Kolumbien Reise | Sehenswürdigkeiten, Essen, Kultur & mehr | Alle Infos für Deine Rundreise im Land

Marco Schätzel: Autor bei reisefroh Autor/in: Marco Schaetzel

Kolumbien ist das einzige Land in Südamerika, in dem Du sowohl in der Karibik als auch im Pazifik baden kannst! Das ist aber längst nicht der einzige Grund für eine Kolumbien Reise!

Ich erzähle Dir hier, was Dich in Kolumbien erwartet. Wie sind die Landschaften, die Kultur, das Essen, die Preise, das Wetter, die besten Sehenswürdigkeiten und die Risiken bei einer Rundreise durch dieses Land?

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

Was ist die beste Reisezeit für Kolumbien?

Wie in vielen Ländern in Südamerika teilt sich das Klima auch in Kolumbien in Trocken- und Regenzeit. Die trockensten und sonnigsten Monate sind Dezember bis März sowie Juli bis August. Diese Monate eignen sich am besten für eine Kolumbien Reise, insbesonderen wenn Du die Landschaften und Aussichten in den Anden erleben möchtest. Strandurlaube an der Karibik sind im Prinzip ganzjährig möglich, da es auch in der Regenzeit nicht 24 Stunden am Tag regnet und die Temperaturen kaum unter 25 Grad fallen.

Ist Kolumbien gefährlich?

Ja und Nein. Deine Sicherheit in Kolumbien hängt davon ab in welchem Gebiet des Landes Du unterwegs bist und wie Du Dich verhältst. Touristische Destinationen, wie z.B. die Kaffeezone oder Strände an der Karibik sind mit Blick auf das Risiko von Entführungen oder Anschlägen sicherer. Anders verhält es sich u.a. für die Grenzregionen mit Venezuela oder Panama, die Du eher meiden solltest. Informiere Dich vor Einreise auf den entsprechenden Seiten der Botschaft. Wie eigentlich in allen Ländern in Südamerika solltest Du es auch in Kolumbien meiden am Abend in menschenleeren Gegenden und Straßen unterwegs zu sein, da das Risiko ausgeraubt zu werden zu später Stunde deutlich steigt. In Großstädten wie Bogotá oder Medellín ist das Risiko von Überfällen tendenziell größer als in kleinen Städten oder Dörfern.

Wie viel Zeit sollte ich für eine Kolumbien Reise einplanen?

Für eine Kolumbien Reise solltest Du mindestens 3-4 Wochen einplanen. Nur so hast Du ausreichend Zeit sowohl die Karibik, den kolumbianischen Regenwald, die Landschaften in den Anden als auch einige nette Kolonialstädte kennenzulernen. Mehr Zeit ist für eine sowohl ausgiebige als auch entspannte Rundreise immer besser.

Was kostet eine Kolumbien Reise?

Kolumbien ist generell ein günstges Reiseland in dem Du für relativ wenig Geld viel erleben kannst. Die Preise für Unterkünfte und Verpflegung liegen deutlich unter westeuropäischem Niveau. Etwas teurer sind allerdings die beliebten Touristen-Destinationen, z.B. Cartagena oder das Gebiet rund um das Kaffeedreiecks.

Warum lohnt sich eine Reise nach Kolumbien?

Auf einer Kolumbien Reise kann man selbst in kurzer Zeit, extrem viel erleben und sehen. Weiße Strände an der Karibik, historische Kolonialstädte, dichter Regenwald im Amazonas, die Landschaften der Anden oder Touren in der Kaffeezone – das Land bietet all das und mehr. Kolumbien ist zudem ein sehr günstiges Land und ein Sinnbild für die Lebensfreude und Gastfreundschaft der Menschen in Südamerika.

 

 

Kolumbien Reise: Alles Wichtige auf einen Blick

 

Egal ob Du bereits im Flugzeug sitzt oder noch mitten in der Reiseplanung steckst, in dem folgenden Beitrag erhältst Du nicht nur Information sondern auch Inspiration für Deine Kolumbien Reise.

Mehr als ein halbes Jahr bin ich bereits in Kolumbien unterwegs. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps mit Dir!

 

 

 

 

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf einer Kolumbien Reise

 

 


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Mein Tipp für Deine Reise nach Kolumbien

Hauser Exkursionen: Trekking, Reisen, Wandern

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Nach fast einem Jahr Reisen in Kolumbien kann ich mit gutem Gewissen sagen: an Sehenswürdigkeiten mangelt es hier definitiv nicht! Kolumbien ist so z.B. das einzige Land Südamerikas, dass sowohl Strände am Pazifik, als auch an der Karibikküste hat. In Kolumbien kannst Du aber nicht nur Strandurlaub machen!

Auch wenn nicht ganz so hoch wie in Peru oder Chile, sind z.B. nämlich auch die kolumbianischen Anden mit zahlreichen 5.000ern immer noch verdammt hoch und bieten viele landschaftliche Highlights, die Du z.B. auf Wanderungen entdecken kannst.

 

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Die Vielfalt Kolumbiens wird Dich faszinieren: Metropolen wie Medellín und Bogota, koloniale Altstädte und vor allem viele wunderschöne Landschaften!

 

 

Mit Medellín und der Hauptstadt Bogotá hat Kolumbien auch zwei typisch südamerikanische Metropolen mit spannenden Vierteln, Museen und einer entsprechenden Musik- und Künstlerszene.

In Kolonialstädten wie Cartagena, Villa de Leyva oder Barichara kannst Du beim Schlendern durch die wunderschönen Straßen mit ihren alten Häusern in die Geschichte des Landes eintauchen.

 

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Kolumbien ist das einzige Land Südamerikas wo Du auf einer Rundreise sowohl in der Karibik, als auch im Pazifik baden kannst. 🙂

 

 

Dschungel-Feeling findest Du in Kolumbien auch extrem leicht, schließlich ist ein großer Teil des Landes Amazonas-Gebiet und purer, unberührter Regenwald.

Generell ist Kolumbien eines der grünsten Länder Südamerikas mit einer extremen Biodiversität. In keinem Land der Welt leben mehr Vogelarten. In jeder Ecke findest Du wunderschöne Wasserfälle oder Flüsse, die zum Baden einladen.

 

Lese-Tipp: Um Deine Kolumbien Reise besser zu planen empfehle ich Dir meinen ausführlichen Bericht zu allen Kolumbien Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

 

Hier ein kleiner Vorgeschmack einiger 5 Top-Highlights auf einer Rundreise durch Kolumbien:

 

  1. Medellín: Die lohnenswerteste Stadt in Kolumbien mit in die Berghänge gebauten, spannenden Stadtvierteln, einer sehr guten internationalen kulinarischen Szene, einer verdammt spannenden Geschichte rund um Drogenboss Pablo Escobar, sowie viel Natur vor der Haustür von Medellín.
  2. Parque Tayrona: Einer der beliebtesten Nationalparks an der Karibikküste des Landes, mit weißen Sandstränden, türkisblauem Wasser und grünen Bergen im Hintergrund. Abstecher in das Bergdorf Minca möglich.
  3. Valle de Cocora / Eje Cafetero: Besuch von Kaffeeplantagen und den größten Palmen der Welt, Wanderungen zu Lagunen, Páramos und Gletschern im Nationalpark Los Nevados.
  4. Amazonas: Mehrtägige Touren durch die unendliche, unberührte Flusslandschaft im Regenwald, atemberaubende Flora und Fauna, Kontakt zu indigenen Stämmen.
  5. Chicamocha Canyon: Paragliding über bzw. mehrtägige Wanderungen durch den Canyon, Rafting und Bungeejumping bei San Gil, Besuch von Barichara – einer der schönsten Kolonialstädte des Landes.

 

 

 

 

Rundreise: So könnte Deine Route in Kolumbien aussehen

 

Du hast 3-4 Wochen Urlaub und kannst Dich nicht entscheiden, welche Sehenswürdigkeiten und Gebiete Du in Kolumbien bereisen möchtest? Um Dir die Planung Deiner Kolumbien Reise zu erleichtern, hier drei Vorschläge, wie Deine Route für eine mögliche Rundreise im Land aussehen könnte.

 

Tipp: Zur Planung Deiner Rundreise helfen auch die diversen Routenvorschläge im aktuellen Lonely Planet Kolumbien*.

 

 

Rundreise 1 | Fokus auf Natur & Berge

 

  1. Amazonas: Touren durch den Dschungel, Flora & Fauna im Regenwald [Hin- und Rückflug von Bogotá] – 5 Tage
  2. Sierra Nevada del Cocuy: Wanderungen zu Lagunen der Páramo-Landschaften [Alternative: Los Nevados + Valle Cocora] – 5 Tage
  3. Chicamocha Canyon: Wanderung durch den Canyon, Rafting oder Paragliding – 4 Tage
  4. Nationalpark Tayrona: Wanderungen entlang der Karibikküste, Camping an einsamen Traumstränden – 5 Tage
  5. Minca: Wasserfälle, Aussichten + mehrtägiger Trek zur Ciudad Perdida [Rückflug: Santa Marta – Bogotá] – 5 Tage

 

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Bist Du Wanderfreund, dann wäre die Sierra Nevada del Cocuy sicher ein Highlight auf Deiner Rundreise in Kolumbien!

 

 

Rundreise 2 | Fokus auf Strand & Erholung

 

  1. San Andres: Traumstrände und ruhiger Insel-Puls [Hinflug von Bogotá, Rückflug nach Santa Marta] – 5-7 Tage
  2. Karibikküste: Strände & Buchten im Nationalpark Tayrona, Surfen & Chillen in Palomino – 5-7 Tage
  3. Minca: Tour in Kaffeeplantagen, Baden in Wasserfällen, tolle Aussichten genießen – 3-4 Tage
  4. Medellín: Internationale Restaurantszene, Seenlandschaft in Guatape – 5 Tage
  5. Choco: Wilde Pazifikküste, kleine Fischerorte, Walbeobachtungen [Flug nach Nuquí] – 5-7 Tage – Alternative: Tauchen in Capurgana

 

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Erholung soll auf einer Rundreise nicht zu kurz kommen – zum Glück gibts an Pazifik und Karibik genug solcher Traumstrände, z.B. im Parque Tayrona!

 

 

Rundreise 3 | Fokus auf Städte & Kultur

 

  1. Bogotá: Museen, Bars & Künstlerszene der Hauptstadt, Ausflug zur Lagune Guatavita – 3-4 Tage
  2. Eje Cafetero: Kaffeeplantagen, Riesenpalmen im Valle Cocora, Weltkulturerbe im Kaffeedreieck – 5 Tage
  3. Medellín: Besuch der Communa 13, künstlerischer Rundgang in Medellín, Musik- und Nachtszene – 5 Tage
  4. Cartagena: Kolonialstadt mit antiken Festungsmauern, UNESCO Weltkulturerbe, Strände der Karibikküste – 5 Tage
  5. Villa de Leyva oder Barichara: ruhige Städte mit schöner kolonialer Altstadt & kulinarischen Leckereien – 3-4 Tage

 

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Die beste Kunst- und Musikszene Kolumbiens findest Du in den Städten Medellín und Bogotá.

 

 

 

 

Reisen in Kolumbien | Was kostet es?

 

Die gute Nachricht gleich zu Beginn – auf einer Kolumbien Reise bekommst Du verhältnismäßig viel für Dein Geld. Ein Urlaub hier ist deutlich erschwinglicher als in Europa. Auch im Vergleich zu anderen Ländern Südamerikas, wie z.B. Brasilien, Chile oder Ecuador ist Kolumbien günstiger.

 

Um Dir einen Eindruck der Preise zu geben, hier ein paar konkrete Beispiele:

 

Kosten für den Transport:

 

Preise für Essen & Trinken:

Kulinarisch kannst Du es Dir auf einer Kolumbien Reise definitiv gut gehen lassen.

Ein Mittagsmenü in einem einfachen Lokal kostet zwischen 5.000-10.000 Pesos, also ca. 1,20€-2,00€. Dafür bekommst Du eine bereits sehr füllende Suppe, Hauptgang + Getränk. Oft bin ich davon am Abend noch satt!

Straßenessen ist auch sehr günstig. Empanadas, eine südamerikanische Teigtasche kosten um die 50 Cent, andere Snacks beim Bäcker zwischen 15-30 Cent. Unschlagbar sind auch die Saft-Preise. Ein kleiner Becher frisch gepresster Orangensaft geht auf der Straße bei 20 Cent los.

Auch ein Abendessen in einem gehobenen Restaurant wird Dich nicht mehr als 10€ kosten. Wie überall gilt aber natürlich, dass Du in touristischeren Regionen, wie z.B. der Altstadt von Cartagena, etwas drauf zahlen musst.

 

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Ein solches Mittagsmenü kostet in Kolumbien nicht mehr als zwei € – zumindest, wenn Du nicht gerade in der Altstadt von Cartagena essen gehst.

 

 

Kosten für Unterkünfte:

 

Fazit: Als Backpacker kannst Du es Dir in Kolumbien mit einem Budget von 30€/Tag sehr gut gehen lassen, wobei hier noch sehr viel Luft nach unten, aber natürlich auch nach oben ist.

 

 

 

 

Essen & Trinken auf einer Kolumbien Reise

 

Kommen wir zum wichtigsten Teil dieses Beitrags: dem Futtern. Ein kleiner Hinweis vorab: ich hätte den Abschnitt nicht mit knurrendem Magen schreiben sollen – sorry also, wenn es etwas länger wird. 🙂

Die kolumbianische Küche hat international meines Wissens keinen besonderen bzw. im Prinzip eigentlich gar keinen Ruf. Nichtdestotrotz hat das Land durchaus kulinarische Vielfalt und einige Leckereien im Angebot.

 

Als Vorgeschmack auf Deine Kolumbien Reise gebe ich Dir einen kleinen Einblick in das kolumbianische Essen.

 

 

Typische kolumbianische Gerichte

 

Comida corriente & Bandeja

Comida corriente oder almuerzo ejecutivo ist das kolumbianische Standard-Mittagessen. Dieses beinhaltet eine Suppe, den Hauptgang und ein Getränk. Beim Hauptgang landet – wie in vielen Ländern Südamerikas – zu 99% Reis auf dem Teller. Kolumbianer lieben Reis und ein Essen ohne Reis ist für einen Kolumbianer praktisch kein Essen.

Dazu gibt es Hülsenfrüchte (Linsen oder Bohnen), frittierte Kochbanane, Salat und ein “Protein” Deiner Wahl, sei es Hühnchen, Fisch, Rind oder Ei.

 

Die etwas luxuriösere Variante vom almuerzo corriente ist die bandeja paisaBei einer bandeja landet nämlich in der Regel noch ein wenig mehr auf dem Teller, sprich vor allem mehr Fleisch. 

 

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Hier siehst Du eine bandeja paisa, wie ich sie in Bogotá verschlungen habe. Den Ursprung hat dieses Gericht allerdings in Medellín.

 

 

Lechóna:

Lechóna ist eine Spezialität die Kolumbianer insbesondere gern am Wochenende oder an Feiertagen essen. Hierfür wird ein ganzes Ferkel u.a. mit Reis, Erbsen, Zwiebeln gefüllt und dann für mehrere Stunden im Ofen zubereitet.

Eine Portion Lechóna wird dann oftmals in Bananenblättern serviert. PS: Bist Du gerade auf Diät, ist dieses Gericht eher ein kleines Risiko für die schlanke Linie. 😉

 

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Egal ob in Dörfern oder in der Stadt, an der Küste oder im Inland – Lechón ist ein Sonntagsklassiker in Kolumbien.

 

 

Arepas:

Was für uns Deutschen die Kartoffel ist für den Kolumbianer wahrscheinlich die Arepa. Eine Arepa ist ein Teigfladen, der je nach Region und Rezept in unterschiedlichen Varianten (gebraten oder gegrillt, süß oder salzig, mit oder ohne Käse) und aus unterschiedlichem Mehl (Weizenmehl, gelbes Maismehl, weißes Maismehl, etc.) zu bereitet wird.

Meine persönliche Empfehlung sind arepa boyacense (klein, fluffig, leicht süßlich) und die arepa de choclo (süß und deftig, in Butter gebraten und mit ordentlich Käse).

 

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In der Mitte: arepas de choclo, Rechts: frittierte Kochbanane mit Käse, ein weiterer Street-Food Klassiker in Kolumbien.

 

 

Street-Food und Bäcker-Snacks:

Das beliebteste Straßenessen neben arepas sind in Kolumbien wohl die empanadas, gefüllte Teigtaschen. Empanadas werden in Kolumbien in der Regel frittiert und sind entweder mit Hühnchen, Käse, Hackfleisch oder Schinken und Käse gefüllt. Ich persönlich bevorzuge pastel de yuca, eine Teigtasche aus Yuca, gefüllt mit Reis, Ei und ein bisschen Hackfleisch.

Die kolumbianischen Bäcker sind aus meiner Sicht leider enttäuschend, zumindest was das Brot angeht, da in der Regel überall Zucker reinkommt. Lecker finde ich jedoch buñuelofrittierte Käseteigkrapfen und eine etwas herzhafte Version deutscher Quarkbällchen. Pan de bono, ein fluffiges Teigprodukt aus Maniokmehl, Eier und Käse, ist auch fein!

 

 

Sancocho & Ajiaco: Kolumbiens Eintöpfe

Wer gerne suppt, kommt in Kolumbien auf seine Kosten. Zum einen wird zu jedem Mittagsmenü in der Regel caldo oder cremaalso eine Brühe bzw. leichte Creme-Suppe gereicht, zum anderen hat das Land auch viele Eintopf-Gerichte.

Die wohl bekanntesten sind ajiaco und sancocho. Für Sancocho wird ein bunter Mix aus Wurzelgemüsen, u.a. Yuca, Kartoffeln mit Kochbanane und wahlweise Hühnchen, Rind oder Schwein über mehrere Stunden gekocht.

 

Berühmt ist das Gericht vor allem im Valle de Cauca, in der Region rund um Cali. Essen kannst Du es aber im ganzen Land. Aus ähnlichen Zutaten besteht Ajiaco – dieser Eintopf ist aber eher eine Spezialität aus Bogotá.

An Sonntagen wird die Zubereitung dieser Eintöpfe beinahe als Event zelebriert: dann fährt in Kolumbien die ganze Familie mit riesigen Töpfen bewaffnet an den Fluss, wo die Suppen mehrere Stunden über Feuer geköchelt werden.

 

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Ein sancocho mit Rind, dass ich in Buenaventura am Pazifik gegessen habe. Traditionell wird für das Rezept aber eher Huhn verwendet.

 

 

Meeresfrüchte & Fisch:

Dank tausenden Kilometer Pazifik und Karibikküste verwundert es nicht, dass Du in Kolumbien zahlreiche Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten findest. Sehr lecker finde ich z.B. cazuela de marisco, eine dickflüssige Suppe mit Meeresfrüchten.

Beliebte Fischsorten sind trucha (Forelle), die in Kolumbien eine rosige Farbe hat und sehr zu empfehlen ist, sowie mojarra (Brasse). In der Karibik wird Fisch gerne mit arroz con coco (Kokosreis) gegessen.

 

Auch ceviche findest Du in Kolumbien. Im Vergleich zum peruanischen Ceviche finde ich persönlich die kolumbianische Version – mit Shrimps und Cocktailsauße – jedoch nicht so überzeugend.

 

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Eine cazuela de marisco schmeckt im Pazifik, direkt an der Küste, sicherlich noch besser, Du findest das Gericht haber auch überall im Inland von Kolumbien.

 

 

Carne a la Llanera:

Die Llanos, südöstlich von Bogotá, sind eine traditionelle Viehzucht-Region in Kolumbien. Von hier stammt gerüchteweise das beste Fleisch des Landes.

Für carne a la llanera wird Rindfleisch auf großen Spießen um ein offenes Feuer gehangen und dort für lange Zeit gegart. Das Ergebnis ist ein sehr zartes und aromatisches Fleisch mit der charakteristisch rauchigen Note.

 

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Wenn man den Kolumbianern glauben schenken mag, dann gibt es in den Llanos, im Süden von Bogota, das beste Fleisch im Land.

 

 

Chinesisches Essen auf kolumbianische Art:

Bei dem Reis-Konsum der in China herrscht ist es wahrscheinlich nicht verwunderlich, dass chinesisches Essen auch in Kolumbien sehr beliebt ist. In jeder kleineren Stadt wirst Du Lokale mit arroz chino in all seinen Varianten finden.

PS: Insbesondere für Vegetarier sind die chinesischen Restaurants eine gute Abwechslung, weil Du hier auch einfach mal eine große Portion gebratenes Gemüse bekommst. 🙂

 

 

Marktbesuch in Kolumbien: Früchte & Gemüse im Überfluss

Nach mehreren Jahren Reisen in tropischen Ländern dachte ich, ich kenne inzwischen eigentlich jede Frucht. Und dann kommt man nach Kolumbien und Schwupps…hier was neues, da was neues!

Neben den leckeren Klassikern wie Mango, Ananas, Maracuja, Granadilla, die allesamt fantastisch schmecken, wirst Du in Kolumbien sicherlich auch Früchte entdecken, die Du nie zuvor im Leben gesehen hast.

 

Insbesondere wenn gerade die entsprechende Saison ist, sind die Früchte zudem unglaublich günstig und süß und daher in der Regel auch mein liebster Nachtisch in Kolumbien!

Auch bei den Gemüse-Sorten waren für mich in Kolumbien einige Neuheiten dabei, insbesondere mit Blick auf die Vielfalt an Wurzelgemüsen.

Du findest aber auch sonst auch alles was das Herz begehrt – Spinat, Kürbis, Bohnen, etc. Ich frage mich lediglich immer, wo das ganze Gemüse das man auf den Märkten kaufen kann am Ende überhaupt landet. In den meisten kolumbianischen Gerichten wird mit Gemüse nämlich eher sparsam umgegangen. 😀

 

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Marktbesuch in Kolumbien: Das Risiko am Ende mehr zu kaufen als man essen kann ist verdammt groß!

 

 

Vegetarisch in Kolumbien? Aus meiner Sicht ist Kolumbien ziemlich gut für Vegetarier geeignet. Linsen- und Hülsenfrüchte sind fast bei jedem Mittagessen dabei. Bestellt Du ein almuerzo corriente also einfach ohne Fleisch, erhältst Du ein vollwertiges Essen. Ich persönlich handle dann auch den Preis noch mal um 1.000-2.000 Pesos runter. 😉 Zudem kannst Du Dich als Vegetarier hervorragend selbst versorgen, da Auswahl und Preise für frisches Gemüse auf den Märkten super gut ist. Als Pescetarier hast Du es in Kolumbien noch leichter, Fisch steht fast immer auf dem Menü, insbesondere natürlich an der Karibik oder am Pazifik.

 

 

Leckere und typische Getränke in Kolumbien

 

Frische Säfte:

Überragend lecker und günstig sind in Kolumbien die jugos (Säfte). Fast überall im Land findest Du auf der Straße frisch gepressten Orangensaft. In kleineren Läden darüber hinaus frische Säfte aus Maracuja, Mango, Ananas, Guave, etc. An Karibik oder Pazifik geht nichts über ein frisches Kokosnuss-Wasser.

Neben diesen Klassikern, die Dich nie enttäuschen werden, empfehle ich Dir auch mal guanabana (Stachelanone), borojo oder zapote mit Milch zu probieren. Sehr beliebt bei Einheimischen ist auch salpiconeine Art Fruchtcocktail aus wahlweise Papaya, Ananas, Melone, Banane.

 

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Mein täglich (Flüssig-)Brot am Morgen. Einen kleinen Stand wo Dir ein frischer O-Saft gepresst wird, findest Du in fast jedem Dorf.

 

 

Kaffee:

Kolumbien ist einer der größten Kaffee-Exporteure der Welt. Kaffee der in der Sierra Nevada oder im Kaffeedreieck angebaut wird, hat eine hervorragende Qualität und geschmackliche Vielfalt. Das heißt aber nicht, dass Du in Kolumbien immer Kaffee bekommst, so wie Du ihn gern trinken würdest.

Traditionell wird der tinto (Kaffee) hier colgado (gefiltert) zubereitet und oft mit Panela (eine feste Melasse aus Zuckerrohrsaft) gesüßt. Espresso oder Cappuchino findest Du inzwischen zwar auch, sind bei Einheimischen aber längst nicht so beliebt.

 

Chocolate oder Agua Panela con queso:

Neben Kaffee ist Kolumbien auch ein wichtiges Kakao-Anbaugebiet in Südamerika. Entsprechend beliebt und verbreitet ist Kakao im Alltag. Kolumbianer trinken Kakao gern zum Frühstück, oftmals mit Käse (chcolate con queso). Die Schokolade wird dabei wahlweise mit Wasser oder Milch zubereitet.

Ebenso zum Morgen und sonst aber auch jeder anderen Gelegenheit wird zudem agua panela getrunken. Hierbei handelt es sich einfach nur um mit Panela gesüßtes Wasser, was dann entsprechend eine aromatische Zuckerrohr-Note hat.

 

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Nicht nur Kaffee, auch Kakao wird in Kolumbien sehr viel angebaut. Entsprechend beliebt ist Kakao 

 

 

Alkoholische Getränke:

Auch der Kolumbianer mag sein cerveza. Das meiner Meinung nach beste kolumbianische Bier ist Club Colombia. Ein traditionelles alkoholisches Getränk ist chicha, ein fermentiertes Mais-Getränk, das es nicht unbedingt in meine Top-10-Highlights für Kolumbien geschafft hat. 😉

 

 

Flora & Fauna | Kolumbien ist Natur pur!

 

Eine der Dinge die mich am meisten an Kolumbien begeistert ist sicherlich die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. In keinem Land der Welt leben z.B. mehr Vogelarten als in Kolumbien!

Und tatsächlich vergeht hier kaum ein Tag, an dem Du keinen Vogel zwitschern hörst oder vorbeiflattern siehst. Allein wie viele Kolibris in Kolumbien vor meiner Nase rumgetanzt sind, ist unfassbar.

 

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Morgendlicher Besuch eines loros (Papagei) an unserem Frühstückstisch in einem kleinen Dorf.

 

 

Kolumbien ist generell zu Hause für eine unheimlich große Zahl an Tieren. Brüllaffen, Jaguare, Brillenbären, Kaimane – die Berge und Wälder des Landes bergen eine unschätzbare Vielfalt, die Du z.B. auf Touren durch den Regenwald entdecken kannst.

Genauso faszinierend wie die Tierwelt ist aber auch die Vegetation des Landes. Kolumbien ist einfach unfassbar schön grün, weshalb ich persönlich mich hier auch so wohl fühle.

 

Zudem gibt es mit den Anden auch ein richtiges Hochgebirge in Kolumbien und auch jede Klimazone die Du Dir vorstellen kannst. Von schneebedeckten Berggipfeln, über páramos – eine spezielle Landschaftsform in den Hochebenen – bis hin zu tropischem Regenwald oder baumlosen Wüsten in La Guajira.

 

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Ja, auf einer Rundreise in Kolumbien kannst Du auch Schneemänder bauen. 😉

 

 

 

Die beste Reisezeit für eine Kolumbien Reise

 

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – so wie wir es aus Deutschland kennen – gibt es in Kolumbien nicht. Hier herrscht entweder Sommer oder Winter, was in Südamerika mehr oder weniger Trockenzeit oder Regenzeit bedeutet.

Die trockenen, sonnigeren Monate sind in der Regel Dezember bis März und Juli bis August. Für eine Kolumbien Reise sind diese Monate auch am besten geeignet. Trockenzeit heißt jedoch nicht, dass es nie regnet – es regnet lediglich weniger.

Kolumbien ist ein sehr grünes Land und das hat auch seine Gründe. 😉

 

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An der Küste, sei es Pazifik oder am Karibikstrand, lässt es sich ganzjährig gut aushalten. Wer in die Berge Kolumbiens will, sollte in der Trockenzeit kommen.

 

 

Wer in der Hauptsaison durch Kolumbien reist, muss allerdings auch mit mehr Touristen rechnen. Beliebte Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Karibik Strände im Parque Tayrona, im Norden des Landes, sind dann deutlich voller.

Die regnerischen Monate sind in der Regel April und Mai sowie September bis November. Insbesondere wenn Du auch in den kolumbianischen Anden reisen möchtest, sind diese Monate nicht gerade ideal, da Du wenig von den sonst wunderschönen Aussichten auf die Berggipfel und Landschaften haben wirst.

Die Flüsse und Wasserfälle sind in der Regenzeit zwar entsprechend wasserreich, aber auch nicht so schön klar wie in der Trockenzeit.

 

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In der Regenzeit kommt in Kolumbien zum Teil verdammt viel runter – achte also darauf, für welchen Monat Du Deine Einreise planst. 😉

 

 

Genauso wie es zur Trockenzeit nicht immer trocken ist, bedeutet Regenzeit jedoch auch nicht, dass Du die Sonne gar nicht zu Gesicht bekommst. Oftmals ist das Wetter am Morgen tendenziell noch sonnig bzw. aufgelockert und am späten Nachmittag kommen dann vermehrt die Regenschauer.

Je nachdem wann Du in Kolumbien bist, wirst Du auf den kolumbianischen Märkten zudem eine andere Vielfalt an Früchten finden. Hinweis für Mango-Fans: Die beste Zeit für Mangos ist z.B. zwischen April und September. 🙂

 

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Was gibt es besseres als eine süße Mango an einem Traumstrand zu essen! Die beste Zeit dafür ist April bis September.

 

 

 

 

Unterkünfte auf Deiner Kolumbien Reise

 

Da es Jahr für Jahr mehr Backpacker auf Kolumbien Reise zieht, hat das Land inzwischen ein entsprechend gutes Angebot an Hostels. Kolumbianer legen zudem sehr viel Wert auf Sauberkeit und Hygiene, sodass auch günstige Hostels in der Regel sehr sauber und ordentlich sind.

Ich persönlich bin so z.B. in einem neuen, modernen Backpacker-Hostel in San Gil für ca. 4€ / Nacht (Mehrbettzimmer) untergekommen. In den heißen Regionen Kolumbiens schlafen Einheimische auch oftmals einfach in Hängematten.

 

Am Cabo de la Vela, in La Guajira, gibt es so z.B. auch einige Unterkünfte, wo Du für wenig Geld die Seele nachts wortwörtlich baumeln lassen kannst. 😉

Du kannst Dir aber durchaus auch richtig was gönnen – ein gehobenes Hotel mit Meer-Blick an der Karibikküste findest Du bereits ab 40-50 € / Nacht. Auch AirBnB ist in Kolumbien weit verbreitet.

 

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Hängematte, Zelt, Hostel, 5-Sterne-Hotel: Auf einer Rundreise in Kolumbien stehen Dir beim Thema Unterkunft theoretisch alle Türen offen.

 

 

Tipp: Ich empfehle Dir auch ein Mal auf Deiner Reise in Kolumbien Couchsurfing auszuprobieren. So lernst Du die Kultur und die Menschen noch viel besser kennen!

 

 

Camping ist auf einer Kolumbien Reise auch möglich, da es an Stränden und in den Nationalparks viele offizielle Campingplätze gibt. Wild zu campen würde ich Dir aus Gründen der Sicherheit nur dann empfehlen, wenn Du bereits Erfahrung damit hast und das Risiko gut einschätzen kannst.

Kolumbianer sind super gastfreundschaftlich. Wir fragen z.B. oft bei Einheimischen nach, ob wir unser Zelt neben ihrem Haus aufschlagen können. Das Risiko nachts ungewünschten Besuch zu bekommen ist dann deutlich geringer.

Dafür steigen die Chancen am Morgen auf einen Café und ein kolumbianisches Frühstück eingeladen zu werden. 😉

 

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Insbesondere in den Dörfern findest Du in Kolumbien relativ schnell einen netten Einheimischen, der Dich an seinem Häuschen zelten lässt.

 

 

 

Kolumbien Reise: Wie kommst Du im Land von A nach B?

 

Mit dem Flugzeug:

Kolumbien hat ein extrem gutes und günstiges Netz an Inlandflügen. Fast jede kleinere Stadt hat einen Flughafen und regelmäßige Verbindungen in die Hauptstadt Bogotá oder nach Medellín. Für eine 10-stündige Busfahrt zahlst Du daher zum Teil das gleiche wie für einen 1-stündigen Flug.

Ein Flug von Bogotá nach Santa Marta in den Norden des Landes gibt es inklusive Gepäck z.B. schon ab 35€. Die gleiche Strecke (fast 1.000 Kilometer) mit dem Bus zu absolvieren würde Dich sowohl mehr Zeit als auch mehr Geld kosten.

Die wichtigsten Airlines in Kolumbien sind Vivaair, Latam und Avianca.

 

 

Mit dem Mietwagen:

Ich persönlich würde einen Mietwagen für eine Kolumbien Reise nicht unbedingt empfehlen. Der Sprit ist mit ca. 50-60 ct / Liter zwar sehr günstig, die vielen Mautstationen gehen dafür aber langfristig ins Geld.

Zudem sind die Straßenverhältnisse zum Teil schlecht und der Verkehrsstil der Einheimischen teilweise haarsträubend gefährlich. Viele Nationalstraßen sind einspurig, sodass Du entweder stundenlang mit 30 km/h hinter einem LKW hertuckern musst oder selbst riskante Überholmanöver in Kauf nehmen musst.

Sehr erholsam ist das auf Dauer denke ich nicht. 😉

 

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Sobald Du Dich mal abseits der Hauptstraßen bewegst, nimmst die Straßenqualität in Kolumbien recht schnell ab.

 

 

Mit dem Bus:

Busfahrten sind in Kolumbien nicht teuer. Mit dem Bus reist Du zudem nachhaltiger und Du hast während der Fahrt auch die Möglichkeit die vielen schönen Landschaften aus dem Fenster heraus bestaunen zu können.

Interessant sind zudem längere Nachtfahrten, auf denen Du nicht nur Reisezeit, sondern auch das Geld für eine Übernachtung sparst. Auf der anderen Seite ist die Frage wie erholt Du dann am nächsten Morgen an Deinem Ziel ankommst.

Viele Strecken in Kolumbien führen durch die Berge und sind entsprechend kurvig. Wenn Du tendenziell eher schlecht im Bus schlafen kannst, würde ich Dir daher eher nicht zu einer Nachfahrt raten.

 

Auf kürzeren Strecken von 10-100 Kilometer gibt es in Kolumbien die sogenannten collectivos, kleinere Mini-Vans. Das praktische an den Collectivos: Ein- und Aussteigen kannst Du in der Regel überall entlang der Strecke.

In den Departamentos Quindio und Risaralda sind Jeeps zudem ein traditionelles, öffentliches Verkehrsmittel. An einigen Küstenorten an Pazifik oder Karibik gibt es wiederum viele Moto-Taxis.

Der öffentliche Nahverkehr in kolumbianischen Städten ist auch sehr günstig. Gerade in Bogotá und Medellín kann es zu Stoßzeiten aber sehr schleppend vorangehen.

 

 

Per Anhalter:

Natürlich habe ich es mir auch in Kolumbien nicht nehmen lassen zu Trampen. Empfehlen würde ich es jedoch nur erfahrenen Hitch-Hikern.

Zum einen ist das Risiko einfach ein wenig höher als in anderen Ländern, zum anderen ist Kolumbien aus meiner Erfahrung generell nicht das leichteste Land und solltest Du kein Spanisch sprechen, macht es die Sache nicht leichter. 🙂

 

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Trampen ist auch in Kolumbien ein Spaß – eine besonders hohe Mitnahme-Quote hatte ich allerdings nicht. 😉

 

 

Mit Taxis:

Taxi-Fahrten in Kolumbien sind sehr günstig. Nutze aber am besten Apps wie Uber oder iDrive. Sie sind sicherer als normale Taxis und der Fahrer hat so auch keine Chance Dich beim Fahrtpreis über das Ohr zu hauen. 😉

 

 

Mit dem Fahrrad:

Spätestens seit der Kolumbianer Egan Bernal die Tour de France gewann, ist Kolumbien ein absolut Fahrrad verrücktes Land. An den Wochenenden siehst Du hier unzählige Gruppen an Mountainbike- oder Rennradfahrern, die auf ihren Ausflügen unterwegs sind.

Diese Fahrrad-Kultur ist richtig cool und wenn Du gerne radelst würde ich definitiv empfehlen Dir in Kolumbien auch mal ein Rad auszuleihen.

 

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ich auf Fahrrad-Tour in der Sierra Nevada del Cocuy. 🙂

 

 

Mit dem Motorrad:

Ich habe mir hier vor Ort in Kolumbien ein Motorrad gekauft und muss sagen es war eine der besten Entscheidungen meines Reiselebens. So durch Kolumbien zu reisen ist Abenteuer pur.

Mit einem Motorrad kommst Du auch in Orte und Gebiete die 0,0 touristisch und absolut authentisch sind und kreuzt dabei traumhafte Landschaften und Gegenden, die Du mit öffentlichem Verkehr nie erreichen würdest.

 

Anders als mit dem Auto musst Du mit Motorrad zudem auch keine Mautgebühren bezahlen und kommst deutlich entspannter an den langen LKW-Schlangen auf den Hauptstraßen vorbei.

 

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Sicherheit | Ist es in Kolumbien gefährlich?

 

Fast ein Jahr bin ich bereits durch Kolumbien gereist, oft auch abseits klassischer Touristenpfade. Passiert ist mir in dieser Zeit, zum Glück, noch nichts. Gehört habe ich jedoch einiges. Sei es in den Nachrichten, von Einheimischen oder anderen Touristen.

Kolumbien ist sicherlich nicht mehr das Kolumbien vor 20 Jahren, als die Gewalt der Drogen-Kartelle und politischen Gruppierungen ihren Höhepunkt hatte. Das Risiko von Entführungen, Anschlägen und Raubüberfällen ist aber nach wie vor ein Thema, das Du nicht ignorieren solltest.

 

Ich will Dich damit aber nicht vor einer Kolumbien Reise abschrecken, DENN:

 

Wenn Du weißt WO Du in Kolumbien reisen kannst und WIE Du Dich verhalten solltest, kannst Du die Gefahr extrem minimieren und wirst ein super herzliches, gastfreundschaftliches Kolumbien kennenlernen.

 

 

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Der Drogenhandel und die damit einhergehende Kriminalität ist in Kolumbien leider nicht nur eine Sache der Vergangeneheit.

 

 

Die größte Gefahr besteht nämlich vor allem in jenen Regionen, die Du als Tourist in der Regel ohnehin nicht besuchen wirst, u.a. sämtliche Gebiete an der Grenze zu Venezuela oder Panama. Touristische Destinationen sind im Vegleich deutlich sicherer.

Verschaffe Dir vor der Einreise nach Kolumbien auf den Seiten der deutschen Botschaft einen Überblick über die aktuelle Sicherheitslage in den bestimmten Regionen und Departamentos. Aber: Wenn es nach dem Auswärtigen Amt geht, ist es jedoch übertrieben gesagt fast am besten in Deutschland zu bleiben.

Ich persönlich informiere mich daher in der Regel vor Ort, z.B. wenn ich an einer Unterkunft bzw. bei meinen Gastgebern ankomme und versuche dann ein gesundes Mittelmaß zu finden.

 

Generell wird Dir während einer Reise durch Kolumbien sicherlich auch die große Zahl an Polizisten, Militär und Sicherheitskräften auffallen. Der Staat ist fast im ganzen Land sehr präsent.

Die größte reale Gefahr für Touristen in Kolumbien sind aus meiner Sicht Überfälle, insbesondere in den großen Städten und insbesondere nachts. Nach Anbruch der Dunkelheit solltest Du menschenleere Straßen und bestimmte Stadtviertel daher auf jeden Fall meiden!

Auch tagsüber schadet es natürlich nicht, wachsam zu sein. 😉

 

 

Ein ganz anderes Risiko, dass Du insbesondere bei Reisen in Regenwald Gebieten nicht unterschätzen sollst sind Krankheiten durch Mückenstiche, wie z.B. Malaria oder Gelbfieber. Kümmere Dich also vor Einreise um die entsprechenden Impfungen bzw. vor Ort um präventive Maßnahmen.

 

 

Fazit: Am Ende triffst Du Deine eigenen Entscheidungen. Ich möchte daher das Thema Sicherheit in Kolumbien nicht kleinreden – Du solltest es nicht auf eine arg leichte Schulter nehmen. Wenn Du mit gesundem Menschenverstand unterwegs bist und dich an gewisse Verhaltensregeln hälst, kannst Du das Risiko für unangenehme Zwischenfälle auf einer Kolumbien Reise aber sehr stark reduzieren!

 

 

 

 

Religion & Kultur | Wie ticken Kolumbianer?

 

 

Tipp: Einen intensiveren Einblick in die Kultur Kolumbiens bekommst Du im Reiseführer Kulturschock Kolumbien* von Reise-Know-How.

 

 

Familie & Glaube:

Kolumbien ist ein sehr katholisches Land. In jedem noch so kleinen Dorf gibt es eine Kirche, meist am Parque Central, dem zentralen Platz der Stadt. Viele Regionen haben zudem ihre eigenen Schutzheiligen.

Andere Religionen spielen in Kolumbien dagegen fast gar keine Rolle, der Anteil muslimischer Bevölkerung ist zum Beispiel sehr gering.

 

Sehr heilig ist in Kolumbien zudem die Familie, deren Zusammenhalt extrem ausgeprägt ist. Kolumbianische Familien sind zudem sehr groß – ein Kolumbianer der weniger als 10 primos (Cousins) hat, ist eher die Seltenheit. 😉

Das Wochenende ist elementär für das Familienleben. Kolumbianer verbringen ihre Sonntage so z.B. gerne an Flüssen, Wasserfällen oder am Strand, wo dann den ganzen Tag mit Freunden und Famiie gekocht, gegessen und getrunken wird.

 

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Insbesondere in den warmen Gebieten Kolumbiens suchen die Einheimischen am Wochenende Abkühlung an Flüssen oder an der Küste.

 

 

Kolumbianer – Bilderbuch-Latinos?

Aus meiner Erfahrung sind Kolumbianer genauso, wie man sich bei uns in Deutschland den klassischen Latino vorstellt. Warum?

 

Zum letzten Punkt: an das kolumbianische “ahorita” (“jetzt gleich”) habe ich mich auch nach Monaten hier noch nicht gewöhnen können, da es von “in zwei Stunden” bis zu “in 3,4 Tagen” im Prinzip alles bedeuten kann. 😀

 

 

Die kolumbianische Bevölkerung: ein sehr bunter Mix

Wie auch in Deutschland kommt es beim “Typ Kolumbianer” aber auch in Kolumbien darauf an, in welcher Region Du unterwegs bist, allein schon aufgrund der ethnischen Unterschiede.

 

Die costeños – Kolumbianer die an der Küste leben – haben z.B. einen stärkeren schwarzafrikanischen Ursprung. Sie sind für ihre lautstarken Fiestas, Tänze und ansonsten ihre absolute Gelassenheit bekannt.

Im Süden Kolumbiens, in der Region Pasto an der Grenze zu Ecuador, leben wiederrum mehr Kolumbianer mit indigenen Wurzeln. Die Menschen hier sind etwas reservierter als an der Küste und die Kultur eine ganz andere als z.B. im Norden in der Karibik.

 

Auch einige indigene Stämme leben nach wie vor in Kolumbien. Sie nehmen jedoch weniger am kolumbianischen Alltag teil, sondern leben zum Teil isoliert in geschützten Reservaten (z.B. in der der Sierra Nevada) und können manchmal nur mit spezieller Genehmigung besucht werden.

Verhältnismäßig einfach ist der Kontakt zu indigenen Stämmen in La Guajira, der Heimat der Wayuu.

 

 

 

Organisatorisches für eine Reise in Kolumbien

 

Einreise nach Kolumbien

 

Einreisebestimmung:

Als Deutscher, Österreicher oder Schweizer kannst Du relativ problemlos nach Kolumbien reisen. Für die Einreise benötigst Du lediglich einen für den geplanten Aufenthalt gültigen Reisepass. Achtung: Manchmal musst Du auch ein Rückflugticket vorweisen!

Für einen touristischen Aufenthalt kannst Du 90 Tage in Kolumbien sein. Wenn Du länger im Land bleiben möchtest ist eine einmalige Verlängerung bei Migración Colombia möglich (gebührenpflichtig). Alternativ kannst Du das Land verlassen und bei erneuter Einreise werden Dir erneut 90 Tage ausgestellt.

 

Die aktuellen Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger findest Du hier.

 

 

Flüge nach Kolumbien:

Von Deutschland nach Kolumbien gibt es Direktflüge, z.B. mit der Lufthansa. Etwas günstiger sind oftmals die Verbindungen mit Zwischenstopp in Spanien, z.B. mit Iberia. Warum also nicht erst ein paar Madrid Sehenswürdigkeiten abklappern, bevor es weiter nach Südamerika geht? 😉

Wenn Du bereits in Mittel- und Südmerika unterwegs bist bzw. im Anschluss an Kolumbien in der Region weiterreisen möchtest gibt es günstige Flugverbindungen u.a. nach Ecuador, Peru, Panama oder Mexiko.

 

Wichtige Low-Cost-Airlines für Flüge von Kolumbien in andere Länder Südamerikas sind Wingo, Vivaair und Latam.

 

 

Einreise auf dem Landweg:

Nach Kolumbien zu reisen ist auch über Land möglich, jedoch nur bedingt empfehlenswert, da in sämtlichen Grenzregionen ein höheres Sicherheitsrisiko besteht. Insbesondere die Grenzregionen mit Venezuela und Panama solltest Du vermeiden. 

Spannend ist dagegen der Grenzübertritt von Kolumbien nach Peru im Amazonas, der über eine mehrtägige Bootsfahrt von Leticia nach Iquitos möglich ist. Auch nach Brasilien kannst Du theoretisch so einreisen, die Bootsfahrt durch den Regenwald ist allerdings noch länger.

Am einfachsten und verhältnismäßig unbedenklich ist der Grenzübertritt zudem an der Landesgrenze zu Ecuador.

 

Hinweis: Achte aber darauf, dass Du bei jeder Einreise bzw. Ausreise die notwendigen Stempel in Deinen Reisepass bekommst.

 

 

Telefon & Internet

 

Eine SIM-Karte in Kolumbien zu kaufen ist ziemlich einfach. Gehe dafür mit Deinem Reisepass in ein Geschäft der Telefonanbieter CLARO oder Movistar. Ich zahle in meinem Tarif aktuell 20.000 COP (ca. 4,50€) für 20 Tage Freiminuten und 4,5 GB Internet.

W-Lan findest Du in Kolumbien in Cafés und Restaurants relativ leicht, das Signal ist aber auch meist sehr schwach. Wenn Du während Deiner Kolumbien Reise unterwegs arbeiten möchtest, würde ich mir als Backup also auch mobile Daten für Dein Handy kaufen.

 

Hinweis: In Kolumbien werden Steckdosen vom Typ A und B verwendet. Um Dein Smartphone oder Laptop in Kolumbien sowie in über 150 anderen Ländern verwenden zu können, empfehle ich Dir den  kwmobile Universal Reiseadapter*.

 

 

Geld & Bankautomaten

 

Die Währung in Kolumbien ist der kolumbianische Peso (COP). Zur Umrechnung: 1€ liegt aktuell bei ca. 4.500 COP.

Geld abheben ist in Kolumbien kein großes Problem, da Bankautomaten weit verbreitet sind. Die einzige Bank, wo ich keine Gebühren am Automaten zahlen muss ist BBVA.

 

 

Sprache

 

Die Landessprache in Kolumbien ist Spanisch. Das Englisch-Niveau der Einheimischen ist verhältnismäßig schlecht, sodass Spanisch-Kenntnisse für eine Kolumbien Reise auf jeden Fall von Vorteil sind!

 

 

 

 

Mein Fazit: Darum lohnt sich eine Kolumbien Reise!

 

 

Colombia, el riesgo es que te quieres quedar” (Kolumbien: das Risiko ist, dass Du bleiben willst.)

 

 

Dieses schöne Sprichwort über Kolumbien hat mir eine Freundin vor meiner Kolumbien Reise gesagt. Und siehe da, hier sitze ich, in Kolumbien, 9 Monate nach meiner Einreise. 😀

Ich fühle mich nämlich pudelwohl hier.

 

Die Landschaften in Kolumbien sind überwiegend wunderschön grün, manche Gegenden, wie z.B. die Wüste La Guajira oder das kolumbianische Hochgebirge dann aber wieder überraschend anders.

Auch die Tierwelt in Kolumbien ist ein Traum. In keinem Land war ich bisher z.B. so begeistert von der Anzahl und Schönheit der Vögel, die einen hier jeden Tag mit einem Zwitschern begrüßen.

Was zudem für ganz Kolumbien gilt: die Menschen werden Dich mit offenem Herz empfangen und Du wirst schnell merken, dass die Lebensfreude der Kolumbianer früher oder später auf Dich übergeht.

 

 

Entspannt in der Karibik schwimmen, Abenteuer im Regenwald erleben, in alten Kolonialstädten in die Vergangenheit reisen oder mit Locals beim Tanzen die Sohlen zum Glühen bringen – in Kolumbien kannst Du alles erleben!

Ich hoffe, dass ich auch Dich ein bisschen für eine Kolumbien Reise inspirieren konnte! 🙂

 

 

 

Was kann man noch so alles in Kolumbien erleben? Teile gern Deine Erfahrungen in den Kommentaren!

 

Hier findest Du weitere Infos & Beiträge zu Kolumbien:

KOLUMBIEN

 

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