Mount Batur: Besteigung des aktiven Vulkans Gunung Batur auf Bali

Anne Duchstein | reisefroh.de Autor/in: Anne Duchstein

Neben dem Gunung Agung ist der 1.717m hohe Gunung Batur der zweite aktive Vulkan im Osten Balis. Da sein Gipfel verhältnismäßig leicht zu erklimmen ist und Du von oben einen überwältigenden Panoramablick hast, ist die Besteigung bei Reisenden gerade zum Sonnenaufgang sehr beliebt.

Wir zeigen Dir was Dich erwartet, worauf Du Dich einstellen solltest und ob sich die Anstrengung lohnt.

Die meisten Touristen buchen dafür eine recht teure und organisierte Tour. Falls das nicht Dein Ding ist, haben wir zusätzlich zu allen wichtigen Infos auch noch eine detaillierte Wegbeschreibung mit der Du ganz einfach auch ohne Guide und auf eigene Faust den Vulkan Batur besteigen kannst. 🙂

 

Mount Batur und seine Calderen

 

Der Mount Batur (auf Indonesisch „Gunung Batur“ genannt) ist ein sogenannter Schichtvulkan und befindet sich im Zentrum von zwei konzentrischen Kratern, die man „Calderen“ nennt. Die äußere Caldera zählt zu den größten der Welt und misst ca. 10 mal 14 Kilometer! Die innere und kleinere Caldera ist etwa 6,5 mal 9,5 Kilometer groß.

In den umliegenden Dörfern Kedisan und Toya Bungkah leben insgesamt 16.000 Menschen. Die Haupteinnahmequelle ist neben dem Tourismus die Landwirtschaft, denn die Hänge der Calderen sind sehr fruchtbar und ertragsreich.

 

Mount Batur: Sunrise Trek, Vulkantrekking & Backpacking am Gunung in Indonesien

 

 

Anfahrt zum Ausgangspunkt

 

Fangen wir vorne an. Der Startpunkt für den Aufstieg ist der Parkplatz ‚Gunung Batur Trekking Point‘ im Dorf Toya Bungkah.

Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel mit denen Du zum Ausgangspunkt gelangen kannst. Die einfachste Möglichkeit ist daher ein Moped auszuleihen und selbst hinzufahren. Der Weg ist mithilfe einer Navigations-App, z.B. maps.me oder Maps3D, relativ leicht zu finden. Hier aber noch zusätzlich eine kurze Anfahrtsbeschreibung:

 

Um den Ausgangspunkt zu erreichen folgst Du der Hauptstraße „Jalan Raya Pulung“, die von Ubud über Sekaan in den Norden Balis führt. Die Straße endet in einer T-Kreuzung, an der Du rechts auf die „Jalan Raya Penelokan“ abbiegst. Nach 1,8km auf dieser Straße erreichst Du eine Gabelung.

Hier biegst Du links (die Straße führt steil hinab) auf die „Jalan Windu Sara“ ab und folgst dieser für 3km bis zu einer T-Kreuzung.

 

Dort biegst Du erneut links ab auf die „Jalan Kedisan“. Dann folgst Du dieser Straße nun 4,7km entlang der Westseite des Danau Batur Sees und erreichst dann den Parkplatz ‚Gunung Batur Trekking Point‘, welcher sich auf der linken Straßenseite befindet und ab dem Ortseingang von Toya Bungkah auch ausgeschildert ist.

Geschafft! Es kann losgehen. 🙂

 

Mount Batur: Wetter und Backpacking von Kintamani zum Gunung in Indonesien

 

Batur Trekking: Gut zu Wissen

 

 

 

Anforderung: Wie fit musst Du sein? Wie anstrengend ist die Trekking-Tour?

 

Der Aufstieg zum Vulkan ist relativ einfach. Zu Beginn ist es ein leichter Anstieg auf zunächst breiten Wegen, dann immer schmäler und steiler werdende Pfade bis zum Gipfel.

Manchmal ist das Lavagestein allerdings sehr lose und es besteht etwas Rutschgefahr, sodass wir ab und zu unsere Hände zum Abstützen benutzen mussten… Hier ist dann etwas Vorsicht geboten!

 

 

Mount Batur Tour: Vulkan Gunung in Indonesien - Backpacking Kintamani und Vulkantrekking

Sprungbild auf dem Vulkangipfel 🙂

 

 

Verpflegung während der Tour

 

Es gibt mehrere kleine Verkaufsstände und einfache Teehäuser entlang des Weges und auf dem Vulkangipfel. Dort kannst Du Wasser und abgepackte Snacks kaufen. Aber die Verkaufsstände schließen schon sehr früh morgens (etwa gegen 9 oder 10Uhr), da nahezu alle Reisenden schon zum Sonnenaufgang den Vulkan besteigen.

Falls Du nicht ganz so früh losläufst, empfehlen wir Dir auf jeden Fall ausreichend Wasser und Proviant mitzunehmen.

 

 

Um wie viel Uhr solltest Du aufbrechen?

 

Wenn Du den Sonnenaufgang oben vom Vulkan aus erleben möchtest, musst Du spätestens gegen 4.00 Uhr morgens aufbrechen. D

ie Wege sind im Dunkeln recht schwierig zu finden, daher würden wir Dir grundsätzlich empfehlen nur mit einem Guide loszulaufen. Da aber so unfassbar viele Menschen früh morgens zum Vulkan aufsteigen, kannst Du auch ganz einfach den Massen folgen.

 

Es ist morgens sogar so viel los, dass es auf den schmalen Wegen oft zu ‚Stau‘ kommt, da man nur schlecht überholen kann. 😉 Aber Stirnlampe* und Jacke* nicht vergessen, denn morgens ist es dunkel und kalt.

 

Hinweis: Der Aufstieg zum Sonnenaufgang wird oft auch als ‚Sunrise-Trekking‘ bezeichnet.

Mit unserer Packliste für Bali bist Du für jedes Reise-Abenteuer im Tropenparadies perfekt ausgestattet! Und falls Du Equipment speziell fürs Trekking suchst dann schau doch mal in unserer Packliste Wandern vorbei. 🙂

 

 

Trekking ohne Guide möglich?

 

Tagsüber ist ein Guide nicht unbedingt notwendig (also wenn Du im Hellen losläufst). Es kommt allerdings vor, dass Tourenanbieter und einheimische Führer behaupten (und auch auf zahlreichen Blogs hält sich das Gerücht noch hartnäckig), ein Aufstieg sei nur in Begleitung eines lizenzierten Guides erlaubt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels gab es allerdings eindeutig keine solche Regelung (Stand Juli 2017).

 

Ein Aufstieg auf eigene Faust ist absolut möglich und legal! Aufgrund der starken Mittagshitze empfehlen wir Dir aber, so früh wie möglich loszuwandern, am besten vor 7 oder 8 Uhr morgens.

 

Wichtiges Update 2019: Es scheint zunehmend schwer zu sein ohne Guide den Mount Batur Trek zu machen! Es gab Berichte von Reisenden (siehe Kommentare unten), die aktiv an einer Besteigung gehindert wurden und dazu „gezwungen“ wurden einen Wanderführer zu buchen und zu bezahlen… 🙁 Sei Dir der Situation also bewusst und entscheide selbst ob Du Dich darauf einlassen möchtest oder nicht.

 

Reisefroh-Tipp: Wir sind gegen 6:30 losgelaufen und hatten den ganzen Vulkan für uns!

Zu Beginn sind uns noch andere Reisende entgegengekommen, die gerade vom Sunrise Trek zurückkehrten, aber als wir auf dem Gipfel des Batur standen waren wir ganz alleine und konnten in Ruhe die atemberaubende Natur genießen.

Organisierte Touren inklusive Fahrer und lokalem Führer lassen sich übrigens überall auf der Insel problemlos finden…

 

 

Wichtig:  Auf Bali verlangen manche Geldautomaten eine Gebühr beim Geld abheben! Die Kosten betragen einige Euro pro Transaktion, was bei einer mehrwöchigen Reise unnötig teuer werden kann.

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Besteigung des Vulkan Baturs | Eine detaillierte Beschreibung der Route

 

Wenn Du auf dem Parkplatz in Toya Bungkah stehst und zum Batur schaust, dann siehst Du eine kleine Straße, die links am Parkplatz vorbeiführt. Dort beginnt die Wanderung.

Du folgst also zuerst kurz der kleinen asphaltierten Straße bevor Du dann nach nur knapp 50 m rechts auf einen Schotterweg abbiegst und diesem bis zu einer Gabelung folgst. Dort hältst Du Dich links und wanderst auf einem recht breiten Weg durch Reisfelder und Tomatenplantagen.

 

Schon bald kommst Du an einem wunderschönen hinduistischen Tempel vorbei (ein perfektes Fotomotiv! 🙂 ), wo Dich ein aufsteigender Erdweg hinter dem Tempel rechts in den Wald führt. Die kurz darauf folgende Wegkreuzung überquerst Du gerade aus.

Nach etwa zwanzig Minuten Gehzeit mit relativ konstantem Anstieg erreichst Du dann ein kleines Toilettenhaus (das einzige!) und einen kleinen Verkaufsstand. Der Weg gabelt sich hier erneut und Du biegst links auf einen schmalen Pfad ab.

 

Es folgt nun eine halbstündige Passage durch den Wald, die aufgrund der steilen Pfade über Wurzelwerk stellenweise etwas beschwerlich erscheint. Wenn Du nach Sonnenaufgang losgelaufen bist, kannst Du bereits nach Verlassen des Waldabschnittes fantastische Ausblicke auf das umliegende Tal genießen. Auch der Vulkangipfel ist ab dann deutlich erkennbar.

Ohne weitere Abbiegungen erreichst Du nach einer weiteren halben Stunde durch niedriges Buschwerk ein kleines Teehaus. Dort folgst Du dem rechts abbiegenden Pfad in Richtung Vulkangipfel, der ab dann schon zum Greifen nahe scheint. 🙂

 

Aber bevor Du den erreichst, passierst Du einen verhältnismäßig schwierigen, etwa 15-minütigen Abschnitt auf losem Vulkangestein. Da der Weg sehr rutschig ist, kann es passieren, dass Du Dich gelegentlich mit den Händen am Felsen festhalten musst…

 

 

Aber dann hast Du es auch schon geschafft!

Und oben angekommen wirst Du (sofern die Sonne schon aufgegangen ist), mit einem atemberaubenden 360 Grad Panoramablick belohnt.

Im Westen hast Du einen fantastischen Ausblick auf den Vulkankegel mit seinen Lavafeldern, im Osten auf den langgestreckten Kratersee Danau Batureiner der größten Vulkanseen der Welt – und im Südosten auf den alles überragenden Berg Gunung Abang, der gegen Nachmittag oft in dicke Wolken gehüllt ist.

 

Schwefeldämpfe und Rauchwolken, die aus den Spalten des Kraterrandes emporsteigen, erinnern immer wieder daran, dass der Vulkan Batur der aktivste Vulkan Balis ist! In zwei kleinen Holzhütten auf dem Gipfel kannst Du warme Getränke und Kleinigkeiten zu Essen kaufen.

Die davor stehenden Sitzbänke aus Bambusholz laden dazu ein, eine ausgiebige Pause zu machen und den herrlichen Weitblick zu genießen. 🙂

 

Für den Rückweg haben wir uns für denselben Weg entschieden. Es gibt aber prinzipiell die Möglichkeit auf einem anderen Weg zurückzuwandern (die Wege sind auf der App maps.me oder Maps3D eingezeichnet).

 

Mount Batur: GPS Trekking Tour - Backpacking in Indonesien von Kintamani zum Gunung   Mount Batur Trekking: GPS Tour - Backpacking von Kintamani zum Gunung in Indonesien   Mount Batur: GPS Tour Trekking ab Kintamani - Indonesien Guide für Südostasien

 

Wanderschuhe sind zwar für dieses Abenteuer nicht unbedingt notwendig, aber falls Du oft Trekkingtouren unternimmst, dann könnte Dir unser Ratgeber Wanderschuhe Test weiterhelfen. Hier geben wir wertvolle Tipps und vergleichen die besten Modelle auf dem Markt!

 

 

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Vulkan Baturs

 

Am Kraterrand des Baturs (an der Hauptstraße, die von Ubud über Sekaan in den Norden Balis führt, kurz vor dem Ort Kintamani) befindet sich der Tempel Pura Ulun Danu Batur, einer von insgesamt neun Staatstempeln Balis.

Wenn Du schon mal hier oben bist, lohnt sich ein Abstecher, denn er ist wirklich wunderschön. 🙂

In der Nähe des Vulkans gibt es auch Thermalquellen, allerdings sollen die mittlerweile sehr dreckig und nicht lohnenswert sein…

 

Insidertipp 1: Das Dorf Munduk gilt noch als ein echter Geheimtipp und ist touristisch noch nicht überlaufen. Auch wenn Munduk an sich nicht sehr sehenswert ist, lassen sich in seiner Umgebung tolle Wanderungen unternehmen und Natur pur erleben. Das Dorf ist per Auto oder Moped von Ubud oder Kintamani einfach zu erreichen.

Insidertipp 2: Sattgrüne Reisterrassen und ein authentisches Bali findest Du hingegen in dem Dorf Bangli. Bangli ist gerade einmal 25 km von Ubud entfernt und trotzdem landet man hier in einer anderen Welt, einer ruhigen Oase, in der das Leben noch gemächlich zugeht. Bangli wird übrigens auch oft die ‚Stadt der Tempelfeste‘ genannt.

 

 

Mount Batur: Vulkantrekking besteigen - Backpacking von Kintamani zum Gunung - Guide Agun Penida

 

 

Unterkunft & übernachten in der Nähe des Vulkan Baturs

 

Der Ausgangspunkt ist von überall aus problemlos zu erreichen.

Falls Du aber in der sehr schönen Umgebung des Mount Batur übernachten möchtest, dann gibt es im Dorf Toya Bungkah sowie in der nahegelegenen Ortschaft Kintamani mehrere Hotels & Bungalows verschiedener Preisklassen. Das Dorf Kintamani liegt nur wenige Kilometer vom Krater entfernt.

Wir haben die Tour von Ubud aus gestartet, wo wir uns für vier Monate ein kleines Haus gemietet haben – unser Lesetipp: Ubud Hotels.

 

 

Mount Batur: Unser persönliches Fazit

 

Anne & Sebastian von reisefroh.deWir verbrachten insgesamt vier Monate auf Bali und die Besteigung des Mount Batur war ganz sicher eines der größten Highlights in dieser Zeit!

Da wir auf eigene Faust losgewandert sind, hatten wir die ganze fantastische Natur für uns alleine und konnten die herrlichen Ausblicke in aller Ruhe genießen.

Aber egal ob Du Dich für eine organisierte Tour oder einen Aufstieg ohne Guide entscheidest: der Mount Batur lohnt sich! 🙂

 

 

Hier findest Du noch viele weitere Infos & Artikel zum Tropenparadies Bali:

BALI

 

 

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12 Kommentare

  1. Hallo Anne & Sebastian,
    ich weiß nicht wirklich wie ich auf euren Blog gekommen bin, ich weiß nur, etwas besseres hätte mir nicht passieren können. Eigentlich wollte ich ihn nur mal so überfliegen, nun sauge ich all die vielen Informationen auf und bin begeistert davon. Wir, 48 und 53 Jahre alt, werden im September das erste mal nach Asien reisen und können es, auch dank eures Blogs, gar nicht mehr erwarten. Unser Ziel wird Bali sein, leider bleiben uns vor Ort nur 16 Tage. Es ist schwer sich auf nur einen Teil dieser aufregenden Insel zu konzentrieren der in dieser Zeit machbar ist. Dank „122 THINGS TO DO IN BALI“ kann man sich schon etwas orientieren. Vor einigen Jahren waren wir auf Sansibar, einfach Ticket und Lodge gebucht und dann hinein ins Paradies. Es war alles sehr schön, geärgert hat mich nur, das wir nicht noch mehr sehen konnten. Diesmal wollen wir schon im Vorfeld planen. Euer Blog wird dabei eine große Rolle spielen. Im Moment weiß ich noch nicht welche Fragen ich haben werde, so vieles ist ja nachzulesen, aber ich werde mich ganz bestimmt wieder melden.

    Viele Grüße aus Dresden
    Gerd & Jana

    • Hallo liebe Jana und lieber Gerd,
      wir freuen uns sehr über so viele liebe Worte zu reisefroh! 🙂 Schön, dass wir euch mit unseren Artikeln inspirieren und helfen können. Bali ist wirklich traumhaft und ein sehr schöner Einstieg für eine erste Asienreise.
      Falls ihr irgendwelche Fragen habt, schreibt uns sehr gerne nochmal. 🙂
      Wir wünschen euch eine tolle, unvergessliche Zeit mit vielen spannenden Eindrücken und Erlebnissen.
      Liebe reisefrohe Grüße,
      Anne

  2. Hallo Reisefroh,
    Wir haben heute den Vulkan Batur zum Sunset bestiegen. Anreise mit dem Roller wollten wir uns einfach einer der zahlreichen Guppen anschließen. Jedoch wird am an beiden Parkplätzen von Guids sofort empfangen und gefragt „where you going“! Als wir höflich abnickten und sagten dass wir keinen Guid benötigen. Erklärten sie uns dass es nicht erlaubt sei ohne und das pro Perosn 300.000 Rupia fällig sein. Wir wollten handeln, aber es war nichts zu machen. Da wir nur 400.000 Rupia dabei hatten, fuhren wir zum nächsten Parkplatz. Gleiches Spiel… Wir parkten etwas versteckt jedoch kam gleich einer daher gelaufen. Als wir wieder erklärten dass wir nur begrenzt Geld dabei hätten, wurde uns vorgeschlagen morgen wieder zu kommen oder später am ATM den Rest zu ziehen. Als wir diesen Handel nicht eingingen, da wir keine Kreditkarte dabei hatten und wieder zum Roller gingen kamen auf einmal drei Herrn auf uns zu. „We can help you“ also jetzt doch ???. Die Kohle in die Hand gedrückt und los ging es. Weiter im Wald ist noch mal ein einsamer Parkplatz aber selbst dort warten die Jungs freilaufende Bergsteiger abzufangen.
    Also für lau zum Sunset ist es zur Rushhour nicht möglich. Evtl wenn man schon um 2 oder 3 aufbricht und noch keiner von den Locals vor Ort ist.

    • Vielen Dank dafür, dass Du die Erfahrung mit uns geteilt hast. Wir werden es auf jeden Fall im Artikel ergänzen. Schön, dass es doch noch geklappt hat und ihr den Weg nicht umsonst gefahren seid, wenn auch etwas ärgerlich, dass die Locals euch trotzdem abgefangen haben. Was bei uns gut funktioniert hat war zu sagen, dass wir schon mal oben waren und den Weg kennen. Daraufhin haben sie uns laufen gelassen, da es gesetzlich tatsächlich nicht verboten ist alleine hoch zu gehen. Wir waren allerdings nach dem Sonnenaufgang unterwegs…
      Viele Grüße und viel Spaß auf Bali,
      Anne

  3. Hi! Nach eurer Schilderung hatten wir echt Lust den Mount Batur zu besteigen und das eben ohne Führer.
    Um 8 Uhr morgens kamen wir an und waren noch nichtmal auf dem Parkplatz, da kam schon ein Guide angerannt. Wir sind weiter gefahren doch er hat uns verfolgt und angeschrien, dass wir einen Guide brauchen. Wir haben nein gesagt und plötzlich zückt er sein handy und macht Fotos von uns. Die hat er wohl an seine Freunde geschickt, denn als wir die Roller im Gebüsch versteckten und den Weg starten, wurde uns der weg versperrt und in einem aggressiven Ton gedroht, dass sie die Bilder an die Immagration Behörde schicken.
    Da wir einfach nur den Berg hoch wollten bezahlten wir dann 250.000 pro Person für einen inkompetenten Guide. Ich weiß nicht was wir noch hätten machen sollen, finde es aber schade, dass diese Leute diese schöne Wanderung so versauen.

    • Hey Tim!
      Vielen Dank für Deinen Kommentar und die Infos. Dadurch hilfst Du uns und anderen Reisenden die Situation besser einzuschätzen… Echt schade dass es mittlerweile offenbar so läuft!! Vor allem da der Trek nicht unglaublich anspruchsvoll oder der Weg schwierig zu finden ist – hier ist ein Guide für erfahrene Wanderer wirklich nicht notwendig, es ist ganz offensichtlich reine Geldmacherei. 🙁
      Habe im Text ein Update dazu geschrieben. Danke nochmal.
      LG
      Sebastian

  4. Hallo zusammen.
    Dank eurer Wegbeschreibung kamen wir unter dem Vorwand nur die Tempel zu besuchen immerhin fast durch den Wald, bis zum ersten Kiosk. Da haben uns die ‚Motorrad-fahrenden-Möchtegernguides und Wegmeister‘ dann gestoppt. Mit allerlei Begründungen und schlussendlich unter ‚Gewaltandrohung („wir Balinesen sind stark, haben die Kolonialzeit der Holländer mit Bambusstöcken beendet und können das immer noch“)‘ am weitergehen, wenn wir nicht bereit seien 400’000 Grund-, bzw Guidetaxe, plus weitere 100’000 Rupia pro Person Wegzoll zu bezahlen.
    Dies ging uns dann definitiv zu weit und so kehrte eine sechsköpfige Familie um. Da schadete es für mal gar nicht, dass der Berg wolkenverhangen daherkam. Dass uns auf dem Rückweg dann noch zwei dieser selbsternannten Bergbewacher auf ihren Motocross-Maschinen von hinten beinahe überfuhren, sucht seinesgleichen. Wir freuten uns sehr, schnellstens aus diesem Abzockkessel wegzukommen…

    • Dankeschön für Deinen Kommentar und dafür, dass Du Deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Diese illegale Abzocker-Masche ist wirklich übel. Vor allem als ob man bei so einer netten Aufforderung einen Guide zu buchen, den sympathischen Herren auch noch Geld geben würde. Wirklich sehr schade, dass die wenigen Individualreisenden nicht einfach durchgelassen werden. Wir hatten damals offenbar mehr Glück.

  5. Hallo zusammen!

    Auch wir hatten bereits die Kommentare über die Guides gelesen und uns dennoch dafür entschieden einen Ausflug in Richtung Batur zu machen. Da wir mit unserer kleinen einjährigen Tochter unterwegs waren liesen wir es offen, ob wir den Batur tatsächlich besteigen oder nur eine kleinere Wanderung unterhalb des Gipfels machen. Der Plan war etwas später loszufahren, um so den Guides eventuell zu entkommen. Zwei Tage zuvor hatten wir uns einen Fahrer gebucht der uns bis zum Batur fährt. Als wir ankamen war es mittlerweile knapp 12 Uhr mittags und unser Fahrer lies uns knapp unterhalb des Tempels aussteigen. Als wir alles aus dem Auto geladen hatte, die kleine in Ihrer Kraxe verpackt war und schon fast loslaufen wollten kam prompt einer mit seinem Moped angeknattert. Auch hier kam direkt die Aufforderung dass man einen Guide braucht. Auf meine Nachfrage für was und wo das bitte geschrieben steht kam keine Antwort, sondern es wurde das Telefon gezückt und einem Kollegen angerufen auf den wir warten sollen. Wir warteten 5 Minuten bis dieser vor Ort war und versuchten diesem zu erklären, dass wir nicht einmal wissen ob wir überhaupt bis ganz nach oben laufen und wo es denn stehen würde, dass wir ein Ticket brauchen um auf den Batur zu wandern. Die Frage verunsicherte Ihn etwas und er antwortete schließlich, dass wir einen Guide benötigen, da eine Besteigung ohne Guide nicht erlaubt sei. Auf meine erneute Nachfrage, wo dies denn geschrieben steht, wollte er mir dies im Ticketbüro der Guides erklären. Wir hatten allerdings keine Lust wieder nach unten zu fahren und ich fragte ihn was ein Guide kosten würde. Die Frage konnte er mir leider nicht gleich beantworten, da mittlerweile auch eine Familie vor Ort war, die bereits einen Guide gebucht hatte. Ich fragte daher energischer nach und nach langem hin und her, dass er mir nun einen Preis nennen soll kam er auf die hübsche Summe von 1 Million Rupien. Ich machte ihm klar, dass uns das zu teuer wäre und wir packten unser Zeug wieder zusammen. Daraufhin wollte er mit uns das Handel anfangen und fragte nach, was wir den bereit wäre zu bezahlen. „Nichts“ war die Antwort auf seine Frage und wir fuhren wieder nach unten. Bei der ganzen Sache hielt sich unser Fahrer zurück, aber auch ihm war anzumerken, dass ihm das Ganze etwas unangenehm war. Auf der Abfahrt erklärte er uns, dass dies nicht mit rechten Dingen zugehen würde, er aber seinen Landsleuten nicht in den Rücken fallen könne. Verständnis dafür von unsere Seite, da er schließlich öfter zum Batur fahren würde wie wir. Wenn jemand bei Tag unbedingt den Batur besteigen möchte der wird um ein Ticket wahrscheinlich nicht mehr drumherum kommen. Eine Frage stellte ich mir noch und vielleicht kann die jemand beantworten. Wenn ich es auf den Karten richtig erkenne, müsste Auf der linken Flanke ebenfalls ein Weg nach oben führen. Ist dieser eine Alternative, wohmöglich unpassierbar oder droht einem hier dasselbe Schicksal?
    Letztlich hatten wir dennoch einen schönen Tag und sind einfach zu den Hot Springs gefahren und haben uns mit der kleinen im Wasser amüsiert. Einziger Nachteil: Auch die Kosten pro Person 200k Eintritt.

    • Vielen Dank für euren sehr ausführlichen Bericht. Wir finden es total schade, wo doch die allermeisten Reisende die Mount-Batur-Besteigung ohnehin zum Sonnenaufgang buchen und die Guides bei der Anzahl an Touris bestimmt ein gutes Geschäft machen… Aber naja, es hilft ja alles nichts.
      Zu Deiner Frage:
      Es gibt die Möglichkeit einen Rundweg zu laufen und unser letzter Stand ist, dass der Weg auf der linken Flanke des Vulkans auch passierbar ist. Der Weg ist zwar dann um einiges länger, aber möglich. Ob auf der anderen Seite auch Guides warten können wir aber nicht sagen.

      Und wenn jemand Bescheid weiß, gerne kommentieren. 🙂

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