Indisches Essen: Die 15+1 besten Gerichte des ganzen Landes!

Anne Duchstein | reisefroh.de Autor/in: Anne Duchstein

Indisches Essen ist raffiniert, aromatisch und ein Gedicht für die Sinne. Langeweile kommt den Indern nicht auf den Teller!

Sie sind die Meister der Vielfalt, der Kreationen und der Gewürze. Noch nie haben wir in Restaurants so viele unterschiedliche Gerichte pro Speisekarte gesehen. Die Inder lieben ihr Essen einfach, und das schmeckt man auch.

Wir nehmen Dich in diesem Artikel mit auf eine kulinarische Reise durch Indien und zeigen Dir die größten und leckersten Klassiker der indischen Küche. 🙂

Indisches Essen: Willkommen in Indien!

 

Indisches Essen: Curry Kurkuma Ingwer und weitere GewürzeDer Duft von Chili liegt in der Luft, auf den Lehm-Öfen wird leckeres indisches Brot gebacken und die Inder philosophieren beim gemeinsamen Chai darüber, was denn jetzt wohl das leckerste indische Essen ist.

Welcome to incredible India! 🙂

 

Indien ist ein Gigant und genauso groß wie der Subkontinent selbst, ist auch seine Auswahl an leckeren Gerichten.

Die Vielfalt der Gewürzmischungen, scharfen Saucen und regionalen Köstlichkeiten ist enorm. Die „eine“ indische Küche gibt es nicht. Rein pflanzliche Kost spielt übrigens eine sehr große Rolle. Viele Inder ernähren sich ausschließlich vegetarisch und es gibt sogar etliche Restaurants in denen gar kein Fleisch serviert wird.

 

Tabu ist aber lediglich der Verzehr von Rindfleisch, denn Kühe sind in Indien heilig. Ihnen lässt man im Straßenverkehr Vorfahrt, zu Zeremonien bemalt man sie bunt und der Verzehr ist strikt verboten.

 

Es ist uns sehr schwer gefallen die leckersten Gerichte des Landes hier aufzuschreiben, wo es doch so viel leckeres indisches Essen gibt. Trotzdem haben wir ein paar Highlights für Dich rausgesucht, die Du einfach nicht verpassen darfst und die Dir eine ganz neue kulinarische Welt eröffnen werden.

Alleine dafür lohnt es sich schon nach Indien zu reisen – oder das nächste indische Restaurant anzusteuern! 🙂

 

Da sich das indische Essen regional sehr stark unterscheidet und vielfältig ist, unterteilen wir den Beitrag in folgende Kategorien:

 

 

Geheimtipp: Am Schluss des Beitrags verraten wir Dir noch ein ganz besonderes indisches Gericht, das jeder einmal in seinem Leben probiert haben muss! Sei gespannt. 🙂

 

 

Indisches Essen: Scharfe Gewürze für Tandoori, Naan, Chutney und Dhal

Köstliche Gewürze für Genießer: Auf jedem indischen Markt findest Du Berge von Currypulver!

 

 

Indische Küche: 5 typische Spezialitäten in ganz Indien

 

Fangen wir mit dem typisch indischen Essen an, das Du landesweit in fast jedem Restaurant findest. Diese 5 Klassiker darfst Du Dir nicht entgehen lassen! 🙂

 

 

Thali: Der Klassiker der indischen Küche | Top 1

 

Die indischen Thalis sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und im Grunde so etwas wie das indische Nationalgericht. Kein Restaurant in Indien oder im Ausland kommt ohne Thali aus. Um die Mittagszeit, wenn alle hungrig in die Restaurants strömen, gibt es überall diese Mahlzeit.

 

Je nachdem, in welcher Region Du Dich gerade befindest, werden unterschiedliche Dinge dazu gereicht. Mit dabei sind immer viele kleine Metallschälchen, gefüllt mit Dal (Linsencurry), Chutney (eine Art würzige Sauce), Fleischgerichten (wahlweise) und einer riesigen Anzahl an (auch vegetarischem) Curry.

Jedes Restaurant reicht selbstverständlich hauseigene Rezepte. Zum satt werden gibt es dann entweder Reis, Naan oder Chapati dazu. Oft werden die Schälchen der Thalis immer wieder nachgefüllt – ein Traum!

 

Natürlich gibt es auch hier beim Thali wieder große Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden. Wir persönlich bevorzugen das nordindische Thali. Denn hier gibt’s meistens mehr Currys zur Auswahl, sie sind nicht ganz so scharf und die Gewürze treffen voll unseren Geschmack.

Aber am besten ist es Du probierst beide Varianten. 🙂

 

 

Indisches Essen: das klassische Thali Gericht

Typisch indisches Mittagessen: Thali findest Du in jedem indischen Restaurant.

 

 

Aloo Gobi Masala: Kartoffel-Blumenkohl-Curry | Top 2

 

Man nehme zwei einfache Zutaten, Kartoffeln und Blumenkohl, und zaubere eines der wohl leckersten indischen Gemüse-Rezepte: Aloo Gobi Masala.

Frischer Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, geriebene Kokosnuss und etwas Garam Masala runden das vegetarische Gericht ab. Der Geschmack ist umwerfend! Es lässt sich übrigens prima ganz einfach Zuhause nachkochen.

Hier haben wir ein leckeres Aloo Gobi Rezept für Dich gefunden. Die raffinierte Gewürzmischung Garam Masala kannst Du übrigens aus Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander und Gewürznelken auch selber herstellen! Wie das geht erfährst Du hier. 🙂

 

 

Biryani: Würziges Reisgericht | Top 3

 

Auch wenn es das aromatische Biryani mittlerweile auf vielen Speisekarten in ganz Südasien und Südostasien geschafft hat, ist das Reisgericht ursprünglich ein typisch indisches Essen. Man könnte es am ehesten als einen Gemüsereis garniert mit Fleischsorten beschreiben.

Zur Auswahl stehen meistens Huhn, Lamm oder Hammel.

Das besondere i-Tüpfelchen bekommt der Basmatireis, da er vor dem Kochen in Ghee (geklärte Butter) angebraten wird und sich dadurch köstliche Röstaromen entwickeln. Anschließend wird er mit mehreren Gewürzen im Wasser gekocht. Einfach lecker! 🙂

 

Hier ein kurzes Video mit Rezept für ein köstliches Chicken Biryani:

 

 

Dal Curry & Dal Bhat: Zum richtig satt werden | Top 4

 

Dal bedeutet Linsen und ist ein absolutes Grundnahrungsmittel in Indien! Man könnte es neben den Thalis auch als das zweite Nationalgericht des Landes bezeichnen. Dabei handelt es sich um ein aromatisches Linsencurry meist mit leckerem Kreuzkümmel gewürzt.

Es schmeckt wirklich typisch indisch und ist so selbstverständlich wie Reis oder Brot.

Wir waren noch nicht ein einziges Mal in einem indischen Restaurant ohne dass ein Dal-Curry auf der Speisekarte stand. Und die Anzahl an unterschiedlichen Dal Varianten ist wahrscheinlich so groß wie Indien selbst. 🙂

 

Einen besonderen Platz nimmt dabei das Gericht Dal Bhat ein. Dal Bhat bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „Linsen mit Reis“ und wird täglich von Millionen Menschen in ganz Südasien gegessen. Dazu gehören neben Indien vor allem die Länder Nepal, Bangladesch und Sri Lanka. Zusätzlich zum Reis gibt es beim Linsencurry meistens noch Chapati oder Naan, sowie Gemüse und sog. Pickles (eingelegtes Gewüse als pikante Beilage).

Es ist ein fester Bestandteil eines jeden Thali und wird üblicherweise als „All You Can Eat“ serviert. 😀

 

 

Korma: Joghurt-Curry | Top 5

 

Korma ist ein recht dickflüssiges Curry auf Joghurtbasis. Deshalb ist diese Speise meistens etwas milder als das pikante indische Essen.

Falls Du scharfes Essen nicht so gerne magst, ist dieses Gericht eine gute Wahl. Die Bestandteile sind klassisch mit Fleisch, aber Indien wäre nicht Indien wenn es nicht auch eine Vielzahl an Gemüse-Kormas gäbe.

Wir persönlich lieben die Variante mit Kichererbsen, Kokos und Mandeln. Eine weitere schmackhafte Variante ist das Korma Navratan mit Panir, einem indischen Frischkäse, der auf der Zunge zerschmilzt!

 

 

Indisches Essen: Nordindische Spezialitäten und Leckerbissen

Besonders beliebt in der indischen Küche: Korma Curry, Aloo Gobi und würziger Biryani Reis.

 

 

Typisch indisches Essen in Nordindien & Pakistan: 5 Hauptgerichte

 

Die Regionalküche Nordindiens ist wohl die bekannteste in Europa und wahrscheinlich das, was wir als typisch indisch bezeichnen würden. Gekocht wird viel mit Milchprodukten und Ghee (Butterschmalz) und auch die Anzahl an Fleischgerichten ist verhältnismäßig groß.

Insbesondere Lamm- und Ziegenfleisch werden in Nordindien häufig zubereitet. Grund dafür ist die Nähe Indiens zu Pakistan und zum Nahen Osten.

 

Denn in Nordindien leben viele Moslems, die mit 14% die zweitgrößte Religionsgruppe in Indien ausmachen (nach dem Hinduismus, dem etwa 80% der Bevölkerung angehören). Insgesamt wird das Essen mit noch mehr Gewürzen zubereitet, ist aber trotzdem nicht ganz so scharf wie im Süden.

 

 

Malai Kofta: Indische Bällchen | Top 1

 

Malai Kofta sind feine indische Gemüsebällchen. Zu den Bestandteilen der Speise zählen Blumenkohl, Möhren, Zwiebeln und Erbsen, sowie der indische Paneer-Käse und Kartoffeln. Die dickflüssige Soße besteht aus einer riesigen Anzahl an Gewürzen und frisch gerösteten Cashewnüssen. Ihr Geschmack ist umwerfend und absolut unvergleichbar!

Ein besonderes Aroma erhält das Malai Kofta durch die Gewürzmischung aus Korianderpulver und Kreuzkümmelpulver sowie durch die Beigabe von Ingwer, Knoblauch und Kurkuma. Ein tolles Rezept dazu findest Du hier. 🙂

 

 

Kadhai / Karahi Gosht: Hammelfleisch-Curry | Top 2

 

Dieses indische Essen stammt ursprünglich aus Persien. Beim Karahi Gosht wird Ziegen- oder Hammelfleisch meist bei niedriger Hitze und über Stunden in einem Curry aus Tomaten und Gewürzen geköchelt. Am Ende der Garzeit ist es wunderbar zart und zergeht regelrecht auf der Zunge!

Manchmal wird Karahi auch als Kadhai bezeichnet und existiert auch in Varianten mit Huhn oder Fisch. Kadhai Gosht findet man übrigens fast nur im Norden Indiens und in Pakistan. In Südindien konnten wir es auf keiner einzigen Speisekarte sehen…

 

 

Tandoori Chicken: Mariniertes Hähnchen | Top 3

 

Beim beliebten Gericht Tandoori Chicken wird Hühnchen über Stunden in einer Joghurt-Gewürz-Paste mariniert.

Die spezielle Tandoori Masala Paste besteht aus gemörserten Chilis, Kreuzkümmel und Koriandersamen. Anschließend wird das Fleisch in einem speziellen Lehm-Ofen bzw. Tonofen, dem sogenannten Tandoor (deutsch auch Tandur) gegrillt. Durch die Marinade ist es butterzart und schmeckt fantastisch!

Der Tandoor ist ein Lehmofen, der in der indischen Küche eine ebenso große Bedeutung hat wie bei uns der Gasherd. In dem Tandoor werden nicht nur viele Chicken-Spezialitäten knusprig gebacken, sondern auch zahlreiche Fladenbrote wie z.B. Naan oder Chapatis.

 

 

Rajma: Kidneybohnen-Curry | Top 4

 

Rajma ist ein beliebtes, herzhaftes Curry aus roten Kidneybohnen in einer dickflüssigen, stark gewürzten Soße. Es wird normalerweise stundenlang geköchelt damit sich all die Aromen richtig entfalten können und ist ein wahres Gedicht für den Gaumen!

Obwohl Kidneybohnen eigentlich keinen südasiatischen Ursprung haben, gehören sie, seitdem sie von Mexiko nach Indien gebracht wurden, einfach dazu.

Rajma wird in Nordindien gerne zu besonderen Anlässen gekocht und ist immer vegetarisch. Besondere Varianten sind das weit verbreitete Rajma Chawal mit Reis sowie das Rajma Masala aus der Region Punjab.

 

 

Saag / Palak Paneer: Spinatcurry mit Käse | Top 5

 

Gerichte die Palak (Spinat) oder Paneer (Käse) enthalten, sind meistens mild und nicht allzu scharf gewürzt.

Zur Zubereitung wird ein oft selbstgemachter, milder Paneer – indischer Frischkäse – in einem dickflüssigen Spinatpüree gekocht. Manchmal wird dieses Curry auch als Saag Paneer bezeichnet, wobei es sich dabei aber allgemein um Curry mit Blattgemüse handelt.

 

Die Variante speziell mit Spinat heißt daher Palak Panner.

Diese Hauptspeise gehört definitiv zu unseren indischen Lieblingsmahlzeiten! Spinat-Gerichte sind eine gute Option für alle, die sich an das indische Essen langsam rantasten möchten. 🙂

Eine gute Anleitung für dieses Essen findest Du hier.

 

 

Indisches Essen: Tandoori Chicken, Biryani Reis und Linsencurry

Die nordindische Küche bietet neben leckeren Reisgerichten auch klassische Thalis und das landesweit beliebte Linsengericht Dal Bhat.

 

 

Typisch indisches Essen in Südindien & Sri Lanka: 5 Hauptgerichte

 

In Südindien schmeckt man die Tropen. Das Essen ist schärfer und es wird sehr viel mit Kokosnuss gekocht. Statt Fladenbrot isst man hier sehr viel (Basmati-) Reis. Zudem ist der Süden des Landes stärker vom Hinduismus dominiert, was sich in der großen vegetarischen Auswahl bemerkbar macht.

Ganz besonders aufgefallen sind uns in Südindien auch die fantasievollen Frühstücks-Kreationen. 🙂

 

 

Masala Dosa: Indische Pfannkuchen | Top 1

 

Wenn es ein Gericht gäbe für das ich sofort in den Flieger nach Indien steigen würde, dann wäre das Masala Dosa!

Dosas und allen vorweg die köstliche Version Masala Dosa sind unser absolutes Lieblings-Frühstück! Ein über Nacht eingeweichtes Linsen-Reisgemisch wird zu einem Pfannkuchen-ähnlichen Crêpe ausgebacken und mit gut gewürzter Sambhar Sauce serviert – soweit das Grundrezept.

 

Daraus entstanden sind aber unendlich viele weitere Kreationen. Zu den bekanntesten zählen:

Zusätzlich gibt es die gebackenen, krossen Pfannkuchen mit Cashew-Kernen, Kokosnuss oder Rosinen…Es gibt in Südindien sogar extra Dosa-Restaurants, die mehrseitige Speisekarten voll mit Dosavarianten haben – mhhhh ein Gedicht! 🙂

 

 

Idli / Idly: Linsenküchlein | Top 2

 

Idlis, auch Idlys geschrieben, sind ein Frühstücksklassiker den es mittlerweile aber auch rund um die Uhr in Restaurants gibt. Fermentierte Butter wird mit eingeweichtem Reis, Urdbohnen und Linsen zu einem Teig verarbeitet und anschließend in runden Förmchen gedämpft.

Sie riechen leicht sauer, schmecken aber mit dem dazu gereichten Minz-Joghurt-Dip oder Kokosnuss-Chutney unglaublich lecker. Bestellst Du Sambar Idly, gibt es die kleinen, herzhaften Kuchen in einer leichten Gemüsesauce.

 

 

Vada: Herzhafter Donut | Top 3

 

Vada ist ebenfalls ein Gericht, das vor allem gerne morgens gegessen wird, aber wie alles andere auch den ganzen Tag über bestellt werden kann. Ein Vada ist ein kleiner frittierter Donut, der zusammen mit etlichen Dips und Tomaten-Chutneys serviert wird.

Oft werden Idli und Vada zusammen bestellt und als Snack oder Beilage gereicht.

 

 

Rasam: Säuerliche Gemüsesuppe | Top 4

 

Um die dünnflüssige Suppe zuzubereiten werden Tomaten, Linsen und Gewürze in viel Wasser gekocht. Als Gewürz wird unter anderem Tamarinde verwendet, die dem Gericht eine säuerliche Note verleiht (Tamarinde ist eine Hülsenfrucht und in Südindien weit verbreitet).

Serviert wird Rasam gerne als Appetitanreger vor dem Hauptgang. Einen starken kulinarischen Einfluss hat dieses Gericht aus dem Bundesstaat Tamil Nadu erhalten sowie der Insel Sri Lanka.

Je nach Region wird die Suppe bei den Südindern auch als Chaaru oder Saaru bezeichnet und traditionell mit Reis serviert.

 

 

Kottu Roti: Gehacktes Fladenbrot mit Huhn und Gemüse | Top 5

 

Dieses typisch südindische Essen ist eine gelungene Mischung aus Roti, Hähnchen und Gemüse. Die Zutaten werden gehackt, gemischt und anschließend gebraten. Es ist zwar ein typisches Street Food Essen, allerdings kannst Du es auch auf der ein oder anderen Speisekarte von Restaurants finden.

Das Kottu (auch Kotu oder Kotthu geschrieben) hat – wie viele Gerichte in Südindien – ebenfalls einen starken Einfluss aus der Küche Sri Lankas.

Lesetipp: die besten Sri Lanka Sehenswürdigkeiten.

 

 

Indisches Essen: Masala Dosa, Indiens bestes Gericht

Ein Leckerbissen der ganz besonderen Art: Masala Dosa wird in Indien zu fast jeder Tageszeit genossen!

 

 

Kleine Reise-Anekdote am Rande:

Wir haben während unserer Rundreise durch Südindien mal einem Inder erzählt, dass es in Deutschland doch tatsächlich Gerichte gibt, die nur mit Pfeffer & Salz gewürzt sind. Da hat er laut gelacht. Das konnte er sich auch mit viel Phantasie nicht vorstellen…

Als er dann merkte, dass es kein Scherz war, hat er ganz ernst geschaut und uns anschließend schnell zum Essen eingeladen. 😀

 

 

Indische Brote: Unsere Top 7

 

Rate doch mal, wie viele verschiedene Brotsorten es in Indien gibt? Die Antwort ist… wir haben keine Ahnung! 😉 Aber es sind sehr, sehr viele. Vor allem geschmackvolle Fladenbrote sind als Beilage im Norden sehr beliebt, im Süden dominiert hingegen der Reis.

Zu unseren absoluten Lieblingsbroten zählen:

 

 

Naan Brot: Indisches Hefegebäck | Top 1

 

Naan-Brote gehören seit Jahrhunderten zum indischen Essen als Beilage dazu.

Das Sauerteiggebäck erinnert geschmacklich an einen dünnen Fladen, wird aber wie Pizzateig in einem heißen Tandoor Steinofen gebacken. Das Fladenbrot wird oft zu heißem Curry und Thali gegessen. Dazu macht man es den Indern gleich und reißt einfach mit der rechten Hand ein Stück Brot ab und tunkt es ins Essen… Traumhaft! 🙂

 

Die heiß begehrten Naans gibt es auch gefüllt oder belegt mit Knoblauch, Butter, Kartoffeln, Kräutern oder diversen Gewürzmischungen.

 

Ein schönes Video mit Infos zum Naan selber Kochen:

 

 

Roti und Chapatis: Dünne Fladenbrote | Top 2

 

Bei Roti und Chapati handelt es sich beide Male um landestypische Brote. Die dünnen Fladenbrote werden aus Vollkornweizenmehl und Wasser hergestellt, oft auch komplett ohne Salz.

Sowohl bei Roti als auch Chapati wird beide Male auf Hefe verzichtet. Dadurch sind sie viel dünner und leichter als Naans.

 

 

 

Papadam: Knuspriger Linsenfladen | Top 3

 

Das knusprige dünne Linsenbrot (Papadam) wird oft als Appetizer oder in Restaurants auch manchmal als „kleine Aufmerksamkeit des Hauses“ gereicht. Als Vorspeise wird es vor allem vor einem Thali serviert. Papadam – oft auch einfach Papad genannt – wird aus Linsenmehl hergestellt, anschließend frittiert und erinnert ein wenig an ungesalzene Chips.

Vorsicht: In manchen Restaurants ist es ziemlich scharf gewürzt!

 

 

Paratha: Blätterteigähnliches Brot | Top 4

 

Paratha ist ein reichhaltiges Brot aus Weizenmehl und Ghee. Es erinnert ein wenig an Blätterteig.

Paratha wird sehr gerne mit verschiedenen Gemüsesorten gefüllt und anschließend mit Butter, Chutney oder indischen Pickles gegessen. Der Klassiker ist Aloo Paratha, bei dem die Füllung ein gewürztes Kartoffelpüree ist – zum richtig satt werden! 🙂

Eng verwandt mit diesem Fladenbrot ist das Parotta, welches allerdings mehr in Südindien vertreten ist. Parotta haben die Eigenschaft luftig und geschichtet zu sein sowie in Kringel gereicht zu werden. Sie werden oft als Snacks direkt von der Straße verkauft.

 

 

Kulcha: Indisches Pizzabrot | Top 5

 

Kulcha ist ein fluffiger, fermentierter Teig aus Maida (indisches Weizenmehl), Zucker, Öl, Wasser, Joghurt und Salz. Meistens wird das Brot mit Gemüsesorten gefüllt. Unser Favorit ist die im Tandoor gebackene Variante mit Kartoffeln und Zwiebel-Füllung.

Zum Servieren wird es meistens mit Kräutern oder Körnern bestreut, weshalb es zusammen mit der Konsistenz an Pizzabrot erinnert. Kulcha ist ein typisches Brot des nordindischen Bundesstaates Punjab. Außerhalb von Punjab findest man es nur selten.

 

 

Bhakri: Brot aus Hirsemehl | Top 6

 

Bakhri ist vor allem in West- und Zentralindien ein sehr beliebtes Fladenbrot aus Hirsemehl und Wasser.

Es wird ohne Öl in der Pfanne gebacken und hat eine grobkörnige Konsistenz. Als Grundnahrungsmittel wird es für alle möglichen Curryvarianten und Hauptgerichte zubereitet und auch für das beliebte Thali verwendet.

 

 

Puri: Frittierter Straßenstandklassiker | Top 7

 

Läuft man durch die Gassen Indiens, dann sieht man am Straßenrand oft gewölbte, runde Fladen. Meistens handelt es sich dabei um Puris. Durch das Frittieren gehen sie auf und ihr Inneres füllt sich mit Luft. Beim Abkühlen fallen die Puris dann aber wieder zusammen. 😉

Nicht zu verwechseln ist es mit dem ebenso appetitlichen Panipuri, eine kleine Teigkugel mit Füllung!

Optisch sehr ähnlich ist das indische Fladenbrot Bhatura, welches ebenfalls frittiert wird. Zur Herstellung von Bhatura wird zusätzlich Weizengrieß und Joghurt benutzt.

 

 

Indisches Essen: Fladenbrot Chapati, Roti und Naan

Papadam, Roti, Naan oder Chapatis mit Sambar sind sowohl Grundnahrungsmittel als auch eine beliebte Zwischenmahlzeit in Indien!

 

 

Indische Snacks: 5 Leckereien für Zwischendurch

 

Samosas: Frittierte Teigtaschen | Top 1

 

Die kleinen Teigtaschen sind der indische Straßenstand-Klassiker schlechthin und der ideale Snack für zwischendurch. Samosas werden traditionell mit einem vegetarischen Gemüsecurry oder Hackfleisch gefüllt. Vor dem Frittieren werden sie zu einer dreieckigen Tasche gefaltet und mit leckerem Chutney serviert!

Es gibt auch Abwandlungen im Ofen mit Kartoffeln oder Reis und sogar süßliche Samosa mit Honig und Pistazien sind nicht selten. Ein Genuss!

 

 

Momos: Gedämpfte Teigtaschen | Top 2

 

Momos könnte man auch als die indischen Maultaschen bezeichnen.

Sie sind eigentlich so etwas wie das geheime Nationalgericht Nepals und auch in Tibet weit verbreitet (Lesetipp: Die besten Gerichte der nepalesischen Küche). Ein dünner Teig, der klassisch mit Fleisch, Zwiebeln und Gewürzen gefüllt ist, wird über heißem Wasserdampf etwa eine Viertelstunde lang gegart.

In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um ein Fleischgericht (Hühnchen) und ist in Nordindien stärker verbreitet. Allerdings gibt es manchmal auch Momos in einer vegetarischen Variante mit Gemüse, viel Zwiebeln und Kartoffeln.

 

Hier ein kleines Video mit Rezept zu den leckeren Momos (ab Minute 2:40):

 

 

Parippu Vada: Linsenbällchen | Top 3

 

Auch dieses indische Essen ist typisches Streetfood. Dabei handelt es sich um kleine Linsenbällchen, die mit Nüssen verfeinert gebacken werden. Vor dem Verzehr werden sie gerne mit frischem Koriander bestreut. Manchmal sind die Linsenbällchen auch eine Beilage beim Frühstück.

Dieser indische Imbiss kommt ursprünglich aus der Küstenregion Kerala und hat sich mittlerweile in vielen Teehäusern des Landes als beliebter Snack etabliert.

 

 

Indische Gewürznüsse | Top 4

 

Nüsse, Chilipulver, Honig und die Gewürzmischung Garam Masala werden zusammen im Ofen oder in der Pfanne leicht geröstet und anschließend als Appetizer oder zu einem duftenden indischen Chai gereicht. Dazu dienen z.B. Walnüsse, Cashewnüsse oder Erdnüsse.

 

 

Pakora Muffins | Top 5

 

Vegetarier aufgepasst: Diesen köstlichen Snack findet man nicht allzuoft, aber wenn Du ihn siehst, dann solltest Du unbedingt zuschlagen.

Zur Herstellung von Pakora Muffins (auch Pakoda oder Bhajia genannt) wird ein Teig aus Kichererbsen, sowie Reismehl und diverse Gerichte wie Kartoffel, Zwiebel und Gemüse vermengt und anschließend im Ofen gebacken.

Diese Zwischenmahlzeit existiert übrigens auch als frittierte Option.

 

 

Indisches Essen: Snacks in Indien, Samosas und Momos

Kulinarische Spezialitäten direkt vom Straßenstand: gefüllte Samosas, Momos und Nüsse sind perfekt für den keinen Hunger zwischendurch!

 

 

Indische Getränke: 5 Stück die Du lieben wirst

 

Masala Chai: Gewürztee | Top 1

 

In Indien darf einfach nichts ungewürzt bleiben und erst recht nicht ihr Nationalgetränk, der Tee.

Schwarzer Tee wird zusammen mit Nelken, Zimtstangen, Pfeffer, Ingwer, Zucker und Milch gekocht und anschließend überall serviert: Vor, nach oder während dem Essen – das ist den Indern völlig gleich. 🙂

Masala bedeutet auf indisch so viel wie „Mischung“, und das zeigt schon die Vielfalt an Gewürzen die bei einem echten indischen Schwarztee zum Einsatz kommen. In besonders aromatischen Tees werden neben Muskat und Kardamom auch noch indische Loorbeerblätter aufgebrüht.

 

 

Chai: Milchtee | Top 2

 

Wenn Du eine kleine Gewürz-Pause brauchst, dann bestellst Du in Indien einen Milchtee. Der heißt im ganzen Land Chai – also schwarzen Tee mit Milch. Den Schwarztee gibt es natürlich auf Wunsch auch ohne Milch, dann allerdings meistens mit etwas Zitrone.

 

 

Lassi: Joghurtshake | Top 3

 

Lassis sind indische Joghurt-Milchshakes. Der Joghurt im Getränk lindert durch den Fettgehalt der Milch die Schärfe im Essen und ist dadurch wunderbar erfrischend (und ein willkommener Zusatz bei scharfen Zutaten). Das Joghurtgetränk gibt es in diversen Geschmacksrichtungen. Entweder Lassi mit Natur-Joghurt, Banane-Kokosnuss oder sonstigen Fruchtvarianten.

Mein Lieblingsgericht ist der Mango-Lassi während Sebastian den Bananen-Lassi ganz besonders gerne trinkt. 🙂

 

 

Frische Kokosnüsse | Top 4

 

Indien ist ein Tropen-Paradies und gerade in Südindien sind Kokosnüsse vom Straßenrand ein beliebtes, erfrischendes und überaus gesundes Getränk. Neben Kokosnüssen gibt es auch viele verschiedene Fruchtsäfte zu kaufen, da wären wir aber in Indien aus hygienischen Gründen ausnahmsweise etwas vorsichtig…

Zu den exotischen Fruchtsäften gehören z.B. Guavensaft, Ananas-Kokosnuss und Mango Saft sowie Passionsfrucht Saft.

 

 

Arrak: Indischer Reisbranntwein | Top 5

 

Alkohol gibt es in Indien kaum zu kaufen und in manchen Provinzen gilt sogar komplettes Alkoholverbot (Gujarat, Nagaland und Bihar sowie landesweit in Umkreisen von Autobahnen). Anders als in anderen Ländern ist es nicht unüblich, dass es gar kein alkoholisches Getränk in einem Restaurant zur Auswahl steht…

Eine Ausnahme ist Arrak bzw. Arrack, eine hochprozentige Spirituose (40 bis 70%), die aus Palmsaft und Reismaische gewonnen wird. Sie gilt als eine der ältesten alkoholischen Getränke der Welt und wird heutzutage noch in Indonesien und Südostasien hergestellt.

 

 

Indisches Essen: würzige Getränke, Lassi, Massala Chai

Ob Lassi, Tee oder Masala Chai: In der indischen Küche schmecken auch die Getränke besonders raffiniert und gut gewürzt.

 

 

Indische Desserts: 3 typische Süßspeisen

 

Was darf abschließend zu jedem indischen Essen auf gar keinen Fall fehlen? Genau – das Dessert! Und wie Du Dir schon denken kannst sind auch die indischen Nachtische einfach nur köstlich.

Die indische Küche nutzt bei der Nachspeise allerdings viel Zucker und somit sind die Schleckereien meistens sehr, sehr süß. 😉

 

 

Kesari: Grießkuchen | Top 1

 

Der Kesari ist eines unserer Lieblings-Desserts. Dabei handelt es sich um einen verführerischen Hirse-Grieß-Kuchen, der mit Kokosflocken und Kardamom verfeinert wird. Rava Kesari wird zusätzlich mit Nüssen und Rosinen bestreut und Safran gibt ihm eine sensationell appetitliche Farbe.

Das ganze wird warm und frisch serviert. Dazu ein leckerer Chai und der Tag ist perfekt. 😀

 

 

Kheer: Indischer Milchreis | Top 2

 

Ein duftender Reis Pudding mit Mandeln und Pistazienstücken der oft für feierliche Anlässen zubereitet wird. Kardamom und Safran sind so etwas wie die Grundzutaten der indischen Desserts und dürfen auch bei diesem Milchreis nicht fehlen.

Es gibt eine spezielle ostindische Art von Kheer mit Zuckerrohrkonzentrat bzw. Palmzucker (in Bengalen) sowie Kirschen (in Assam).

 

 

Früchte | Top 3

 

Früchte sind zwar kein typisch indisches Dessert… Trotzdem spricht nichts dagegen, dass Du eine indische Mahlzeit mit einer leckeren Portion frischer Früchte abrundest. 😉

Sehr beliebt sind in Indien Wassermelonen, Mangos, Litschis, Guaven und Ananas.

 

 

Indisches Essen: Frisches Obst, Kesari und Kheer als Nachspeise

Köstliche Nachspeisen: Neben frischem Obst und dem fantastischen Grießkuchen bietet die indische Küche noch viele weitere Leckereien.

 

 

Unser +1 Gericht | Welches ist das beste Essen in Indien?

 

Welches indische Gericht könnte das wohl sein, das alle Gerichte hier in den Schatten stellt? Geht das überhaupt noch? Oh ja! Unser Highlight der indischen Küche ist eine Nachspeise und heißt Gulab Jamun.

 

Gulab Jamun: köstliche Milchbällchen

 

Dieses Gericht ist so simpel wie genial. Die Hauptzutat dieser Süßspeise ist Zucker, ein bisschen Milch, Mehl und Kardamom. Daraus wird ein lockerer Teig geknetet, der anschließend in heißem Öl ausgebacken wird.

Serviert werden die Milchbällchen mit geriebenen Mandeln, Pistazien und herrlichem Zuckersyrup – ein zuckersüßes Dessert eben. 😉

 

Hier ein tolles Video mit Rezept zu den superleckeren Zuckerbällchen:

 

 

Typisch indisch: Infos und Tipps zur Esskultur

 

Jedes Land hat seine ganz besondere Esskultur und in Indien ist sie eben auch speziell. Damit Du weißt was Dich in einem indischen Restaurant oder während Deiner nächsten Indienreise erwartet, findest Du hier die wichtigsten Infos und Tipps.

 

 

Mit welcher Hand wird in Indien gegessen?

 

Gegessen wird in Indien immer mit den Händen, genauer: mit der rechten Hand.

Besteck gibt es nur selten und wenn dann wird zu einem Curry vielleicht mal ein Löffel gereicht. 😉 Gabel und Messer hingegen gibt es eigentlich nicht, höchstens in westlichen Restaurants. Während das Essen gekonnt mit nur einer Hand in den Mund geschaufelt wird, legt man den Ellenbogen der linken Hand auf den Tisch.

Bei den flüssigen Currys werden die indischen Brote (allen vorweg Rotis und Chapati) zur Hilfe genommen. Die linke Hand selbst aber bleibt unterm Tisch versteckt. Denn sie gilt als unrein.

 

 

Tipps für Deinen ersten Restaurantbesuch: Wie isst man in Indien richtig?

 

Begrüßung: Beim Betreten eines indischen Restaurants wird man meistens mit einem freundlichen Namaste gegrüßt (Bedeutung: „ich verbeuge mich vor Dir“). Dabei werden die Hände vor der Brust zusammengefaltet.

Einen Sitzplatz finden: Manchmal hatten wir das Gefühl Indien sei zu klein für all die Menschen. Denn nicht nur die Straßen, Busse oder Züge sind chronisch überfüllt, sondern auch die Restaurants. Deswegen ist es nicht unüblich, dass man sich einfach zu Indern an den Tisch setzt. Gerade einfache indische Restaurants haben nur selten Tische nur für zwei Personen. Oft stehen dort lange Tafeln für viele Besucher.

Hände Waschen: In Indien wird mit der Hand gegessen und nicht nur aus diesem Grund gehört Händewaschen bei allen Indern zur Essens-Routine dazu. Ein Mal vor dem Essen, ein Mal nach dem essen versteht sich! 😉 Das gute daran: Es gibt immer ein Waschbecken im Speisebereich und meistens sogar Seife.

Veg- oder Non-Veg: Die indische Küche und jedes Lokal unterscheidet streng zwischen vegetarischen und nicht-vegetarischen Gerichten. Das macht es für Vegetarier in Indien sehr leicht, denn die Unterteilung wird hier sehr ernst genommen. Auch die Karten sind meistens unterteilt in Veg. Curry und Non-Veg Curry. „Non-Veg“ ist also für alle die Fleisch mögen. Das hebt den Stellenwert der Vegetarier deutlich hervor, zu denen knapp 70% der indischen Bevölkerung gehören.

Strenge Hierarchie: Etwas befremdlich ist in Indien die strenge Arbeitsaufteilung der Angestellten. Es wimmelt nur so von Personal, bei denen jeder eine einzige spezielle Aufgabe hat. Manche nehmen die Bestellung auf, andere bringen das Essen, räumen leere Teller ab, andere wischen den Boden und wieder andere sind als Tellerwäscher aktiv. Der Umgangston ist untereinander nicht immer kollegial. Grund dafür ist die immer noch vorhandene Klassen-Einteilung der Kasten in Indien.

Trinkgeld: Manchmal wird das Trinkgeld automatisch auf den Rechnungsbetrag aufgeschlagen (z.B. 10% Service Fee). Falls das nicht der Fall ist, sind ein paar Rupien extra angebracht.

 

 

Wie finde ich die besten Restaurants in Indien?

 

Ein guter Indikator dafür, ob ein Restaurant in Indien empfehlenswert und das Essen bekömmlich sind, ist nicht die Speisekarte und erst recht nicht der Preis. Halte einfach Ausschau danach wo die Inder in einer langen Schlange anstehen. Gefunden? Dann ab rein, denn jetzt kannst Du sicher sein leckeres indisches Essen gefunden zu haben.

 

Dort wo die Locals essen, dort solltest Du auch speisen! Dieser Tipp gilt übrigens auch in anderen Ländern der Welt. Dort wo „echte Inder“ gerne essen gehen ist das indische Essen mit Sicherheit sehr gut.

Diese Erfahrung konnten wir bereits in Malaysia machen (dort lebt eine große indische Minderheit) sowie in Großbritannien mit knapp 1,5 Millionen Indern!

 

Eine der vielfältigsten und besten Küchen des Landes bietet die Gegend Punjab mit indischen Klassikern wie Dal Makhani (schwarze Linsen mit Kidney Bohnen), Punjab Butterhuhn (Murgh Makhani – mariniertes Huhn) oder Chole Bathure (scharfe Kichererbsen, genannt Chana Masala, mit Fladenbrot).

 

 

Was kostet Essen in Indien?

 

Inder essen gerne auswärts. Aus diesem Grund ist indisches Essen sehr, sehr günstig. Um genau zu sein spottbillig! 😀 Mahlzeiten gibt es in Indien oft schon für weniger als 50 Cent und wenn Du wirklich satt werden möchtest, musst Du selten mehr als 2€ ausgeben.

Ein Thali im lokalen Speisehaus kostet ca. 1 bis 2€ und ein gutes Curry ca. 1,5 bis 3€. Ein Besuch in westlichen Restaurants, luxuriösem Ambiente oder bei Touristenhotspots ist natürlich teurer.

Wenn Du mehr über das Preisniveau in Indien erfahren möchtest, dann findest Du in diesem Artikel alles zu Reisebudget und Kosten: Indien Backpacking.

 

 

Kann ich die Speisekarte in Indien auch lesen?

 

Englisch ist in Indien sehr weit verbreitet und sogar viele Inder unterhalten sich ausschließlich auf Englisch miteinander. Grund dafür sind die verschiedenen Dialekte im Land, die mitunter so schwierig zu verstehen sind, dass sich Englisch neben Hindi als zweite Landessprache durchgesetzt hat.

Indien ist übrigens nach den USA die Nation der größten Anzahl an englischsprachigen Menschen… Weltweit!

Das bedeutet für Dich, dass fast alle Speisekarten in lateinischer Schrift und aus einem Mix zwischen Englisch und Hindi geschrieben sind. In der Regel wird beim indischen Essen alles außer die Gemüsesorten übersetzt und hier kannst Du einfach den hilfsbereiten Kellner fragen.

 

 

Gibt es ein indisches Nationalgericht?

 

Aufgrund der Vielfalt der indischen Küche gibt es nicht „das eine“ indische Nationalgericht.

Dafür sind die Unterschiede zu groß, denn neben südindischer und nordindischer Küche gibt es auch noch Spezialitäten aus dem Osten und dem Westen des Landes sowie kulinarische Varianten in jeder einzelnen Region.

Folgende Gerichte könnten der Definition vom indischen Nationalgericht aber gerecht werden: Thali, Dal Bhat (Reis mit Linsen) und das Reisgericht Biryani. Im Süden zählt Masala Dosa und in der Region Kashmir das leckere Kashmiri Pulao definitiv dazu.

 

 

Indisches Essen: Gewürze auf einem Markt in Südindien

Faszinierende Farbpracht, Geruchsmischung und Geschmacksvariationen auf einem Markt in Südindien.

 

 

Unser Tipp für Vegetarier: Gemüse-Curry

 

Während unserer Rundreise durch Südindien haben wir uns fast täglich ein vegetarisches Gemüse Curry bestellt („Vegetable Curry“). Und sollen wir Dir mal etwas verraten? Der Geschmack war nie derselbe. Immer hervorragend, immer typisch indisch, aber doch unterschiedlich.

Die Zutaten, die Gewürze und die Zubereitung beim Curry sind nämlich „nach Art des Hauses“ und so bietet jeder Koch seine eigene Interpretation. 🙂 Worauf man sich aber verlassen konnte war eine dickflüssige Konsistenz voller Vitamine, Proteine und regionaler Gewürz-Einflüsse.

 

Hier ein Video zum leckeren und gesunden Veggie Curry:

 

 

Indisches Essen: Gewürzkunde FAQ | Fragen & Antworten

 

Ist indisches Essen gesund?

 

Trotz der eigentlich gesunden Zutaten (viel Gemüse und Gewürze) ist indisches Essen nicht immer so gesund wie man denkt!

Grund dafür ist das viele Öl, die Butter und der Zucker die zum Kochen gerne verwendet werden. Hinzukommt, dass die Currys oft sehr lange und heiß gekocht werden und viele der Vitamine und Nährstoffe dadurch verloren gehen.

Kocht man indisches Essen aber Zuhause (schonend) nach, kann man sehr leckere, super gesunde Mahlzeiten zaubern. Möchtest Du Dich während Deiner Indienreise gesund ernähren, dann wird Dich insbesondere die große Auswahl an Früchten freuen. Überall im Land gibt es frische Mangos, Bananen und sonstiges Obst zu kaufen.

 

 

Gibt es auch indische Fisch- oder Meeresfrüchte-Gerichte?

 

Die Vielfalt der indischen Küche ist so groß, dass Fisch und Meeresfrüchte natürlich nicht fehlen dürfen.

Auch deswegen nicht, weil Indien von drei Seiten vom Meer umgeben ist. Während in den Küstenregionen die Auswahl recht groß ist, ist die Anzahl an zur Auswahl stehenden Mahlzeiten im Landesinneren geringer.

Beliebt ist beispielsweise das indische Fisch-Curry (Bhuna) oder Garnelen-Gerichte. Die meisten Currygerichte lassen sich außerdem statt mit Huhn, Ziege oder Lamm auch mit Fisch oder Meeresfrüchten nachkochen.

 

 

Was sind Chutneys?

 

Chutneys ähneln ein wenig der deutschen Marmelade, wenngleich sie mit herzhaften Gewürzen verfeinert sind.

Sie schmecken süß und scharf zugleich und werden oft als Soße zum Dippen verwendet. Ein indisches Chutney kann z.B. aus Tomaten und Mango bestehen und mit Zitronensaft, Tamarindenextrakt oder Ingwer verfeinert. Ein Chutney darf bei keinem guten Thali fehlen.

Die Auswahl an Chutney in der indischen Küche ist enorm, und so unterscheiden sich auch die Saucen in dünnflüssig, cremig oder dickflüssig, scharf, pikant oder mild sowie alle erdenklichen Optionen dazwischen! 🙂

 

 

Warum ist das Essen in Indien so scharf?

 

In deutschen Gerichten werden oft nur sehr leichte Gewürze zum Kochen verwendet, wie Pfeffer, Salz oder beispielsweise Rosmarin und Thymian.

Die indische Küche hingegen ist ganz anders. Inder lieben pikante Gewürze und verwenden auch sehr gerne Chili, z.B. im Curry. Als Hochburg des scharfen indischen Essens gelten die Städte Hyderabad und Bangalore.

Falls Du nicht gerne scharf isst, wirst Du aber auch in Indien fündig. Einfach im Restaurant nachfragen. Mildes indisches Essen beinhaltet meist Spinat, Käse und Sahne.

 

 

Indisches Essen: Scharfe Küche, Pfeffer und Chili

Dürfen in der indischen Küche nicht fehlen: Chutney zum Dippen, herzhafte Pfeffersorten und die scharfen Chilischoten!

 

 

Ayurveda: Was ist das eigentlich?

 

Ayurveda ist ein ganzheitlicher und hochinteressanter Ansatz der indischen Gesundheitslehre. Ihr wichtigstes Element ist die Ernährung. Die Heilmethode ist sehr komplex und wurde über Jahrhunderte weiterentwickelt. Falls Du Dich damit näher auseinandersetzen möchtest, gibt es im ganzen Land zahlreiche Ayurveda-Zentren. Ziel ist immer ein ganzheitlicher Gesundheitsansatz.

Eine Kur ist zwar nicht ganz günstig, aber viele schwören auf ihre Wirksamkeit und vor allem auf das ayurvedische Essen!

 

Eine zunächst paradox scheinende Ansicht im Ayurveda ist, dass scharfe Gewürze nur in moderaten Mengen gegessen werden sollte. Das kann man fast gar nicht glauben, wenn man indisches Essen probiert.

Aber auch hier gilt: Alles ist relativ und im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern (z.B. Thailand) sind manche indische Spezialitäten tatsächlich nur moderat gewürzt…

 

 

Was ist die Mughlai Küche in Indien?

 

Die Muglai Küche ist eine spezielle indische Kochart aus Nordindien und basiert auf dem Einfluss des Mogulreichs (engl. Mughal Empire) im Spätmittelalter. Dazu gehörten weite Teile Nordindiens wie z.B. Delhi, Bhopal, Agra oder Uttar Pradesh.

Besonders beliebt ist die Küche aufgrund des weltberühmten Tandoori Chicken sowie Mughlai Chicken. Das Hühnchenfleisch wird dabei über Nacht in die wohl exotischste und leckerste Joghurt-Marinade überhaupt eingelegt, bestehend aus folgenden Gewürzen: Nelken, Zimt, Muskatnuss, Sternanis, Kardamom, Kurukuma, Kreuzkümmel und die geheime Zutat Indiens: Garam Masala!

 

Am nächsten Tag wird das Fleisch dann zunächst scharf angebraten und anschließend in einer orientalisch anmutenden Soße ganz zart geköchelt. Um dem Ganzen dann noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen kommen noch Cashewnüsse, Trockenfrüchte und frischer Koriander dazu.

Ein unvergessliches Geschmackserlebnis! 🙂

 

 

Gibt es auch veganes indisches Essen?

 

Für Vegetarier ist Indien das Paradies auf Erden, das seht außer Frage. Für Veganer ist das aber nicht unbedingt so.

Wie Du beim Lesen bestimmt schon festgestellt hast, lieben Inder Milchprodukte. Obwohl viele Spezialitäten zunächst einmal vegan klingen, wird zur Zubereitung oft Ghee und Butter verwendet oder Milchprodukte in den Brotteig gemischt.

Chapati und Rotis sind hingegen immer vegan und werden gänzlich ohne Milchprodukte hergestellt. Bei allen anderen kommt es auf den Koch bzw. die Köchin an. Hier empfehlen wir Dir besser nachzufragen.

 

 

Indisches Essen Rezepte: Typisch indisch!

 

Na? Hunger bekommen auf typisch indisches Essen? 🙂

Kein Problem! Mit diesen tollen Kochbüchern kannst Du traditionelle indische Rezepte ganz einfach daheim nachkochen!

 

Besonders gut gefällt uns das Buch verführerische Indische Küche* mit schönen Bildern und Originalrezepten aus ganz Indien (Preis: EUR 9,99). Ebenfalls empfehlenswert ist das Kochbuch Original indisch* mit 130 Familienrezepten und tollen Bewertungen (Preis: EUR 19,95).

Speziell für Veganer könnte das Buch Vegane Indische Küche* mit vielfältigen und aromatischen 150 Rezepten interessant sein (Preis: EUR 29,00).

 

Hier unsere Top Auswahl an indischen Kochbüchern:

 

 

Indisches Essen: Unser Fazit

 

Anne und Sebastian von reisefrohUnser Fazit ist ganz einfach und bringt es auf den Punkt: Wir lieben indisches Essen! Die indische Küche zählt für uns zu den besten der Welt. Sie ist voller einmaliger Speisen, raffinierter Gewürze und von enormer Vielfalt.

Wenn wir unsere indischen Lieblingsgerichte aufzählen müssten, würden wir Dir diesen Artikel einmal von oben nach unten vorlesen. 🙂

 

Warst Du schon mal in Indien oder gehst Du gerne indisch Essen? Was sind Deine Lieblingsgerichte? Was sollte man auf jeden Fall einmal probiert haben? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

Ein paar der weltweit besten kulinarischen Highlights findest Du auch in diesen Artikeln:

Thailändisches Essen  |  Vietnam Streetfood Guide  |  Nepalesische Köstlichkeiten  |  Georgische Küche

 

 

Hier findest Du noch viele weitere Infos & Artikel zu diesem faszinierenden Land:

INDIEN

 

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5 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Zusammenstellung dieser leckeren Liste!
    Ich liebe die indische Küche und als glutenunverträglicher Vegetarier komme ich anders als in den meisten anderen Ländern voll auf meine Kosten.

    • Hey Tore, vielen Dank für Deinen Kommentar zum indischen Essen.
      Freut uns dass Dir der Artikel geholfen hat. Guten Appetit noch! 🙂
      Sebastian

  2. Ich lasse mir sehr gerne indisches Essen per Lieferservice bringen. Die Auswahl ist sehr groß, nur kenne ich leider nicht die Gerichte, weswegen ich immer dasselbe bestelle. Danke für die Auflistung und Erläuterung der Gerichte. Vielleicht probiere ich mal Palak Paneer!

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