Wenn du schon mal versucht hast, einen Schlafsack, einen Fleece-Pullover oder eine Regenjacke in einem voll gepackten Rucksack zu verstauen, weißt du das Problem: sperrige Teile fressen Platz, der eigentlich für andere Sachen gebraucht wird.
Kompressionssäcke sind die Lösung – und ich muss zugeben, dass ich viel zu lange ohne sie gereist bin. Seitdem ich sie nutze, passt deutlich mehr in meinen Rucksack, ohne dass ich auf irgendetwas verzichten müsste.
In diesem Artikel stelle ich dir die 5 besten Kompressionssäcke vor, erkläre worauf du beim Kauf achten solltest – und sage dir direkt, welches Modell ich selbst auf Reisen immer dabei habe.
Inhaltsverzeichnis
- Kompressionssäcke im Überblick | Häufige Fragen
- Worauf beim Kauf achten? | Kaufberatung
- 1. Sea to Summit Ultra-Sil Compression Dry Sack | Testsieger
- 2. Eagle Creek Pack-It Specter Compression Cube | Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
- 3. Osprey UltraLight Compression Sack | Bester für Schlafsäcke
- 4. Deuter Compression Packsack | Bestes Einsteiger-Modell
- 5. Exped Fold Drybag | Bester wasserdichter Kompressionssack
- Kompressionssäcke im Vergleich | Schnellübersicht
- Mein Fazit | Welcher Kompressionssack ist der beste?
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Kompressionssäcke im Überblick | Häufige Fragen
Was ist ein Kompressionssack und wofür brauche ich ihn?
Ein Kompressionssack ist ein Packsack, der durch seitliche Gurte oder einen Rollverschluss das Volumen des verpackten Inhalts stark reduziert. Das funktioniert besonders gut bei weichen, voluminösen Sachen wie Schlafsäcken, Jacken, Fleeces oder Handtüchern – also genau dem Zeug, das einem im Rucksack immer den meisten Platz klaut.
Kompressionssack vs. Packsack vs. Vakuumbeutel – was ist der Unterschied?
Ein normaler Packsack organisiert nur, komprimiert aber nicht aktiv. Ein Vakuumbeutel braucht einen Staubsauger – praktisch zuhause, aber auf Reisen unpraktisch. Ein Kompressionssack komprimiert durch Druck von Hand, ohne Strom oder Zusatzgeräte – der ideale Kompromiss für Reisende und Trekker.
Wie viel Platz spart ein Kompressionssack wirklich?
Je nach Modell und Inhalt kannst du das Volumen auf 30–50% des ursprünglichen Packmaßes reduzieren. Ein Schlafsack der normalerweise 8 Liter einnimmt, kommt mit einem guten Kompressionssack auf 3–4 Liter. Das ist spürbar – besonders wenn du mit Handgepäck reist oder Ultraleicht-Trekking machst.
Worauf beim Kauf achten? | Kaufberatung

Bevor wir zu den Tests kommen, kurz die wichtigsten Kriterien, nach denen ich die Modelle bewertet habe:
Kompressions-Verhältnis: Wie viel Volumen wird wirklich eingespart? Das ist das wichtigste Kriterium.
Wasserdichtigkeit: Schützt der Sack den Inhalt bei Regen oder feuchten Bedingungen?
Gewicht: Wer ultraleicht unterwegs ist, will keinen Kompressionssack, der selbst schon 200g wiegt.
Haltbarkeit: Hält der Sack auch nach vielen Reisen noch dicht? Sind Nähte und Gurte stabil?
Größenauswahl: Gibt es das Modell in verschiedenen Größen für verschiedene Inhalte?
🏆 TESTSIEGER: Sea to Summit Ultra-Sil Compression Dry Sack
Bestes Kompressions-Verhältnis | Ultraleicht (38g) | Wasserdicht | Top-Haltbarkeit
← Sea to Summit Ultra-Sil Compression Dry Sack – TESTSIEGER
1. Sea to Summit Ultra-Sil Compression Dry Sack | Testsieger
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
Sea to Summit ist eine Marke, die ich schon auf mehreren Langzeitreisen dabei hatte – und der Ultra-Sil Compression Dry Sack ist aus gutem Grund ihr Bestseller. Das Ding ist kaum zu glauben leicht (je nach Größe ab 38g) und hat trotzdem eine beeindruckende Kompressionsleistung.
Der Sack besteht aus einem ultraleichten 30D Ripstop-Nylon mit einer Silikon/Polyurethan-Beschichtung. Das macht ihn nicht nur leicht, sondern auch wasserdicht – ein echter Pluspunkt wenn du in der Regenzeit reist oder beim Trekking mal in einen Schauer gerätst.
Die seitlichen Gurte lassen sich fest anziehen und halten auch bei längerem Tragen im Rucksack gut. Der Rollverschluss ist einfach zu bedienen und schließt zuverlässig.
Für wen geeignet: Trekker, Ultraleicht-Reisende, alle die mit Handgepäck reisen. Ideal für Schlafsäcke, Daunenjacken, Fleece.
Größen: 4L / 8L / 13L / 20L / 35L
Gewicht: ab 38g (8L)
💡 Tipp: Den 8L-Sack nutze ich für meinen Daunenschlafsack – er komprimiert ihn von ursprünglich 9L auf ca. 3,5L. Das ist Wahnsinn.

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2. Eagle Creek Pack-It Specter Compression Cube | Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐½ (4,5/5)
Eagle Creek kennen viele bereits von den beliebten Pack-It Würfeln. Der Specter Compression Cube ist deren Antwort auf das Kompressionssack-Segment – und er macht vieles richtig.
Im Gegensatz zu klassischen Kompressionssäcken ist der Eagle Creek als Würfel konzipiert, was das Verstauen im Rucksack erleichtert: Er füllt Ecken und Lücken besser aus als ein runder Sack. Trotzdem komprimiert er den Inhalt durch seitliche Gurte um ca. 60% des ursprünglichen Volumens.
Das Material ist leichter als bei vielen Konkurrenten und trotzdem robust. Nach intensivem Einsatz auf einer Nepal-Reise war er noch tadellos.
Für wen geeignet: Reisende die gerne mit Würfeln organisieren, Backpacker, Familien.
Größen: S / M / L
Gewicht: ab 64g (S)
💡 Tipp: Perfekt für Kleidung die du komprimieren, aber trotzdem schnell greifen möchtest – der Klappmechanismus oben macht’s einfacher als ein Rollverschluss.
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3. Osprey UltraLight Compression Sack | Bester für Schlafsäcke
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐½ (4,5/5)
Osprey kennt man vor allem für Rucksäcke – aber die Österreicher machen auch sehr gute Kompressionssäcke. Der UltraLight Compression Sack ist speziell für voluminöse Ausrüstungsgegenstände wie Schlafsäcke oder Isomatten konzipiert.
Was ihn von anderen unterscheidet: Er hat vier seitliche Gurte statt der üblichen zwei. Das ermöglicht eine gleichmäßigere Kompression – besonders wichtig bei dickeren Schlafsäcken, die sonst zu einer Seite hin ausweichen.
Das 40D-Ripstop-Material ist strapazierfähig und wasserabweisend behandelt. Komplett wasserdicht ist er nicht, aber für die meisten Bedingungen auf Reisen völlig ausreichend.
Für wen geeignet: Camper, Trekker, alle mit voluminösen Schlafsäcken oder Daunenjacken.
Größen: 12L / 20L / 30L
Gewicht: ab 57g (12L)
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4. Deuter Compression Packsack | Bestes Einsteiger-Modell
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
Deuter ist vor allem in Deutschland eine sehr bekannte und geschätzte Outdoormarke – und die Kompressionssäcke halten, was die Marke verspricht. Wer gerade mit dem Thema anfängt oder kein Vermögen ausgeben möchte, ist mit dem Deuter Compression Packsack sehr gut bedient.
Das Modell ist nicht ganz so leicht wie die Sea to Summit- oder Osprey-Variante, aber dafür deutlich günstiger. Die Kompressionsleistung ist solide – für Reise-Kleidung, leichte Jacken oder Handtücher funktioniert er hervorragend.
Was mir gut gefällt: Deuter hat einen sehr einfachen Rollverschluss mit Druckknopf-Sicherung. Den kann man auch mit kalten Fingern noch gut bedienen – ein Detail, das auf Reisen mehr Wert ist, als man denkt.
Für wen geeignet: Einsteiger, Gelegenheitsreisende, Städtereisende.
Größen: 10L / 18L / 30L
Gewicht: ab 90g (10L)
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5. Exped Fold Drybag | Bester wasserdichter Kompressionssack
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4/5)
Der Exped Fold Drybag ist die wasserdichteste Lösung in unserem Test – er ist vollständig IPX6-zertifiziert, also auch für kurzes Eintauchen geeignet. Das macht ihn zur besten Wahl für alle, die in besonders feuchten Umgebungen unterwegs sind: Wildwasser-Trekking, Monsun-Reisen oder einfach ein vollgesogener Rucksack beim Camping.
Die Kompression funktioniert über einen klassischen Rollverschluss – je fester du rollst, desto mehr Luft entweicht und desto kleiner wird das Packmaß. Das Prinzip ist simpel und absolut zuverlässig.
Der einzige Abzugspunkt: Er ist etwas schwerer als die ultraleichten Konkurrenten und die aktive Kompression ist marginal weniger effektiv. Aber wenn du maximalen Schutz vor Nässe brauchst, ist er die erste Wahl.
Für wen geeignet: Kajaktouristen, Monsun-Reisende, Trekker in sehr feuchten Regionen.
Größen: 4L / 8L / 13L / 22L / 36L
Gewicht: ab 85g (8L)
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Kompressionssäcke im Vergleich | Schnellübersicht
Hier nochmal alle 5 Modelle auf einen Blick:
Modell | Bewertung | Gewicht (ab) | Wasserdicht | Besonders geeignet für
Sea to Summit Ultra-Sil | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 38g | Ja (100%) | Trekking, Ultraleicht
Eagle Creek Specter Cube | ⭐⭐⭐⭐½ | 64g | Nein | Backpacking, Kleidung
Osprey UltraLight | ⭐⭐⭐⭐½ | 57g | Nein (wasserabw.) | Schlafsäcke, Daunenjacken
Deuter Compression | ⭐⭐⭐⭐ | 90g | Nein (wasserabw.) | Einsteiger, Städtereisen
Exped Fold Drybag | ⭐⭐⭐⭐ | 85g | Ja (IPX6) | Kajak, Monsun, Extremwetter

Mein Fazit | Welcher Kompressionssack ist der beste?
Klarer Testsieger ist für mich der Sea to Summit Ultra-Sil Compression Dry Sack. Das Kompressions-Verhältnis ist ungeschlagen, er wiegt fast nichts und ist dabei noch vollständig wasserdicht. Das ist die Kombination, die du auf Reisen brauchst.
Wenn du eher Gelegenheitsreisender bist oder gerade anfängst mit dem Thema, lohnt sich der Deuter als günstigerer Einstieg. Und wer in feuchten Extrembedingungen unterwegs ist, greift zum Exped Fold Drybag.
💡 Tipp: Ich nutze in der Regel zwei Kompressionssäcke gleichzeitig: einen kleinen (8L) für meinen Schlafsack und einen mittleren (13L) für Fleece, Regenjacke und eine dünne Daunenweste. So habe ich meine gesamte warme Ausrüstung auf ca. 5L komprimiert.
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