Fernglas mit Kamera oder Smartphone-Adapter? Mein Ratgeber und Vergleich der besten Kamera-Ferngläser

Karin Bornett: Autorin bei reisefroh.de Autor/in: Karin Bornett

Ein Fernglas mit Kamera? Klingt cool! Mit den innovativen Okularen kann ich endlich meine schönsten Eindrücke für die Ewigkeit festhalten und mit anderen teilen.

Das dachte ich, und habe ein Fernglas mit Kamera persönlich getestet und mich genau informiert, worin der Unterschied zu anderen Modellen liegt. Meine Erfahrungen und Empfehlungen teile ich gerne hier mit Dir. 🙂

 


Hinweis: Ich habe das FS608R der Marke Dreamy* persönlich ausprobiert und mich für diesen Vergleich zusätzlich durch zahlreiche Testberichte, Bestseller- & Kundenbewertungen gelesen.

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Fernglas mit Kamera: Das musst Du dazu wissen

 

Was kann ein Fernglas mit Kamera?

Die Modelle mit Kamera können die vergrößerte Ansicht, die Du am Display und durch die Okulare siehst, auf eine Speicherkarte digital als Foto oder Video aufnehmen. Eine Alternative sind Ferngläser mit Smartphone-Adapter. Mit ihnen kannst Du dein Handy ans Fernglas anschließen und damit Deine Eindrücke festhalten.

Wie viel kostet ein Fernglas mit Kamera?

Günstige Varianten gibt es schon um weniger als 50 Euro. Die meisten Ferngläser mit Kamera sind um rund 100 bis 200 Euro zu haben.

Wozu brauche ich ein Fernglas mit Kamera?

Die derzeit erhältlichen Ferngläser mit Kamerafunktion sind für Hobbybeobachter gedacht und ein nettes Gadget. Sie können allerdings betreffend Bildqualität keine professionelle (Video-)Kamera mit Teleobjektiv ersetzen. Klarer Vorteil der Ferngläser ist deren Handlichkeit.

Welche Vergrößerung haben die Ferngläser?

Da sie eher für den Hobbybereich konzipiert sind, liegt die Vergrößerung der meisten Modelle bei 10- beziehungsweise 12-fach.

 

 

5 Ferngläser mit Kamerafunktion im Vergleich

 

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1. Platz
Apeman Fernglas BC100
2. Platz
Gosky 10x42 Fernglas
3. Platz
Gemtune ST608
4. Platz
Dreamy FS608R
5. Platz
TECHNAXX TG-125
Größe
Breite 130 mm, Höhe 60 mm, Tiefe 140 mm
Breite 126 mm, Höhe 53 mm, Tiefe 146 mm
Breite 103 mm, Höhe 60 mm, Tiefe 146 mm
Breite 103 mm, Höhe 55 mm, Tiefe 121 mm
Breite 72 mm, Höhe 65 mm, Tiefe 135 mm
Gewicht
480 g
700 g
277 g
436 g
240 g
Vergrößerung
10-fach
10-fach
12-fach
12-fach
10-fach
Auflösung
Je nach Smartphone
Je nach Smartphone
5,0 MP
5,0 MP
1,3 MP
Mein Fazit
Statt mit integrierter Kamera, machst Du Bilder und Videos mittels Handy-Adapter. Gut und günstig!
Ebenfalls mit Handy-Adapter. Gute Bildqualität, kleines Manko: relativ schwer.
Brauchbare Bildqualität bei sehr guten Lichtverhältnissen, trotz integriertem Akku sehr leicht.
Inklusive 8 GB, oder gegen Aufpreis 32 GB Speicherkarte, Bildqualität so la la.
Preislich sehr günstig, allerdings schlechte Bildqualität, MicroSD-Karte und Batterien sind nicht enthalten.
Mehr dazu

 

 

Lesetipp: In meinem Fernglas Test findest Du neben hervorragenden Modellen auch ein kleines Fernglas-ABC, in dem ich die wichtigsten Begriffe zum Thema Fernglas, wie Dämmerungszahl, Vergrößerung, Sichtfeld und Co., erkläre.

 

 

 

 

Vergleich: Die einzelnen Ferngläser mit Kamera im Detail

 

Grundsätzlich habe ich keine klare Empfehlung für ein Fernglas mit integrierter Kamera gefunden und auch mein Testmodell konnte mich nicht ganz überzeugen… Die Bildqualität lässt zu wünschen übrig und das Scharfstellen ist eine Herausforderung. Die Technik scheint noch nicht ausgereift!

 

Die Modelle mit Smartphone-Adapter konnte ich zwar noch nicht persönlich ausprobieren, schneiden aber in allen Erfahrungsberichten deutlich besser ab.

Außerdem sparst Du damit die nachträgliche Datenübertragung von Fernglas zu Smartphone oder Laptop und kannst alle Bilder und Videos sofort teilen. Übrigens: Wenn Du ein Fernglas mit Adapter schon verwendet hast, freue ich mich sehr über Deine Meinung dazu in den Kommentaren! 😉

 

 

Apeman Fernglas BC100 | Mein Vergleichssieger

 

Die wichtigsten Daten im Überblick:

 

Das Apeman Fernglas BC100* liefert ausgezeichnete Bilder und kann mit dem inkludierten Smartphone-Adapter an quasi jedes gängige Smartphone angeschlossen werden. Das Handy nimmt dann Deine Eindrücke im Foto- oder Videoformat auf. Am besten werden die Aufnahmen, wenn Du ein Stativ nützt. Dank Stativgewinde kannst Du es einfach auf das Fernglas schrauben.

Mit einer kompakten Größe von 14 Zentimetern und einem Gewicht von 480 Gramm müsste das Apeman Fernglas gut in der Hand liegen. Eine Stickstofffüllung verhindert das Beschlagen von innen.

 

Das Fernglas bekommt fast durchwegs positive Bewertungen. Auch im Vergleich von computerbild.de bekommt es Bestnoten und geht als Sieger hervor. Mit einem Preis von weniger als 35 Euro, lohnt sich der Kauf jedenfalls für alle, die ohnehin ein günstiges Einsteigerfernglas suchen.

 

Weitere Details zum Apeman Fernglas BC100 findest Du hier:

 

 

Gosky 10×42 Dachprisma Fernglas | Vielfach gelobt

 

Die wichtigsten Daten im Überblick:

 

Auch der 2. Platz geht an ein Fernglas mit Smartphone-Adapter, und nicht an eines mit integrierter Kamera. Das Gosky 10×42 Dachprisma Fernglas* bekommt großes Lob in zahlreichen Kundenbewertungen und kann in Sachen Bildqualität durchaus mit teureren Modellen mithalten. Die 10-fach Vergrößerung holt Naturerlebnisse beim Klettern, Wandern, Radfahren oder Rafting in die Nähe und liefert beste Aussichten bei Konzerten, im Open-Air Theater oder auf den Sportplatz.

 

Auch das Gosky Fernglas hat ein Schraubenloch mit einem Gewinde von 1/4 “-20 zur Anbringung eines Stativs. Tragetasche, Okular- und Linsenabdeckungen, ein Reinigungstuch und ein Halsriemen sind im Lieferumfang enthalten.

Einzig das Gewicht von 700 Gramm ist ein kleiner Nachteil des Geräts und macht es unterwegs ein wenig unhandlich. Die Qualität der Bilder und Videos, die Du mit dem Smartphone aufnehmen kannst, ist laut Erfahrungsberichten und Beispielmaterial gut. Die Aufnahmen scheinen ziemlich klar und scharf.

 

Weitere Details zum Gosky Fernglas findest Du hier:

 

 

Gemtune ST608 | Brauchbare Bilder mit integrierter Kamera

 

Die wichtigsten Daten im Überblick:

 

Das Gemtune ST608* liefert laut Testberichten bei richtig guten Lichtverhältnissen immerhin ganz brauchbare Bilder – und das ganz ohne Smartphone. Mit dem Fernglas mit Kamera von Gemtune kannst Du also getrost offline gehen und Deine Eindrücke trotzdem in Ruhe festhalten.

Die 12-fache Vergrößerung eignet sich zur Vogelbeobachtung ebenso wie zur Beobachtung weiter Steppen oder Grasländer und von Gebirgszügen. Der Objektivdurchmesser beträgt 32 mm. Das 2 Zoll LCD-Display im 4:3-Format ist ausklappbar und eine USB 2.0-Schnittstelle ermöglicht das Aufladen des Akkus und die Datenübertragung.

 

Videos werden in einer Auflösung von 1280 x 1080 Pixeln aufgenommen, Fotos können laut Hersteller mit 2592 x 1944 Pixel auf der microSD-Karte gespeichert werden.

Es sind keine Wunder zu erwarten. Mit einem Preis knapp unter 100 Euro ist dieses Fernglas mit Kamera aber immerhin bezahlbar und du sparst einen zusätzlichen Gegenstand im Wanderrucksack, da Du das Smartphone ev. zu Hause lassen kannst.

 

Weitere Details zum Gemtune ST608 findest Du hier:

 

 

Dreamy FS608R | Fernglas mit Kamera für Geduldige

 

Die wichtigsten Daten im Überblick:

 

Das Fernglas Dreamy FS608R* habe ich persönlich getestet. Ich muss gestehen, es hat mich nicht gerade überzeugt. Das Scharfstellen finde ich recht schwierig und anstrengend für die Augen. Das Ergebnis der aufgenommenen Bilder und Videos ist eher mager: die Farben nicht sehr ausdrucksstark, die Schärfe mangelhaft. Allerdings habe ich das Fernglas nicht mit einem Stativ verwendet. Ich kann mir vorstellen, dass die Aufnahmen damit deutlich besser sind.

 

Das Menü ist über den 2 Zoll Bildschirm intuitiv recht einfach zu bedienen. Leider ist im Lieferumfang keine Tragetasche oder Schutzhülle enthalten. Mit seinen 436 Gramm liegt es mir gut in der Hand. Insgesamt macht es qualitativ einen mittelmäßigen Eindruck. Bei Amazon liegt die Bewertung bei 3,4 von 5 Sternen.

Wer beim Scharfstellen genug Geduld aufbringt und mit einem Stativ unterwegs ist, könnte an dem Fernglas trotz allem eine gewisse Freude haben. Mit rund 100 Euro ist der Preis noch überschaubar.

 

Weitere Details zum Dreamy FS608R findest Du hier:

 

 

Fernglas mit Kamera im Test.

Ich habe ein Fernglas mit Kamera der Marke Dreamy getestet. Das Motiv (Vogelhäuschen) liegt in einer Entfernung von etwa 30 Metern.

 

Fernglas mit Kamera Beispielfoto

Hier das mit dem Fernglas aufgenommene Foto – leider nicht überzeugend!

 

 

TECHNAXX TG-125 | Ortsunabhängig mit Batterien

 

Die wichtigsten Daten im Überblick:

 

Die Kamera im Fernglas TrendGeek TG-125* von Technaxx verfügt über eine Auflösung von 1,3 Megapixeln. Die Stromversorgung läuft über zwei AA-Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Da Du keinen Akku am Stromnetz laden musst, bist Du mit diesem Modell örtlich maximal flexibel. Außerdem ist das Fernglas mit seinen 240 Gramm ein Leichtgewicht.

 

Die Bildqualität lässt aber laut Erfahrungsberichten leider stark zu wünschen übrig. Abgesehen davon, dass gewöhnliche Lithium-Batterien eine gewaltige Umweltsünde sind, scheinen sie laut Kundenmeinungen auch recht schwer in das Batteriefach des Fernglases zu bekommen zu sein.

Die Videos werden in 640 x 480 Pixeln mit 30 Bildern pro Sekunde als MPEG-Dateien aufgenommen. Die Fotos werden als JPG in der Größe 1280 x 960 Pixel gespeichert. Eine Speicherkarte ist im Preis nicht enthalten.

 

Weitere Details zum Technaxx Fernglas findest Du hier:

 

 

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Fernglas mit Kamera – FAQ | Wichtige Fragen und Antworten

 

Wie groß ist die Speicherkapazität?

Ferngläser mit integrierter Kamera speichern die Bild- und Videodateien auf einer herausnehmbaren Speicherkarte. In der Regel sind maximal 32 GB microSD-Karten kompatibel.

Kann ich jede beliebige Speicherkarte einlegen?

Nein! Nicht jedes Fernglas mit Kamera akzeptiert alle microSD-Karten. Das Dreamy Fernglas* unterstützt die Videofunktion zum Beispiel laut Hersteller nur mit SD-Karten bis Klasse 4.

Wie übertrage ich die Dateien auf Smartphone oder Laptop?

Die Ferngläser mit integrierter Kamera werden alle inklusive USB-Kabel geliefert. Entweder verwendest Du dieses zur Datenübertragung, oder Du nimmst die Speicherkarte aus dem Fernglas und steckst sie in das gewünschte Endgerät.

Welche Rolle spielt die Vergrößerung?

Je größer der Vergrößerungsfaktor, desto weiter weg vom Motiv kannst Du dich befinden. Bei der Angabe 12×32 zum Beispiel, siehst Du zwölf Mal größer als mit dem freien Auge.

Kann ein Fernglas mit Kamera ein Teleobjektiv ersetzen?

Nein, sicher nicht. Die Modelle am Markt sind für Hobbybeobachter*innen gedacht, die ihre Eindrücke ab und zu mit anderen teilen möchten. Professionelle Bildaufnahmen lassen sich damit nicht machen.

 

Fernglas mit Kamera vs. Adapter

Um verwackelte und unscharfe Bilder zu vermeiden kann ein Fernglas-Stativ hilfreich sein!

 

 

Lesetipp: Brauchst Du noch einen stabilen Rucksack, um Dein Fernglas sicher zu verstauen und transportieren? Dann interessiert Dich sicher unser Anti-Diebstahl Rucksack Vergleich!

 

 

Fernglas mit Kamera | Mein persönliches Fazit

 

Karin Bornett: Autorin bei reisefroh.dePrinzipiell ist ein Fernglas mit Kamera eine gute Idee: Du brauchst kein Teleobjektiv und kannst wertvolle Eindrücke festhalten. Schön wär’s! Die Technik scheint leider noch nicht ausgereift, die Bildqualität nicht optimal…

Besser schneiden Ferngläser mit Smartphone-Adapter ab. Dabei dient das Handy als Kamera und das Fernglas wird dadurch zum Objektiv.

Meine Empfehlung nach eingehender Recherche: das Apeman Fernglas BC100*

 

 

Ich hoffe, mein Beitrag konnte Dir ein wenig weiterhelfen! Welches Fernglas nimmst Du auf Reisen und zu Ausflügen mit und warum? Hat es eine eigene Kamera? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar! 🙂

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Ratgeber

 

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