Internetnutzung auf Reisen: Warum eine VPN der neue Brustbeutel ist

Wer als Backpacker in der Welt unterwegs ist, achtet natürlich immer auf seine Wertsachen. Reisepass, Kreditkarten und Geld bewahrt man am besten sicher in einem Brustbeutel unter der Kleidung auf. Was viele nicht bedenken: Im öffentlichen WLAN-Netz in Cafés oder im Zug setzt man sich auch der Gefahr des Datenraubs aus. Davor schützt ein VPN-Dienst. VPN ermöglicht aber nicht nur sicheres Surfen, sondern umgeht auch Geoblocking – sehr wichtig, wenn man z. B. in China seine Mails checken möchte.

 

VPN-Dienste verschlüsseln den Datenstrom

 

Ein VPN-Dienst verschlüsselt automatisch alle Daten, die von Deinem Smartphone, Laptop oder Tablet ausgehen. So surfst Du auch in ungeschützten Netzen immer sicher. Der Datenstrom wird dabei über die eigenen Server des Anbieters umgeleitet. Auf Geschwindigkeit muss man dabei nicht verzichten. Im Gegenteil merkt man selbst eigentlich nichts von der Verschlüsselung – nur Hacker schauen dumm aus ihrer Kapuze!

 

Helfen auch kostenlose Browser mit VPN?

 

2021 hat sich die Stiftung Warentest 14 kostenpflichtige VPN-Dienste und die 2 kostenlosen Browser Opera und Brave getestet. Es zeigte sich: Brave und Opera unterschieden sich nicht nur in der Funktionsweise von den kostenpflichtigen Diensten, sondern auch in der Schutzwirkung und Vielseitigkeit. Insbesondere bei der Umgehung von Geoblocking zeigten die Browser Schwächen. „Gegen Zensur helfen die Browser höchstens manchmal“, schreiben die Tester.

Testsieger der Stiftung Warentest ist NordVPN, welches Du 30 Tage lang kostenlos testen kannst. 

 

 

So umgehst Du Geoblocking

 

Wenn Du dich im Internet mit einer Webseite verbindest, sendest du automatisch deine IP-Adresse mit. Diese teilt dem Webseiten-Anbieter mit, aus welchem Land Du zugreifst. Aufgrund dieser Kenntnis können die Anbieter den Nutzer von bestimmten Inhalten ausschließen. In Deutschland triffst Du auf dieses Problem z. B. oft aufgrund von Urheberrecht. So gibt es z. B. in den USA eine Reihe von kostenfreien Streaming-Diensten, die nur für die USA freigegeben sind. Hast du einen VPN-Dienst installiert, kannst du einen amerikanischen Server auswählen und surfst dann mit einer amerikanischen IP-Adresse (obwohl der Rechner in Deutschland ist) und bekommst den Inhalt angezeigt.

 

 

 

 

Mit VPN Internet-Zensur umgehen

 

Bist Du nicht in der EU, sondern in einem Land wie Kuba oder China unterwegs, sind viele Seiten aus politischen Gründen gesperrt. Wie jeder weiß, surfen Chinesen nicht wirklich im Internet, sondern in einem riesigen Intranet hinter der „Great Firewall of China“. Kein Google, Gmail, kein Facebook, kein Twitter und keine mit WordPress erstellten Seiten (wie Reisefroh!), wenn sie von WordPress.com gehostet werden. Auch hier kannst du die Zensur mittels VPN umgehen.

Wichtiger Hinweis: Das Nutzen einer VPN ist in China nicht wirklich erlaubt (aber auch nicht komplett verboten). In der Praxis ist es so, dass so ziemlich alle Touristen in China eine VPN oder einen Proxy-Server* verwenden, um die gewohnten Apps zu nutzen und mit Familie und Freunden zu Hause in Kontakt zu bleiben. Dies wird von der kommunistischen Partei auch geduldet und Du solltest keine Probleme bekommen. Wenn Du allerdings als Aktivist (Politik, Religion, Menschenrechte etc.) im Land bist, solltest Du dich vorher noch mal genau über bestimmte Risiken informieren. Praktisch ist in diesem Fall natürlich, dass eine VPN deine Nachrichten und dein Surf-Verhalten verschlüsselt.

 

*Der Unterschied zwischen einem Proxy und einer VPN ist, dass der Proxy-Server nur Deine IP-Adresse verbirgt, während durch VPN zusätzlich eine komplette Verschlüsselung des Datentransfers stattfindet.

 

Wir hoffen unsere Empfehlungen und Tipps für die Internetnutzung auf Reisen haben Dir geholfen. Bereitest Du gerade Deine Reise vor oder hast es schon hinter Dir? Was hilft Dir am meisten bei bei der sicheren Internetnutzung? Haben wir etwas Wichtiges vergessen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

 

 

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