Update (Stand: 12. Februar 2026): In den letzten Tagen kursierten Schlagzeilen, die viele USA-Reisende verunsichert haben: „Social-Media-Accounts sind jetzt Pflicht für ESTA.“
So eindeutig ist es (noch) nicht. Der aktuelle ESTA-Antrag wurde nach allem, was offiziell einsehbar ist, nicht auf „Pflicht“ umgestellt – allerdings läuft(e) ein Verfahren, in dem genau das diskutiert wird.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in 20 Sekunden
- Derzeit ist die Angabe von Social-Media-Konten im ESTA-Antrag weiterhin optional (die Frage ist seit Jahren Teil des Systems, aber freiwillig).
- CBP/DHS hat Ende 2025 in einem offiziellen Federal-Register-Dokument vorgeschlagen, Social Media (letzte 5 Jahre) künftig als verpflichtendes Datenfeld zu erheben – zusammen mit weiteren, deutlich umfangreicheren Angaben.
- Die öffentliche Kommentierungsfrist lief bis 9. Februar 2026 – das war kein Startdatum für neue Regeln.
- Für den Start der Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko Ende Mai sollten Besucher sich früh informieren, um Probleme bei der Einreise in die USA zu vermeiden.
Warum plötzlich alle darüber reden
Mehrere Medienberichte haben das Thema so aufgegriffen, als sei die Änderung bereits umgesetzt. Tatsächlich geht es (Stand heute) um Vorschläge/Planungen im Rahmen eines offiziellen Verfahrens – und nicht um eine bereits veröffentlichte, final gültige Durchführungsregel.
Das sorgt für Verwirrung, weil „Kommentarfrist endet am 9. Februar 2026“ leicht wie „ab 9. Februar 2026 gilt…“ klingt – tut es aber nicht.
Was genau wird diskutiert? (Und was könnte kommen)
Im Federal Register nennt die US-Behörde CBP unter anderem folgende geplante bzw. „neu vorgeschlagene“ Anpassungen für ESTA:
- Social Media verpflichtend: Angabe der Social-Media-Infos der letzten 5 Jahre
- „High value data fields“: zusätzliche Kontaktdaten-Historien (z. B. Telefonnummern der letzten 5 Jahre, E-Mail-Adressen der letzten 10 Jahre) sowie Familienangaben
- Biometrie/Foto: u. a. ein Selfie/Foto des Gesichts (je nach Kanal)
- Betrugsbekämpfung: CBP begründet Änderungen auch mit Problemen durch schlechte Uploads und betrügerische Drittanbieter-Websites.
Wichtig: Das Dokument beschreibt Einladung zur Kommentierung und die Begründungslogik, aber es ist nicht automatisch gleichbedeutend mit „ab sofort Pflicht“.
Heute gilt: Die Social-Media-Frage ist offiziell als optional ausgewiesen.
Ob (und wie intensiv) Angaben in der Praxis „geprüft“ werden, kommunizieren Behörden naturgemäß nicht im Detail. Was du aber ableiten kannst:
- Wenn du Angaben machst, sollten sie wahrheitsgemäß und konsistent sein (wie bei allen Einreisedaten).
- Wenn du nichts angibst, ist das aktuell nicht automatisch ein Problem, weil die Angabe laut offizieller FAQ als optional gilt.
Was Reisende jetzt konkret tun sollten (ohne Panik, aber smart)
1) Nur über die offizielle ESTA-Seite beantragen
CBP warnt ausdrücklich vor fraudulent third-party websites, die teils hohe Gebühren verlangen und im schlimmsten Fall gar nicht korrekt einreichen.
2) ESTA frühzeitig beantragen
Auch ohne Regeländerungen: ESTA ist eine Voraussetzung für das Boarding (Visa Waiver Program). Beantrage es früh genug, damit du nicht kurz vor Abflug unter Druck gerätst.
3) Wenn du die Social-Media-Frage beantwortest: sauber bleiben
- Nur Accounts angeben, die wirklich zu dir gehören
- Keine Tippfehler/Vertauschungen (Handle/Plattform)
- Lieber wenige, korrekte Angaben als „irgendwas“, nur um etwas einzutragen
4) Beobachte offizielle Updates, bevor du deine Reisepläne änderst
Die entscheidende Frage ist: Kommt eine finale Regel/Umsetzung – und ab wann?
Bis dahin gilt: Status quo + aufmerksam bleiben.
Mini-FAQ
Ist Social Media im ESTA-Antrag aktuell Pflicht?
Nein, laut offizieller US-Behörden-FAQ ist die Social-Media-Frage optional.
Warum schreiben dann so viele, es sei Pflicht?
Weil es eine offizielle Proposal-/Konsultationsphase gab, in der „mandatory social media“ als geplante Änderung beschrieben wird – aber ohne dass es schon eine final umgesetzte Regel ist.
Was könnte sich ändern?
Im Raum stehen u. a. Social Media (5 Jahre) als Pflichtfeld, weitere Kontakt-/Familienhistorien und biometrische Elemente.
Reisefroh-Einordnung
Wenn du bald in die USA fliegst, musst du jetzt vor allem zwei Dinge richtig machen:
- ESTA nur offiziell beantragen (Scam-Risiko ist real). (Federal Register)
- Nicht wegen Social Media in Panik verfallen – aber die Entwicklung im Blick behalten.
Sobald es eine finale Umsetzung mit Startdatum gibt, lohnt sich ein Update deiner Vorbereitung (und wir aktualisieren den Beitrag).
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