Der stressige Alltag von heute hat viele Menschen fest im Griff. Ein Urlaub muss deshalb vor allem viel Ruhe und Entspannung bieten. Genau darum geht es beim Slow Travel, also dem langsamen Reisen. Anstatt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen, lässt man sich bewusst viel Zeit beim Erkunden einiger weniger Orte. Das bietet authentische Erfahrungen, mehr Komfort und die richtige Erholung vom stressigen Arbeitsalltag.
Wir erklären dir in diesem Artikel, was es mit diesem Trend auf sich hat, welche Vorteile Slow Travel dir bieten kann und worauf du bei deiner Vorbereitung achten solltest. So ist bei deiner nächsten Reise bzw. deinem nächsten Urlaub perfekte Erholung garantiert.
Inhaltsverzeichnis
Was steht eigentlich hinter dem Begriff „Slow Travel“?
In Medien und sozialen Netzwerken hört man heute immer wieder von diesem noch eher neuen Begriff. Gemeint ist das langsame Reisen, das im direkten Gegensatz zur Erlebnisgesellschaft und dem Abhaken einer Checkliste steht. Es geht darum, dem hektischen Massentourismus zu entkommen und stattdessen länger an einem (weniger bekannten) Ort zu verweilen.
Statt fünf Städte oder Sehenswürdigkeiten im Rekordtempo abzuhaken, konzentriert man sich auf zwei. So hat man mehr Zeit, wirklich authentische Erfahrungen machen zu können. Zudem kommen Reisende dabei viel stärker mit Einheimischen, ihrer Lebensart und ihrer Kultur in Kontakt. Slow Travel folgt demnach einem einfachen Prinzip: Weniger ist mehr.
Nachhaltigkeit ist beim Slow Travel ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Der eigene CO2-Abdruck sinkt aufgrund weniger Flug- und Reisekilometer deutlich. Nebenbei wird auch noch die lokale Wirtschaft an ruhigeren Orten gefördert, anstatt sich auf einige Tourismus-Hotspots zu konzentrieren. Die bewusste Entschleunigung hat also zahlreiche Vorteile.
Perfekte Ziele zum langsamen Reisen und Entspannen
Sizilien, Italien
Italien ist eines der beliebtesten Urlaubsländer Europas und hat unglaublich viel zu bieten. Die meisten Menschen zieht es jedoch nach Rom, Venedig, Mailand und Neapel. Die südliche Insel Sizilien ist den meisten natürlich bekannt, aber nur die wenigsten verschlägt es in dieser eher abgelegene Region. Dabei ist die sizilianische Lebensart perfekt zur Entschleunigung.
Es wird sehr viel Wert auf Ruhe und lokale Küche gelegt. Wer die Großstädte wie Palermo und Catania verlässt, findet unzählige atemberaubende kleine Dörfer. Hier macht man nicht nur authentische Erfahrungen, sondern kann den Lebensstil Siziliens richtig erleben und aufnehmen. Die lokale Küche gilt ebenfalls als absolutes Highlight.
Lappland, Finnland
Im hohen Norden von Finnland, fernab jeder Gesellschaft, befindet sich das unglaublich schöne Lappland. Selbst im Sommer ist es hier angenehm kühl, während im Winter tiefe Minusgrade herrschen. Alles wirkt ein wenig ruhiger und hohe Naturverbundenheit ist praktisch ein Muss. Es gibt zwar zur Hochsaison einen regen Tourismus, dem entkommt man aber sehr einfach.
In einer der vielen kleinen Städte lässt sich ganz hervorragend eine kleine Hütte mieten, in der man für ein oder zwei Wochen verschwinden kann. Tagsüber lockt die Natur, ruhige Wanderungen und kleinere Erlebnistrips in der Umgebung. Und abends lässt man den Tag bei Kaminfeuer und einer heißen Tasse Schokolade entspannt ausklingen.
Lanzarote, Spanien
Kanarische Inseln wie Teneriffa und Gran Canaria sind schon seit Jahrzehnten ein beliebtes Ziel für den Party- und Massentourismus. Doch auf der kleineren Insel Lanzarote herrscht nach wie vor ein weitaus ruhigeres, entspannteres Leben. Die Insel kommt insgesamt auf gerade einmal 167 Tausend Einwohner, ein Drittel davon lebt in der Hauptstadt Arrecife.
Der Rest von Lanzarote ist, abgesehen von ein paar Städtchen, Dörfern und Resorts weitestgehend menschenleer. Dabei eignet sich die Vulkanlandschaft hervorragend für das langsame Erkunden und Wandern. Lanzarote ist auch ein ideales Ziel für Fahrradtouren – die Insel lässt sich mit dem Rad innerhalb von vier Stunden komplett durchqueren.
County Mayo, Irland
County Mayo liegt im fernen Nordwesten von Irland, während sich Dublin an der Ostküste befindet. Die Entfernung zur lebendigen Hauptstadt ist spürbar, nur wenige Menschen verschlägt es in diese Region. So kommt die größte Stadt von County Mayo (Castlebar) auf gerade einmal 13 Tausend Einwohner – und das, obwohl sie fast 1.000 Jahre alt ist.
Der Rest von County Mayo wird von verschlafenen kleinen Dörfern dominiert. Die Menschen sind freundlich und offen, weil es hier den klassischen Massentourismus kaum gibt. Slow Traveler müssen aber nicht auf eindrucksvolle Highlights verzichten, darunter viele mittelalterliche Burgen und Ruinen gepaart mit unglaublichen Naturlandschaften.
Wie kannst du dich auf Slow Travel vorbereiten?
Eine gute Vorbereitung ist beim Slow Travel aber umso wichtiger, weil du weit weg von den beliebten Hotspots und des Massentourismus sein wirst. Das bedeutet auch Herausforderungen mit Hinblick auf Infrastruktur und Verpflegung. Besonders wichtig: Packe die richtige Kleidung ein, weil du vor Ort wahrscheinlich nur wenig Auswahl haben wirst.
WLAN wird ebenfalls nicht überall verfügbar sein, viele Regionen bauen stattdessen das mobile Netzwerk aus. Wer außerhalb der EU verreist, kann dank einer günstigen eSIM weiterhin mobile Daten nutzen, ohne hohe Roaminggebühren befürchten zu müssen. Sonst gilt: Vorsicht beim Thema IT-Sicherheit, Viren und Schadsoftware können nämlich den Urlaub vermiesen.
Hilfe vor Ort solltest du nicht erwarten, wenn iPhone & Co. befallen sind. Dafür kennen sich die meisten nicht gut genug aus. Aber mit den richtigen Tipps kannst du dir auch selbst helfen (mehr zu dem Thema: Wie kann ich mein iPhone auf Viren prüfen?). Achte vor allem darauf, was du herunterlädst, und beziehe Apps nur aus den offiziellen App-Stores.
Fazit: Slow Travel bietet den perfekten Ausgleich vom stressigen Alltag
Immer mehr Menschen suchen nach authentischen Erfahrungen und gezielter Entschleunigung vom Alltag. Slow Travel ist hierfür die perfekte Option. Anstatt unzählige Sehenswürdigkeiten im Rekordtempo abzuhaken, konzentrierst du dich bewusst auf langsame, weniger touristische Erfahrungen. So lässt sich der nächste Urlaub umso besser genießen.
Vorgestellt bei





