Freiburg im Breisgau Sehenswürdigkeiten – Meine besten Tipps um Freiburg zu entdecken

Über viele Jahrzehnte schmückte die aus dem Gedicht „Der Schwarzwälder im Breisgau“ des alemannischen Mundartautoren Johann Peter Hebel (1760-1826) stammende Zeile „Z’Friburg in der Stadt sufer isch’s und glatt“ (In Freiburg zur Stadt ist es sauber und lustig) die Wägen der städtischen Müllabfuhr in Freiburg im Breisgau. In der Tat fällt den meisten Besuchern der idyllisch am Fluss Dreisam sowie zwischen Oberrheinebene, Schwarzwald und Elsass gelegenen Stadt im Dreiländereck und sonnigen Südwesten des Bundeslandes Baden-Württemberg schnell das gepflegte Stadtbild Freiburgs angenehm ins Auge. In der Tat wirkt speziell die sehr gut und stellenweise originalgetreu erhaltene Bausubstanz in der Altstadt rund um weltberühmte Freiburger Sehenswürdigkeiten wie das Münster schon fast wie aus einem Bilder- oder Märchenbuch.

 

Neben dem im romanischen und spätgotischen Stil im 13. bis 16. Jahrhundert errichteten Münster „Unserer Lieben Frau“, welches 1869 vom Kunsthistoriker Jacob Burckhardt zum „schönsten Turm der Christenheit“ erklärt wurde, finden sich sowohl im Zentrum der Stadt zwischen dem Schlossberg, Stadtgarten und Bertoldsbrunnen, Hauptgebäude der Albert-Ludwigs-Universität sowie der Kaiser-Joseph- und Salzstraße und dem Bahnhof als auch in allen 42 Bezirken auf dem etwas über 153 km² großen Stadtgebiet unzählige Freiburger Sehenswürdigkeiten. Die zahlreichen Attraktionen ziehen alljährlich ebenso viele Touristen an, mit regelmäßig über einer Million Übernachtungen pro Jahr gehört Freiburg damit zu den beliebtesten und meistbesuchten Destinationen in Südwestdeutschland. Nicht wenige Gäste verlieben sich bei ihren Besuchen vor Ort Hals über Kopf in das liebenswürdige und gemütliche „Städtle“ und bleiben gleich dort: Alleine zwischen 1980 und 2012 ist die Stadt um 32 Prozent auf aktuell fast 231.000 Einwohner gewachsen.

 

Für viel Dynamik, Kultur, Nachtleben sowie eine junge Atmosphäre sorgen nicht zuletzt die zurzeit ca. 24.000 Studierenden an der schon im Jahr 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die als eine der ältesten deutschen akademischen Lehranstalten fast zwei Dutzend Nobelpreisträger hervorgebracht hat. Die Freiburger Universität belegt auch international in Sachen Reputation immer wieder beachtliche Spitzenplätze. Dass ihre gut 4.600 tätigen Wissenschaftler von den in der Stadt gebürtigen Einheimischen („Bobbele“) mitunter neckisch bis scherzhaft „Forscherle“ genannt werden, ist eher typischer Ausdruck des südbadischen Lokalkolorits und keineswegs abwertend oder gar abschätzig gemeint. Vielmehr mischen und respektieren sich alle Altersklassen sowie Bevölkerungsgruppen in den zahlreichen Kneipen, Bars, Clubs, Diskotheken und Restaurants Freiburgs nicht nur rund um den Augustinerplatz sowie das Schwabentor im stark gastronomisch geprägten Altstadtquartier Oberlinden

 

Reisen in konzentrischen Kreisen: Freiburg im Beisgau Sehenswürdigkeiten in den Stadtteilen

 

Bei nur einem und womöglich recht kurzen Besuch über ein paar Tage wirst Du kaum nur einen Bruchteil aller Freiburger Sehenswürdigkeiten zu Gesicht bekommen können. Damit Du aber auch für kürzere Aufenthalte und Ausflüge einen gut übersichtlichen Leitfaden zur touristischen Orientierung in der Hand hast, folgen hier nach jeweiligen Attraktionen in den Bezirken sowie Orts- und Stadtteilen kompakt komprimierte Abschnitte, mit denen Du Dich in und um Freiburg garantiert bestens zurechtfinden wirst. Entdecke berühmte und auch weniger bekannte Ecken, Gebiete und Gegenden der Stadt, die sich außer zu Fuß auch hervorragend mit den 20 Bus- und 5 Straßenbahnlinien der VAG sowie mit Leihrädern aus über 74 Stationen auf den zurzeit 17 Fahrradstraßen in Freiburg erkunden lassen.

Tipp: Schaue Dir hier die besten Unterkünfte in Freiburg im Breisgau* an.

 

Freiburger Mitte: „Bächle“ und viele historische Bauten in der Altstadt | Top 1

 

Die nur gut 1 km² große Freiburger Altstadt bildet den Kern der historischen, im späten 11. und frühen 12. Jahrhundert angelegten Handwerker-Siedlung am Fuße des Schlossbergs, welche 1120 vom damaligen Herrscher über Freiburg Herzog Konrad I. von Zähringen die Stadtrechte verliehen bekam. Die für mittelalterliche Stadtgründungen typische Struktur ist bis heute noch gut zu erkennen: Die Straßen sind rechtwinklig angeordnet, vor allem vom Münsterplatz zweigen sehr enge, kaum mehr als einen Meter breite „Gässle“ (Gassen) ab. Charakteristisch für die gesamte Altstadt sind auch die dortigen Bächle* (schmale Kanäle) beiderseits vieler Straßen, die 1220 erstmals schriftlich erwähnt wurden, bis Ende des 19. Jahrhunderts als Wasserversorgungssystem dienten und heute ein gerne gewähltes Foto- und populäres Postkartenmotiv sind. Und übrigens: Wer versehentlich in ein „Bächle“ tritt, heiratet gemäß einer alten Sage eines Tages eine/n Freiburger/in …

 

Hier im Zentrum findest Du die meisten sowie berühmtesten Freiburger Sehenswürdigkeiten. Speziell im Sommer ist der mit Tausenden von Natursteinen aufwendig gepflasterte und von den „Bächle“ rundum gesäumte Münsterplatz, auf dem vormittags an jedem Werktag ein großer Markt mit bis zu 180 Ständen stattfindet, oftmals sehr gut besucht. Beiderseits des Platzes stehen einige der ältesten Bauwerke Freiburgs wie das Haus zum Ritter von 1756 als heutige Domsingschule, die Alte Wache von 1733, das Wentzingerhaus von 1761 mit dem Museum für Stadtgeschichte sowie das Kornhaus aus dem 15. Jahrhundert. Auch in der Altstadt liegen der etwas versteckte Adelhauser Klosterplatz, das sehenswerte und renommierte Augustinermuseum, die beiden noch erhaltenden Stadttore, das Martinstor und das Schwabentor. Im Schwabentor befindet sich ein privates Museum im Turm, in dem 9.000 Zinnfiguren ausgestellt sind. Ebenfalls ist das Gasthaus zum roten Bären im Schwabentor untergebracht, dessen Geschichte bis 1311 reicht und damit als älteste Gaststätte Deutschlands gilt.

 

Weitere bekannte Freiburger Sehenswürdigkeiten in der Alt- und Innenstadt, die Du bequem bei einem kleinen Spaziergang an einem Tag besichtigen kannst, sind vor allem:

 

 

Münsterplatz - Markt in Freiburg im Breisgau

 

 

Freiburger Osten: Gutbürgerliche grüne Wohngebiete nahe am Schwarzwald | Top 2

 

Die östlich gelegenen Freiburger Stadtteile Ebnet, Kappel, Littenweiler und Waldsee liegen auf dem Weg in Richtung Höllental und Hochschwarzwald und sind wegen der vorwiegend lockeren Bebauung mit vielen älteren und schönen Häusern als Wohnorte äußerst beliebt. Im Osten findest Du darüber hinaus eine ganze Reihe von Freiburger Sehenswürdigkeiten, die vielleicht nicht alle unbedingt in jedem Reiseführer aufgelistet sind, aber trotzdem viele interessante Einblicke in die Stadtgeschichte bieten und definitiv auch Abstecher lohnen.

 

Direkt an die Altstadt und den alten bzw. ehemaligen Messplatz, auf dem heute ein großes Einkaufszentrum mit dem Namen „Zentrum Oberwiehre“ (ZO) steht, schließt der im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Stadtteil Littenweiler an. Fußballfreunde kennen das 1954 eröffnete „Dreisamstadion“ mit 24.000 Plätzen an der Schwarzwaldstraße, das dem erfolgreichen Bundesligisten SC Freiburg bis Herbst 2021 als Heimspielstätte diente. Hier haben diverse weitere Sportvereine ihren Sitz, auch das Strandbad mit seinen großen Liegewiesen und einer über 90 Meter langen Rutschbahn befindet sich im Stadtteil.

 

Unmittelbar benachbart liegt der noch grünere Stadtteil Waldsee, dessen Namen sich vom romantischen Gewässer gleichen Namens am von vorwiegend von Eichen bewachsenen, etwa 11 Hektar großen Möslepark ableitet. Im 1922 eröffneten Möslestadion residiert seit 2001 die Fußballschule des Sportclub Freiburg. Auf dem Waldsee kannst Du im Sommer mit Booten sowie im Winter bei ausreichend starker Eisfläche Schlittschuh fahren. Im Hirzbergbunker an der Kartäuserstraße werden zahlreiche Pilzarten gezüchtet, die vor dessen Eingang sowie auf vielen Märkten der Stadt verkauft werden.

 

Im 1974 eingemeindeten Stadtteil Ebnet verläuft eine relativ anspruchsvolle Strecke für Mountainbikes vom gut 736 Meter hohen Berg Roßkopf bis zur großen Jugendherberge unweit der Dreisam, die in diesem Bereich vor ein paar Jahren als Naherholungsgebiet mit einigen Kosten in ihren Naturzustand mit Flussschleifen und Uferpflanzen zurückversetzt wurde. Eines der bekanntesten Bauwerke Ebnets ist das Barockschloss aus dem späten 17. Jahrhundert, in dem auch eine „Storchenschule“ über das Leben der schönen weißen Vögel informiert. Kappel ist ein sehr ländlicher und ruhiger Stadtteil am Fuße des Berges Schauinsland (1.284 Meter), ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel ist die Ruine einer Burg aus dem 11. bis 12. Jahrhundert auf dem Kybfelsen.

 

 

 

 

Freiburger Süden: Biergärten, Weinberge, Wälder und schöne Wohngebiete | Top 3

 

Die drei südlichen und südöstlichen Freiburger Stadtteile Günterstal, Oberau und Wiehre präsentieren sich jeweils recht unterschiedlich, halten jedoch jeder für sich einige attraktive Freiburger Sehenswürdigkeiten parat. Während es sich bei Günterstal um einen tendenziell vom Rest der Stadt leicht isolierten und dörflich wirkenden Stadtteil am Fuße des Berges Schauinsland handelt, sind die Oberau und Wiehre sehr dicht besiedelte innerstädtische Quartiere und aufgrund ihrer Nähe zur Altstadt äußerst begehrte Wohnlagen.

 

Günterstal wurde im Jahr 804 erstmals mit dem germanischen Namen „Gundherrerhusir“ urkundlich erwähnt, das nächste Mal tauchte der Ort um 1221 als „Guntheristal“ wieder in offiziellen Dokumenten auf. Zu dieser Zeit wurde auch das Kloster der Zisterzienserinnen gegründet, welches im 14. Jahrhundert über großflächige Besitzungen in der Umgebung verfügte, als religiöse Institution jedoch durch die Säkularisation 1806 ein Ende fand. Bis heute dominieren die Klostergebäude das Zentrum des Stadtteils, dort sind schulische und soziale Einrichtungen untergebracht. Ein empfehlenswertes Ausflugs- und Wanderziel ist das 100 Hektar große Arboretum Freiburg-Günterstal mit etwa 1.300 Baumarten, das von fünf Themenpfaden erschlossen wird und auch die Umweltbildungseinrichtung Waldhaus Freiburg mit Kursen, Seminaren und Workshops sowie Kulturveranstaltungen beherbergt.

 

In der Oberau ist von den vielen Fabriken und Mühlen des 19. Jahrhunderts, die hier vom Wasser der Dreisam profitierten, nur noch die Brauerei „Ganter“ übrig geblieben, die dort seit 1877 produziert und mit dem großen Biergarten bei warmem Wetter und der „Wodan-Halle“ für Livemusik über zwei gut besuchte Publikumsmagneten verfügt. Auch das 1972 gegründete Deutsch-Französische Gymnasium, die Hochschule für Musik Freiburg mit aktuell annähernd 500 Studierenden und ein Funkhaus des „Südwestrundfunks“ (SWR) haben ihren Sitz in der Oberau. Entlang der Dreisam findest Du gemütliche und schattige Biergärten, der Freiburger Schlossberg in Südlage mit optimaler Sonneneinstrahlung zählt zu den besten deutschen Weinlagen.

 

Der 1008 erstmals schriftlich erwähnte Stadtteil Wiehre beiderseits der Günterstalstraße wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts zum bürgerlichen Viertel mit vielen gut erhaltenen Villen, die wegen ihrer großzügig geschnittenen Wohnungen stark nachgefragt sind. In der Wiehre lebt man heute ruhig, aber dennoch zentral, von den Bausünden der 1960-er bis 1980er-Jahre blieb die Gegend verschont. Alteingesessene Gastronomie sowie zahlreiche kleine Geschäfte, Schulen und Kindergärten sorgen für Infrastruktur. Das Kulturzentrum mit dem Kommunalen Kino im „Alten Wiehrebahnhof“ ist ein beliebter Treffpunkt, Gleiches gilt für das „Haus der Jugend“ und die Stadthalle, wo oft Konzerte stattfinden. Seit 1841 ist das „Lorettobad“ als ältestes deutsches Freibad ein Garant für Spaß im kühlen Nass. Zwei schöne Wanderziele sowie Freiburg Sehenswürdigkeiten sind das „Wasserschlössle“ von 1896 auf dem Bromberg und die beiden „Deicheleweiher“.

Tipp: Der Reise Know-How Reiseführer* ist aus meiner Sicht die beste Vorbereitung für die Planung Deiner Freiburg im Breisgau Reise.

 

Freiburg im Breisgau - Weinberge

 

 

Freiburger Südwesten: Familien mit Kindern, ruhige Dörfer und Schlafstädte | Top 4

 

Die südwestlichen Stadtteile Freiburgs könnten jeweils unterschiedlicher nicht sein, neben ländlich geprägten sowie teils weiter außerhalb liegenden Orten wie Munzingen, Opfingen, St. Georgen und Tiengen befinden sich hier auch zahlreiche Hochhäuser wie vor allem in Haslach und Weingarten. Sonderrollen genießen die zwei verhältnismäßig jungen, erst in den 1990er-Jahren erbauten Stadtteile Rieselfeld und Vauban, deren Einwohnerschaften im Vergleich zur restlichen Stadt ebenfalls sehr jung, weil außerordentlich kinderreich sind.

 

Ältester Ort im Südwesten ist das im Jahr 786 erstmals urkundlich erwähnte Haslach, das im Dreißigjährigen Krieg dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die Bausubstanz besteht größtenteils aus Reihen- und Einfamilienhäusern mit grünen Gärten aus dem frühen 20. Jahrhundert, doch auch markante Mehrgeschosser überragen stellenweise das Gebiet. In der aktuell noch im Bau befindlichen neuen Wohnsiedlung Schildacker entstehen gut 300 Wohnungen. Das Gartenhallenbad Haslach in der Carl-Kistner-Straße ist täglich geöffnet.

 

Der Ortsteil Uffhausen wurde 873, der Name Sankt Georgen hingegen erst 1302 erstmals schriftlich erwähnt. Gegenüber der Stadt Freiburg war sowie ist man hier teils bis heute etwas skeptisch, ältere Einwohner erinnern sich noch an die mehrheitlich unerwünschte Eingemeindung 1938. Stiefmütterlich behandelt fühlten sich auch viele der aktuell 12.000 Bewohner, als St. Georgen 2006 nicht an das Straßenbahnnetz angebunden wurde. Ausflugsziele für Dich sind die Ruine der mittelalterlichen Schneeburg auf dem Schönberg, der Dietenbachpark als die mit fast 35 Hektar Fläche größte Grünanlage der Stadt und das 1978 erbaute Mineral-Thermalbad „Eugen Keidel“ im Kurbezirk Mooswald.

 

Die drei benachbarten Stadtteile Munzingen, Opfingen und Tiengen werden aufgrund ihrer Lage an der gleichnamigen, gut 300 Meter hohen und seit jeher intensiv für Mais-, Wein- und Spargelanbau genutzten Kalkstein-Erhebung gleichen Namens auch „Tunibergdörfer“ genannt. Freiburger Sehenswürdigkeiten sind die Schlösser Munzingen und Reinach sowie die Erentrudiskapelle aus dem 17. Jahrhundert, in Opfingen kannst Du die Bergkirche von 1778 sowie den Aussichtsturm inmitten der grünen Weinberge beim Ortsteil Wippertskirch besuchen. Tiengen ist für seine Veranstaltungsstätte „Tuniberghaus“ am Ortseingang, die wie Zelte geformten Terrassenhäuser von 1973 sowie das Weingut „Schlatthöfe“ aus dem 13. Jahrhundert bekannt.

 

Weingarten wurde Mitte der 1960er-Jahre im „brutalistischen“ Baustil der Epoche errichtet, der Stadtteil weist viele Hochhäuser, aber außer dem angrenzenden Dietenbachpark und das 2017 am Else-Liefmann-Platz erbaute höchste Holzhaus Deutschlands keine Freiburger Sehenswürdigkeiten auf. Beliebter als die fast reine „Schlafstadt“ ist der ausschließlich mit nach ökologischen Erkenntnissen erbauten Häusern erschlossene, nur 41 Hektar kleine Stadtteil Vauban auf einem ehemaligen Kasernenareal, der von seinen 5.600 Bewohnern z. T. selbst verwaltet wird. Das ab 1993 bebaute Rieselfeld besitzt ebenfalls zahlreiche Miet- und Eigentumswohnungen in Niedrigenergie-Bauweise, der Stadtteil ist barrierefrei.

 

 

Freiburger Westen: Bäder und Seen, Studenten, Sportler, Tiere und Winzer | Top 5

 

Abwechslungsreich und vielseitig zeigt sich auch der Westen mit den dortigen Stadtteilen Betzenhausen, Landwasser, Lehen, Mooswald, Mundenhof, Stühlinger und Waltershofen. Die letztlich für ganz Freiburg typische Mischung aus Stadt und Land kannst Du hier ganz besonders gut begutachten: Historische Dorfkerne mit alten Bauernhäusern schließen sich nahezu nahtlos an weitläufige Wohnsiedlungen mit hoch in die Wolken ragenden Bauten aus dem 20. Jahrhundert an.

 

Betzenhausen beherbergt zahlreiche Studentenwohnheime und Kleingartenkolonien sowie seit 1986 den 35 Hektar großen Seepark rund um den 10 Hektar großen Flückiger See. In der bei der Bevölkerung besonders beliebten Grünanlage befinden sich auch ein Rosen- sowie japanischer Garten, Aussichtsturm, Kinderspiel- und Bouleplatz, eine Ökostation, Minigolfanlage und Liegewiese. Freiburgs größtes Schwimmbad, das Westbad mit seinen Sprungtürmen an der Ensisheimer Straße liegt genau daneben.

 

Landwasser ist eine zwischen 1965 und 1972 errichtete Großwohnsiedlung mit aktuell ca. 7.100 Einwohnern, die neben bis zu 17 Stockwerke aufweisenden Hochhauskomplexen im Norden aber auch Bungalows und Einfamilienhäuser im Südwesten aufweist. Die im Jahr 1973 enthüllte Skulptur „Roter Otto“ ist das Wahrzeichen des Stadtteils. Im Wappen sind neben dem doppelten Georgskreuz zwei Frösche abgebildet, die den Wasserreichtum im umliegenden Mooswald symbolisieren sollen. Im Moosweiher kannst Du baden, dort gibt es auch Gastronomie, Toiletten und Sportanlagen für Minigolf und Skateboards.

 

Im Stadtteil Mooswald liegen die Eissporthalle des Eishockey-Vereins EHC Freiburg und das Weststadion, auf dem Gelände der früheren Gallwitz-Kaserne entstehen seit Sommer 2020 neue Wohngebiete. Das Gebiet von Lehen im Nordwesten Freiburgs wurde Funden zufolge schon vor etwa 3.000 Jahren besiedelt. Unter Historikern ist der Stadtteil auch als Operationsbasis und Wohnort des Begründers des „Bundschuh“ sowie Sozialrebellen Joß Fritz zu Beginn des 16. Jahrhunderts bekannt. An den Bauernführer erinnern heutzutage ein nach der Befreiungsbewegung benannter Platz, Denkmal und gut 3 Kilometer langer Themenpfad sowie eine Schulhalle und Baumskulptur.

 

Der aus den beiden Bezirken Alt-Stühlinger und Stühlinger-Eschholz bestehende Stadtteil westlich des Freiburger Hauptbahnhofs wurde erst ab 1875 als Wohngebiet vorrangig für Arbeiter und Angestellte erschlossen. Das Zentrum des Gebiets mit viel Altbaubestand ist der Platz rund um die 1897 geweihte Herz-Jesu-Kirche. In dessen Seitenstraßen findest Du zahlreiche kleine Cafés und Kneipen sowie Restaurants und Einzelhandel, im Sommer ist der fast 40 Hektar große sowie häufig für Veranstaltungen genutzte Eschholzpark meist gut besucht.

 

Das im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte ehemalige Stadtgut sowie heutige Tiergehege Mundenhof mit lediglich 48 Einwohnern ist der kleinste Freiburger Stadtteil, hier hat auch die Stadtgärtnerei ihren Sitz. Der 38 Hektar große Tierpark ist für Besucher kostenlos und finanziert sich über Spenden und Parkplatzgebühren, dort kannst Du viele heimische Nutztierrassen bewundern. Neben dessen Areal findet jedes Jahr zwischen Juni und August das dreiwöchige Zelt-Musik-Festival (ZMF) mit ca. 600 Künstlern und 120.000 Besuchern statt. Waltershofen am Tuniberg ist ein traditioneller Weinbauort, edle Tropfen von örtlichen Erzeugern erhältst Du bei der Winzergenossenschaft an der Stubenhalde.

 

 

Freiburg im Breisgau bekannte Seen

 

 

Freiburger Norden: Wo Herzöge lebten, Villen stehen und viel gebaut wird | Top 6

 

Die beiden nördlichen Stadtteile Herdern und Zähringen liegen als beliebte sowie schön grüne Wohngegenden nahe an der Alt- und Innenstadt, während es sich speziell bei Brühl und mit Abstrichen auch Hochdorf um außerhalb gelegene Gebiete mit viel Gewerbe und Industrie handelt. Obwohl der Stadtteil Neuburg eigentlich offiziell zu Freiburg-Mitte zählt, ist er im Bewusstsein der Einwohner eher dem benachbarten Herdern zugehörig.

 

Heute ein ruhiges, aber auch teures Wohn- und Villenviertel, wurde das Dorf Herdern 1008 erstmals schriftlich erwähnt sowie schon im Jahr 1457 nach Freiburg eingemeindet. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts lebte man hier hauptsächlich vom Weinbau, später wurden auf den Hängen herrschaftliche Villen mit ebensolchen Gärten errichtet, die das Bild des Viertels bis heute bestimmen. Von den höheren Lagen des Stadtteils an der Eich- und Sonnhalde hast Du fantastische Fernsicht auf Freiburger Sehenswürdigkeiten wie das Münster. Im Kulturzentrum „Fabrik“ an der Habsburgerstraße empfangen ein Restaurant, eine Kleinkunstbühne und über zwei Dutzend Handwerksbetriebe.

 

Zähringen reicht bis zur nördlichen Stadtgrenze und ist nach dem Fürstengeschlecht der Zähringer benannt, deren Stammsitz im späten 11. Jahrhundert die Burg gleichen Namens oberhalb des Stadtteils bei Gundelfingen-Wildtal wurde. Die Ruine samt Aussichtsplattform ist nicht original, aber trotzdem sehenswert und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die gut 8 Kilometer lange Wanderung von der Straßenbahnstation Zähringen bis zur Burg dauert etwa 2,5 Stunden.

 

Brühl beherbergte von 1905 bis Beginn der 2000er-Jahre den Güterbahnhof von Freiburg, auf dessen Gelände seither ein neues Wohngebiet mit Kreativpark sowie Studenten- und Seniorenwohnheim, Restaurants und Büros entsteht. Immer donnerstags kannst Du den Stadtteilmarkt auf dem dortigen Zollhallenplatz besuchen, danach zur nicht weit entfernten Neuen Messe, zum 27 Hektar großen Freiburger Hauptfriedhof oder Europa-Park-Stadion des SC Freiburg neben dem Flugplatz spazieren.

 

Der bereits 773 erstmals urkundlich erwähnte heutige Stadtteil Hochdorf liegt im äußersten Nordwesten Freiburgs und wächst seit einigen Jahren besonders schnell. Hier lassen sich viele Familien mit Kindern nieder, welche die dörfliche Atmosphäre bei geringer Entfernung zur Stadt schätzen. Anbindung an das Umland ist auch über die nahe Autobahnabfahrt der A5 gegeben. Außer im großen Hochdorfer Hallenbad kannst Du auch im Tunisee samt Wasserskianlage sowie im Silbersee baden. An den beiden Letztgenannten gibt es auch Campingplätze.

 

 

Freiburger Parks und Grünanlagen: Schwarz ist der Wald, grün ist die Stadt | Top 7

 

Schon seit den 1980er-Jahren legt man im „Städtle“ großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Freiburg präsentiert sich als „Green City“ und Öko-Vorzeigestadt mit vielen innovativen sowie inzwischen wegweisenden Projekten und Modellen für Naturerhalt und Ressourcenschonung. Die hier aufgeführten Parks und Grünanlagen gehören neben den oben bereits Genannten zu empfehlenswerten Freiburger Sehenswürdigkeiten:

 

 

 

Parks und Grünanlagen in Freiburg im Breisgau

 

 

Freiburger Feste und regelmäßige Veranstaltungen: „Bobbele“ feiern gerne | Top 8

 

Der Freiburger Festkalender ist ganze Jahr über gut gefüllt, es gibt pro Monat mindestens eine attraktive Veranstaltung, die Du während besuchen kannst. Die Einheimischen feiern selber gerne oft ausgiebig und intensiv, Gastfreundschaft wird seit jeher großgeschrieben. Folgende Feste und Feiern sind somit ebenfalls Freiburger Sehenswürdigkeiten:

 

 

 

Freiburger Weihnachtsmarkt

 

 

Freiburger Spezialitäten: Brägele, Bubespitzle, Bibeleskäs und Heiße Rote | Top 9

 

Die badische Küche ist bekanntlich relativ bodenständig und deftig, dank der regionalen Einflüsse aus dem nahen Elsass und der Schweiz aber teils auch recht raffiniert und edel. Die lokale Gastronomie in Freiburg bietet Dir neben klassischen Leckereien wie den hier aufgeführten natürlich auch zahlreiche internationale Küchen. Diese Gerichte und Speisen zählen definitiv zu den wichtigsten kulinarischen Sehenswürdigkeiten in Freiburg:

 

 

 

Freiburger Umland: Kaiserstuhl, Münstertal und Markgräflerland | Top 10

 

Solltest Du wider Erwarten trotz der großen Masse an Sehenswürdigkeiten in Freiburg doch noch Zeit für Ausflüge in das landschaftlich so reizvolle Umland finden, möchten wir Dir vor allem diese Regionen als tolle Tipps hierfür empfehlen:

 

Das bis zu knapp 557 Meter hohe Mittelgebirge Kaiserstuhl liegt nordwestlich von Freiburg unweit der Grenze zu Frankreich in den beiden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen und ist aufgrund seines sehr warmen Klimas sowie fruchtbarer Böden eine international bekannte Weinbauregion.

 

Das Markgräflerland liegt am südlichen Oberrhein zwischen Freiburg und Basel in der Schweiz, erstreckt sich rund um dessen größten Städte Auggen, Lörrach, Schopfheim sowie Weil am Rhein und lohnt wegen malerischer Wandergebiete wie dem Kandel- und Wiesental einen Besuch.

 

Das idyllische Münstertal südlich von Freiburg und dessen Hausberg Schauinsland liegt zwischen der „Fauststadt“ Staufen und dem Schwarzwald und verfügt mit dem gut 1414 Meter hohen Berg Belchen über ein populäres Wander- und Wintersport- sowie mehr als 1.600 Hektar großes Naturschutzgebiet mit vielen seltenen Pflanzen und Tieren.

 

 

Freiburg im Breisgau Umland -  Kaiserstuhl

 

 

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Hier findest Du weitere Infos & Artikel über Deutschland:

DEUTSCHLAND

 

 

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