Das beste Reisestativ für Deinen Urlaub – leichtes Fotoequipment für Reisende

Nellie Winter: Autorin bei reisefroh.de Autor/in: Nellie Winter

Als Vollzeit-Reisende, Reisefotografen und YouTuber kennen mein Freund und ich dieses Dilemma nur allzu gut: Das Reisestativ, die Reisekamera und der Rest des Foto- und Filmequipments will mal wieder nicht ins Handgepäck passen!

Der Kauf einer hochwertigen technischen Ausrüstung, welche die Maße eines kleinen Koffers oder Rucksacks nicht überschreitet, ist daher besonders für reisende Fotografen oft eine heikle – aber nicht unmögliche! – Angelegenheit.

In diesem Artikel verrate ich Dir, welche Hersteller und Modelle derzeit die Stars unter den Reisestativen sind und was es beim Kauf eines hochwertigen Travel Tripods sonst noch zu beachten gibt.

 

Reisestativ: Das Wichtigste auf einen Blick

 

Welche Arten von Stativen gibt es überhaupt?

Fachleute unterscheiden vier Arten von Stativen:
– das Klemmstativ (Clamp Mount)
– das Tischstativ (Gorillapod)
– das Einbeinstativ (Monopod)
– das Dreibeinstativ (Tripod)

Klemmstative sind als Reisestative platzsparend und kompakt, setzen jedoch die Anbringung an ein solides und bewegungsloses Objekt (beispielsweise einen Zaun) voraus.

Tischstative (und insbesondere Gorillapods) sind ebenfalls kompakt und äußerst praktisch, da sie entweder an einem stabilen Objekt befestigt, oder auf dem Boden montiert werden können. Tripods mit nur einem Stativbein sind in der Regel aus Carbon oder Aluminium gefertigt und in der Höhe verstellbar und sehr handlich und leicht.

Auch das Dreibeinstativ erlaubt beim Fotografieren eine flexible Einstellung der Position Deiner Kamera, garantiert gegenüber dem Einbeinstativ aber eine erhöhte Standfestigkeit, Belastbarkeit und Stabilität der Kamera selbst, da das Gewicht Deiner Fotoausrüstung von drei Standbeinen und einer Mittelsäule getragen wird. Dreibeinstative sind als Reisestative jedoch ein wenig schwerer.

Darf mein Reisestativ ins Handgepäck?

Ja! Solange Dein Reisestativ an einen Fotorucksack geschnallt oder in einem klassischen Trolley oder Rucksacktrolley verstaut nicht länger als 50 Zentimeter lang ist, darfst Du dieses grundsätzlich mit ins Flugzeug nehmen. Es kann allerdings sein, dass Du das Stativ bei der Sicherheitskontrolle herausnehmen musst. 

Carbon oder Aluminium – welches Mateiral eignet sich beim Reisestativ besser?

Während Aluminium als Standard-Material für die Herstellung einiger solider Stative verwendet wird, hat Carbon in Sachen Qualität und Belastbarkeit im Test der Reisestative definitiv die Nase vorn. Zudem sind Carbon Triopods und Monopods sind nicht nur langlebig und robust, sondern auch um einiges leichter als mit Aluminium gefertigte Reisestative und somit der perfekte Begleiter für einen unbeschwerten Urlaub.

Vorteile eines speziellen Reisestativs

Wer seine Kompetenzen als Fotograf ausbauen und die Qualität der eigenen Bilder maßgeblich verbessern will, der benötigt ein Stativ. Nachtaufnahmen oder Fotos bewegter Motive können nur mit Hilfe von Langzeitbelichtung eingefangen werden und setzen die absolute Stabilisierung der Kamera voraus.
 
Außerdem kannst Du bei längeren Shootings das beträchtliche Gewicht einer DSLR Kamera samt Objektiv von Deinem Stativ tragen lassen, was nicht nur die Belastung auf dem Rücken und den Schultern vermindert, sondern Dir auch das Fixieren einer ausgeglichenen Bildkomposition erleichtert.

 

 

Top 6 Reisestative für Deine Kamera

 

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1. Platz
Rollei Compact Traveler
2. Platz
JOBY Gorillapod
3. Platz
Manfrotto Befree
4. Platz
Cullmann PRIMAX 390
5. Platz
SIRUI N-2204SK
6. Platz
3-Legged Thing
maximale Höhe
142 cm
26 cm
143 cm
169 cm
161,5 cm
164 cm
Gewicht
0,98 kg
0,195 kg
1,25 kg
1,7 kg
1,77 kg
1,4 kg
Preis
EUR 100,00
EUR 22,00
EUR 199,00
EUR 39,99
EUR 319,82
EUR 206,90

 

 

Stativ-Kaufberatung | Meine Top 6 Reisestative im Vergleich

 

Größe, Gewicht und Funktionalität eines Tripods sollten immer an die individuellen Bedürfnisse und Ansprüche des Fotografen oder der Fotografin angepasst werden.

Im Folgenden findest Du daher meine 6 Favoriten unter den Reisestativen – mit ihren Vor- und Nachteilen – und kannst Dir so selbst ein Bild der unterschiedlichen Modelle machen. 🙂

 

 

Das beste Reisestativ – Tripod Rollei Compact Traveler No.1 | Top 1

 

Die wichtigsten Fakten zu diesem Reisestativ im Überblick:

 

Das Compact Traveler Modell von Rollei ist einer der Top-Reisestative – unter anderem aufgrund seines unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnisses. Der kugelförmige Stativkopf erlaubt Rotationen von 360 Grad, sowie eine vertikale Neigung nach oben und unten.

Da sich die Stativbeine des Rollei Compact Modells eingefahren bis zu 180 Grad spreizen lassen, kann dieser Tripod praktischerweise auch als Makrostativ für Detailaufnahmen in Bodennähe genutzt werden.

 

Mit nicht mehr als 1 Kilo Eigengewicht ist der Dreibeiner ein Federgewicht und lässt sich in der mitgelieferten Stativ-Tasche ideal transportieren. Obwohl das Compact Traveler Modell aus Carbon* ein bisschen teurer ist als Aluminium Varianten des Herstellers, sind die paar Euros mehr für diesen langlebigen, robusten Reisebegleiter gut investiert! 😉

 

Warum das Reisestativ Rollei Compact Traveler?

  1. drei integrierte Wasserwagen
  2. Umbau zum Makrostativ möglich
  3. Lieferung inklusive Arca Swiss Schnellwechelplatte + Stativtasche
  4. geringes Eigengewicht
  5. hohe Traglast
  6. robustes, ultra-leichtes Carbon Material
  7. tolles Preis-Leistungsverhältnis

 

Weitere Details zum Reisestativ findest Du hier:

 

 

Klein & funktionell – JOBY Gorillapod | Top 2

 

Die wichtigsten Fakten zu diesem Reisestativ im Überblick:

 

Der kleine Gorillapod war jahrelang selbst mein treuer Begleiter und ich kann den handlichen, biegsamen Tripod besonders Einsteigern, Platzsparern und Reisenden mit einem kleinen Budget empfehlen.

Dank wickelbarer Beine des JOBY Gorillapods lässt sich Deine Digitalkamera an Zaunpfählen, Laternen oder anderen Objekten anbringen. Aufnahmen mit dem Gorillapod sind nicht so statisch wie die Handhabung mit einem Klemmstativ, aber bei richtiger Anbringung kann auch mit diesem Dreibein-Stativ Motive mit langer Belichtungszeit fotografiert werden.

Alternativ kannst Du Deinen kompakten Gorillapod aber natürlich auch als Tischstativ für Interviews, Sit-Down Videos und Timelaps Sequenzen einsetzen.

 

Wie bei den weitaus schwereren und sperrigeren Dreibeinstativen ist der Gorillapod mit einem Kugelkopf – also einem sehr flexiblen Stativkopf – und einer Schnellwechselplatte für das einfache Austauschen Deiner Kameras ausgestattet.

Je nachdem, welches Gorillapod-Modell* Du wählst, variiert das Belastungsgewicht (1 kg, 3 kg oder 5 kg) dieses Stativs. Smartphones, Outdoor Smartphones, Kompaktkameras und kleine DSLM Kameras sollte Dein Gorillapod mit Leichtigkeit tragen, bei einer Spiegelreflexkamera könnte das Gewicht das Ministativ allerdings überfordern.

 

Warum das JOBY Gorillapod Reisestativ?

  1. passt in einen Tagesrucksack oder eine kleine Tasche
  2. biegsame und flexible Stativbeine mit Gummifüße
  3. Stativkopf (Kugelkopf) und Schnellwechselplatte ermöglichen einfache Handhabung
  4. robustes und gut verarbeitetes Material

 

Nachteile des Reisestativs:

 

Weitere Details zum Reisestativ findest Du hier:

 

 

Leichtes & robustes Stativ – Manfrotto Befree Advanced | Top 3

 

Die wichtigsten Fakten zu diesem Reisestativ im Überblick:

 

Manfrotto Fotoausrüstung und insbesondere Stative sind Kennern und Fotografen schon seit geraumer Zeit als hochwertig und funktionell bekannt.

Der M-Lock Drehverschluss unter dem Kugelkopf dieses Stativs sorgt für die verlässliche Fixierung der Neigung Deiner Kamera und hält selbst eine DSLR der schwersten Gewichtsklasse in der gewünschten Position.

Mit dem Befree Advanced Modell* hat der Hersteller es nun auch endlich geschafft, ein tragbares und vergleichsweise leichtes Reisestativ zu entwickeln – mit nur 1,2 Kilo Eigengewicht ist das Stativ sogar noch leichter als sein Konkurrent von Rollei und liegt einem jeden Traveler perfekt in der Hand.

 

Warum das Manfrotto Befree Advanced Reisestativ?

  1. M-Lock Drehverschluss am Kugelkopf
  2. 10 Jahre Herstellergarantie für Manfrotto Stative
  3. Exzellente Testergebnisse in den Punkten Robustheit, Traglast und Stabilität

 

Nachteile des Reisestativs:

 

Weitere Details zum Reisestativ findest Du hier:

 

 

Günstiges Dreibeinstativ von Cullmann PRIMAX 390 | Top 4

 

Die wichtigsten Fakten zu diesem Reisestativ im Überblick:

 

PRIMAX 390 ist ein stabiles und äußerst günstiges Dreibeiner Modell mit kompaktem 3-Wege-Kopf und Schnellkupplungssystem.

Dieses Reisestativ unterscheidet sich zu den bisherigen Test-Kandidaten vor allem im Aufbau, denn der Stativstern verleiht den Stativbeinen zusätzliche Stabilität. Selbst bei der beeindruckenden maximalen Arbeitshöhe von 169 cm stehen DSLR oder Camcorder somit mit diesem Stativ sicher auf unebenem Untergrund.

Der einzige entscheidende Nachteil der preiswerten Cullmann PRIMAX Stative* ist ihre Länge im gepackten Zustand: Die Packmaße überschreiten mit 70 Zentimetern leider die größentechnischen Anforderungen an Handgepäck und so muss das Cullmann Stativ bei einer Reise mit dem Flugzeug im Frachtraum transportiert werden.

 

Warum das Cullman PRIMAX 390 Reisestativ?

  1. Schnellkupplungssystem
  2. Stativstern verleiht zusätzliche Stabilität
  3. auf 169 cm ausfahrbare Arbeitshöhe

 

Nachteile des Reisestativs:

 

Weitere Details zum Reisestativ findest Du hier:

 

 

Universal Einbein- bzw. Dreibeinstativ aus Carbon – SIRUI N-2204SK | Top 5

 

Die wichtigsten Fakten zu diesem Reisestativ im Überblick:

 

Das Sirui Universal Stativ ist nicht nur Dreibeiner und Einbein-Modell in einem, sondern in vielerlei Hinsicht multifunktional. Die soliden Carbon Beine dieses Stativs lassen sich an der Schulter des Tripods um 180° neigen und ermöglichen Dir somit das Fotografieren “über Kopf” bzw. seinen Einsatz in Bodennähe (Makrofotografie).

Das ergonomische S-Design der Sirui Stative bietet absolut verlässliche Stabilität. Sollte der Wind während eines Outdoor-Shootings doch mal besonders stark wehen, kannst Du Deine Kamera zusätzlich mit Hilfe eines am Lasthaken befestigten Gewichts (z.B. ein Bohnensack oder der eigene Fotorucksack) beschweren und an den Untergrund fesseln.

Der eingepackt nur 49 Zentimeter hohe Sirui Dreibeiner* ist eine nicht ganz günstige, dafür aber erstklassige Wahl für Reisefotografen!

 

Warum das SIRUI N-2204SK Reisestativ?

  1. Dreibeiner mit Einbein-Option
  2. 180 Grad umklappbare Carbon Stativbeine
  3. Robuste Magnesiumlegierung
  4. ¼ Zoll Zubehöranschluss für Gelenkarme und dergleichen
  5. Ergonomisches S-Grade Design und hochwertige Verarbeitung
  6. hohe Traglast
  7. Lasthaken für zusätzliches Gewicht

 

Nachteile des Reisestativs:

 

Weitere Details zum Reisestativ findest Du hier:

 

 

Hohe Belastbarkeit – 3-Legged Thing Punks Billy Reisestativ | Top 6

 

Die wichtigsten Fakten zu diesem Reisestativ im Überblick:

 

In meinem engeren Freundeskreis besitzen gleich mehrere Fotografen dieses Fotostativ bisher hat keiner seine Stativ-Wahl bereut.

Im Gegenteil, im Vergleich mit Modellen von Manfrotto und Rollei soll die Belastbarkeit noch ein bisschen höher, die Stabilität noch ein bisschen besser und die Aufnahmen mit Langzeitbelichtung noch ein bisschen schärfer sein, als bei herkömmlichen Tripods.

 

Die Beine des Punks Billy Kamerastativs bestehen aus hochwertigem Carbon und können über feste Drehverschlüsse auf eine Arbeitshöhe von 171 Zentimetern ausgefahren werden. Am Stativkopf befindet sich ein AirHed Neo Kugelkopf samt Panoramaboden mit Strichskala, mit deren Hilfe Motive besonders genau eingestellt werden können.

Trotz des leichten Eigengewichts von 1,38 Kilogramm steht das 3 Legged Thing Reisestativ* bombenfest auf Untergründen aller Art und bringt Deine Kameras auch bei einer Traglast von bis zu 18 Kilo nicht zu Fall.

Damit ist dieses Stativ ideal für Aufnahmen mit besonders ausgedehnten Langzeitbelichtungen und ebenfalls perfekt für das Fotografieren mit schweren Teleobjektiven.

 

Warum das 3 Legged Thing Punks Billy Reisestativ?

  1. AirHed Neo Kugelkopf samt Panoramaboden mit Strichskala
  2. sehr hohe Belastbarkeit
  3. geringes Eigengewicht
  4. Robustes Stativmaterial aus pulverbeschichtetem Carbon
  5. entfernbare Mittelsäule für den Einsatz in der Makrofotografie

 

Weitere Details zum Reisestativ findest Du hier:

 

Reisestativ: Dreibeinstativ für stabile Aufnahmen

Qualität und Material von Mittelsäule sowie Stativkopf bzw. Kugelkopf sind entscheind, damit Dein Reisestativ stabile Aufnahmen ermöglicht und auch eine Kamera mit sehr hohem Gewicht problemlos tragen kann.

 

 

Was Du beim Kauf eines Reisestativs noch beachten solltest

 

Es gibt Reisestative in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Gewichtsklassen. Beim Kauf des perfekten Begleiters für Deine nächste Reise solltest Du zunächst darauf achten, dass der Tripod oder Monopod das Gewicht Deiner Kamera plus Objektive tragen kann.

Möchtest Du in der Lage sein, Dein Reisestativ mit ins Flugzeug zu nehmen, dürfen die Maße des Modells außerdem die Länge von 50 Zentimetern nicht überschreiten.

Wichtige Features eines Reisestativs umfassen unter anderem eine mit Drehverschluss verstellbare Mittelsäule, Gummifüße für bessere Standfestigkeit, einen Kugelkopf als Stativkopf zum Neigen der Kamera, eine integrierte Wasserwaage, sowie eine Schnellwechselplatte für die schnelle Montage und Handhabung Deiner Kamera.

 

 

 

 

Reisestativ | Mein persönliches Fazit

 

Nellie Winter: Autorin bei reisefroh.deBeim Kauf eines neuen Reisestativs kommt es auch auf Deine individuellen Vorlieben beim Fotografieren an. Bist Du ein Fan der Makrofotografie? Dann achte darauf, dass Du die Mittelsäule vom Stativ entfernen kannst. Für höchstmögliche Flexibilität beim Fotografieren macht sich ein Reisestativ mit 360° Kugelkopf als Stativkopf am besten.

Einbeinstative sind zwar leichter und können auf der Reise einfach transportiert werden – Dreibeinstative sind jedoch stabiler für Aufnahmen mit Deiner Kamera und haben in der Regel eine höhere Tragkraft.

 

Unter den hier vorgestellten Reisestativen findest Du einige Modelle, die einen guten Kompromiss zwischen den Vorteilen von einem geringen Gewicht bzw. Packmaß und einer bestmöglichen Stabilität garantieren und super Kamera-Aufnahmen auf Reisen ermöglichen. Meine Empfehlung: der Compact Traveler* für EUR 100,00.

Egal für welches Reisestativ Du Dich entscheidest – ich wünsche Dir und Deiner Kamera maximalen Spaß und Erfolg beim Bilder schießen! 🙂

 

 

Ich hoffe mein Beitrag hat Dir die Suche nach dem passenden Reisestativ etwas erleichtert. Welches ist Dein liebstes Stativ für unterwegs und warum? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Nellie Winter Unterschrift

 

 

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