Reiserad Test: Die besten Reiseräder im Vergleich

Laura Faraj - Autor Reisefroh.de Autor/in: Laura

Reiseräder sind von der Konstruktion, der Ausstattung und der Belastbarkeit her auf große Herausforderungen ausgelegt. Mit einem Tourenrad bist Du lange und schwer bepackt unterwegs und radelst in aufrechter Haltung viele Kilometer durch unterschiedliche Landschaften und unterschiedlich beschaffene Straßen. Ein günstiges City-Bike ist hier absolut fehl am Platz.

Die Spezialisten unter den Rennfahrrädern kosten oft zwischen 4.000 und 9.000 Euro – doch es gibt auch empfehlenswerte Modelle für unter 2.000 Euro. Hier erfährst Du, worauf Du beim Kauf alles achten solltest, damit Du schnell einen passenden und zuverlässigen Begleiter für Deine Abenteuer findest. Wir geben Dir viele persönliche Tipps von Fahrrad-Experten und nennen Dir konkrete Namen und Modelle zu jeder einzelnen Komponente.

 

Testsieger: Die besten Reiseräder im Vergleich

 

◄► Die Tabelle lässt sich seitlich verschieben ◄►

 
________________________
1. Platz
FISCHER ‎Sport
________________________
________________________
2. Platz
ZÜNDAPP Green
________________________
________________________
3. Platz
SAVADECK 178276
________________________
________________________
4. Platz
Da Vinci ‎sis7
________________________
________________________
5. Platz
BLUEWHEEL BXB75
________________________
________________________
6. Platz
ESKUTE ‎Wayfarer
________________________
________________________
7. Platz
Galano Toxic
________________________
Typ
Trekking E-Bike
Damen Trekkingfahrrad
‎Rennrad Unisex
Rennrad Unisex
E-Mountainbike
Elektrofahrrad Unisex
Mountainbike Unisex
Gewicht
25 kg
28 kg
9,7 kg
10,9 kg
24 kg
25 kg
16,9 kg
Felgengröße
28 Zoll
28 Zoll
28 Zoll
28 Zoll
27.5 Zoll
28 Zoll
29 Zoll
Lichtanlage
Vorteile:
  • langlebige Markenhochleistungszellen
  • Aufzeichnung Ihrer Strecken
  • hydraulische Scheibenbremse
  • viel Komfort zum günstigen Preis
  • robustes Fahrrad
  • mit Kettenschutz und Gepäckträger
  • einzigartig starke Struktur
  • hervorragendes Design
  • ideal für Anfänger
  • Pedalen mit Haken und Riemen
  • vormontiert 95%
  • Gewinde für zwei Flaschenhalter
  • hohe Qualität
  • tolle Funktionen
  • abnehmbarer Lithium-Ionen-Akku
  • lange Reichweite
  • versteckte Batterie
  • verlässlicher Begleiter im Alltag
  • vielseitig einsetzbares Mountain Bike
  • leichter MTB Rahmen
  • 21 Gang Schaltung
Online Shops

 

 

Auf folgende Komponenten solltest Du bei einem Reiserad achten

 

Die Komponenten Auswahl ist bei einem Reiserad enorm. Wenn Du auf folgende Dinge achtest, wird Dir die Kaufentscheidung leichter fallen.

 

 

Rahmen

 

Rahmen aus dem Tourenrad Test und VergleichDer Rahmen ist entscheidend für die Belastbarkeit und den Fahrgenuss. Du solltest Dir gleich zu Beginn darüber im Klaren sein, dass ein Reiserad ein relativ hohes Gewicht mit sich bringt. Die leichten Carbon Rahmen spielen bei Reiserädern zum Beispiel (aus gutem Grund) keine Rolle. Diese sind viel zu anfällig.

Stattdessen setzen die meisten Hersteller auf hochwertigen Stahl. Stahl ist steif, haltbar, belastbar und leicht zu reparieren. Zudem ist Stahl gegenüber den neuen Hightech-Materialien relativ nachhaltig und umweltfreundlich.

Die zweite Option sind robuste Aluminium-Rahmen. Diese sind etwas leichter, aber auch nicht ganz so robust wie Stahl und daher weniger oft vertreten. Aluminium hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Spitzenreiter im hohen Preissegment haben manchmal auch einen Rahmen aus Titan. Das Leichtmetall Titan wiegt deutlich weniger als Stahl, ist aber aufgrund des aufwändigen Herstellungsprozesses auch sehr viel teurer. Dafür gelten Rahmen aus Titan als „unverwüstlich“.

 

Diamantrahmen sind besonders robust

Bezüglich der Form hat sich der Diamantrahmen durchgesetzt. Oberrohr, Sattelrohr und Unterrohr bilden (vom Steuerrohr ausgehend) ein Dreieck. Der dreieckige Rahmen mit der hohen Stange (Herrenrad) gilt als die stabilste Rahmenform. Fahrräder mit niedrigem Einstieg (Damenrad) zeigten sich in Dauertests der Stiftung Warentest im Vergleich zum Diamantrahmen als „weniger verwindungs­steif“.

 

 

Belastbarkeit

 

Wenn Du ein Reiserad kaufen möchtest, solltest Du unbedingt die Belastbarkeit beachten. Die meisten Räder in einem Reiserad Test überzeugen mit 150 kg Belastbarkeit. (120 kg stellen eine Ausnahme dar, manche Räder dürfen sogar bis zu 200 kg belastet werden.)

Durch die hohe Belastbarkeit ist gewährleistet, dass neben Deinem eigenen Gewicht auch noch jede Menge Gepäck, Lebensmittel und Wasservorräte als Zuladung auf Deine Touren mitgenommen werden können.

 

 

Fahrradgabel

 

Um die Frage „starre oder gefederte Fahrradgabel?“ gleich zu beantworten: Eine starre Gabel ist beim Tourenrad die richtige Wahl! Die Fahrradgabel sitzt am Steuerrohr und ist für die Führung des Vorderrads zuständig. Starre Gabeln bestehen in der Regel aus dem gleichen Material wie der Rahmen (das heißt, bei einem Stahl Rahmen ist es meistens Stahl). Sie haben keine Federung oder Dämpfung, was den Fahrkomfort etwas beeinträchtigt, doch sind nur die starren Fahrradgabeln wirklich belastbar. Sie bieten gute Befestigungsmöglichkeiten für Fahrradtaschen und haben so gut wie gar keinen Wartungsaufwand.

Bei Federgabeln kann Gepäck hingegen überwiegend nur mit Spezialhalterungen angebracht werden und sie sind wartungsintensiver.

 

 

Schaltung

 

Die Schaltung vom Reiserad im Test und VergleichBei den Schalt-Typen gibt es im Fahrradbau die Auswahl zwischen Kettenschaltung und Nabenschaltung, wobei bei Reiserädern auch das Pinion-Getriebe, eine Sonderform der Nabenschaltung, interessant ist.

 

 

Kettenschaltungen für günstige Reiseräder

Auf dem weltweiten Fahrrad-Markt sind die meisten Räder mit einer Kettenschaltung ausgestattet. Sie hat einen hohen Wirkungsgrad (das heißt, Deine aufgebrachte Muskelkraft kommt bis zu 97 % am Hinterrad an) und sie sind preiswert. Doch eine Kette hält nur maximal 5.000 km und hat dadurch, dass sie ungeschützt zwischen Pedale und Hinterrad sitzt, einen erheblich höheren Wartungsaufwand. (Falls Du einmal ein Rad mit Kettenschaltung besessen hast, erinnerst Du Dich sicherlich daran, wie oft die Kette abgesprungen ist – oder wenn einer Deiner Mitreisenden immer die ganze Gruppe wegen der Kette warten lässt … dieser jemand möchtest Du mit einem Reiserad NICHT sein!) 🙂

Wenn Du bereit bist, Geld in Dein Reiserad zu investieren, empfehlen wir in jedem Fall Nabenschaltung. Der Grund, warum viele doch zur Kette greifen, ist ein finanzieller. Ein Pinion-Getriebe allein kostet (für den Endverbraucher) bereits 650 bis 1.400 Euro. Somit ist ein Trekkingrad oder Reiserad mit dieser Ausstattung nicht unterhalb von 3.000 Euro erhältlich. Wenn Du ein Reiserad unter der 2.000 Euro Grenze suchst, wirst Du wohl oder übel bei der Kettenschaltung bleiben müssen und selbst im Preisrahmen von 3.000 bis 4.000 Euro findest Du oft noch die Kettenschaltung.

Eine hochwertige Kettenschaltung, die speziell beim Trekkingrad und Reiserad verbaut ist, ist die Shimano Deore Schaltung. Im Gegensatz zu den meisten Kettenschaltungen mit nur einem Zahnrad vorne und 11 – 13 Ritzeln hinten, hat die Shimano Deore Schaltung drei Kettenblätter vorne und 10 hinten. Der Vorteil ist, dass es zwischen den einzelnen Gängen keine großen Übersetzungssprünge gibt, allerdings benötigt die Schaltung etwas Übung, da sich nicht jedes Zahnrad vorne mit dem hinteren Zahnrad verträgt.

 

 

Eine Nabenschaltung ist die beste Wahl für ein Reiserad

Nabenschaltung für das Reisenrad im TestEine Nabenschaltung sitzt im Gegensatz zur Kettenschaltung in der Hinterradnabe und ist somit vor Witterungseinflüssen geschützt. Da die Zahnräder gekapselt im Ölbad laufen, gibt es kaum Verschleiß. Kurzum: eine Nabenschaltung ist wartungsarm und wetterfest. Sie ist allerdings auch teurer.

Welche Nabenschaltung verwendet wird, kann sich erheblich auf den Preis des Reiserads auswirken.

 

 

Bremsen

 

Zuverlässige Bremsen sind beim Reiserad unabdingbar. Auf dem Markt gibt es drei Arten von Bremsen:

  1. Felgenbremsen: Zwei Gummiklötze drücken auf die Felgen des Laufrads. Es gibt Cantilever Bremsen, V-Bremsen, hydraulische Felgenbremsen. Sportliche und günstige Räder haben meist V-Bremsen verbaut. Diese haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie bremsen auch bei hoher Geschwindigkeit zuverlässig – allerdings nicht so sehr bei Regen und Nässe. Als die besten Felgenbremsen gelten hydraulische Felgenbremsen. Diese funktionieren über Öldruck und sind dadurch wirksamer als der Seilzug.
  2. Nabenbremsen: Zu den Nabenbremsen gehören die Trommelbremse, Rollenbremse und die Rücktrittbremse, die laut der Stiftung Warentest bei” älteren Radlern nach wie vor beliebt“ ist. Die Rücktrittbremse ist neuesten Tests zufolge aber keineswegs sicherer oder sonst wie an Zuverlässigkeit überlegen. Sie wird eigentlich nur noch in Holland-Fahrrädern und City-Bikes verbaut (für uns „ältere Radler“ eben) 🙂
  3. Scheibenbremsen: Rund um die Fahrradnabe befindet sich eine Scheibe und der Bremssattel drückt beidseitig auf die Scheibe. Dies findet entweder mechanisch per Seilzug statt oder hydraulisch mit Öldruck. Die Hydraulik-Variante gilt auch hier als einen Tick wirkungsvoller. Generell sind Scheibenbremsen den Felgenbremsen überlegen – sie sind auf der Fahrt leichter zu dosieren, sprechen bei Nässe besser an und es gibt keinen Verschleiß am Laufrad.

 

Im Reiserad Test von „Bike Bild“ wurden Scheibenbremsen am besten bewertet. Allerdings haben auch „gut“ bewertete Reiseräder wie das „Böttcher Expedition Diamant“ eine hydraulische Felgenbremse (Modell Magura HS33). Man muss dazusagen, dass im Reiserad Test von „Bike Bild“ lediglich Reiseräder zwischen 1.000 und 2.500 Euro getestet wurden, weshalb hier eigentlich keine High End-Komponenten zu erwarten sind. Eine hydraulische Scheibenbremse (Shimano BL-RS600 und BR-RS405) befand sich im Test im „Rose Cross Randonneur“. Das leichte Rad schnitt allerdings nur „befriedigend“ ab, da es eher für Tagestouren als für große Rad Abenteuer geeignet ist.

 

 

Reifen

 

Bremsen aus dem Reiserad Test und VergleichDie richtigen Reifen haben einen großen Einfluss auf das Fahrverhalten. Wichtig ist eine gute Haftung auf dem Untergrund und ein geringer Rollwiderstand.

Viele Hersteller aus dem Vergleich setzen auf Reifen der deutschen Marke Schwalbe, die einen sehr guten Ruf für qualitative Fahrrad-Bereifungen hat. (Wir persönlich empfehlen auch sehr gern Schwalbe, da der Hersteller auch in puncto Nachhaltigkeit vorbildlich ist – so gibt es bei Schwalbe z.B. ein System zum Fahrradreifen-Recycling. Auch bei der Stiftung Warentest ist man der Marke sehr angetan.

 

Fahrradreifen unplattbar 

Da Du mit Deinem Reiserad viele Kilometer auf unterschiedlichen Untergründen unterwegs sein willst, ist es sinnvoll, von vornherein auf einen „unplattbaren“ Reifen zu setzen. Es handelt sich hierbei um Reifen, die eine verstärkte Gummischicht unter dem Mantel haben. (Fährst Du über einen Nagel, bohrt sich dieser nur ins Gummi und nicht in die Luft) Bei Schwalbe heißt die 3 mm dicke Gummischicht „GreenGuard“ (Green wegen der Recycling-Materialien). Bei Continental wird die Schicht „Gummibreaker“ oder „PunctureBelt“ genannt.

Beliebte unplattbare Reifenmodelle sind:

 

Schwalbe

Marathon GreenGuard, Marathon Plus Tour, Smart Sam Plus

Continental

Ride Tour (Speziell für Tourenräder)

Tannus

Tannus Amour und Airless (Beim Airless handelt es sich um einen Spezial-Reifen ohne Luft – stattdessen ist der Reifen mit einem (von Tannus patentierten) Polymer Schaumstoff gefüllt.

Tipp

Falls Du herkömmliche Reifen nachträglich unplattbar machen möchtest, empfehlen wir Dir die PRO-F-I Reifen-Impfung. Dies ist ein wahres „Zaubermittel“ und Du hast damit die Möglichkeit Dich in jeder Biker Gruppe beliebt zu machen und das Leben der Reifen zu verlängern. Es handelt sich um eine Dichtemulsion. Diese sprühst Du ins Ventil und es wird dadurch verhindert, dass Luft aus dem Reifen entweichen kann. (Die PRO-R-I Reifen-Impfung wurde auf einer Messe vorgestellt – Luftgefüllte Reifen werden mit Nägeln zerstochen und in Wasser getaucht – hier sieht man, dass wirklich keine Luft entweicht! Sieh es Dir an!)

 

 

Sattel

 

Die Sitzhaltung auf einem Reiserad ist aufgerichtet und bequem – hierzu sollte auch der Sattel passen. Was den Hersteller angeht, so sind wir eindeutig voreingenommen und empfehlen den italienischen Sattelhersteller Selle Royal. (Wie viele Wettkämpfe wurden auf diesen Sätteln schon gewonnen!) Es gibt bei Selle Royal allerdings eine riesige Produktpalette und Preisspanne, sodass auch nicht jeder Sattel der Marke unbedingt gut und geeignet ist.

Im Reiserad Test von „Bike Bild“ waren die Tester vom Sattel „Selle Royal Classic Freeway“ zum Beispiel nicht überzeugt. Mit dem Sattel „Selle Royal Classic Freeway“ waren sowohl das „Böttcher Expedition Diamant“ als auch das „Rose Cross Randonneur“ ausgestattet.

Der Hersteller Selle Royal empfiehlt für Reiseräder (Rad Abenteuer) einen Sattel der Serie Explora.

 

 

Gepäckträger

 

Gepäckträger aus dem Reiserad Test und VergleichReiseräder im Test müssen mit einem Gepäckträger ausgestattet sein. Noch besser sind zwei Gepäckträger – einer hinten und einer vorne. Die Größe (Aufnahmemöglichkeit) und Belastbarkeit des Gepäckträgers tragen in entscheidendem Maße dazu bei, wie viel Gepäck Du transportieren kannst.

Bei den preisgünstigen Modellen im Reiseräder Test von „Bike Bild“ findet sich des Öfteren das Modell Tubus Fly Evo. Es ist für 26 Zoll Laufräder und die 28 Zoll Variante erhältlich und kann 20 kg Gewicht aufnehmen.

Der Hersteller Tubus selbst empfiehlt allerdings für Reiseräder nicht Tubus Fly Evo, sondern Tubus Logo Expedition. Der Gepäckträger Logo Evo (für 26 Zoll Laufräder und die 28 Zoll Variante) ist für 26 kg Gewicht zugelassen, hat aber auch einen Test mit 40 kg Gepäck bestanden!

Den Hinterrad-Gepäckträger kannst Du noch um einen Vorderrad-Gepäckträger erweitern. Z. B. Tubus Tara – dieser kann noch mal 18 kg Gewicht aufnehmen!

 

 

Lenker

 

Reiseräder haben einen geraden Lenker für die aufrechte Sitzhaltung.

 

 

Zulassung für den Straßenverkehr / Licht

 

Da Du auf Deinen Reisen auch im Straßenverkehr unterwegs sein wirst, müssen Reiseräder verkehrssicher sein. Hierfür benötigt Dein Rad Reflektoren (an Pedalen und Speichen) sowie ein Vorderlicht und ein Rücklicht. Wichtig zu wissen: Nicht jedes Licht ist StVO-konform. Du solltest darauf achten, dass die verwendeten Lichter eine StVO-Zulassung haben. Nicht zugelassen sind z. B. Lampen, die den Gegenverkehr blenden oder „Blink-Lichter“.

Natürlich haben wir auch hier wieder unsere persönliche Empfehlung für die besten Marken in puncto Fahrradbeleuchtung: Sigma und Böttcher! Bei diesen Herstellern bist Du eigentlich immer auf der sicheren Seite, wobei es natürlich Low-Budget- und Premium-Leuchten gibt. Bei der Stiftung Warentest können die Fahrradleuchten dieser Marken in der Regel immer überzeugen.

 

 

Pedalen

 

Persönlich finden wir Click-Pedale (SPD-Cleat) super. Das sind diejenigen, die mit den passenden Schuhen eingeklickt werden und wodurch Du mit Deinem Bike zu einer echten Einheit wirst! Allerdings kommen diese eigentlich nur im Sportbereich zum Einsatz und sind bei Reiserädern (jedenfalls standardmäßig) nicht verbaut. Du kannst es allerdings im Hinterkopf behalten und gegebenenfalls noch nachrüsten (hier setzen Biker gern auf Shimano SPD-Cleats).

Wichtig ist generell, dass die Pedale des Reiserads eine breite Kontaktfläche bieten (Pedale für den Stadtverkehr sind oft schmal). Dies ist auf Radreisen mit langen Strecken im Gelände und mit Gepäck von Vorteil. Zudem müssen Reflektoren an den Pedalen sein.

 

 

Zusammenfassung der Komponenten-Auswahl

 

Zusammenfassung aus dem Reiserad Test und VergleichNachdem wir die einzelnen Komponenten diskutiert haben, möchten wir noch einmal das Ergebnis festhalten. Generell empfehlen wir für ein Reiserad:

  1. Rahmen in Diamantform
  2. Rahmen aus Stahl
  3. Eine Belastbarkeit von 150 kg
  4. Eine starre Fahrradgabel
  5. Eine Kettenschaltung nur dann, wenn das Budget begrenzt ist (dann z. B. Shimano Deore)
  6. Eine Nabenschaltung von Rohloff oder Pinion-Getriebe ist am besten (wirkt sich aber deutlich auf den Preis aus)
  7. Scheibenbremsen sind zu bevorzugen (am allerbesten eine hydraulische Scheibenbremse). Scheibenbremsen sind auch bezahlbar.
  8. Unplattbare Reifen mit allroad Bereifung von Schwalbe (Alternativ eine „Reifen-Impfung“)
  9. Sattel von Selle Royal (z. B. Modell Explora)
  10. Großer Gepäckträger (z. B. Tubus Logo Expedition/ Tubus Logo Evo + Tubus Tara) für die Zuladung von viel Gewicht
  11. Gerader Lenker
  12. StVO-konforme Beleuchtung (z. B. von Sigma oder Büchel)
  13. Pedalen mit breiter Kontaktfläche und Reflektoren

 

 

Reiserad Hersteller und Marken

 

Tout Terrain

Tout Terrain ist ein deutscher Hersteller aus Gundelfingen, der Fahrräder, E-Bike und Anhänger in der eigenen Manufaktur herstellt und dabei ein sehr ökologisches und nachhaltiges Konzept verfolgt, das alle Unternehmensbereiche umfasst.

Im Test von „Bike Bild“ wurde das „Tout Terrain Silkroad“ Testsieger mit der Note „sehr gut“ (als einziges Reiserad im Test). Besonders überzeugen konnte, dass das Rad „wie aus einem Guss“ wirke, mit sehr gut aufeinander abgestimmten Komponenten. Das „Tout Terrain Silkroad“ kostete im Test noch 2.300 Euro. Wenn man aktuell den Web Shop aufruft, beginnen die Preise für Tout Terrain Silkroad allerdings bei über 3.000 Euro. Neben der Serie Silkroad gibt es noch die Serien Bluegridge und Tanami als Reiseräder und natürlich den E-Bike Bereich.

Böttcher

Böttcher ist ebenfalls ein deutscher Hersteller. Das Reiserad nennt sich „Böttcher Expedition Diamant“ und liegt in der Standardausführung knapp unter 2.000 Euro, was im Vergleich zu anderen Modellen auf dem Markt sehr günstig ist. Das Tolle ist, dass Du Dir über den Online-Konfigurator das Modell komplett nach Deinen Wünschen konfigurieren kannst.

ROSE

ROSE verspricht Touring Bikes zum besten Preis (das heißt, ab ca. 3.000 Euro). Allerdings stellt ROSE keine klassischen Reiseräder her. Modelle wie „Cross Randonneur“ oder „Backroad GRX810 Randonneur“ sind eine Mischung aus vielen Bike-Typen, haben einen leichten Carbon-Rahmen und eignen sich wie ein Gravelbike für Straßen und Gelände. Beim Gepäck muss man hier auf Radreisen Abstriche machen.

 

 

Fazit

 

Fazit aus dem Reiserad Test und VergleichEin Reiserad soll Radler für viele Jahre auf der ganzen Welt begleiten. Wichtig ist ein hoher Fahrkomfort und eine hohe Belastbarkeit. Typisch ist ein Gepäckträger hinten und ein Gepäckträger vorne – auf diese lassen sich allein schon über 50 kg Zuladung für die Radreise packen!
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der Rahmen aus Stahl. Dies ist das beste Material und zudem preisgünstig. (Ein Rahmen aus Titan ist vielleicht noch besser, doch sollten wir beim „Rahmen der Tatsachen“ bleiben.)

Wir haben Dir alle einzelnen Komponenten genau vorgestellt und jeweils unsere Empfehlung abgegeben. Allerdings müssen wir dazu sagen, dass Du schnell bei um die 9.000 Euro für die Anschaffung landen wirst, wenn Du alles befolgen willst 🙂
So muss man bei einem Reiserad immer Abstriche und Kompromisse machen. Einer der größten Preisbrecher ist die Gangschaltung. Wir empfehlen zwar lieber ein Pinion-Getriebe als ein Kettengetriebe, doch wird das Rad allein dadurch etwa 1.000 Euro teurer.
Sehr praktisch ist ein Online-Konfigurator, bei dem Du Dir alles selbst zusammenstellen kannst. Doch kommt man auch hier finanziell schnell an die Grenze des Möglichen (außer, Du gehörst zu denen, bei denen Geld keine Rolle spielt). 🙂

Ein komplettes Reiserad ist darum mit Blick auf den Preis oft eine gute Option. Auf unserer Seite haben wir einige Komplett-Modelle für Dich ausgewählt.
Wir hoffen, unser Vergleich war hilfreich für Dich, wünschen Dir eine gute Fahrt und viele wunderbare Abenteuer auf der nächsten Radreise!

 

 

Wir hoffen unsere Tipps und Infos zu den besten Reiserädern haben Dir geholfen! Besitzt Du auch schon ein gutes Reiserad? Was gefällt Dir daran am Meisten? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

 

Hier findest Du weitere Ratgeber & hilfreiche Beiträge zum Thema:

Fahrrad

 

 

*Hinweis: Die gekennzeichneten Links sind Affiliate Links. Wir bekommen eine kleine Provision vom Anbieter wenn Du darüber ein Produkt bestellst. Der Preis verändert sich für Dich nicht, Du hast also keinerlei Nachteile davon.

Im Gegenteil: Dadurch hilfst Du uns auch weiterhin tolle Artikel auf reisefroh veröffentlichen zu können. Danke! 🙂

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Kommentar senden

Go to Top