Packliste Fahrradtour: Tipps und Empfehlungen

Die Ausrüstung ist neben dem Rad und der Kondition des Fahrers, ein wichtiger Garant für eine schöne und entspannte Radtour. Wer zum ersten Mal eine längere Radtour macht, der will natürlich auf jede Eventualität vorbereitet sein. Aber ACHTUNG: Jedes Gramm Gepäck auf dem Rad macht sich bemerkbar. Deshalb gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Denn Gewicht am Fahrrad kostet Kraft. Gerade bei einer mehrtägigen Tour sollte die Packliste sorgfältig überprüft werden. Wir stellen Dir hier die (unserer Meinung nach) wichtigsten Utensilien für eine Radreise vor.

 

Die Packliste für Deine nächste Radtour

 

Tipps vom Profi für die Packliste für deine nächste RadtourJede Packliste kann nur ein Vorschlag sein, den Du Dir individualisieren solltest. Am besten schreibst Du Sie Dir noch einmal mit genau Deinen Gegenständen um oder machst Dir Notizen. Reist Du zum Beispiel im Inland, brauchst Du nicht zwingend eine Kreditkarte. Im Ausland (auch im europäischen Ausland) ist sie zumindest für den Notfall sehr zu empfehlen. Je nach Länge der Tour, sind mal mehr, mal weniger Kleidungsstücke erforderlich und auch das Notfallkit fürs Fahrrad sollte technisch genau zu Deinem Rad passen. Niemand hat etwas von einer Luftpumpe, die nicht das richtige Ventil bedienen kann.

 

 

Finanzen und Papierkram

 

Das wichtigste zuerst, denn die meisten vergessenen Dinge lassen sich irgendwie beschaffen. Beim Geld und den Reiseunterlagen ist das schwierig. Tipp: einmal alles kopieren und in eine Cloud laden. Wahlweise können die Unterlagen auch einer wichtigen Person digital zur Verfügung gestellt werden, die Sie dann per Mail an Dich schicken kann, wenn Deine Klamotten nass geworden oder verloren gegangen sind. Aber was muss nun mit:
Bargeld (genug für mindestens eine Mahlzeit beim Bäcker oder ein Trinkgeld beim Bauern für die Fahrradreparatur)

Wichtig ist, dass alle Karten und Ausweise noch mindestens so lange gültig sind, wie die Radreise andauert. Im besten Fall etwas länger. Nichts ist ärgerlicher, als wenn zufällig genau im Urlaub die Gültigkeit der EC-Karte abläuft. Da hilft dann auch nicht die neue im Briefkasten daheim.

 

 

Reiseunterlagen

 

Welche Reiseunterlagen für eine Fahrradtour sind wichtig?Hotelreservierungen, Zugtickets und Stadtpläne gibt es mittlerweile alle auch online fürs Handy. Im Zweifel solltest Du diese Dinge aber gerade bei einer Fahrradtour noch einmal in Papierform dabei haben. Denn wenn im Zug der Akku alle ist, kannst Du sonst nicht mehr nachweisen, dass Du grundsätzlich ein Ticket hast.

Auch wer schon einmal ohne Empfang irgendwo auf dem Acker stand, wird eine haptische Fahrradkarte durchaus zu schätzen wissen:

Das alles lässt sich sehr gut in dafür vorgesehene Hüllen und Mappen verpacken. Hier empfehlen wir Dir möglichst nachhaltige Lösungen, die sich lange wiederverwenden lassen oder ohnehin aus Recycling-Materialien hergestellt sind. Viele Packtaschen und Rucksäcke verfügen über Dokumenten-Fächer.

 

 

Hygieneartikel

 

Die Hygieneartikel sollten sich tatsächlich in Grenzen halten und Reisegröße haben. Denn Flüssigkeiten verursachen ein unheimliches Gewicht und können noch dazu auslaufen. Anstatt mit Shampoo in Familiengröße kann man sich auch mit einem Stück Seife waschen.

Willst Du Dich auf der Fahrradreise mit dem Duschbeutel waschen und Duschen, dann solltest Du darauf achten, dass die Produkte biologisch abbaubar sind.

Wer noch Dinge wie Make-up oder ähnliches benötigt, der packt das natürlich auch noch in die Radtasche.

 

 

Kleidung

 

Die Kleidung sollte zum Wetter und den Gegebenheiten passen. Wer mit dem Hollandrad 20-25 Kilometer am Tag fährt, der braucht nicht zwingend Funktionskleidung ohne Ende. Wer Strecke machen will, sollte aber auf Funktionsunterwäsche gepolsterte Radhosen und Trikots nicht verzichten. Ebenfalls benötigt man für viele Touren eine Regenjacke und eine Regenhose (praktisch sind hier faltbare Modelle).

Die Diskussion um den Fahrradhelm soll hier nicht geführt werden, der sollte aber beim Gepäck dabei sein – und zwar auf dem Kopf. Für Pausen auf der Radreise braucht es eine Cap oder einen Sonnenhut und abends noch eine Jacke. Ansonsten alles je nach Anzahl der Tage:

Sonnenbrille und Regenkleidung sollten vorher das ein oder andere Mal getestet werden. Das Gleiche gilt für die gepolsterten Hosen. Sonst kann die Radtour schneller beendet sein, als geplant, wenn die nagelneuen Produkte nicht halten, was sie versprechen. Oft benutztes oder ältere Regenkleidung vor Beginn der Tour noch einmal imprägnieren.

 

 

Verpflegung

 

Welches Proviant für eine Fahrradtour mitnehmen?Nicht jeder Radfahrer ist auch gleichzeitig ein Hochleistungssportler. Einige Tricks der Profis kann man sich trotzdem gut abschauen. So sind Energieriegel in der Lenkertasche sehr praktisch, denn im Gegensatz zu Bananen zum Beispiel sind sie lange haltbar und einfach zu verstauen ohne Sorge um eventuelle Druckstellen oder ähnliches. Grundsätzlich ist Obst natürlich der Snack der Wahl. Mitnehmen sollte man Proviant für mindestens einen Tag. Denn auch in Deutschland liegt nicht auf jeder Route ein Supermarkt und am Sonntag und an Feiertagen ist ein Einkauf an der Tankstelle oft teuer und meist auch noch ungesund.

Es empfehlen sich je nach Geschmack:

Sehr wichtig ist neben dem Essen auch genügend Wasser und Getränke in Trinkflaschen dabei zu haben. An heißen Tagen oder Tagen mit langen Streckenabschnitten reichen die empfohlenen 2 Liter pro Tag meist nicht aus. Isotonische Getränke sind hier durchaus nicht nur vom Namen ganz gut und empfehlenswert, sie können auch das ein oder andere zusätzliche Mineral wieder auffüllen. Tipp: Wasser lässt sich auch oft unterwegs auffüllen.

 

 

Reiseapotheke

 

Im Grunde braucht es in einer Reiseapotheke tatsächlich etwas für jede noch so unwahrscheinliche Situation. Denn sonst kann eine Radtour zu einer nervigen Geschichte werden. Die nächste Apotheke ist in brenzligen Situationen oft weit und hat nicht immer offen. Mückenschutz ist unerlässlich, Blasenpflaster auch. Aber was braucht es sonst noch in der Notfallapotheke?

Je nach persönlicher Krankheitsgeschichte natürlich noch die Mittel- und Medikamente des täglichen Gebrauchs.

 

 

Fahrradzubehör

 

Bei einer Radtour kommt nicht nur der Fahrer, sondern auch das Rad an seine Grenzen. Deshalb ist es gut, hier vorbereitet zu ein. Je nach Strecke und Länge der Radtour ist mehr oder weniger Werkzeug notwendig. Das solltest Du bei der Planung selbst abschätzen. In der Wüste sollte man auf alles vorbereitet sein. An der Elbe kann man auch mal den ADAC rufen oder zum nächsten Dorf laufen.

 

 

Gepäck verstauen

 

Das ist wohl die individuellste Entscheidung. Hierzu gibt es viele Erfahrungsberichte und es ist sehr abhängig von der Länge der Tour. Wenn ein Zelt und Schlafsack, Kocher etc. mitgenommen werden, braucht es mehr Platz, als wenn im Hotel übernachtet wird. Wer tagelang unterwegs ist ohne jemanden zu treffen, muss mehr Proviant mitnehmen, als jemand, der in Restaurants einkehrt. Hier einmal die Möglichkeiten:

Je nachdem, welches Packmittel gewählt wurde, ist es wichtig, dies vor Regenwasser zu schützen. Hierzu gibt es verschiedene Hüllen und Überzüge. Die meisten Radtaschen für den Gepäckträger und Lenkertaschen versprechen Wasserfest zu sein – sind es aber nicht immer! In unserem Fahrradtasche Test findest Du passende Modelle. Empfehlen können wir z. B. die deutsche Marke VAUDE, die auch bezüglich der Nachhaltigkeit punktet.

 

 

Badekleidung

 

Der Weg ist das Ziel und manchmal soll es eben auch ein Sprung in den See sein, wenn man dran vorbeifährt. Man kann sich für die Bade-Ausrüstung eine zusätzliche Packliste erstellen:

Große Badehandtücher sind natürlich wenig ideal auf der Radreise, da sie viel Platz in der Tasche wegnehmen. Stattdessen nur ein kleines Handtuch und eine faltbare Picknickdecke.

 

 

Was sonst noch (unbedingt) gebraucht wird

 

Auch wenn die Taschen jetzt schon voll sind – das ein oder andere muss trotzdem noch mit, welches auf der Packliste keiner eindeutigen Kategorie zuzuordnen ist. Dazu gehören Dinge wie:

Je nach Tour sind für die Übernachtung noch ein Schlafsack, (Hüttenschlafsack), Isomatten und das Zelt einzupacken. Aber hier braucht es fast eine zweite Packliste. Denn wer wirklich fernab von der Zivilisation fahren will, braucht dann auch Dinge wie einen Campingkocher und Besteck und ähnliches in der Ausrüstung.

 

 

Nice to have

 

Kennt ihr diese Momente, in denen ihr gern MacGyver wärt? Dazu braucht es noch ein paar Dinge im Gepäck, die in jeder Situation helfen:

Hinzu können noch Solar-Ladegeräte und ähnliches kommen. Aber im Normalfall ist eine Radtour keine Survival-Reise. Also ganz entspannt, wenn etwas auf der Packliste vergessen wurde. Lieber ein paar Sachen weniger einpacken, leichter reisen und unterwegs kreativ werden!

 

 

Letzte Tipps vom Profi

 

Der ADAC holt im Notfall auch Radfahrer inklusive Fahrrad und Gepäck ab. Hierzu braucht es die Mitgliedskarte mit Nummer und ein Telefon. Natürlich ist dies nicht geplant. Kann aber im Zweifel ganz hilfreich sein. Denn niemand bekommt sein Rad mit gebrochenem Schienbein oder ähnlichem allein wieder zurück.

Es lohnt sich also die erforderlichen Policen und Versicherungen vor der Radreise zu checken und zu wissen in welchem Fall diese greifen und welche Fälle man vielleicht noch absichern sollte.

Ein Zettel mit den Notfallnummern (Handynummer von der Mama oder vom daheimgebliebenen Partner) direkt am Fahrrad und nochmals im Handgepäck verstaut, hilft, wenn Elektrogeräte verloren gehen. Denn die wenigsten wissen diese auswendig und ein geliehenes Telefon hilft dann nicht weiter.

 

 

Wir hoffen unsere Empfehlungen und Tipps zur Packliste Fahrradtour haben Dir geholfen. Bereitest Du gerade Deine Fahrradtour vor oder hast es schon hinter Dir? Was darf in Deinen Packtaschen nicht fehlen und warum? Haben wir etwas Wichtiges für die Ausrüstung vergessen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

 

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