Dawit Garedscha: Antikes Höhlenkloster, Faszination Steppe & Aserbaidschan zum Greifen nah!

Marco Schätzel: Autor bei reisefroh Autor/in: Marco Schaetzel

Den Besuch der Höhlen-Klöster von Dawit Garedscha habe ich als einen der Highlights aus meiner ersten Georgien Reise in Erinnerung! Die Prise Abenteuer bei der Anreise durch Steppenlandschaften, die Ausblicke und Kraxeleien am Udabno-Berg und natürlich der Klosterkomplex an sich, machten den Ausflug zu einer der lohnenswertestesn Tagestouren aus Tiflis.

In diesem Artikel erhältst Du einige Eindrücke und Impressionen, was mir an Dawit Garedscha besonders gut gefallen hast und erfährst, wie Du Deine Fahrt zu den Klöstern am besten planst.

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

 

Das Wichtigste zu Dawit Garedscha auf einen Blick

 

Was ist Dawit Garedscha eigentlich?

Dawit Garedscha ist ein sehr altes Höhlenkloster aus dem georgisch-orthodoxen Christentum, dessen Geschichte bis auf das 6. Jahrhundert zurückführt. Neben antiken Wohnbereichen und Kapellen, welche teilweise kunstvoll mit Wandmalereien und Fresken verziert sind, gibt es auch einen noch heute bewohnten Bereich in der Klosteranlage (Lawra), in welchem aktuell noch um die 10 Mönche leben.

Wie komme ich zu den Höhlen-Klöstern von Dawit Garedscha?

Aus Tiflis fahren zwischen dem 1. April. und 31.Oktober täglich um 11:00 Uhr vom Puschkin-Platz Minibusse der David Gareji Line. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden und führt durch interessante Landschaften der Halbwüste David Gareja. Eine Anreise mit dem Auto oder Taxi ist auch möglich.

Was ist die beste Reisezeit für das Dawit Garedscha Kloster?

Die beste Reisezeit für Dawit Garedscha ist der späte Frühling. Im Hochsommer solltest Du genug Wasser und eine Kopfbedeckung mitbringen. Es kann in der Halbwüste sehr heiß und der Spaziergang vom Kloster auf den Berg Udabno entsprechend anstrengend werden. Schatten findest Du dann zudem nur in den Höhlen des Klosterkomplexes. Details findest Du auch in meinem Beitrag Georgien Reisezeit.

Wo liegt das Dawit Garedscha Kloster?

Die Höhlenkloster von Dawit Garedscha liegen im Südosten von Georgien, in der Region Kachetien, unmittelbar an der georgisch-aserbaidschanischen Grenze. Von der Hauptstadt Tiflis (Tbilisi) sind es ca. 75 Kilometer und 1,5 Stunden Fahrt bis zum Kloster, von Sighnaghi aus ist es noch ein bisschen weiter. Das Höhlenkloster liegt relativ isoliert am Berg Udabno, welcher auf georgischer Seite von einer halb Wüsten, halb Steppen ähnlichen Landschaft umgeben ist.

 

 

Dawit Garedscha – mehr als eine Kloster-Anlage!

 

Sei es in Georgien oder in einem anderen Land – wenn Du bereits ein oder mehrere Höhlen-Kloster besuchst hast, fragst Du Dich vielleicht ob es denn noch ein weiteres sein muss? Meine Antwort darauf lautet in diesem Fall ganz klar JA!

Die Fahrt zum Klosterkomplex ist einmalig schön. Allein die halbwüsten-ähnlichen Landschaften vor Ort sowie auf dem Weg und die Ausblicke vom Höhenzug Udabno in die beeindruckende Weite, bis hinein nach Aserbaidschan, sind den Besuch definitiv wert (Reisekamera nicht vergessen!)

Wir hatten auf der Tour auf jeden Fall eine Menge Spaß und haben uns auch an den Felsen rund um den Klosterkomplex gut „ausgetobt“. 😉 Jetzt aber mehr zu dem, was Du vor Ort sehen und machen kannst. 🙂

 

 

 

Klosterkomplex: Wohnbereich, Fresken & antike Höhlen der Mönche

 

Die ersten Mönche gründeten die Höhlenstadt Dawit Garedscha (Davit Gareja) bereits im 6. Jahrhundert! So lange ist dieser griechisch-orthodoxe Klosterkomplex mitten im Nirgendwo also bereits bewohnt – Hut ab!

Es ist damit eines der ältesten Klöster in Georgien! Im Laufe der Zeit bauten die Mönche nicht nur viele Wohnhöhlen in die Felsen am Höhenzug des Udabno sondern entwickelten nach eigenem Stil auch kunstvolle Fresken, die noch heute einige der Höhlen und Kapellen zieren. 

 

Zu Besuch im Dawit Garedscha Kloster

Eine Reise in die georgische Vergangenheit – schon vor 14! Jahrhunderten lebten die ersten Mönche im Dawit Garedscha Kloster!

 

Noch heute leben und wirken um die 10 Mönche in Dawit Garedscha. Lawra, der bewohnte Bereich der Klosteranlage, besteht aus einer Kirche, einem Kloster und den „Gebäuden“ der Mönche – also mitten in den Fels gehauene Zimmer.

Abgesehen vom Lawra-Komplex findest Du verteilt auf der weitläufigen Klosteranlage um die 15 weitere Klöster, kleine Kapellen, antike Wohnhöhlen aus vergangenen Jahrhunderten sowie allerlei schöne Wandmalereien und Fresken.

 

Höhle im Klosterkomplex Dawit Garedscha

Eine der vielen Höhlen auf dem Höhenzug am Dawit Gareja Kloster – ob die Mönche hier vor Jahrhunderten auch gekickt haben? 😉

 

Im gesamten Klosterkomplex kannst Du also wunderbar auf Entdeckungstour gehen. Der spannendste Bereich befindet sich auf dem Kamm des Udabno-Berg, den Du über einen offiziellen Rundweg oder kleinere, etwas inoffiziellere Pfade erreichen kannst. 

Da die gesamte Anlage wie gesagt relativ weitläufig ist, verteilen sich die rumstöbernden Touristen ganz gut, sodass Du in Ruhe Deine eigene persönliche Zeitreise unternehmen und Deiner Vorstellungskraft über das Leben der Mönche vor hunderten von Jahren freien Lauf lassen kannst. 🙂

 

Als kleines Andenken an eine der beeindruckendsten Georgien Sehenswürdigkeiten – oder einfach, um die Mönche in ihrem Lebensstil zu unterstützen, kannst Du Dir am Ende des Besuchs in einem kleinen Shop auch noch diverse Produkte, z.B. von den Mönchen selbstgemachten Wein, kaufen.

 

 

Spannende Landschaften & Aserbaidschan zum Greifen nahe: Udabno-Berg

 

Für einen Natur- und Bergliebhaber wie mich, waren die Landschaften und Aussichten am bzw. vom Udabno-Berg eigentlich der noch bessere Teil unserer Tour zum Dawit Garedscha Kloster. 😉

Von der Klosteranlage führen zwei Wege hinauf auf die Spitze des Höhenzuges. Der eine ist kurz und steil, der andere länger, aber weniger anstrengend.

 

Aussicht vom Berg Udabno am Dawit Garedscha Kloster

Unglaublich schöner Blick in die Weite vom Berg Udabno, direkt an der Grenze von Georgien und Aserbaidschan.

 

Der Aufstieg lohnt auf jeden Fall – nicht nur aufgrund der Höhlen und Wandmalereien. Vom Bergkamm aus hast Du bei gutem Wetter eine bombastische Sicht auf die tektonischen Formationen des Udabno sowie in die unglaubliche Weite der Steppen-Landschaft in Aserbaidschan. 

Der Udabno Höhenzug ist nämlich auch gleichzeitig die Grenze zu Aserbaidschan, weshalb es auch sein kann, dass Du vor Ort auf bewaffnete Soldaten triffst.

 

Halbwüste am Dawit Garedscha Kloster

Da hinten ist Aserbaidschan – Antonio und ich stehen quasi direkt auf der Grenze…

 

Der Blick von oben in das gefühlt unberührte Nichts aus rollenden, grasbewachsenden Hügeln hat mich jedenfalls damals sehr beeindruckt und die vielen Felsvorsprünge sind auch ideal zum Rumkraxeln und Fotos machen. 😉

Im Frühling sind die Hänge auf dieser Seite des Udabno Berges zudem übersät mit blühenden Blumen, was ein besonders schönen Kontrast zur sonst eher kargeren Halbwüste auf der georgischen Seite von Dawit Garedscha gibt.

 

 

 

 

Reiseplanung für den Besuch von Dawit Garedscha

 

 

Übernachtung in Udabno oder Tiflis

 

Dawit Garedscha liegt in einer Steppenwüste mitten im Nichts. Hotels gibt es hier nicht. Eine coole Unterkunft-Option gibt es jedoch! Der Oasis Club Odano*, wo auch die Gareji Line auf dem Rückweg vom Kloster hält.

Diese Mischung aus Bar, Restaurant und Hostel ist ein besonderer und irgendwie auch lässiger Ort. Hier bist Du weit von allem und kannst am Abend mit anderen Reisenden am Lagerfeuer sitzen, Reisegeschichten austauschen und bestimmt einen super Sternenhimmel anschauen. 

Alternativ kannst Du natürlich auch in der georgischen Hauptstadt Tiflis übernachten. Dort empfehle ich Dir unbedingt da hippe Fabrika Hostel*.

 

 

Anreise nach Dawit Gareja

 

Die Mönche haben sich nicht umsonst an einem einsamen Ort mitten in einer Halbwüste niedergelassen – hier herrscht Ruhe! Dawit Garedscha ist zwar „nur“ 75 Kilometer von Tiflis entfernt, liegt aber gefühlt dennoch mitten im Nichts.

Der Weg aus der Hauptstadt zum Klosterkomplex, durch die weitläufige Steppenwüste ist ziemlich cool, dauert aber auch seine Zeit…

 

Anreise zum Dawit Garedscha Kloster

Die Anreise zum Dawit Garedscha Kloster in Kachetien dauert aus Georgiens Hauptstadt Tiflis ca. 1,5-2 Stunden.

 

Anreise nach Dawit Gareja mit dem Minibus aus Tiflis

Wir sind damals mit dem Minibus (Marschrutka) vom Pushkin Platz / Liberty Platz im Zentrum von Tiflis nach Dawit Garedscha gefahren. Der Minibus bringt Touristen zum Klosterkomplex, wartet vor Ort 3-4 Stunden und fährt Dich am Nachmittag wieder zurück nach Tiflis.

Auf dem Weg gibt es noch einen kleinen Zwischenstopp im Oasis Club Udabno, einem von Polen geführten Hostal & Bar, wo Du noch was trinken / essen oder bis zur Weiterfahrt einfach ein bisschen chillen kannst. Wir waren auf jeden Fall sehr zufrieden mit der David Garej Line – lief insgesamt alles sehr unkompliziert ab!

 

Mein Tipp: Über aktuelle Fahrtzeiten und Preise erkundigst Du Dich am besten vor Ort am Visitor Information Center am Puschkin-Platz oder direkt über die Facebook Seite der David Gareji Line.

 

 

Anreise nach Dawit Gareja mit dem Mietwagen

Für die ca. 75 Kilometer von Tiflis nach Dawit Garedscha kalkuliert Maps mit fast 2 Stunden. Das sagt bereits einiges über die Straßenverhältnisse aus. 😉

Die Anreise mit dem eigenen (Miet-)Wagen ist möglich, ohne Allrad-Fahrzeug ist anstelle der oftmals holprigen Straße über Rustavi jedoch der Umweg über Sagaredscho empfehlenswerter. Vielleicht haben sich die Straßenverhältnisse aber mittlerweile auch verbessert. Erkundige Dich am besten vor Ort bei Deinem Mietwagen-Anbieter und lies unbedingt unseren Beitrag Georgien als Selbstfahrer:

 


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Anreise nach Dawit Gareja mit dem Taxi

Ein Taxi von Tiflis zum Klosterkomplex Dawit Garedscha (Davit Gareja) sollte für Hin- und Rückfahrt inklusive Wartezeit um die 100 Lari kosten. 

 

 


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Dawit Garedscha Kloster | Mein persönliches Fazit 

 

Marco Schätzel: Autor bei reisefrohIn Georgien gibt es ja einige alte Kirchen und Klöster aus vergangenen Jahrhunderten (z.B. in Mzcheta) – Dawit Garedscha sticht aber aus dieser Menge heraus. Allein die Fahrt von Tiflis zu den Klöstern ist ein Highlight.

Die Nähe zur georgisch-aserbaidschanischen Grenzen, die Ausblicke in die Weite der Steppenlandschaft nach Aserbaidschan und die vielen Höhlen mit Fresken und Wandmalereien sorgen dafür, dass ein Besuch von Dawit Garedscha nicht wie ein normaler Kloster-Besuch vorkommen, sondern im Gedächtnis bleiben wird. 🙂

Aus meiner Erfahrung ist Dawit Garedscha daher einer der coolsten Tagesausflüge von Tiflis! Mit dem eigenen Auto kannst Du das Kloster zudem auch als Zwischenstopp auf einer Tour zu den Highlights von Kachetien (z.B. Sighnaghi, Lagodheki) einbauen.

 

 

Ich hoffe nach diesem Beitrag weißt Du, warum mir Dawit Garedscha so gut gefallen hat. Hast Du Fragen zum Kloster bzw. zur Planung Deiner Reise? Hinterlasse mir gerne Dein Feedback oder Fragen zu meinem Beitrag in den Kommentaren.

Marco Schätzel Unterschrift

 

 

Hier findest Du noch viele weitere Infos & Artikel zu Georgien:

GEORGIEN

 

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