Wandern gelten grundsätzlich ähnliche Regeln wie für das Packen eines normalen Backpacking Rucksacks. Je nach Terrain und Gelände, kann es jedoch ratsam sein, das Gewicht Deiner Ausrüstung anders im Wanderrucksack zu verteilen.

Für das Packen eines Wanderrucksacks schaue Dir daher zusätzlich die Tipps vom Rucksack-Spezialisten Deuter an:

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=c_yT2m-msZ8&feature=emb_title

 

 

Rucksack richtig packen | Mein persönliches Fazit

 

Marco Schätzel: Autor bei reisefrohAll die Klamotten und Gegenstände Deiner Ausrüstung einfach drauflos in den Rucksack zu stopfen mag zwar verlockend klingen, ist aber nicht empfehlenswert.

Cleveres Packen kann Dir nicht nur Schmerzen im Körper ersparen, sondern erleichtert auch allgemein den Reisealltag.

 

Werden schwere Sachen an der richtigen Stelle im Rucksack verstaut, sorgt das für ein besseren Rucksack-Schwerpunkt und eine Entlastung von Rücken, Hüfte und Schulter. Das gilt für einen normalen Backpacking Rucksack genauso wie für einen Wanderrucksack.

Achte zudem darauf, dass das Gewicht des gepackten Rucksacks, gemessen am eigenen Körpergewicht nicht mehr als 20%, maximal 25% erreicht. Zudem solltest Du versuchen, gerade die wertvollen Gegenstände im Rucksack zu schützen, sei es vor Wasser, Schmutz oder Transportschäden.

 

Am Ende ist das Rucksack packen aber auch kein Hexenwerk und wenn die Zeit mal doch nur zum Reinstopfen reicht, wirst Du davon natürlich auch nicht sterben. Lass Dir also davon nicht Deine Vorfreude aufs Reisen vermiesen. 😉

 

 

Was für ein Gewicht hat Dein gepackter Rucksack und welche Dinge hast Du inzwischen von der Packliste gestrichen? Wenn Du noch weitere Fragen zum Packen Deines Rucksacks hast, hinterlasse mir gerne ein Kommentar.

Marco Schätzel Unterschrift

 

 

Hier findest Du weitere Ratgeber und Testberichte zum Thema Rucksack:

Rucksäcke

 

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