Everest Base Camp: Trekking zum höchsten Berg der Welt in Nepal | Reisetipps & Infos

Anne Duchstein | reisefroh.de Autor/in: Anne Duchstein

Nepal ist das Dach der Welt. Hoch oben, inmitten des Himalayas, kommen der Reichtum und die wahre Schönheit des Landes erst richtig zum Vorschein. Die Gegend um den Mount Everest (Region Khumbu bzw. Khumbu Himal genannt) liegt im Sagarmatha Nationalpark.

Sie ist weltweit bekannt für ihr grandioses Hochgebirgspanorama, gekrönt von Aussichten auf den höchsten Berg der Welt, der manchmal zum Greifen nahe scheint – dem Mount Everest!

 

Aber nicht nur die schneebedeckten Eisriesen oder die atemberaubende Landschaft der Achttausender machen den Aufstieg zum Everest Base Camp so außergewöhnlich, sondern auch die spannenden Einblicke in die Kultur der dort lebenden Volksgruppe der Sherpa mit ihrer warmherzigen Gastfreundschaft.

In diesem Artikel findest Du eine ausführliche Routenbeschreibung zu jeder Etappe des Everest Base Camp inklusive Höhenprofil. Außerdem gibt Dir unser Gastautor Klaus Hessenauer (langjähriger Nepalexperte & Autor des Buches Unter Gebetsfahnen*) zahlreiche hilfreiche Reise-Tipps und tolle Hintergrundinformationen zu Kultur, Land und Leute.

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

 

Everest Base Camp: Der vollständige Trekking-Guide

 

Natürlich träumen viele bergbegeisterte davon, einmal den Mount Everest in Nepal aus nächster Nähe zu bestaunen. Kein Wunder also, dass der Everest Base Camp Trek mit zu den am häufigsten frequentierten Routen des Landes gehört.

Die Trekkingtour führt von Lukla über den Aussichtsberg Kala Patthar zum Mount Everest Base Camp und ist bekannt für ihre spektakuläre Aussicht auf fünf der höchsten Berge der Welt: Den namensgebenden Mount Everest (8.848m), sowie die Berge Lhotse (8.501m), Makalu (8.463m), Ama Dablam (6.812m) und den Cho Oyu (8.188m).

 

Everest Base Camp: Mount Everest Nuptse Nepal

Atemberaubender Blick auf den Gipfel vom Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt.

 

 

Wichtige Infos zur Wanderung auf einen Blick

 

Schwierigkeitsgrad: Je nach Etappe mittel bis anspruchsvoll
Dauer: Mindestens 10 bis 12 Tage
Maximale Höhe: 5.364m am Everest Base Camp und 5.643m am Kala Patthar Aussichtspunkt
Unterkunft: Einfache Lodges
Verpflegung: Regelmäßige Lodges auf dem Trek mit kleinen Restaurants
Beste Reisezeit: März bis April sowie Oktober bis November
Ausgangs- und Endpunkt: Lukla (2.860m)

 

 

Erforderliche Genehmigungen

 

Du benötigst für die Wanderung zum Everest Base Camp zwei Genehmigungen:

  1. Trekkers‘ Information Management System (TIMS-Karte) *  –  Kosten: 2.000 NPR ~ 17€
  2. Genehmigung für den Sagarmatha-Nationalpark  –  Kosten: 3.500 NPR ~ 28€

Beide Genehmigungen sind im Nepal Tourism Board (NTB) in der Hauptstadt Kathmandu erhältlich. Neben ausreichend Bargeld (in der Landeswährung, nepalesische Rupien – NPR) sind außerdem noch zwei Passbilder notwendig. Die Beantragung inklusive Wartezeit dauert je nach Besucheransturm 1 bis 3 Stunden.

 

* Update 2019: Nach aktueller Info wird die TIMS-Karte für die Khumbu Region und den Everest Base Camp Trek nicht mehr anerkannt bzw. nicht mehr benötigt. Stattdessen wird – neben der Eintrittsgebühr in den Nationalpark – noch eine Gebühr von 2.000 NPR (ca. 17€) in Lukla erhoben.

Somit brauchst Du nicht mehr zum Tourism Board in Kathmandu, denn auch den Eintritt zum Park kannst Du nun am Checkpoint in Jorsale zahlen!

 

 

Kartenmaterial & Wanderkarten für den Trek

 

Es gibt einige sehr gute Wanderkarten zur Everest Region, dem Khumbu bzw. Khumbu Himal. Die meisten Karten sind allerdings auf Englisch!

Dazu zählen neben der großen Übersichtskarte Jiri to Everest* (Maßstab 1:100.000, Auflage 2014, Preis: EUR 10,85) auch die Adventure Travel Map* von National Geographic mit mehr Details (Maßstab 1:50.000, Auflage 2004, Preis: EUR 13,49).

Noch detaillierter ist die Trekkingkarte vom Deutschen Alpenverein* mit einem Maßstab von 1:25.000 und allen Etappen der Wanderung, wenngleich schon viele Jahre alt (Auflage 1999, Preis: EUR 12,80).

 

Besonders die Karte Jiri to Everest kann eine interessante Wahl für Dich sein wenn Du von der Hauptstadt Kathmandu nicht nach Lukla fliegst (oder der Hin- oder Rückflug wegen schlechtem Wetter kurzfristig storniert wird) sondern den Bus bis zur Stadt Jiri nimmst und dort den Everest Base Camp Trek beginnst.

 

 

Everest Base Camp: Anreise nach Lukla

 

Die meisten Trekker starten die Everest Base Camp Wanderung nach einem knapp halbstündigen Flug zum Tenzing-Hillary Airport, in Lukla (2.860m). Der Flugplatz wird oft als einer der gefährlichsten der Welt genannt.

Tatsächlich ist der Anflug auf die, auf einer Bergterrasse gelegene Landebahn nicht ganz einfach, zumal es sich um Sichtflüge handelt. Zum Einsatz kommen nur sogenannte STOL Flugzeuge (Short Take Off and Landing). Aber auch diese sind auf ausreichende Sichtbedingungen angewiesen, sodass Flugausfälle, auch über mehrere Tage, immer wieder mal vorkommen.

Wohl dem, der dann einige Puffertage in der Hauptstadt Kathmandu hat, insbesondere wenn man den Heim- oder Weiterflug erreichen muss.

 

Tipp: Versuche einen der ersten Flüge frühmorgens zu bekommen. Im späteren Tagesverlauf verschlechtern sich oft die Sichtbedingungen, so dass die Wahrscheinlichkeit eines Flugausfalles steigt!

 

Update 2019: Ab dem 1. April 2019 starten alle Flüge von Kathmandu nach Lukla nicht mehr ab Kathmandu, sondern ab Ramechhap! Details dazu findest Du weiter unten in den Kommentaren.

 

Everest Base Camp: Lukla Airport STOL Flughafen

Ein STOL Flugzeug nach der Landung in Lukla. Hier beginnt der Everest Base Camp Trek.

 

 

Everest Base Camp: Die Route im Detail

 

Bevor wir auf die Routenbeschreibung im Detail eingehen, findest Du hier kurz und knapp das Höhenprofil des Everest Base Camp (kurz EBC) Treks sowie eine Übersichtskarte:

 

Everest Base Camp: Höhenprofil

Die Trekking-Strecke führt Dich am Dudh Koshi Fluss entlang über die Siedlungen Phakding, Namche Bazar, Tengboche, Pheriche/Dingboche, Lobuche und Gorak Shep bis zum Everest Base Camp und wieder zurück. Alternativen zum Rückweg und zum Abstieg findest Du weiter unten.

 

Everest Base Camp: Trekking Map - Phakding, Dingboche Lobuche Trek

 

 

Flug nach Lukla (2.860m) und Trekking nach Phakding (2.650m) | Tag 1

 

Da die Flüge von Kathmandu schon frühmorgens gehen, kannst Du nach der Ankunft in Lukla noch bequem bis Phakding wandern. Das hat den Vorteil, dass Du noch mal ins Dudh Koshi Tal absteigst und die notwendige Höhenanpassung damit etwas tiefer beginnt. Unterwegs im Tal triffst Du auf die Einmündung des „klassischen“ Everest-Treks von Jiri kommend.

 

Alternativ zum Flug nach Lukla kannst Du den Trek, nach einer tagesfüllenden Busfahrt von Kathmandu nach Jiri oder Shivalya, auch zu Fuß beginnen. Dafür solltest Du ca. 7 Tage zusätzlich einplanen. Da Täler und Höhenzüge quer zur Marschrichtung verlaufen, ist ein stetiges Auf und Ab angesagt.

Eine weitere Möglichkeit ist der Start in Phaplu. Dorthin gibt es unregelmäßige Inlandsflüge und seit kurzer Zeit auch eine Jeep Verbindung ab Kathmandu. Bis Phakding sind dafür 3 zusätzliche Tage zu veranschlagen.

 

Tipp: Wenn Du zeitig dran bist, kannst Du von Phakding aus noch etwas weiter gehen, ca. 3/4 Stunde bis Benkar. Damit entkoppelst Du Dich von der Menge der Neuankömmlinge in Lukla, die fast alle bis Phakding gehen. 🙂

 

Mount Everest Base Camp: Heiliger Sadhu Namaste - Sherpa Trek

Ein Sadhu (Asket) am Fluss grüßt mit Namaste, was übersetzt so viel bedeutet wie: „Ich grüße das Göttliche in Dir!“

 

 

Phakding (2.650m) nach Namche Bazar (3.440m) | Tag 2

 

Der heutige Tag erfordert einen schweißtreibenden Anstieg nach Namche Bazar, den Hauptort des Sherpalandes. Zuvor erreichst Du, entlang des Dudh Koshi Flusses (nepalesisch für „Milchfluß“, manchmal auch Dud Kosi geschrieben) noch die größeren Dörfer Monjo und gleich danach Jorsale mit dem Checkpoint und dem Eintritt in den Sagarmatha Nationalpark.

Diverse Hängebrücken sorgen bei der Etappe für Abwechslung.

 

Der eigentliche Anstieg beginnt mit der Überquerung der Hängebrücke Hillary-Bridge, die über die tief eingeschnittene Schlucht führt. Mit 3.440m erreichst Du in Namche Bazar schon die Höhe stattlicher Alpengipfel.

 

Everest Base Camp: Hillary Bridge bei Namche Bazar

Die Hängebrücke Hillary Bridge über den Dudh Koshi Fluss in der Khumbu-Region. Den Namen verdankt die Brücke dem Neuseeländer Edmund Hillary, der zusammen mit dem Sherpa Tenzing Norgay 1953 als Erster den Gipfel des Mount Everest bezwungen hat. Auch der Flughafen in Lukla trägt den Namen der zwei Helden: Tenzing-Hillary Flughafen!

 

 

In oder um Namche Bazar (3.440m) – Akklimatisationstag | Tag 3

 

Spätestens jetzt ist verstärkt auf ausreichende Akklimatisierung zu achten. Der Körper muss sich an die geringere Sauerstoffzufuhr in großen Höhen erst gewöhnen. AMS (Acute Mountain Sickness) bzw. Höhenkrankheit ist ein ernst zu nehmendes Thema!

 

Faustregeln zur Höhenanpassung lauten: Die Schlafhöhe pro Tag um nicht mehr als ca. 300 bis 600 m zu steigern. Wo dies topografisch nicht möglich ist, solltest Du entsprechende Ruhetage einlegen.

 

Günstig wirkt sich ebenfalls die Regel „go high sleep low“ aus, d.h. wenn möglich steige tagsüber höher auf als die Schlafhöhe am Abend. Außerdem solltest Du auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Nicht nur schweißtreibende Aufstiege kosten Flüssigkeit, auch über die Atemluft verliert man durch die erhöhte Frequenz und trockene Gebirgsluft erheblich Flüssigkeit.

Die Empfehlung, in Namche Bazar einen Akklimatisationstag einzulegen, sollte man ernst nehmen! Der Tag lässt sich hervorragend zu einem Abstecher nach Khumjung (3.780m), mit einem Besuch des Sherpamuseums, oder der Besichtigung des „Yeti-Skalpes“ in der Gompa verbringen. Mit einem Besuch im Everest View Hotel nahe der 4.000m Grenze tut man auch gutes für die Akklimatisierung.

 

Tipp: Im Nachbarort Khunde ist das Hillary Hospital, eine unschätzbar wertvolle Einrichtung in der Region. Dort erhält man im Notfall auch medizinische Hilfe bei akuten Symptomen der Höhenkrankheit.

 

Everest Base Camp: Manimauer mit Mantra - Sherpa Trek

Auf dem Weg zum Everest Base Camp: Eine Manimauer, Steinplatten mit Mantras (Gebetsformeln) behauen.

 

 

Namche Bazar (3.440m) zum Kloster Tengboche (3.860m) | Tag 4

 

Der weitere Wegverlauf führt im Anblick der Ama Dablam, dem heiligen Berg der Sherpas, nach Tengboche (oft auch Thyangboche oder Tengpoche geschrieben). Noch einmal müssen wir, auf stellenweise staubigen Wegen, ins Tal des Milchflusses absteigen und dann einen Gegenanstieg von etwa 600 Höhenmetern bewältigen, bevor wir das Kloster und den spirituellen Mittelpunkt der Region erreichen.

In Tengboche besteht die Möglichkeit am frühen Morgen an einer Puja, einer religiösen Zeremonie, teilzunehmen.

 

Tipp: Das Mani Rimdu Fest im Oktober/November, (jährlich wechselnde Termine nach Lunar-Kalender) ist ein einzigartiges Erlebnis. Mit Maskentänzen und Ritualen wird der Sieg des Buddhismus über die Bön Religion gefeiert.

 

Everest Base Camp: Kloster Tengboche Sherpa

Kloster Tengboche, spirituelles Zentrum des Sherpalandes. Das Wort Sherpa bezeichnet sowohl das Volk der Sherpa aus dem Osten Nepals, als auch die dazu angehörigen Menschen und ihre Sprache.

 

 

Kloster Tengboche (3.860m) nach Pheriche (4.370 m) | Tag 5

 

Weiter geht der Weg über Pangboche vorbei an Dingboche nach Pheriche, dem höchsten ganzjährig bewohnten Ort in der Region. Zunächst noch durch lichten Wald später dann durch eine immer karger werdende Landschaft.

 

Alternative: Bei unserer letzten Tour habe ich eine Variante zur Akklimatisation ausprobiert und bin gut damit gefahren. Statt eines Anpassungstages in Namche Bazar sind wir nach Tengboche gegangen, haben jedoch nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft des Klosters übernachtet, sondern etwa eine halbe Stunde weiter und 200 Meter tiefer!

Am Tag danach sind wir von Pangboche aus, in einem Tagesausflug, zum Ama Dablam Basecamp (4.500m) aufgestiegen. Go high, sleep low! Ich habe 3 Tage später in Gorak Shep ausgezeichnet geschlafen, ein Zeichen für gute Höhenanpassung. 🙂

 

Everest Base Camp: Pheriche nach Dingboche

Auf dem Weg nach Gorak Shep, im Hintergrund der Berg und Gipfel namens Pumo Ri. Gorak Shep ist übrigens das letzte Dorf auf dem Everest Base Camp Trek, welches in der Trekking-Saison noch bewohnt ist.

 

 

Über Lobuche (4.940m) nach Gorak Shep (5.150m) zum Everest Base Camp | Tag 6 und 7

 

Nun sind es noch zwei Wandertage, zuerst nach Lobuche und am nächsten Tag nach Gorak Shep. Diese Hochalm ist inzwischen eine kleine Lodge-Siedlung geworden und letzter Übernachtungsort vor dem Kala Patthar oder dem Everest-Base-Camp. Wir wandern noch ein Stück im Hochtal von Pheriche bevor wir nach einem ersten Anstieg Dughla (4.600m) erreichen. Eine Lodge bietet Gelegenheit zur Pause.

Weiter geht es bergan zum sogenannten „Sherpa-Friedhof“. Es ist in Wirklichkeit eine Gedenkstätte für am Mount Everest gebliebene Bergsteiger. Chörten aus Natursteinen erinnern mit Steintafeln an die Toten, die der Berg nicht mehr hergibt.

Lobuche ist eine kleine Ansammlung von recht einfachen Lodges. Beeindruckend der Blick zum Nuptse (7.861m).

 

In einer immer arider werdenden Hochgebirgslandschaft wandern wir auf steinigen Wegen und mit Blick auf den gewaltigen Kegel des Pumo Ri (7.161m), am 7. Tag nach Gorak Shep, dem höchsten Übernachtungspunkt dieser Tour. Auch dieses Bergdorf ist eine reine Lodgesiedlung für den Trekkingtourismus.

Tipp: Besonders in der Hauptsaison sollten auch Individualtrekker sowohl in Lobuche als auch in Gorak Shep vorher reservieren. Das kann man z.B. über den Lodge-Wirt in Pheriche machen oder selbst anrufen. In Kathmandu gibt es für wenige Euros nepalesische Prepaid SIM-Karten zu kaufen (z.B. vom Anbieter Ncell), die auch im Notfall eine wertvolle Hilfe sein können.

 

Wer genug Kondition hat kann den Kala Patthar noch am Ankunftstag, zum Abendrot besteigen. Stirnlampe für den Rückweg nicht vergessen! Der Aussichtsberg erscheint dem Wanderer zunächst als spitzer dunkler Hügel. Nur die unmittelbare Gipfelregion ist etwas felsig und vermittelt „Gipfelglück“.

Der Blick zum Mount Everest – Sagarmatha nennen ihn die Nepali, Chomolungma, Göttin Mutter Erde, die Tibeter – ist alle Anstrengungen wert.

 

Um zu dem berühmten Everest Base Camp aufzusteigen bietet sich ein Abstecher von Gorak Shep aus an. Das Everest Base Camp wird man in der normalen Trekkingsaison weitgehend verwaist vorfinden, da das Zeitfenster für den Gipfelsturm im Mai außerhalb der Wandersaison liegt. Es gibt keine Möglichkeit zur Übernachtung für Individualtrekker, sodass man am selben Tag wieder nach Gorak Shep absteigen muss. Für den Auf- und Abstieg solltest Du mindestens 6,5 Stunden einplanen.

Bei Gorak Shep liegt der Khumbu-Gletscher, der sein Eiswasser von den Bergen Lhotse, Nuptse und natürlich dem Mount Everest erhält.

 

Everest Base Camp: Lobuche Himalaya

Die Wanderung führt durch die Lodge Siedlung Lobuche, auf dem Weg zum Everest Base Camp. Lobuche ist ebenfalls der Name eines Berges zwischen Dingboche und Gorak Shep.

 

 

Abstieg nach Pheriche oder Dingboche über Lobuche (je nach Verweildauer in Gorak Shep) | Tag 8 oder 9

 

Auf dem Rückweg überspringt man Lobuche und geht bis Pheriche (4.370m) oder Dingboche hinab. Wer vorher noch auf dem Kala Patthar war oder am Everest Basecamp, der hat heute einen langen Tag vor sich!

Natürlich könntest Du auch in Lobuche oder weiter unten in Dughla noch mal übernachten falls Du Zeit hast.

 

 

Nach Phortse (3.840m) | Tag 9

 

Viele nehmen den Aufstiegsweg auch für den Rückmarsch bzw. Abstieg. Man kann dann über die bekannten Stationen Dingboche, Tengboche, Namche Bazar und etwa Monjo in 2 bis 4 Tagen Lukla erreichen. Da die Akklimatisation beim Abstieg keine Rolle mehr spielt ist die Etappenlänge eine Frage der individuellen Kondition und verfügbaren Zeit.

Ich empfehle jedoch ab Pangboche (mit Blick auf den Ama Dablam) einen kleinen Umweg über das Sherpadorf Phortse, zu dem ein wunderschöner, aussichtsreicher Höhenweg führt.

 

Everest Base Camp: Yak bei Ama Dablan hinter Lobuche

Beim Ama Damblam, zwischen Lobuche und Gorak Shep: Yaks bringen Versorgungsgüter den Berg hinauf zu den Lodges.

 

 

Nach Khumjung / Namche Bazar | Tag 10

 

Von Phortse führt ein steiler Abstieg in das Tal des Dudh Koshi Flusses und ebenso steil wieder hinauf nach Mon-La, ein kleiner Ort mit mehreren Lodges und grandioser Aussicht zur Ama Dablam, Kangtega und Tramserku.

Nach einer Stärkung kann man noch bis Khumjung oder weiter bis Namche Bazar gehen. Dort trifft man wieder auf den Aufstiegsweg der dann in einem oder zwei Tagen nach Lukla und zum Flughafen führt.

Die meisten Trekker entscheiden sich bei dieser Etappe für Namche Bazar.

 

 

Rückweg | Tag 11 und 12

 

Viele bewältigen den Rückmarsch von Namche nach Lukla in einem langen Tag. Wer die Wanderung der letzten Etappe entspannter angehen will kann noch einmal in Monjo übernachten, kurz nach Verlassen des Sagarmatha Nationalparks.

 

 

Rückflug nach Kathmandu | Tag 12 oder 13

 

Auch beim Rückflug nach Kathmandu gilt es wieder eine möglichst frühe Maschine zu bekommen um die Ausfallwahrscheinlichkeit zu reduzieren. Auf jeden Fall sollte man sich schon am Vortag im Büro der Fluggesellschaft vergewissern, dass die Buchung in Ordnung ist.

 

Everest Base Camp: Yeti Airlines zwischen Lukla und Kathmandu

Der Boarding Pass von Yeti Airlines zurück zur Hauptstadt Kathmandu – mittlerweile wird der Flug durch deren Tochtergesellschaft Tara Air angeboten.

 

 

Everest Base Camp: Die besten Varianten

 

Natürlich kann man eine weitere Nacht in Gorak Shep einplanen um ganz entspannt das Everest Base Camp zu besuchen. Generell würde ich noch einen Reservetag zur freien Verfügung in die Planung aufnehmen.

Hier stelle ich Dir noch ein paar Trekking Varianten für den EBC vor:

 

 

Aufstieg zum Gokyo Ri (5.360m)

 

Der Gokyo Ri ist ebenfalls ein empfehlenswerter Aussichtsberg und eine tolle Wanderung. Am einfachsten erreicht man die Hochalm von Namche Bazar aus über Khumjung, Mon La, Dole, und Macchermo.

 

Everest Base Camp: Gokyo Ri Khumbu - Dingboche

Ein wunderschöner Blick auf die Gipfel beim Trekking in Nepal: Das Bergdorf Mon La bildet den Übergang ins Gokyo Tal.

 

 

Besteigung des Chukhung Ri (5.650m)

 

Als Ergänzung zur Everest Etappe bietet sich eine Trekking Tour mit Gipfel-Besteigung des Chukhung Ri an. Der Abzweig ins Tal des Imja Khola (Khola = Fluss) ist auf der Strecke von Pangboche (3.960m) nach Pheriche (4.370m). Beeindruckend sind ab Pangboche die Blicke zum Nuptse und zur senkrecht abstürzenden Südwand des Lhotse. Der Lhotse ist der vierthöchste Berg der Welt!

Die Ama Dablam präsentiert sich aus vollkommen anderer Perspektive.

Etwas weiter lädt der Imja-Tse (Island-Peak) versierte Alpinisten ein. Sicheres Gehen am Seil und mit Steigeisen ist allerdings Voraussetzung für den 6.189m hohen Gipfel (Permit-Pflicht).

 

 

Einfacher Rundweg in geringeren Höhen

 

Wer sich größere Höhen in den Bergen nicht zutraut, oder tatsächlich Probleme hat weiter aufzusteigen, kann den Kala Patthar und den Everest Base Camp weglassen und ab Pangboche über Phortse und Khumjung eine Rundwanderung nach Namche Bazar machen (siehe Empfehlung für den Rückweg).

So kannst Du trotzdem die atemberaubende Landschaft des Khumbu genießen inklusive Ausblick auf den Ama Dablam.

 

 

Überschreitung des Cho La (5.330m)

 

Eine beliebte Ergänzung des Kala Pattar ist die anschließende Überschreitung des Cho La (La = Pass).

Nach einer Übernachtung in Dzongla erreicht man über Dragnag (Übernachtungsmöglichkeit), Gokyo und damit einen weiteren Trekkinggipfel, den man aufrechten Ganges und ohne Hilfsmittel erwandern kann. 🙂

 

Everest Base Camp: Gipfel Trekking - Lobuche und Dingboche

Der höchste Punkt der Trekking-Tour: Gipfelglück auf dem Kala Patthar auf 5.643 m (links: Unser Autor Klaus Hessenauer).

 

 

Drei Pässe Rundweg

 

Das absolute Highlight der gesamten Khumbu-Region für konditionsstarke Trekker ist die „Drei Pässe Runde“.

Von Namche Bazar geht man nach dem Akklimatisierungstag nach Thame und dann in Richtung Nangpa-La den Grenzpass zu Tibet. Ein Abzweig führt nach Lungden zur Übernachtung und am nächsten Tag über den Renjo-La 5.417m nach Gokyo.

 

Trekking-Optionen dort sind eine Besteigung des Gokyo Ri und/oder eine tagesfüllende Wanderung in Richtung Cho Oyu, zum fünften See. Im weiteren Verlauf wird der Cho-La mit 5.330 m überquert, und nach einer Nacht in Dragnag und/oder Dzongla erreicht man Gorak Shep am Fuße des Kala Patthar. Der dritte Pass, der Kongma-La mit 5.535m bringt uns schließlich in einem langen Tag nach Chukhung.

Diese anspruchsvolle, in Teilstrecken hochalpine Tour kann noch mit einer Besteigung des Island-Peaks gekrönt werden, aber wie bereits erwähnt wird damit die Grenze vom Wandern zum Bergsteigen überschritten.

Für den Rückweg bietet sich die Strecke über die Etappe Tengboche und ein Besuch des Klosters an.

 

Alle Trekking-Wege und Pfade der Everest Base Camp Wanderung sind für trittsichere Wanderer begehbar. Höhere Anforderungen stellen die drei Pässe. Sie erfordern nicht nur gute Kondition, der Cho-La macht eine kurze Gletscherpassage notwendig. Stellenweise findet man sog. Blockgelände vor. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Mit einem Wintereinbruch, Wettersturz und Schnee auch im Oktober und im Frühjahr muss jederzeit gerechnet werden. Dem sollte die Trekking-Ausrüstung Rechnung tragen!

Lesetipp: ideal für Trekking in Nepal – die Packliste Wandern.

 

Übernachten kann man durchgehend in Lodges, landestypischen Gasthäusern. Gemessen an westeuropäischen Ansprüchen ist die Bereitschaft zu Komfortverzicht notwendig. Die Verpflegung ist abwechslungsreich, Bergsteiger aller Herren Länder haben Rezepte hinterlassen. So gibt es neben dem klassischen Dhal Bhat (Reis und Linsen) auch mehr oder weniger gelungene Pizzen, Rösti, jede Menge Nudelgerichte – auch Yak-Steaks sind nicht mehr tabu.

Viele weitere Infos zur nepalesischen Küche findest Du hier: Nepalesisches Essen – Top 6 Gerichte.

 

 

Beste Reisezeit für den EBC Trek

 

Die beste Reisezeit für das Trekking zum Everest Base Camp und der Khumbu-Region ist im Frühjahr mit den Monaten März und April sowie im Herbst mit den Monaten Oktober/November. Tendenziell ist die Luft und damit die Sicht im Herbst je später je klarer, aber auch immer kälter! Im Frühejahr umgekehrt.

Detaillierte Informationen dazu findest du hier: Nepal Reisezeit – Klima, Wetter & Temperaturen.

 

Hinweis: Auf Zeitangaben für die einzelnen Etappen der Wanderung habe ich bewusst verzichtet, da diese häufig individuell sehr unterschiedlich ausfallen.

 

 

Über den Autor

 

Everest Base Camp: Autor Klaus HessenauerKlaus Hessenauer ist im fränkischen Rothenburg o/T geboren und lebt im Saarland. Schon immer war er zusammen mit seiner Frau Anne gerne zu Fuß unterwegs.

Seit 20 Jahren zieht es ihn immer wieder nach Nepal und in die Berge des Himalaya. Zu Fuß von Nepal nach Tibet, zum Götterthron Kailash, über Ostnepal zur Teestadt Darjeeling und zum Kanchendzönga oder in die einzigartige Kultur Bhutans, immer ist Nepal gleichsam ein Scharnier und Basislager auch für Unternehmungen in den umliegenden Himalayaländern.

 

 

Unter-Gebetsfahnen-EBC-CoverKlaus ist Autor des Buches „Unter Gebetsfahnen – Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal*“. In dem Werk nimmt er Dich mit auf seine Reisen durch sein Lieblingsland, erzählt über spannende Erlebnisse und gibt jede Menge wertvolle Tipps.

Es ist kein klassischer Nepal Reiseführer, eher ein Reiseverführer betont er und auf jeden Fall ein Buch, dass das Herz der Vorfreude höher schlagen lässt, fügen wir hinzu! 🙂

 

 

Preis: EUR 14,99  |  Taschenbuch, 240 Seiten  |  ISBN:  978-3-7431-9529-5

 

 

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31 Kommentare

  1. Hallo Anne & Sebastian,

    ich plane einen Trip mit meiner Frau zum EBC über genau die Route die ihr hier beschreibt.
    Gerne hätte ich einen Erfahrungswert von euch, da ich eine gewisse Höhenangst habe..
    Wie hoch und lang sind denn die Hängebrücken? Auf Bildern schaut es eigentlich nicht so hoch und schlimm aus!?

    VIELEN DANK für eure Einschätzung!!!!

    Übrigens ein toller Bericht, der ein absolutes Kribbeln in mir auslöst!

    Mit freundlichen Grüßen, Raiko

    • Hallo Raiko! 🙂
      Vielen Dank für Deinen Kommentar zum Everest Base Camp Trek! Hier die Antwort dazu von unserem Gastautor Klaus:

      –> Ich habe 3 nennenswerte Brücken in Erinnerung: Eine hinter Phakding, die Hillary Bridge vor dem Aufstieg nach Namche und dann bei Sanasa bevor es nach Tengpoche hoch geht.
      Länge so 100 bis 150m grob geschätzt. Hoch ist nur die Hillary Bridge (siehe Foto im Beitrag). Die Brücken sind seitlich abgespannt, so dass sie auch nicht allzusehr schwanken.

      Insgesamt machen sie einen soliden, vertrauenswürdigen Eindruck. Das Geländer (Seil mit Drahtgeflecht) ist etwa Brusthoch – je nach eigener Körpergröße. Zur Info: Yak- und Muli Karawanen haben Vorfahrt! Da sollte man Gegenverkehr abwarten. 😉

      Ich hoffe das beantwortet Deine Frage. Viele Grüße und eine tolle Reise nach Nepal!!

  2. Hallo,
    vielen Dank für den tollen Bericht.
    Mein Mann und ich haben im Oktober auch den EBCT geplant. Wir werden eigen organisiert die Reise antreten und wir fragen uns, wie das denn mit den Übernachtungen ist? Findet man problemlos freie Lodges oder sind diese meist schon durch organisierte Reisegruppen belagert? 🙂
    Danke für eine Rückmeldung.
    Liebe Grüße
    Leonie

    • Hallo Leonie! Vielen Dank für Deinen Kommentar. 🙂 Hier die Antwort zu Deiner Frage:

      Oktober ist natürlich Hauptsaison, da kann es schon mal eng werden, überhaupt mit einer „Wunschlodge“ die man vielleicht von einer Empfehlung hat… Es werden schon mal Zelte neben der Lodge aufgestellt wenn es ganz eng wird. Ich würde auf jeden Fall versuchen in Lobuche und Gorak Shep vorher zu reservieren. Das sind nämlich reine Lodge Siedlungen.
      Dazu einfach den Lodge-Wirt in Periche fragen ob er anruft, oder in Kathmandu eine SIM-Karte für ein paar Euros kaufen (Tipp: Anbieter Ncell) und selbst anrufen (den Wirt oder einen Guide nach der Telefonnr. fragen). Die Guides haben natürlich heute alle ein Handy und reservieren für ihre Gruppen vorab.

      Viel Spaß in Nepal! 🙂

  3. Hallo Anne und Sebastian,
    im April möchten mein Freund und ich ebenfalls zum EBC wandern.
    Um die finanzielle Seite etwas besser abschätzen zu können:
    Was habt ihr in den zwei Wochen ca ausgegeben ?
    Und übrigens: Toller und sehr informativer Bericht 🙂
    Liebe Grüße
    Annika

    • Liebe Annika,
      vielen Dank für die spannende Frage. Diesen Beitrag hat unser Gastautor Klaus geschrieben, wir werden die Frage an ihn weitergeben und Dir danach hier in den Kommentaren Rückmeldung geben bzw. die Antwort auch in dem Beitrag ergänzen. 🙂
      Viele Grüße
      Anne

  4. Hallo Annika,
    also im April sind wir aller Wahrscheinlichkeit nach auch wieder vor Ort, dann wüsste ich es ganz aktuell! 😉

    Aber nach meiner Erfahrung müsstet ihr mit 20-25 € Tag/Person für Essen, Trinken, Übernachtung rum kommen. Allerdings ohne alkoholische Getränke und ohne viele Softdrinks (Bier, Rum Cola etc). Generell gilt je höher je teurer! Und das Khumbu ist im Quervergleich in Nepal eine der teuersten Regionen. Meines Wissens gibt es seit einiger Zeit in Namche jetzt auch einen Geldautomaten, sodass man sich notfalls noch mit einer Kreditkarte helfen kann. Tauschen kann man dort sicher, der Kurs ist halt ungünstiger als in Kathmandu. Ob der Automat immer funktioniert ist eine andere Frage 🙂

    Ich würde schon ein kleines „Polster“ mitnehmen, zumal man anschließend in Kathmandu auch noch Gelegenheit zum Geld ausgeben hat! Generell noch ein Hinweis zum Geldumtausch: Viele machen immer noch den Fehler US-Dollars mitzunehmen und produzieren doppelte Umtauschverluste. Euros werden in Kathmandu und allen größeren Städten gerne genommen. Ich würde allenfalls den Betrag für das Visum am Flughafen abgezählt in US-Dollars mitnehmen…

    Happy Trails!

  5. Guten Abend,
    ein echt toller Bericht! Da kriegt man direkt Lust loszulegen 🙂 Mein Freund und ich überlegen die Tour im April dieses Jahr zu machen. Ich hätte ein paar Fragen zu der Tour…

    Was für eine Rucksackgröße empfehlt ihr für die Tour (wird in den Guesthouses Schlafsack/Isomatte benötigt?)? Ist es im April noch sehr kalt nachts? Wisst ihr ob es irgendeine Art „Test“ gibt um zu checken, ob man die Luft in so eine Höhe gut aushält? (Ich hab ein bisschen Angst erst vor Ort festzustellen, dass es schwierig mit der Atmung wird). Über Antworten würde ich mich sehr freuen!!

    Vielen Dank und liebe Grüße 🙂

  6. Hallo Anne & Sebastian,

    erst einmal: ein toller Internet Auftritt!
    Vielleicht könnt Ihr mir noch einen Tipp für unser Trekking im April 2019 von Jiri zum EBC geben: Sollte man die Flugtickets von Lukla zurück nach KTM vorher in KTM buchen? Gibt es offene Tickets oder muss das Datum feststehen?
    Vielen Dank schon mal,
    beste Grüße aus W`haven von der Nordsee

  7. @ Leonie: Also Rucksackgröße hängt natürlich davon ab, ws ihr „glaubt“ zu brauchen! Ich würde mich auf das notwendigste beschränken. Einfach mal probepacken ! Isomatte braucht ihr nicht, in den Lodges gibt es Schaumstoffmatratzen. Schlafsack würde ich schon aus Hygienegründen mitnehmen. Über die Wärmeleistung kann man immer trefflich diskutieren, auf jeden Fall gibt es heutzutage auf dem EBC in jeder Lodge zusätzliche Decken. Temperaturen: Weiter oben, ab Periche, Lobuche, Gorak Shep müsst Ihr nachts schon noch mit etlichen Minusgraden rechnen. Es kann auch jederzeit nochmal einen Wintereinbruch geben mit Schnee und Eis. Haben wir selbst schon im April erlebt. Zwei Tage später wieder Sonne pur! Zur Höhenverträglichkeit: Höhenakklimatisation ist ein physiologischer Anpassungsprozess des Körpers. Das kann an simulieren(Unterdruckkammer)… aber auch das ist keine Garantie dass man dann in real die Höhe wieder verträgt. Die Höhenanpassung geht auch wieder „verloren“ wenn man einige Zeit wieder in tieferen Lagen ist. Das A und O ist dem Körper die notwendige Zeit zugeben. Also erfahrungsgemäß mindestens ein Tag Akklimatisation in Namche Bazar und auf den Körper hören . . . Und alles was so an medizinischen Tipps durchs Net geistert… Finger weg! Medikamente sind immer nur für den Notfall um Abstieg/Abtransport zu gewährleisten, nie für „Doping“
    Happy Trails 😉

  8. @ Winfried: Also ich würde in KTM buchen . . . Es gibt meines Wissens auch offene Tickets, damit bist du aber in der Warteschlange genausoweit hinten wie ohne…. Umbuchen ist immer möglich lass dir in KTM die Tel. Nr des Agenten in Lukla geben. (nep. SIM Karten gibt es für ein paar EURO in KTM). Dann kannst Du 1 oder 2 Tage vorher, wenn abssehbar, ggf umbuchen. Grundsätzlich sollte es kein Problem sein ein Ticket in Lukla zu bekommen, steht und fällt mit dem Flugwetter! Sind ja alles Sichtflüge und damit wetterabhängig. Also besser ein paar Tage Puffer in KTM planen. Wenn du buchst, versuche einen möglichst frühen Abflugtermin zu bekommen, Tendenziell ist das Flugwetter früh morgens besser. Gegen Mittag kommen oft Wolken auf!

    Besonderheit: Wenn Flugausfall, sind die Tickets obsolet und du gehst am nächsten Tag in die Warteschlange. Gebuchte Termine haben immer Vorrang, auch wenn am Tag vorher die Flüge ausgefallen sind. Deswegen macht buchen Sinn, wenn man den Termin einigermaßen absehen kann, dann hat man zumindest an dem Tag Priorität

  9. Hallo ihr Lieben. Toller Bericht!
    Ich möchte den Trip im November 2019 machen, bin allerdings ziemlich sicher ohne Reisepartner. Aus meinem Kreis findet sich niemand und mit fremden möchte ich auch nicht gehen. Würdet ihr empfehlen den EBC alleine zu gehen, oder stößt man dabei auf zu viele Hindernisse (vor allem in Lodges). Ich bin zeitlich absolut ungebunden, kann also auch erst in der zweiten Novemberhälfte fliegen, wenn es dann einfacher wird.

    Danke und Gruß

    • Hallo Michi,

      steht deine Überlegung noch im November in das EBC zu wandern?
      Ich habe vor Mitte/ Ende Oktober oder Anfang November dort hin zu reisen, werde es aber nur manchen, wenn ich einen Trekkingpartner finde.
      Ich würde mich freuen, wenn du dich meldest, auch wenn du ursprünglich nicht mit jemand Fremden reisen wolltest.
      Liebe Grüße
      Katharina

      • Hey Katharina,

        ich habe meine Pläne mittlerweile auf Februar verschoben. Kalt, aber viel weniger Leute 😉 Und ich bin auf jeden Fall dafür offen mit jemand zusammen zu reisen!

        Gruß
        Michi

  10. Hallo Michi,

    also ich persönlich rate grundsätzlich von Alleingängen ab.Nicht wegen Kriminalität, Orientierung oder Unterkünften etc. sondern wegen der objektiven Gefahren. Du bist im Hochgebirge unterwegs. Erdrutsche, Wettersturz, etc. Ein verstauchter Knöchel ein gebrochenes Bein nach einem Sturz kann zum großen Problem werden . . . Aber das ist letztlich auch ein Frage der eigenen Reisephilosophie, ich will da nicht „belehren“

    Grundsätzlich ist der EBC einer der am „dichtesten“ begangene Treks, man kann sich ja auch unterwegs zusammentun wenn die „Chemie“ stimmt!
    Je später du in den November gehst um so weniger Betrieb aber natürlich tendenziell um so kälter. Unterkunft sollte zumindest bis Pheriche kein Problem sein… Für Lobuche und Gorak Shep würde ich raten einen oder zwei Tage vorher anzurufen…

    Wie ich weiter oben schon mal geschrieben habe: Dazu einfach den Lodge-Wirt in Pheriche fragen ob er anruft, oder in Kathmandu eine SIM-Karte für ein paar Euros kaufen (Tipp: Anbieter Ncell) und selbst anrufen (den Wirt oder einen Guide nach der Telefonnr. fragen). Die Guides haben natürlich heute alle ein Handy und reservieren für ihre Gruppen vorab.

    Falls Du nach Lukla fliegst, denke daran für den Rückflug in Kathmandu etwas Puffer zu lassen. Es sind ja Sichtflüge von Lukla und die können auch mal ausfallen. Wahrscheinlichkeit im Nov. eher gering aber nicht auszuschließen.

    Happy Trails 😉

  11. Habe heute erfahren, dass ab 1. April alle Flüge von KTM nach Lukla nicht ab KTM stattfinden sondern ab Ramechhap. Das ist ca 150 KM und 4-5 Std. Autofahrt (in der Nacht) von KTM entfernt!
    Die Ursache ist die Instandhaltung der Runway am Flughafen. Dazu wird der Flughafen von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens gesperrt. Lukla Flüge gehen ja wetterbedingt immer sehr früh (ab 6 Uhr). Die Bauarbeiten dauern bis Mai, also die gesamte Frühjahrs-Saison.

    Jeder, der aktuell in die Everest-Region will sollte sich dessen bewusst sein!

    Zur Ticket-Buchung: Ich habe heute versucht, testweise bei der Airline TARA zu buchen, was eindeutig möglich ist ab Kathmandu.

  12. Hallo,

    vielen dank für diesen super ausführlichen Bericht.
    Ich wollte die Tour heuer in der letzten August/ersten Septemberwoche machen. Ich weiß, dass das nicht die beste Reisezeit ist, aber die Tour sollte trotzdem möglich sein, oder? Hat jemand Erfahrung zu dieser Jahreszeit?

    Grüße
    Hannes

    • Hallo Hannes,
      vielen Dank für Deine Frage. Wir haben einige Berichte gelesen von Leuten die den EBC im August unternommen haben. Klar ist das Wetter dann nicht immer ideal, dafür sind aber kaum Wanderer unterwegs und die Preise sind günstiger. Zudem regnet es meistens Nachmittags/Abends und Nachts – wenn Du Deine Etappen also früh beginnst, hast Du vielleicht mehr Glück.
      Viel Spaß beim Trekking!! VG,
      Sebastian

  13. Hallo,

    Eine Frage. Aus organisatorischen Gruenden koennen wir erst Ende Mai, Anfang Juni diese Wanderung unternehmen, was schon in der Pre-Monsunzeit liegt. Aus diesem Grund wollte ich einmal nachfragen, ob ueberhaupt noch etwas dafuer spricht, zu diesem Zeitpunkt zu reisen, oder ob man es besser gleich bleiben lassen sollte? Hat da jemand Erfahrung damit?Als kleine Anmerkung. Mein Sohn und ich sind keine Schoenwettertouristen, dennoch wollen wir natürlich nicht 10 Tage im Nebel wandern. Das waere dann schon irgendwie albern. Wenn da jemand Erfahrung mit off Season Touren haette? Vielen Dank vorab

    • Hi Thomas,
      wir waren Ende Mai in Nepal und sind den Annapurna Circuit bei strahlend blauem Himmel gewandert. Allerdings ist das Wetter um dieses Jahreszeit eine Glücksfrage. Je nachdem wann der Monsun einsetzt und wie stark er ist, kann es zu dieser Jahreszeit genau so gut passieren, dass schon dicke Wolken über dem Himalaya hängen… Ich persönlich würde das Risiko eingehen und Ende Mai/Anfang Juni noch loswandern, aber das muss jeder für sich selbst abwägen.
      Falls ihr euch für die Trekkingtour entscheidet, wünsche ich euch viel Spaß! 🙂
      Liebe Grüße
      Anne

  14. Ganz herzlichen Dank fuer die Antwort, Anne. Ich werde dann mal die Planung in Angriff nehmen. Da mein Sohn bei der Bergrettung ist, wird die Trekkingtour notfalls als Training abgeschrieben. :-)))

    Nochmals vielen Dank
    Thomas

  15. Hallo,
    der Kommentar von Michi hat mich auf den Gedanken gebracht, dass es ja noch mehr potentiell Alleinreisende gibt.Vielleicht bietet der Blog ja die Möglichkeit dabei zu vermitteln?
    Schöne Grüße, Andi

    • Hey Andi,
      die Idee gefällt uns. Vielleicht wäre es tatsächlich eine gute Idee irgendwann mal ein Forum oder so dafür auf unserem Blog zu integrieren… mal schauen. Wir lassen dem Vorschlag mal auf uns wirken 🙂
      Liebe Grüße, Anne

  16. Hallo Anne & Sebastian

    Toller Bericht! wir haben letztes Jahr im Mai den Everest Basecamp Trek zu zweit mit einem Guide und Porter gemacht und waren sehr begeistert. Obwohl auch sehr anstrengende Passagen zu bewältigen waren, hat es sich aber auf alle Fälle ausgezahlt!

    Sehr gerne hätten wir den Kala Patthar für den Folgetag nach dem Basecamp in der Früh bestiegen, ließen dies jedoch wegen der Anstrengungen und der Höhe aus. Muss laut eurem Bericht toll gewesen sein! 🙂

    Liebe Grüße aus Wien

  17. Hallo Zusammen, vielen Dank für die tolle Seite und die vielen Infos.

    Mich würde interessieren woher die Info kommt,das man für den EBC Trek keine TIMS Karte mehr braucht. Wir starten unseren Trek in in ein paar Wochen und sind ein wenig verunsichert bezüglich der TIMS Karte. Hat dazu schon jemand Erfahrungen vor Ort gesammelt? Wo genau muss man dann den Zutritt bezahlen? In Lukla oder Jorsale? Muss dann in Kathmandu nichts mehr besorgt werden?

    Ich hoffe ihr könnt mir hier weiterhelfen.
    Danke und viele Grüße, Selina

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