Günstig durch Deutschland: Tipps für den Low-Budget-Roadtrip

Ein kleines Budget muss nicht bedeuten, dass Du auf das Reisen verzichten musst. Ganz im Gegenteil: Es gibt viele Möglichkeiten, um auch mit wenig Geld die Welt zu erkunden – und dabei sogar noch nachhaltig unterwegs zu sein. Dafür musst Du nicht gleich in ferne Länder aufbrechen, schließlich hat Deutschland selbst allerhand zu bieten, von lebendigen Städten über weitläufige Strände bis hin zu wunderschönen Naturlandschaften. Ein Roadtrip ist die perfekte Gelegenheit, um all diese Facetten in einer Reise zu erleben und dabei nur minimale Ausgaben zu haben. Hier kommen daher die besten Tipps für Deinen Low-Budget-Roadtrip durch Deutschland.

 

Tipp 1: Ein geeignetes Verkehrsmittel wählen

 

Bei einem Roadtrip denken viele Menschen automatisch an die Rundreise mit dem Camper. Doch das muss nicht sein. Definiert wird ein Roadtrip schließlich als „Fernreise auf der Straße“ – aber wie diese zurückgelegt wird, kann jeder selbst entscheiden. Du kannst also zwar einen Camper mieten oder kaufen, musst Du aber nicht. Stattdessen kann ein Roadtrip auch mit einem normalen Auto durchgeführt werden oder der Umwelt zuliebe per E-Auto beziehungsweise E-Bike. Ja, sogar ein normales Fahrrad kommt infrage – einfach alles Wichtige einpacken und schon kann es losgehen. Es ist deshalb wichtig, erst einmal die Art von Roadtrip und das Verkehrsmittel festzulegen, bevor es an die konkrete Routenplanung geht.

 

Tipp 2: Van, E-Auto & Co: Kaufen oder mieten?

 

Wenn Du bereits ein Fortbewegungsmittel wie ein eigenes Auto oder einen umgebauten Kastenwagen zur Hand hast, ist dieses zumeist die günstigste Wahl. Falls nicht, stellt sich für Dich die Frage, ob Du dieses kaufen oder mieten möchtest. Diesbezüglich lohnt es sich zu prüfen, ob Du vielleicht über private Kontakte günstig(er) an ein geeignetes Fortbewegungsmittel gelangst – Dir dieses eventuell sogar kostenfrei ausleihen darfst. Ansonsten hast Du die Möglichkeit, entweder zu einem offiziellen Anbieter zu gehen oder eben nach gebrauchten Campern, E-Autos & Co für wenig Geld zum Kauf zu suchen. Beide Varianten bringen gewisse Vorteile, aber auch Risiken mit sich. Du musst daher neben den primären Kosten auch mögliche Folgekosten einkalkulieren, beispielsweise für Versicherungen oder Reparaturen. In aller Regel lohnt sich der Kauf erst, wenn Du das Fahrzeug beziehungsweise Fahrrad häufig nutzt. Ansonsten ist die Miete für kurze Zeiträume die sparsamere Wahl. Das gilt vor allem, wenn Du verschiedene Anbieter vergleichst und bestenfalls zur Nebensaison unterwegs bist. Dann kannst Du so manches Schnäppchen ergattern. Auch lohnt es sich, innovative Angebote wie das Carsharing in Erwägung zu ziehen.

 

 

 

 

Tipp 3: Übernachtungen im Voraus planen

 

Nachdem geklärt ist, wie Du reist, kannst Du auch die Frage nach der Route beantworten. Denn das Fortbewegungsmittel entscheidet darüber, wie schnell Du unterwegs bist, sprich welche Strecken Du während der Reisezeit zurücklegen kannst. Je nachdem kannst Du versuchen, ganz Deutschland zu erkunden oder nur eine gewisse Region. Entscheidest Du Dich für die Natur, kannst Du kostengünstig im Auto oder auf Campingplätzen übernachten. In Städten bist Du stattdessen in Hostels gut aufgehoben und genießt etwas mehr Komfort, aber ebenfalls zu minimalen Kosten. Solche Anlaufstellen gibt es mittlerweile in allen größeren Städten und oftmals kannst Du sogar weitere praktische Services nutzen, wie einen Fahrradverleih. Du kannst bei einem Roadtrip durch Deutschland also gerne verschiedene Fortbewegungsmittel sowie Übernachtungsmöglichkeiten miteinander kombinieren. Dadurch wird er nicht nur maximal abwechslungsreich, sondern auch so günstig wie möglich – ohne auf jeglichen Luxus verzichten zu müssen. Vor allem zur Hauptsaison ist es jedoch wichtig, frühzeitig zu reservieren. Spontaner und sparsamer bist Du in der Nebensaison unterwegs.

 

 

Tipp 4: Reisziele sinnvoll aussuchen und zusammenstellen

 

Jetzt solltest Du also konkrete Reiseziele aussuchen, um die entsprechenden Buchungen zu tätigen und dadurch keine Zusatzkosten zu riskieren. An attraktiven Reisezielen mangelt es Deutschland glücklicherweise nicht. Da wären große Städte wie Berlin, Hamburg, Köln oder München. Da wären Strände wie jene an der Nord- und Ostsee im Norden oder im Süden am Bodensee. Da wären 16 verschiedene Nationalparks wie die Sächsische Schweiz oder der Bayerische Wald. Und da wären hohe Berge wie die Zugspitze, die zum Erklimmen einladen. Langweilig wird es in Deutschland also garantiert nicht und hier ist sicherlich für jeden eine passende Wahl dabei. Die Route kann daher nach Deinem individuellen Geschmack gestaltet werden, sollte sich aber in einer sinnvollen Linie durch Deutschland ziehen, um zwischen den einzelnen Destinationen möglichst kurze Reisezeiten zu haben. Wer hierbei nicht auf eigene Faust planen möchte, kann auch eine der gängigen, absolut sehenswerten Routen wählen: Die Deutsche Alpenstraße, Rheinroute, Vulkanstraße oder Nordische UNESCO-Welterbe-Route sind dafür beliebte Beispiele.

 

 

Tipp 5: Das Schöne mit dem Nützlichen verbinden

 

Der Roadtrip bringt noch einen großen Vorteil mit sich: Als „Low-Budget-Reise“ lässt er sich hervorragend mit Nachhaltigkeitsaspekten verbinden. Du kannst also ohne schlechtes Gewissen reisen und gleichzeitig sogar etwas Gutes tun. Schon kleine Details machen hierbei einen großen Unterschied. Eine nachhaltige Unterkunft zu wählen, ist dafür ein Beispiel, sprich eine kurze Recherche vor der Buchung in einem Hostel & Co lohnt sich. Aber auch regionale sowie saisonale Speisen zu essen, die Du unterwegs bei Bauernhöfen kaufst, ist günstiger und nachhaltiger zugleich. Ebenso kannst Du mit dem (E-) Bike oder einem E-Auto reisen. Sogar Kleinigkeiten wie ein sparsamer Fahrstil oder die Klimaanlage auszuschalten machen einen Unterschied – für den Umwelt- sowie Klimaschutz und für Deinen Geldbeutel. Überlege also, wie Du während Deines Roadtrips das Schöne mit dem Nützlichen verbinden kannst und ergreife diese Gelegenheiten, wann immer sie sich ergeben.

 

 

 

 

Tipp 6: Auch unterwegs Selbstverpfleger sein

 

Mit dem Essen ist ein wichtiges Stichwort gefallen. Viele Menschen essen auf Reisen bevorzugt auswärts, sei es in einem Restaurant oder an einem Straßenkiosk, der Fast Food verkauft. Das ist auf Dauer aber nicht unbedingt gesund und vor allem alles andere als günstig. Besser ist es, als Selbstverpfleger unterwegs zu sein. Das geht auch auf einem Roadtrip und sogar ohne eigene Campingküche, denn eine klassische Brotzeit oder das Kochen auf einem kleinen Campingkocher sind ebenfalls ausreichend, um ein sättigendes sowie leckeres Essen zu genießen. Überlege also, welche Ausstattung Du benötigst, um beim „Low-Budget-Roadtrip“ als Selbstverpfleger unterwegs zu sein. Dein Geldbeutel wird es Dir danken und zugleich bist Du unabhängiger, was Zeit oder Ort betrifft, wenn sich der Hunger bemerkbar macht. Ein Roadtrip soll schließlich für die meisten Menschen auch maximale Freiheit bedeuten.

 

 

Tipp 7: Im Ausland tanken; zumindest manchmal

 

Vermutlich wirst Du während Deiner Reise immer wieder in Grenznähe zu unseren Nachbarländern sein. Der Grenzübertritt kann sich dann in einigen Fällen lohnen, um beim Tanken viel Geld zu sparen – sowie eventuell bei anderen Besorgungen wie dem Lebensmitteleinkauf. Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, lohnt es sich also zu prüfen, ob Du einen kurzen Abstecher ins Ausland machen solltest und wie die jeweiligen Regularien aussehen, beispielsweise für die Einfuhr von Lebensmitteln. So ist das Tanken beispielsweise in Österreich, Luxemburg und Tschechien meist deutlich günstiger als in Deutschland, wodurch Du einen ordentlichen Betrag sparen kannst.

 

 

 

 

Tipp 8: Elektronische Helfer kennen und nutzen

 

Hilfreich, um Dich über die günstigste Tankstelle in der Umgebung zu informieren, sind heutzutage Apps. Sie können aber noch in zahlreichen weiteren Situationen beim Sparen unterstützen. Sie zeigen Dir beispielsweise kostenlose beziehungsweise kostengünstige Parkplätze in der Nähe oder informieren Dich über kostenfreie Toiletten – um nur einige von vielen Beispielen zu nennen. Investiere daher vor der Abreise gerne ein bisschen Zeit, um nützliche Apps zu recherchieren und zu installieren. Denn selbst, wenn Du jedes Mal nur wenige Cent sparst, so kommt über die Dauer Deiner „Low-Budget-Reise“ dadurch doch ein ordentlicher Betrag zusammen.

 

 

Extra-Tipp: Nicht an der falschen Stelle sparen

 

Ein Roadtrip durch Deutschland lässt sich also durchaus auch mit wenig Geld durchführen und mit simplen Tricks kannst Du zusätzlich sparen. Dennoch ist es wichtig, nicht an der falschen Stelle zu sparen, beispielsweise beim Versicherungsschutz oder durch illegale Stellplätze. Ansonsten drohen hohe Folgekosten. Selbiges gilt bei der Auswahl des Fortbewegungsmittels: Alte Fahrzeuge mögen auf den ersten Blick günstig(er) wirken, verursachen aber vielleicht hohe Reparaturkosten oder haben einen enormen Spritverbrauch. Sparen ja, aber mit Köpfchen, lautet daher die Devise – dann wird der „Low-Budget-Roadtrip“ durch Deutschland garantiert zum Erfolg!

 

 

Wir hoffen unsere Empfehlungen und Tipps für einen Low-Budget-Roadtrip durch Deutschland haben Dir geholfen. Bereitest Du gerade Deinen Roadtrip durch Deutschland vor oder hast es schon hinter Dir? Haben wir etwas vergessen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

 

Hier findest Du weitere Infos & Artikel über Deutschland:

DEUTSCHLAND

 

*Hinweis: Die gekennzeichneten Links sind Affiliate Links. Wir bekommen eine kleine Provision vom Anbieter wenn Du darüber ein Produkt bestellst. Der Preis verändert sich für Dich nicht, Du hast also keinerlei Nachteile davon.

Im Gegenteil: Dadurch hilfst Du uns auch weiterhin tolle Artikel auf reisefroh veröffentlichen zu können. Danke! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Kommentar senden

Go to Top