Die Reisewoche: Fluten, Gebühren und Airline-Pannen

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Heftige Überschwemmungen in Thailand und Bangkok haben den Flugverkehr gestört und zeigen, wie schnell sich Reisepläne ändern können. Gleichzeitig sorgen neue Gerichtsurteile zu Airline-Gebühren, verschärfte Vorschriften für Powerbanks und Unsicherheiten bei Fluggesellschaften wie Volotea und Ryanair für Gesprächsstoff. Auch auf Sizilien gab es durch den Ätna erneut Einschränkungen, die nun beendet sind.

Sicherheit & Warnungen

Thailand: Schwere Überschwemmungen beeinträchtigen Reiseverkehr

Nach Angaben des britischen Außenministeriums führen starke Regenfälle in Thailand aktuell zu schweren Überschwemmungen, besonders in Zentralthailand und Teilen Bangkoks. Die Fluten beeinträchtigen den Straßen- und Flugverkehr, einzelne Flughäfen melden Einschränkungen. Hotels sind bislang nicht betroffen, doch die Lage kann sich kurzfristig ändern. Wer in den kommenden Tagen nach Thailand reist, sollte sich vorab über lokale Straßenverhältnisse und mögliche Flugstreichungen informieren. Besonders rund um den Beginn der chinesischen Golden Week könnte es zu weiteren Engpässen kommen. Reisende sollten flexible Reisepläne einkalkulieren und die Hinweise der örtlichen Behörden beachten.

Quelle: FCDO (UK), 28.9.2026

Flydubai: Zwischenfall mit radikalisiertem Kopiloten bestätigt

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben bestätigt, dass beim Vorfall auf einem Flydubai-Flug nach Tel Aviv terroristische Absichten vorlagen. Der Kopilot aus dem Oman war zuvor wegen Radikalisierung bei seinem früheren Arbeitgeber ausgeschlossen worden. Für Reisende zeigt der Fall, wie wichtig die Sicherheitskontrollen im internationalen Luftverkehr sind. Es gibt keine Hinweise auf akute Gefährdung für Passagiere, dennoch sollten Reisende bei Flügen in die Region die aktuellen Reisehinweise der Behörden beachten und auf mögliche Änderungen im Flugplan vorbereitet sein.

Quelle: aeroTELEGRAPH, 3.10.2026

Einreise & Recht

Ryanair-Check-in-Gebühr in Deutschland für unzulässig erklärt

Das Landgericht Cottbus hat entschieden, dass Ryanairs Check-in-Gebühr von 55 Euro pro Person unzulässig ist, wenn der kostenlose Online-Check-in bereits geschlossen wurde. Das Gericht sieht darin keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine Zwangslösung. Wer betroffen ist, kann sich auf das Urteil berufen und eine Rückerstattung verlangen. Die Entscheidung betrifft alle Passagiere, die in Deutschland abfliegen oder landen. Es empfiehlt sich, Belege aufzubewahren und sich im Streitfall an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr zu wenden. Für Flüge außerhalb Deutschlands gelten weiterhin die jeweiligen nationalen Regeln.

Quelle: Touristik aktuell, 29.9.2026

Gesundheit

Airlines verschärfen Regeln für Powerbanks im Flugzeug

Immer mehr Fluggesellschaften führen strengere Vorschriften für Powerbanks ein. Grund sind wiederholte Zwischenfälle mit brennenden Lithium-Akkus an Bord. Entscheidend ist, dass Powerbanks ausschließlich im Handgepäck transportiert werden dürfen und die Kapazität meist auf maximal 100 Wh begrenzt ist. Bei Verstößen drohen Bußgelder oder die Einziehung des Akkus am Flughafen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die genauen Regeln der jeweiligen Airline prüfen und Powerbanks mit klar gekennzeichneten technischen Daten mitführen. Unsichere oder beschädigte Akkus werden von den meisten Fluglinien nicht akzeptiert.

Quelle: TRAVELBOOK, 28.9.2026

Passend dazu aus unserem Ratgeber

Wer in dieser Woche nach Thailand, Italien oder Australien reist, merkt, wie schnell Wetter und Natur den Reisealltag bestimmen können. Gerade bei starken Regenfällen oder Überschwemmungen ist ein trockener Rucksack Gold wert – nicht nur für Technik und Dokumente. Welche Regenhülle wirklich schützt und worauf du beim Kauf achten solltest, zeigen wir im Vergleich der besten Regenschutz-Lösungen für Rucksäcke. So bleibt dein Gepäck auch bei plötzlichen Wetterumschwüngen trocken.

Verkehr & Verbindungen

Volotea meldet Insolvenz – Flugbetrieb läuft aber weiter

Die spanische Billigairline Volotea hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Hintergrund sind geopolitische Unsicherheiten und hohe Treibstoffkosten. Im Rahmen der Restrukturierung sollen Flotte und Personal reduziert werden, der Flugbetrieb läuft jedoch weiterhin normal. Reisende mit bestehenden Buchungen müssen aktuell nicht mit kurzfristigen Ausfällen rechnen, sollten aber die Entwicklung verfolgen und sich über mögliche Änderungen informieren. Wer Tickets gebucht hat, sollte Zahlungsbelege sichern und bei Problemen die Verbraucherzentrale oder das Luftfahrt-Bundesamt kontaktieren. Weitere Informationen gibt es auf der Website der Airline und bei offiziellen Stellen.

Quelle: Touristik aktuell, 28.9.2026

Ätna-Ausbruch: Flughafen Catania war erneut tagelang geschlossen

Der Flughafen Catania auf Sizilien blieb wegen der erneuten Aktivität des Vulkans Ätna für mehrere Tage weitgehend geschlossen. Ankünfte waren ausgesetzt, Abflüge nur eingeschränkt möglich. Die Einschränkungen galten bis zum 28. September, seitdem läuft der Betrieb wieder an. Wer in den nächsten Tagen nach oder über Catania reist, sollte mit Nachwirkungen rechnen, etwa Verspätungen oder kurzfristigen Flugplanänderungen. Es empfiehlt sich, aktuelle Informationen direkt beim Flughafen oder der Airline einzuholen. Weitere Tipps zur Region findest du in unserem Food-Guide für die italienische Küche.

Quelle: aeroTELEGRAPH, 28.9.2026

Israelische Airlines planen Wiederaufnahme der Flüge nach Dubai

Die israelischen Fluggesellschaften El Al, Israir und Arkia haben bei den Behörden beantragt, ihre Flüge nach Dubai wieder aufzunehmen. Hintergrund sind verbesserte Sicherheitslagen und die Hoffnung auf eine Normalisierung des Flugverkehrs zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Reisende, die zwischen beiden Ländern unterwegs sind, können in den kommenden Wochen mit neuen Direktverbindungen rechnen, sobald die Genehmigungen vorliegen. Es empfiehlt sich, die Buchungsoptionen regelmäßig zu prüfen. Weitere Tipps für Reisen in die Region gibt es in unserem Israel Highlights-Artikel.

Quelle: aeroTELEGRAPH, 2.10.2026

Thai Airways: Chef muss nach Chaos durch Überschwemmungen gehen

Nach dem Chaos am Flughafen Bangkok infolge der Überschwemmungen hat der CEO von Thai Airways seinen Posten verloren. Die Fluggesellschaft stand nach Jahren der Restrukturierung vor einem Neuanfang, doch die Flut führte zu massiven Störungen im Betrieb. Für Reisende bedeutet das weiterhin eine angespannte Lage am Bangkoker Drehkreuz: Verspätungen und kurzfristige Flugänderungen sind möglich. Wer einen Flug mit Thai Airways gebucht hat, sollte die aktuellen Abflugzeiten und Hinweise der Airline besonders aufmerksam verfolgen.

Quelle: Skift, 2.10.2026

Geld & Kosten

Weniger Klagen gegen Airlines – Entschädigungen dauern weiter

Laut TRAVELBOOK ist die Zahl der Klagen gegen Airlines wegen Flugverspätungen oder -ausfällen in Deutschland erstmals seit fünf Jahren gesunken. Für Reisende ändert sich an der Praxis wenig: Wer Entschädigung fordert, muss weiterhin mit langen Wartezeiten rechnen, da die Gerichte nach wie vor stark ausgelastet sind. Die Auszahlung durch die Airlines zieht sich oft über Monate. Wer betroffen ist, sollte alle Unterlagen sorgfältig aufbewahren und gegebenenfalls eine Schlichtungsstelle einschalten. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht, Geduld bleibt gefragt.

Quelle: TRAVELBOOK, 29.9.2026

Kurz notiert

  • Saint Barthelemy und Malta: US-Außenministerium stuft beide Ziele als sicher ein (Level 1).
  • Polen investiert Millionen in Hochwasserschutz für den neuen Zentralflughafen bei Warschau.
  • Vrbo verdoppelt die Vermittlungsprovision für Gastgeber, während Airbnb und Booking.com keine Gastgebühren verlangen.
  • In deutschen S-Bahnen fehlen weiter flächendeckend Toiletten, mit Ausnahme des Rhein-Main-Gebiets.

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