Solaranlage Wohnmobil: Anleitung und Montage zur Stromversorgung für Deinen Camper

Sebastian Haffner | reisefroh.de Autor/in: Sebastian Haffner

Solarenergie ist eine der günstigsten und einfachsten Möglichkeiten um sich im Wohnmobil, Wohnwagen oder beim Camping autark mit Strom zu versorgen. Dazu muss man auch weder Ingenieur sein noch Profi-Handwerker.

Hier findest Du alle Infos um Deine eigene Solaranlage auf dem Wohnmobil zu installieren, inklusive einer einfachen Schritt-für-Schritt Anleitung zur Montage sowie vielen hilfreichen Tipps! 🙂

 

Solaranlage Wohnmobil: Überblick und wichtige Grundlagen

 

Um Dir einen kurzen Überblick zum Thema zu verschaffen beginne ich mit ein paar Grundlagen. Ganz grob besteht jedes autarke Solarsystem aus drei Komponenten, inkl. Zubehör:

 

  1. Solarmodul – auch Solarpanel oder Solaranlage genannt;
  2. Solarbatterie – auch Versorgungsbatterie oder Aufbaubatterie genannt;
  3. Laderegler – die intelligente Elektronik, die den Stromfluss steuert.

 

Das Herz dieser autarken Stromversorgung ist dabei die Solaranlage. Sie ist sozusagen das sonnentankende Kraftwerk und verantwortlich für die Stromproduktion. Um den erzeugten Strom zu speichern benötigst Du eine oder mehrere Batterien (im Wohnmobil auch oft Aufbaubatterie oder Bordbatterie genannt) sowie einen Laderegler für die Steuerung.

Die Auslegung der einzelnen Komponenten hängt maßgeblich von der Anzahl Deiner elektrischen Verbraucher ab – also der Geräte, die Du auf Reisen mit Strom versorgen möchtest. Im Folgenden schauen wir uns die Einzelteile einer Solaranlage genau an, erklären Dir worauf Du beim Kauf achten solltest und geben Dir hilfreiche Tipps zur Installation und Montage.

 

In diesem Artikel findest Du:

  1. Berechnung des eigenen Energiebedarfs im Wohnmobil;
  2. Die richtige Dimensionierung des Solarsystems mit allen Komponenten;
  3. Detaillierte Montageanleitung inklusive Bildern;
  4. FAQ: Tipps, Antworten & Hinweise

 

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Anne & Sebastian von reisefroh

Solaranlage Wohnmobil: Solarset mit Haltespoiler, Solarmodule und Solarregler

 

 

Solaranlage Wohnmobil berechnen: So kalkulierst Du Deinen täglichen Energiebedarf

 

Um alle drei Komponenten (Solaranlage, Aufbaubatterie und Laderegler) richtig zu dimensionieren, ist es wichtig zu wissen wie hoch Dein täglicher Stromverbrauch im Camper bzw. Wohnmobil ist. Denn das ist die Energiemenge, die Du jeden Tag unterwegs benötigst und die das Solarsystem im Idealfall leisten sollte.

Dein Energiebedarf lässt sich ganz einfach ermitteln. Am besten legst Du Dir dazu die folgende Tabelle an und trägst alle Verbraucher mit ihrer jeweiligen Leistung (Watt) ein. Anschließend überlegst Du Dir, wie lange Du die einzelnen Geräte pro Tag benutzen möchtest.

 

Als konkretes Beispiel nehme ich jetzt einfach mal unsere eigene Berechnung als Grundlage. Da wir unterwegs auch online arbeiten, benötigen wir vor allem Strom für unsere Reise-Laptops und das mobile Internet (Lesetipp: Internet im Wohnmobil).

 

 

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 Gerät/VerbraucherWatt
[W]
Nutzungsdauer
[h/Tag]
Bedarf
[ W x h/Tag]
1Laptop Anne10,5442
2Laptop Sebastian654260
3Internet mobiler Hotspot1,522436,5
4Innenbeleuchtung 112224
5Innenbeleuchtung 212336
6USB Charger (Ruhestrom) 10,36248,6
7USB Charger (Ruhestrom) 20,36248,6
8Kamera Akku0,9510,95
9Smartphone5,96317,9
Summe:434,6 Wh pro Tag

 

 

Multiplizierst Du nun für jeden Deiner Verbraucher die Leistung (Watt) mit der Nutzungsdauer (Stunden pro Tag), so ergibt sich der tägliche Strombedarf für das jeweilige Geräte. Die Einheit heißt Wattstunde, abgekürzt mit Wh.

Jetzt musst Du nur noch den Strombedarf aller Geräte addieren und schon kennst Du Deinen täglichen Energiebedarf im Wohnmobil. Glückwunsch! 🙂

In unserem Fall lautet die Summe = 434,6 Wh pro Tag

 

Wie Du siehst gibt es Verbraucher, die rund um die Uhr Strom benötigen (Ruhestrom vom USB Ladegerät, mobiler Internet-Hotspot…) und andere, die nur wenige Stunden am Tag angeschlossen werden (Kamera, Beleuchtung…).

 

 

Solaranlage Wohnmobil: Dimensionierung der Komponenten

 

Da Du nun Deinen täglichen Energiebedarf kennst, können wir mit der Dimensionierung der einzelnen Solar-Komponenten beginnen.

Dazu solltest Du die folgenden acht Punkte berücksichtigen:

 

 

1. Bordspannung: 12V oder 24V?

 

Zu allererst solltest Du Dir überlegen, welche Bordspannung Du benötigst (diese wird auch als Versorgungsspannung bezeichnet). Da der Großteil der Geräte für den Camper, Wohnwagen bzw. das Wohnmobil für eine Spannung von 12 Volt ausgelegt ist, empfehle ich Dir die „klassischen“ 12V als Bordspannung zu wählen. Alternativ kannst Du auch ein 24 Volt System aufbauen, was z.B. bei LKW’s die normale Bordspannung wäre.

All meine Empfehlungen und Anleitungen in diesem Artikel beziehen sich auf eine Spannung von 12 Volt!

 

 

2. Autarkiegrad bestimmen

 

Ein wesentlicher Aspekt bei der Berechnung Deiner Solaranlage ist die Frage, wo und wann Du damit Deinen Strom autark produzieren möchtest. Bist Du mit Deinem Wohnmobil nur in Deutschland unterwegs oder auch mal weiter im Norden oder weiter im Süden? Zu welchen Jahreszeiten möchtest Du mit dem Camper verreisen?

Die Sonneneinstrahlung variiert sehr stark je nach Saison und Breitengrad.

 

Ich habe unsere eigene Berechnung für einen Einsatz in Deutschland sowie in südlicheren Ländern durchgeführt und dabei ganz bewusst eine (vollständig autarke) Nutzung im Winter ausgeschlossen. In den Wintermonaten wird unsere Solaranlage also nur einen Bruchteil der benötigten Energie liefern können.

Sollten wir dennoch im Winter mit dem Wohnmobil verreisen wollen, benötigen wir zusätzlich zum Strom der Solaranlage eventuell noch Strom vom öffentlichen Netz (Landstrom).

 

Wenn Du mit Deinem Wohnmobil auch in den kalten Monaten autark mit Strom unterwegs sein möchtest, dann muss sowohl das Solarmodul als auch die Batterie sehr groß dimensioniert werden, was aus Kosten- und Platzgründen meistens kaum sinnvoll ist!

 

Daher meine Empfehlung: Stell Dir die Frage, was Dir Deine Strom-Unabhängigkeit wert ist und in welchen Regionen sowie zu welcher Jahreszeit Du die Solarenergie einsetzen möchtest.

 

 

3. Solarmodul Wohnmobil

 

Da ein Solarmodul nur in seltenen Fällen die maximale Leistung bringt (wolkenloser Himmel, Mittagssonne, perfekte Ausrichtung…), ist es wichtig kein zu kleines Modul auszuwählen. Die anliegende Spannung sollte auch bei mittelmäßiger Sonneneinstrahlung noch ausreichend sein um Deine 12-Volt Batterie aufzuladen.

Dies bedeutet in der Praxis, dass Du ein Solarmodul mit einer Leistung von mindestens 80 Watt-Peak (Wp) benötigst. Die Einheit „Wp“ bezeichnet die maximale Leistung, die das Modul liefern kann.

 

Ich empfehle Dir jedoch je nach Anwendung und gewünschter Autarkie eine Solaranlage mit einer Leistung von mindestens 100 Wp auf dem Wohnmobil zu installieren.

Wir selbst haben ein monokristallines Modul mit 130 Wp* installiert, was für den oben berechneten Energie-Bedarf in den Jahreszeiten Frühling bis Herbst ausreicht und genügend Strom produziert.

Hast Du mehr elektrische Verbraucher an Bord als wir, dann empfehle ich Dir ein Solarpanel mit einer Leistung von 200Wp. Solarmodule lassen sich übrigens prima parallel zusammenschalten, sodass Du für 200Wp z.B. zwei Mal 100Wp Module nutzen kannst.

 

Dabei solltest Du jedoch beachten, dass die Module identische Spezifikationen haben (am besten zwei Mal das gleiche Solarmodul nehmen).

Dies hat den großen Vorteil, dass Du Dein Solarsystem auch in Zukunft bei Bedarf ganz einfach mit einem zusätzlichen Modul erweitern kannst (solange Du auf dem Dach noch Platz hast). 🙂

 

Um Dir ein Gefühl für die Größe und die benötigte Fläche verschiedener Module zu geben siehst Du hier eine Tabelle für die gängigsten Leistungsklassen:

 

Solaranlage Leistung Modulfläche in m²
80W Modul: 0,52
100W Modul: 0,65
130W Modul: 0,82
150W Modul: 0,9
200W Modul (z.B. 2x100W): 1,31

 

Nun ist Solarmodul nicht gleich Solarmodul und Solarleistung nicht gleich Solarleistung. 😉

Es gibt viele unterschiedliche Technologien mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen. Hier eine Übersicht der drei häufigsten Solararten (monokristallin, polykristallin und Dünnschicht) mit den wichtigsten Infos, Vorteilen und Nachteilen:

 

 

Solarzellen Technologie: Vor- & Nachteile

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 MonokristallinPolykristallinDünnschicht
Wirkungsgrad15 - 22%13 - 18%8 - 12%
Leistungsehr gutgutmittel
Kostenteuerdurchschnittgünstig
Gewichtrelativ schwerrelativ schwerleicht
Lebensdauerextrem hoch, > 30 Jahreextrem hoch, > 30 Jahresehr hoch, > 20 Jahre

 

 

Ich habe mich aufgrund des hohen Wirkungsgrades und der guten Stabilität für ein monokristallines Solarmodul entschieden. Bei dieser Größenordnung liegt der Preis im Vergleich zu polykristallinen Solarmodulen kaum höher!

Dünnschichtmodule (dazu gehören auch CIS, CIGS und CdTe – Cadmium-Tellurid – Panels) haben einen niedrigeren Wirkungsgrad als monokristalline Solarpanels. Das bedeutet sie liefern weniger Strom auf gleicher Fläche.

Dafür sind Dünnschichtmodule aber leichter und haben einen besseren Solarertrag bei Schatten oder diffusem Licht.

 

Da es bei der Solaranlage fürs Wohnmobil aber darum geht möglichst viel Solarertrag auf geringer Dachfläche zu erhalten, lohnt sich eigentlich immer der Kauf von monokristallinen Solarpanels. Die Vorteile dieser Solaranlage: Eine hohe Leistung, ein sehr guter Wirkungsgrad und eine lange Lebensdauer!

Meine konkreten Empfehlungen für Solarmodule findest Du weiter unten.

 

 

Solarmodul: Auswahl der richtigen Größe

 

Im ersten Abschnitt hast Du Deinen täglichen Energie-Bedarf berechnet. Bei uns lag dieser Wert bei ca. 435 Wh pro Tag. Nun ist die Frage, welches Solarmodul zu Deinem Bedarf passt und Dir unter welchen Umständen wie viel Energie liefert…

Dazu habe ich Dir für unterschiedliche Standorte in Europa eine Tabelle erstellt, an der Du ablesen kannst, wie viel Wattstunden pro Tag ein Solarmodul im Jahres-Durchschnitt dort leisten wird.

 

In den Berechnungen sind der Wirkungsgrad der Module und des gesamten Systems schon berücksichtigt. Es handelt sich also um den tatsächlichen Tagesertrag der vom Modul direkt in Deine Bordbatterie gespeist werden kann.

 

 

Tagesertrag Solarstrom (Einheit: Watt-Stunde)

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 80W100W130W150W200W
Dänemark137173218238346
Nord-Deutschland154195245267390
Süd-Deutschland188238300327476
Österreich196249313342498
Kroatien239303381416606
Süd-Frankreich248314395431628
Spanien256325408446649
Griechenland265335422460671
Portugal273346436475692

 

 

Es handelt sich beim jeweiligen Tagesertrag natürlich nur um einen Durchschnittswert zur Orientierung.

Bist Du mit dem Wohnmobil nur im Sommer unterwegs und hast viel Sonne, so werden die Module noch mehr Energie produzieren. Bist Du allerdings im Herbst oder bei schlechtem Wetter unterwegs, so wirst Du im Schnitt weniger Solarleistung beziehen können!

Die gute Nachricht lautet: Dank der eingebauten Batterien kannst Du auch längere Solar-Durststrecken bei schlechtem Wetter und wenig Sonne überstehen! Dazu später mehr. 🙂

 

 

Rechenbeispiel

 

Hier mal ein kleines Rechenbeispiel dazu:

Angenommen, Du hast im Wohnmobil Deinen täglichen Energiebedarf berechnet und dieser liegt bei ca. 300 Wattstunden (Wh) pro Tag. In der Tabelle oben erkennst Du direkt, dass ein 130Wp Modul für Dich die richtige Größe ist wenn Du in Deutschland und weiter im Süden mit Deinem Wohnmobil unterwegs bist…

 

Bist Du allerdings nur im Sommer unterwegs und dann auch nur im südlichen Europa, so kann aufgrund der hohen Sonnenenergie auch schon ein 100Wp Solarmodul ausreichend sein, vor allem wenn Du diesen Energiebedarf nicht durchgehend jeden Tag benötigst.

Willst Du allerdings besonders flexibel sein und auch bei schlechterem Wetter noch Strom produzieren, dann eignet sich eher ein 150Wp oder 200Wp Modul mit hohem Solarertrag.

 

Wie bereits erwähnt kannst Du durch die Größe der Solarbatterie auch noch einiges an Autarkie rausholen, damit Du auch bei schlechtem Wetter und wenig Sonne mehrere Tage unabhängig bleibst.

 

 

Solarpanel Wohnmobil: Empfehlungen

 

Ich empfehle Dir ein monokristallines Modul, da Du auf relativ geringer Fläche eine hohe Leistung erzielen kannst. Hier findest Du ein paar gute Module für die Größen 100 Watt und 150 Watt im Vergleich:

 

3 empfehlenswerte monokristalline Solarmodule mit 100 Watt Leistung:

 


 

3 empfehlenswerte monokristalline Solarmodule mit 150 Watt Leistung:

 

 

Solaranlage Wohnmobil: Solarset Wohnmobile 12v Solarmodule

Einen guten Kompromiss zwischen Leistung, Preis und Größe bildet das oben vorgestellte monokristalline Solarmodul mit 130Wp* welches wir aktuell auf unserem Camper installiert haben.

Es gibt auch interessante Solarsystem-Sets (Solarset bzw. Komplettset), bei denen zusätzlich zu den Solarmodulen das wichtigste Zubehör inklusive Laderegler, Halterungen, Kabel und Anschlüsse schon mitgeliefert werden. Hier* ein Beispiel für ein 200W Solarset für Wohnmobile, bei dem nur noch die Batterie fehlt.

 

 

Flexible Module

 

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass es außer den starren Solaranlagen auch sogenannte flexible Module gibt. Das sind biegsame Solarpanels die sich ohne separate Halterung direkt auf das Wohnmobil-Dach kleben lassen.

Die Vorteile sind klar: Es passt sich der Dachform vom Wohnmobil, Wohnwagen oder Caravan an, kann auch bei Wölbungen angebracht werden und ist sehr dünn und leicht.

 

Allerdings kommt diese Technik auch mit einigen Nachteilen daher.

So gibt es zwischen Solarmodul und Wohnmobil-Dach keinen Abstand – dadurch erhitzen sich die Panels sehr stark. Mit steigender Temperatur sinkt die Leistung der Solaranlage erheblich (bedeutet weniger Strom)! Außerdem ist die Auswahl an flexiblen Modulen geringer und der Preis aufgrund der besonderen Eigenschaften höher.

Ob sich die zusätzlichen Anschaffungskosten für Dich lohnen wird natürlich auch von Deiner verfügbaren Dachfläche abhängen und ob diese flach oder uneben ist… Hier ein Beispiel eines solchen monokristallinen und flexiblen 100W Moduls*.

 

Eine weitere Besonderheit einer Solaranlage fürs Wohnmobil sind faltbare Solarpanels (auch als Faltmodul bezeichnet). Faltmodule sind besonders dann für Dich interessant wenn Du auf dem Wohnmobildach keinen Platz mehr hast oder Du die Solaranlage nur für kurze Einsätze benötigst.

Durch ein Faltmodul erleichterst Du Dir die Planung, da der Aufbau der Anlage sehr einfach ist. Wenn Du mit dem Wohnmobil auf einem Stellplatz bist nimmst Du die faltbare Solaranlage einfach raus und stellst sie in die Sonne…

 

Nachteil ist allerdings, dass der Solarertrag beim Faltmodul eventuell geringer ist wenn Du viel fährst, da Du dann die Anlage wieder einpacken und im Wohnmobil verstauen musst. Zudem ist es natürlich mehr Aufwand die faltbare Solaranlage immer wieder aufzustellen um Strom produzieren zu können. Die meisten faltbaren Solarpanels bzw. Faltmodule bieten zudem eine geringere Leistung um Fläche und somit auch Gewicht einzusparen.

Dadurch bleiben Faltmodule handlich und tragbar!

 

Solaranlage Wohnmobil: Caravan, Camper, Wohnmobile und Wohnwagen

Wir entscheiden uns statt einem Faltmodul für die Montage einer klassischen Solaranlage mit Rahmen und Solarspoiler.

 

 

4. Solarbatterie

 

Auch die Solarbatterien lassen sich – genau wie die Solarmodule – miteinander kombinieren und entweder in Reihe schalten (dann erhöht sich die Spannung, der Strom bleibt gleich) oder parallel schalten (dann bleibt die Spannung bei 12 Volt und der Strom wird verstärkt).

Im Normalfall ist eine Parallelschaltung sinnvoller, da die Bordspannung auf 12 Volt ausgelegt wird.

 

Info: Außer mit dem Begriff „Solarbatterie“ wird der Energiespeicher für den Strom aus der Solaranlage auch oft als Solar-Akku, Aufbaubatterie, Bordbatterie oder Versorgerbatterie bezeichnet.

Die speicherbare Energiemenge einer Batterie wird auch Kapazität, Batteriekapazität oder Speicherkapazität genannt und mit der Einheit Amperestunde (Ah) angegeben. Um nun genau zu wissen, wie viel Ah Du pro Tag benötigst, teilst Du ganz einfach Deinen oben berechneten täglichen Energiebedarf durch die Bordspannung.

In unserem Fall sind das 434,6 Wh / 12V = 36,2 Ah

 

Nun weißt Du, wie viel Amperestunden Du jeden Tag im Durchschnitt von der Batterie benötigst. Deine Aufbaubatterie bzw. Bordbatterie sollte also jeden Tag diese Energiemenge zur Verfügung stellen können.

 

Tipp: Kalkuliere bei der Berechnung der Batteriekapazität noch einen Puffer von 10 oder 15% ein um auf der sicheren Seite zu sein.

 

Aber Vorsicht: Eine Bordbatterie sollte je nach Batterie-Typ niemals vollständig entladen werden! Den genauen Zustand der Batterieladung zeigt Dir übrigens der Laderegler an. In unserem Fall können wir also nicht einfach eine Batterie mit einer Kapazität von 40 Amperestunden nehmen.

Die Batteriekapazität muss je nach Technologie deutlich größer sein um den Solarakku nicht zu beschädigen.

Außerdem liegt der Wirkungsgrad der Batterien stets unter 100%, wodurch nur ein gewisser Anteil der theoretisch verfügbaren Batteriekapazität auch tatsächlich zur Verfügung steht…

 

Zu den bekanntesten Batterietypen für Bordbatterien gehören Nassbatterien (Bleibatterien bzw. Blei-Säure-Batterien und Kalziumbatterien), AGM-Batterien, Gel-Batterien und Lithiumbatterien. Hier siehst Du welche gängigen Batterietypen es gibt mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen und wie weit diese entladen werden dürfen:

 

 

Solarakku Technologien im Vergleich

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 NassbatterienAGM BatterienGel BatterienLithium Batterien
Max. Entladetiefe~ 40 bis 50%~ 50 bis 60%~ 60 bis 70%~ 80 bis 90%
Vorteile+ günstig+ hohe Zyklenfestigkeit = hohe Lebensdauer
+ verschlossen und wartungsfrei
+ keine Gasung, ideal für den Innenbreich
+ geringe Selbstentladung
+ weniger empfindlich bei niedrigen Temperaturen
+ hohe Zyklenfestigkeit = hohe Lebensdauer
+ verschlossen und wartungsfrei
+ keine Gasung, ideal für den Innenbreich
+ kipp- und auslaufsicher
+ weniger empfindlich bei hohen Temperaturen
+ geringes Gewicht
+ hohe Entladetiefe
+ hoher Startstrom möglich
+ sehr hohe Zyklenfestigkeit = sehr hohe Lebensdauer
+ keine Gasung, ideal für den Innenbreich
Nachteile- niedrige Entladung
- Ausgasung: Gasableitung muss installiert werden
- bei nicht wartungsfreien Varianten muss der Säurestand regelmäßig geprüft werden & Gefahr des Auslaufens
- hohes Gewicht
- benötigt spezielles Ladegerät
- weniger geeignet bei hohen Temperaturen
- hohes Gewicht
- benötigt spezielles Ladegerät
- weniger geeignet bei niedrigen Temperaturen
- noch sehr teuer

 

 

Außerdem solltest Du Dir überlegen, wie viele Tage Du Dich autark mit Strom versorgen möchtest ohne Dich an einen Campingplatz mit Stromanschluss bzw. Landstrom stellen zu müssen.

Je länger Du autark sein möchtest, desto größer muss die Kapazität der Aufbaubatterie sein!

 

 

Rechenbeispiel

 

Nehmen wir an Du hast Dich für den Einsatz einer hochwertigen Gel Batterie* entschieden (eine gute Wahl!). Du hast Deinen täglichen Energiebedarf berechnet und durch die Bordspannung geteilt (z.B. 12 Volt), das Ergebnis wäre z.B. – wie bei uns – 36 Ah Strombedarf pro Tag.

Dein Ziel ist es, drei Tage komplett autark sein zu können, das bedeutet Du möchtest insgesamt 108 Ah zur Verfügung haben.

Bei einer maximalen Entladetiefe von 70% sollte Deine Batterie also mindestens 108 / 0,7 = 154 Ah Kapazität besitzen.

 

Um die Batterie zu schonen und somit die Lebensdauer zu verlängern, sollte die maximale Entladetiefe (manchmal abgekürzt mit DOD – engl. Depth of Discharge) im Idealfall gar nicht erreicht werden. Es lohnt sich also, die Bordbatterie zu überdimensionieren, ca. 30% um auch den Wirkungsgrad mit zu berücksichtigen! In unserem Rechenbeispiel wäre also eine Gesamtkapazität von 200Ah die perfekte Wahl.

 

Tipp: Ab einer gesamten Batteriekapazität von über 100Ah bietet es sich an, statt einer großen Batterie zwei solcher Akkus parallel zu schalten (z.B. um 200Ah zu erreichen kannst Du zwei Mal 100Ah Akkus zusammenschalten). Dadurch wird die Installation einfacher und handlicher (eine 100Ah Batterie wiegt immerhin ~25kg!).

 

 

Solarbatterie Wohnmobil: Empfehlungen

 

Ich kann Dir als Innenraumbatterie die Gel-Batterie Ective EDC100* mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis empfehlen!

Sie ist völlig wartungsfrei und besonders zyklenfest, was sich in einer hohen Lebensdauer widerspiegelt. Da keine Gase austreten und keine Säure nachgefüllt werden muss, bietet sich diese Batterie ideal für den Innenraum im Wohnmobil sowie für Solaranwendungen an. Preis: .

Ich habe zwei dieser Batterien parallel geschaltet, dadurch haben wir eine Kapazität von insgesamt 200Ah. Beide Akkus sind seit über einem Jahr in unserem Camper im Einsatz und liefern jeden Tag die benötigte Energie ohne Probleme.

 

Tipp: Auf der Webseite von autobatterienbilliger.de findest Du die Original-Batterie zu einem günstigeren Preis! Besonderer Vorteil: Das Unternehmen bietet Dir ein 30-Tage Widerrufsrecht sowie eine kostenlose Rücksendung Deiner alten (Auto-) Batterie. 🙂

 

Solltest Du Dich aufgrund der kürzeren Ladezeiten für eine AGM-Batterie entscheiden, so empfehle ich Dir diese 12 Volt AGM Versorgerbatterie* (mit hervorragenden Bewertungen, ebenfalls von der Marke Ective), Preis für Batterie 65Ah: EUR 134,90, Preis für Batterie 120Ah: EUR 206,90. Sie eignet sich auch gut für den Einsatz in kälteren Regionen im Vergleich zur Gel-Batterie.

 

 

5. Solar Laderegler

 

Der Laderegler ist das Verbundstück zwischen Solarmodul und Solarbatterie.

Er übernimmt quasi die „Kommunikation“ zwischen diesen beiden Komponenten und sorgt für einen idealen Stromfluss vom Modul über das Solarkabel hin zur Batterie. Zusätzlich werden die Verbraucher im Wohnmobil an den Solarregler angeschlossen, der somit auch den Stromfluss von der Aufbaubatterie zu den elektrischen Geräten steuern kann.

Der Laderegler ist also ein sehr wichtiges elektrisches Bauteil einer autarken Solaranlage und erhöht durch die schonende Batterieladung die Lebensdauer des ganzen Systems.

 

Weiterer Vorteil: Die meisten Solarregler zeigen den aktuellen Solarertrag und den Ladezustand der Versorgungsbatterie sehr präzise an! 🙂

 

Die wichtigsten Funktionen eines Ladereglers auf einen Blick:

 

MPPT oder PWM?

 

Es gibt prinzipiell zwei Arten von Ladereglern für Solaranwendungen: MPPT und PWM.

 

MPPT steht hierbei für Maximum Power Point Tracking und ist die Königsklasse der Solarregler. 😉

Durch die effizientere Steuerung und Regelung werden bei der MPPT Variante 10 bis 20% mehr Solarertrag – sprich mehr Leistung – generiert im Vergleich zu den PWM-Reglern.

Außerdem leisten sie auch bei Teilverschattung der Module noch gute Ergebnisse. Aber dieser Mehrertrag hat auch seinen Preis. MPPT-Regler sind ein gutes Stück teurer als die durchschnittlichen PWM Ladegeräte…

 

PWM steht für Pulsweitenmodulation und ist die einfache Version eines Solar-Ladegerätes. Diese Variante ist eine kostengünstige Lösung für kleine Systeme unter 200Wp.

Ich selbst habe mich für einen klassischen PWM Laderegler entschieden mit digitaler Anzeige. Damit hatte ich bisher keine Probleme und das System hat immer gut und zuverlässig geladen.

 

Solltest Du allerdings Wert auf einen besonders hohen Solarertrag legen und Deine Anlage relativ groß (> 150Wp) ausfallen wird, so lohnt sich vielleicht die Anschaffung eines MPPT-Ladereglers… 😉

 

Solaranlage Wohnmobil: Unabhängigkeit durch Solarleistung

Eine Solaranlage fürs Wohnmobil besteht aus Solarmodul, Batterie und Laderegler.

 

 

Laderegler Wohnmobil: die richtige Dimensionierung

 

Die wichtigste Angabe eines Ladereglers ist sein Nennstrom (in Ampere, abgekürzt A) – das gilt sowohl für MPPT Solarladeregler als auch für PWM Solarladeregler. Dieser zeigt Dir den maximalen Strom an, den der Regler noch verarbeiten kann.

Prinzipiell empfiehlt es sich, Solarregler großzügig auszulegen und lieber einen höheren Nennstrom zu wählen. Dadurch kannst Du in der Zukunft z.B. ein weiteres Solarmodul anschließen ohne einen neuen Laderegler kaufen zu müssen.

Bei der Auslegung des Ladereglers kommt es darauf an, ob Du Dich für einen PWM oder MPPT Regler entscheidest.

 

Hier die Berechnung für beide Varianten:

 

PWM Laderegler

In diesem Fall ist der Kurzschlussstrom (abgekürzt mit Ic) und die Leerlaufspannung (abgekürzt mit Uoc) der Solarmodule entscheidend. Beide Angaben stehen auf der Rückseite des Solarmoduls bzw. im Datenblatt.

Tipp zur Berechnung: Du solltest den Nennstrom des Reglers min. 20% über dem Kurzschlussstrom des Moduls wählen.

 

Nennstrom Laderegler  >  Kurzschlussstrom Modul  x  1,2

 

In unserem Fall besitzt das 130Wp Modul einen Kurzschlussstrom von acht Ampere (8A). Der Laderegler sollte also einen Nennladestrom von min. 8 x 1,2 = 9,6A besitzen.

Da ich auch für die Zukunft auf Nummer sicher gehen wollten habe ich einen 20A Solarregler* gekauft, der nur wenige Euro teurer ist als die 10A-Variante. 🙂

 

MPPT Laderegler

Bei Regler mit der MPPT Technologie sind die Leerlaufspannung (Uoc) sowie die maximale Leistung der Solarmodule (Wp) zu berücksichtigen.

Tipp zur Berechnung: Die Nennspannung (V) des Reglers muss mindestens 10% über der Leerlaufspannung der Module liegen und die Nennleistung (W) ebenfalls über der maximalen Leistung der Solaranlage.

 

Nennspannung Laderegler  >  Leerlaufspannung Modul  x  1,1

Nennleistung Laderegler  >  maximale Solarleistung (Wp)

 

Wichtig: Solltest Du mehrere Solarmodule in Reihe schalten, so erhöht sich die Gesamtspannung des Systems (Volt)! In diesem Fall muss die Nennspannung über der Gesamtspannung aller Module liegen.

 

Sicherungen nicht vergessen!

Tipp: Du solltest zwischen der Batterie und dem Solarregler noch eine Sicherung einbauen.

Ich habe in unserem Wohnmobil einen 16A Leitungsschutzschalter* verwendet (Preis: EUR 2,17). Dadurch kann ich die gesamte Stromzufuhr sehr leicht ein- und ausschalten. Und sollte ein technisches Problem vorliegen kommt es weder zu einem Kabelbrand noch zu einer Beschädigung der Komponenten.

Zusätzlich habe ich auch noch eine weitere Sicherung zwischen dem Solarmodul und dem Laderegler installiert.

 

Update 05/2019: Ich empfehle Dir, statt den Leitungsschutzschaltern spezielle KfZ-Sicherungen zu nutzen, die für eine Spannung von 12V (bzw. 24V) ausgelegt sind. Ich habe meine komplette Wohnmobil-Elektrik aktualisiert und nun diesen 10-fach Sicherungshalter* (auf der Plus-Pol-Seite der Batterie) verbaut (Preis: EUR 14,99).

 

Solaranlage Wohnmobil: Sicherungen, Schalter

Bild links: Mein alter Aufbau mit den LS-Schaltern, Bild rechts: neuer Aufbau mit KfZ-Sicherungen und passendem Sicherungskasten.

 

 

Um herauszufinden, welche Schutzsicherung Du für Dein System wählen solltest, findest Du hier eine Faustregel zur Auslegung:

 

Nennstrom der Sicherung  >  Kurzschlussstrom des Moduls (Ic)  x  1,5

 

In unserem Fall ist Ic ≈ 8A. Somit benötige ich eine Sicherung mit mindestens 1,5 x 8A = 12A und bin mit 16A beim Strom auf der sicheren Seite!

 

 

Solar Laderegler Wohnmobil: Empfehlungen

 

Unser eigener Regler mit 20 Ampere Nennstrom und 55 Volt Nennspannung ist leider nicht mehr verfügbar. Dafür habe ich für Dich nach zwei Alternativen mit guten Bewertungen recherchiert:

 

Empfehlenswerter MPPT Solarladeregler in den Varianten 10A, 15A und 20A:

 

Empfehlenswerter PWM Solarladeregler in den Varianten 10A, 20A und 30A:

 

 

6. Wechselrichter

 

Solltest Du im Wohnmobil neben Deinen 12-Volt Geräten auch elektrische Verbraucher betreiben wollen die auf 230 Volt laufen (das entspricht der normalen Spannung im Haus), so benötigst Du einen Wechselrichter. Zu diesen Geräten gehören z.B. ein Reisefön, Toaster, die Kaffeemaschine oder ein Reise-Wasserkocher.

Der Wechselrichter – auch Spannungswandler genannt – transformiert die 12 Volt Gleichspannung Deiner Bordbatterie in 230 Volt Wechselspannung. Diese Wechselspannung ist eine Sinus-Welle und entspricht der Spannung wie Du sie aus der Steckdose daheim kennst.

 

Es gibt bei den Wechselrichtern für das Wohnmobil verschiedene Qualitätsstufen und Ausgangsleistungen. Je nachdem, welche Bedürfnisse Du hast benötigst Du unterschiedliche Modelle.

 

 

Modifizierter Sinus VS. reiner Sinus

 

Je „reiner“ die Sinuswelle ist, die der Wechselrichter erzeugt, desto besser ist es für Deine Geräte. Man unterscheidet zwischen „modifizierten Sinuswellen“ und „reinen Sinuswellen“.

Modifizierte Sinuswellen sind nicht ganz so glatt und sauber wie reine Sinus-Wellen. Dafür sind solche Wechselrichter günstiger als die qualitativ hochwertigeren reinen Sinus-Wandler.

Für simple Geräte wie Fön, Wasserkocher oder Toaster sind Wechselrichter mit modifiziertem Sinus völlig ausreichend. Solltest Du allerdings Ladegeräte, LED Beleuchtung oder anspruchsvolle Elektronik betreiben wollen, so empfiehlt sich die Anschaffung eines „reinen“ Spannungswandlers…

 

Solaranlage Wohnmobil: Solarstecker Camper und Caravan

Im Wohnmobil benutzen wir den 1.000W Wechselrichter bzw. Spannungswandler von Ective mit „reinem“ Sinus.

 

 

Wechselrichter Wohnmobil: Empfehlungen

 

Generell empfiehlt sich ein Größenverhältnis zwischen Batterie und Wechselrichter von 1:4 oder 1:5. Das bedeutet, wenn Deine Bordbatterien eine Kapazität von 200Ah haben, dann kannst Du einen Wechselrichter mit 800 bis 1.000 Watt anschließen.

Möchtest Du allerdings einen Spannungswandler mit 2.000W Leistung sinnvoll betreiben können, so solltest Du mindestens 400 bis 500Ah Akku-Kapazität an Bord haben.

 

Hier ein empfehlenswertes Modell mit sehr guten Bewertungen für einen reinen Sinus, in Varianten von 300W bis 3.000W erhältlich:

Solaranlage Wohnmobil: Ective 1000W

 

Und hier ein deutlich günstigerer Spannungswandler ebenfalls mit sehr guten Bewertungen, allerdings mit modifiziertem Sinus. Der Wechselrichter ist in den Varianten von 300W bis 1.000W erhältlich:

Solaranlage Wohnmobil: Erayak 1000W

 

 

7. Zubehör

 

Neben den Hauptkomponenten Solarmodul, Batterie und Laderegler benötigst Du noch das passende Zubehör um ein vollständiges Solarsystem installieren zu können. Dazu gehören die passenden Solarkabel, die Kabeldurchführung für das Wohnmobildach, einen starken Kleber, ein Paar Batterieklemmen und der sog. Solarspoiler.

Hier alle Infos dazu:

 

Kabel

 

Du benötigst ausreichend Kabel um die Verbindungen zwischen dem Solarmodul auf dem Dach und dem Laderegler sowie der Aufbaubatterie im Innenraum des Campers bzw. Wohnwagens herzustellen.

 

Meine Empfehlung sind 2 x 10 Meter Solarkabel* inklusive MC4-Steckern (Preis: 2 x EUR 22,50). Diese Stecker kannst Du direkt mit einem praktischen Klick-System an den meisten Solarmodulen befestigen.

Der Kabelquerschnitt hängt immer von der Stromstärke ab, die durch das Kabel fließen soll.

 

Um möglichst wenig Wärmeverluste zu haben (und somit einen hohen Wirkungsgrad) empfiehlt es sich relativ dicke Kabel zu nehmen die auch viele Ampere Strom vertragen können und eine gute Isolierung haben.

Aus diesem Grund sind Batteriekabel meistens sehr breit. Normalerweise reicht ein Kabelquerschnitt von 4 mm² für die meisten Solaranlagen und Ströme aus.

 

In der folgenden Tabelle erkennst Du nach DIN-Norm welcher Querschnitt (mm²) für welche Stromstärke (A) geeignet ist:

 

Querschnitt [mm²] Maximale Stromstärke [A]
1 11
1,5 15
2,5 20
4 25
6 33
10 45
16 61

 

Wie oben erwähnt hat der maximale Kurzschlussstrom unseres Solarmoduls ca. 8A. Unsere Sicherung hat 16A. Damit die Sicherung reagiert bevor es zu einem Kabelbrand oder übermäßiger Erhitzung kommen kann, habe ich mich daher für einen großzügigen Kabelquerschnitt von 4 mm² entschieden.

Zudem sind diese sehr robusten Kabel auch für den Außenbereich geeignet sowie UV- und Ozonbeständig.

 

Eine weitere Faustregel um Übertragungsverluste im Kabel so gering wie möglich zu halten ist es mit 1mm² Querschnitt pro 3A Strom zu rechnen. Möchtest Du Dein System also z.B. auf eine maximale Stromstärke von 6A auslegen, so triffst Du mit einem Kabel ≥ 2mm² die richtige Wahl. 🙂

Die Kabellänge des Solarkabels hatte mit 10 Metern übrigens eine ideale Länge und es blieb sogar noch ca. 1,5 Metern übrig um es als Batteriekabel zu nutzen. Um das Solarkabel bzw. Batteriekabel vor Abrieb und Knicken zu schützen habe ich es in einem Kabelkanal bzw. Kabelschlauch durch den Innenraum des Wohnmobils gelegt.

 

 

Batterie-Klemmen

 

Um die Kabel, die vom Solarregler zum Akku führen sicher mit der Batterie verbinden zu können, benötigst Du noch ein Paar Polklemmen* (bzw. zwei Paar wenn Du zwei Batterien parallel geschaltet hast).

Diese sind speziell geformt und daher unterschiedlich für den Plus- und den Minuspol der Batterie gefertigt. Somit kommt es nicht zur Verwechslung nachdem Du die Kabel angeschlossen hast. Die Klemmen sind speziell auf die Batteriespannung und den hohen Strom der Solaranlage ausgelegt (hohe Amperezahl).

Preis: EUR 5,34.

 

 

Solarspoiler bzw. Solar-Halterung

 

Damit das Solarmodul stabil auf dem Wohnmobildach hält brauchst Du einen sogenannten Solar-Spoiler*, auch Aluspoiler oder Haltespoiler genannt.

Das ist eine Halterung aus stabilem ABS Kunststoff (für die meisten Solarspoiler) oder Aluminium (sog. Aluspoiler) die auf das Dach geklebt und über Schrauben an den Modulrahmen befestigt wird.

Somit schaffst Du eine robuste Verbindung zwischen Solarmodul und Wohnmobil, die den Fahrtwind effektiv am Modul vorbeileitet. 🙂

 

Ein weiterer Vorteil der Solarhalterung ist, dass das Modul dadurch einige Zentimeter über dem Dach liegt und dadurch unterlüftet wird und Hitze der Solaranlage entweichen kann.

Dies erhöht die Effizienz der Module, denn mit steigender Temperatur verliert die Anlage an Leistung!

 

Zu beachten ist die richtige Länge der Haltespoiler, die natürlich mindestens so lang sein sollte wie die Breite Deines Moduls. In unserem Fall (beim 130Wp Solarmodul) hat der Solarspoiler eine Länge von 68cm.

 

 

Dachdurchführung bzw. Kabeldurchführung

 

Zusätzlich zum Solarspoiler benötigst Du noch eine wetterfeste und stabile Möglichkeit um die Kabel der Solaranlage in das Innere des Wohnmobils zu führen. Dazu dient eine Dachdurchführung, die oft ebenfalls aus ABS Kunststoff gefertigt und UV-resistent ist.

Ich habe mich als Dachdurchführung für dieses TÜV-zertifizierte Modell* entschieden, Preis: EUR 11,98.

Die Solaranlage haben wir nun seit knapp einem Jahr im Einsatz und die Durchführung ist absolut wasserdicht und stabil.

Update 05/2019: Auch nach häufigem Regen und bei starkem Wind hält die Dachdurchführung immer noch einwandfrei auf dem Fahrzeugdach ohne undicht zu werden.

 

 

Kraftkleber

 

Um sowohl den Haltespoiler als auch die Dachdurchführung sicher zu montieren, habe ich einen speziellen Kraftkleber benutzt (Sikaflex 252*, Preis: EUR 21,90). Dieser Kraftstoffkleber ist nach dem Aushärten extrem stabil und langlebig sowie UV-beständig und eignet sich dadurch ideal für die Anwendung am Wohnmobil.

 

Tipp: Erfahrungsgemäß reicht eine Kartusche mit 300ml Inhalt für das Bekleben von einem Solarmodul inklusive Durchführung völlig aus!

Update 05/2019: Ich bin mit dem Kraftkleber von Sikaflex, den ich zur Verklebung von Dachdurchführung und Solarspoiler auf dem Dach benutzt haben, sehr zufrieden. Die Klebestellen wirken immer noch sehr robust und sind trotz Witterung und viel Sonne nicht porös geworden.

 

 

8. Zusammenfassung: Berechnung, Auslegung & Kosten des Solarsystems

 

Nun kennst Du alle Details zu den einzelnen Komponenten einer Solaranlage fürs Wohnmobil und weißt, worauf Du bei der Dimensionierung achten solltest. Hier nochmal zusammengefasst alle Einzelteile.

Und damit Du ein Gefühl für den Preis bekommst, liste ich Dir unser eigenes Solarsystem mit 130Wp genau auf:

 

Artikel Preis
1 x Solarmodul  –  130Wp                                                                  129,90 €
2 x Solarbatterien  –  100Ah Gel                                                                  351,80 €
1 x Laderegler  –  20A                                                                    24,99 €
2 x Kabel  –  10 Meter, 4mm²                                                                    29,80 €
1 x Paar Spoiler Halterung  –  68cm breit                                                                    41,90 €
1 x Dachdurchführung                                                                    11,98 €
2 x Paar Polklemmen                                                                    14,24 €
2 x Sicherungen  –  16A                                                                      4,24 €
1 x Kraftkleber  –  Sikaflex 252                                                                    18,49 €
Summe:                                                                  627,34 €

 

Das teuerste sind die zwei hochwertigen Batterien, ohne die unsere Anlage natürlich nicht funktionieren würde. Wie Du siehst hat das gesamte Solarsystem inklusive Zubehör ca. 600€ gekostet.

Das ist ein wirklich akzeptabler Preis für eine umweltfreundliche und autarke Stromversorgung die uns im Camper noch viele Jahre kostenlosen Sonnenstrom liefern wird! 🙂

 

Entscheidest Du Dich für ein kleineres System (z.B. 100W Modul und 10A Laderegler) mit nur einer Batterie (z.B. 100Ah), so kommst Du schon mit ca. 300€ hin! Hier ein Beispiel für ein Einsteiger-Solarset, das inklusive Aufbaubatterie unter 300€* kostet (allerdings ohne Halterung, Kleber & Durchführung).

Für ein 200W Wohnmobil Solarset* mit z.B. 2 x 120Ah Batterien solltest Du mit 800 bis 900€ rechnen.

 

 

Solaranlage Wohnmobil Einbau & Montage: Schritt für Schritt die eigene Solaranlage auf das Wohnmobil installieren

 

Soooo… Jetzt kennst Du alle Details zur Technik und zum Aufbau eines Solarsystems. Sobald Du alle Komponenten hast kann es auch endlich zur Praxis übergehen! Hier nun meine komplette Anleitung zu Montage und Einbau der Solaranlage. 🙂

 

Solaranlage Wohnmobil: Ausbau der Solarleistung zur Stromversorgung

Hier siehst Du unser monokristallines 130Wp Solarmodul* zur Stromerzeugung. Die Anschlusskabel sind standardmäßig schon am Modul befestigt, da musst Du nichts mehr machen. Nun kannst Du ganz einfach die zwei 10-Meter Kabel mit ihren MC4-Steckern mit den Steckverbindungen des Solarmoduls zusammenführen.

 

Wichtiger Tipp: Du solltest die Oberseite des Solarmoduls nach dem Auspacken mit einem Karton bedeckt lassen.

Der Grund: Sobald Licht auf das Modul fällt fängt es an, Strom zu produzieren und an den Kabelenden liegt eine Spannung an. Um keinen Stromschlag zu bekommen und Kurzschlüsse zu vermeiden empfehle ich Dir daher das Panel abgedeckt zu lassen. 🙂

 

 

Schritt 1: Den Solarspoiler am Modul befestigen

 

Zu allererst musst Du die Solar-Halterung* mit dem Modulrahmen befestigen. Dazu sind in der Halterung bereits Löscher vorgebohrt. Die Halterung legst Du dazu unter dem Solarmodul an, so wie es später fixiert sein soll.

 

Solaranlage Wohnmobil: Solarpanele, Solarmodule für Wohnwagen

 

Den Spoiler durchbohrst Du nun an den vorgebohrten Stellen mit einer Bohrmaschine (Metall-Bohrkopf verwenden) und bohrst dadurch ein Loch in den Metallrahmen des aufgelegten Solarpanels.

In diesen Löschern schraubst Du anschließend die mitgelieferten Schrauben. Nun sollte der Spoiler mit dem Modul sehr fest verbunden sein. 🙂

 

Solaranlage Wohnmobil: Aufbaubatterie und Halterung als Solarset

Solaranlage Wohnmobil: Solarpanele Wohnwagen Ausbau

 

 

Schritt 2: Solarspoiler auf dem Dach anzeichnen und Untergrund säubern

 

Nun solltest Du Dir überlegen, an welcher Stelle das Solarmodul später liegen soll. Da unser Campervan eine Dachluke besitzt, habe ich entschieden die Anlage direkt dahinter, schön mittig zu installieren.

Am besten legst Du das Modul in gewünschter Position auf das Dach des Wohnmobils und malst die Konturen mit einem Bleistift auf dem Dach auf.

 

Solaranlage Wohnmobil: Tagesertrag in Wattstunde

 

Anschließend müssen diese Stellen, auf denen später der Kleber angebracht wird, richtig gut gereinigt und gesäubert werden. Du kannst die Stellen zusätzlich mit einem groben Schwamm aufrauen, dadurch hält dann der Kleber noch besser.

Tipp: Du solltest die aufgezeichneten Flächen mit Klebeband (z.B. Kreppband) abkleben. Dadurch lässt sich der überschüssige Kleber leichter entfernen und Du verdreckst nicht das Dach Deines Wohnmobils! 🙂

 

 

Schritt 3: Den Kleber auf Solarmodul und Dach anbringen

 

Jetzt wird es ernst! Du musst den speziellen Kraftkleber* mit einer Silikonspritze sowohl auf der Unterseite des Spoilers als auch auf dem Dach anbringen. Alternativ kannst Du auch nur den Spoiler bekleben, aber um sicher zu gehen empfehle ich Dir es für beide Flächen zu tun.

 

Solaranlage Wohnmobil: Tagesertrag in Wattstunde für Camper

 

Damit das Anschlusskabel des Solarmoduls nicht lose herumhängt, habe ich es (mit Silikon) an die Unterseite des Moduls geklebt und ein Loch in den Rahmen gebohrt um es dort durchführen und fixieren zu können.

Das gleiche Spiel nochmal auf dem Dach des Campers:

 

Solaranlage Wohnmobil: Solarset Aufbaubatterie und Haltespoiler

Solaranlage Wohnmobil: Solarleistung in Watt zur Stromversorgung

 

 

Schritt 4: Das Solarmodul auf dem Dach montieren

 

Nachdem sowohl das Dach als auch der Spoiler sauber verklebt sind kannst Du das Modul genau auf den eingezeichneten Flächen legen. Dabei musst Du es noch vorsichtig andrücken damit der Kleber sich gleichmäßig verteilt.

 

Solaranlage Wohnmobil: Solarmodule für Caravan

 

Tipp: Den Kraftkleber gibt es sowohl in weißer als auch in schwarzer Farbe. Wähle je nach Farbe des Wohnmobil-Daches die entsprechende Farbe aus. Leider war bei meiner Bestellung nur noch schwarz verfügbar, was auf weißem Untergrund schnell zu Verschmutzungen geführt hat. 😉

Zusätzlich empfehle ich Dir die Benutzung von Einmal-Handschuhen während Du mit dem Kleber arbeitest!

 

 

Schritt 5: Dachdurchführung befestigen

 

Die Dachdurchführung ist der etwas heiklere Teil der Montage, denn nun musst Du ein Loch ins Dach bohren! Dazu gehst Du am besten so vor:

 

Nachdem Du das Loch gebohrt hast solltest Du nun die Solarkabel durch die zwei Öffnungen der Dachdurchführung sowie durch das Loch im Dach führen. Anschließend kannst Du den Kleber sowohl auf dem Dach sowie auf der Unterseite der Durchführung anbringen.

Nun die Kabeldurchführung wieder leicht andrücken…

 

Solaranlage Wohnmobil: Kabel zur Bordbatterie für Wohnmobile

 

In unserem Fall waren die Kabelöffnungen der Dachdurchführung größer als der Durchmesser des Solarkabels. Damit dort kein Wasser eindringen kann habe ich diese Öffnungen ebenfalls mit dem Kleber geschlossen.

 

Solaranlage Wohnmobil: Bordbatterie 12v

 

Tipp: Damit die Anschlusskabel Dich im Innenraum des Wohnmobils nicht stören und auch durch die Vibrationen während der Fahrt nicht beschädigt werden, empfehle ich Dir einen Kabelschlauch* bzw. Kabelkanal zu benutzen. Dadurch sind die Kabel gut geschützt und fliegen nicht im Schrank herum.

 

 

Schritt 6: Solar Laderegler anschließen

 

Nachdem das Modul (immer noch abgedeckt!) und die Dachdurchführung stabil installiert sind und die Kabel in den Innenraum geführt wurden, kann der Solarladeregler* angebracht und angeschlossen werden.

Dazwischen solltest Du wie oben beschrieben eine Sicherung einbauen. Ich habe mich aus praktischen Gründen für einen Leitungsschutzschalter* mit 16A entschieden.

 

Solaranlage Wohnmobil: Solarregler für Wohnmobile, Caravan und Camper

Solaranlage Wohnmobil: Der Laderegler verbindet das Solarmodul sicher mit der Aufbaubatterie und kontrolliert den Strom.

 

Das Anschließen des Reglers ist dabei sehr einfach. Es gibt einen Anschluss für das Modul (2 Kabel: Plus und Minus beachten!), einen Anschluss für die Batterie sowie einen Anschluss für die Verbraucher.

 

 

Schritt 7: Solarbatterien anschließen

 

Ist der Regler installiert, so kannst Du ihn nun an die Solarbatterie anschließen. Das rote Kabel ist dabei immer der Plus-Pol und das schwarze Kabel der Minus-Pol.

Zuerst solltest Du die Kabel an den Laderegler montieren und anschließend erst an die Aufbaubatterie klemmen (Reihenfolge beachten: Zuerst an Plus, dann an Minus – beim Abklemmen genau in umgekehrter Reihenfolge vorgehen: erst Minus ab, dann Plus). Es fließt direkt Strom!

 

Solaranlage Wohnmobil: Aufbaubatterie für Wohnmobile

Solaranlage Wohnmobil: Aufbaubatterie, Bordbatterie 12V für Tagesertrag

 

 

Schritt 8: Abdeckung entfernen & sich über den kostenlosen Solarstrom freuen

 

Jetzt brauchst Du nur noch die Sicherungen einzuschalten, die Abdeckung zu entfernen und zu kontrollieren, ob die Anzeige auf dem Laderegler richtig funktioniert… Scheint die Sonne, dann produziert Deine Solaranlage auf dem Wohnmobil schon mehrere Ampere „grünen“ Strom!

 

Du hast es geschafft. Deine eigene autarke Solaranlage für mehr Unabhängigkeit und Umweltfreundlichkeit. Herzlichen Glückwunsch! 🙂

 

Solaranlage Wohnmobil: Solarset 100wp 12v

Hier präsentiere ich stolz die fertige Solaranlage auf dem Dach unseres Wohnmobils.

 

 

Solaranlage Wohnmobil: FAQ | Fragen und Antworten

 

Warum kommt eine normale Autobatterie als Energiespeicher nicht in Frage?

 

Eine Autobatterie und eine Solarbatterie haben ganz unterschiedliche Funktionen und benutzen daher auch unterschiedliche Technologien. Die Autobatterie – oft auch als Starterbatterie bezeichnet – ist darauf ausgelegt für eine kurze Zeit viel Strom zu liefern (nämlich während des Motorstarts).

Im Gegensatz dazu sind Solarbatterien (bzw. Bordbatterie, Versorgerbatterien oder Aufbaubatterien) darauf ausgerichtet, möglichst lange einen gleichmäßigen Strom abzugeben und dann auch wieder über längere Zeiträume geladen zu werden.

 

Ebenfalls unterscheiden sich die beiden Batterie-Typen durch ihre Lebensdauer bzw. Zyklenanzahl. Diese ist nämlich bei Aufbaubatterien deutlich höher als bei Starterbatterien. Außerdem ist auch die Entladetiefe bei Solar-Akkus höher, da hier regelmäßig mehr Strom über einen längeren Zeitraum benötigt wird.

Als weiterer Grund kommt hinzu, dass die meisten Autobatterien und Starterbatterien sogenannte Nassbatterien sind (Bleibatterien oder Blei-Säure), bei denen Knallgas entstehen kann. Somit sind sie für den Innenraum im Wohnmobil nicht gut geeignet. Bordbatterien gibt es als wartungsfreie Gel* oder AGM Batterien*, die problemlos im Innenraum zum Einsatz kommen können.

 

 

Was ist der Unterschied zwischen Solaranlage, Solarmodul, Solarzelle und Solarpanel?

 

Beim Thema Solarenergie werden oft unterschiedliche Begriffe verwendet die zur Verwirrung führen können. Daher hier eine kurze Erklärung rund um das Thema Sonnenenergie:

 

Info: Dünnschichtsolarmodule bestehen aus sog. „amorphen“ Zellen, sprich ohne kristalline Strukturen und produzieren auch noch Strom wenn sie teilweise im Schatten stehen. Dennoch eignen sie wegen ihrer größeren Fläche nur bedingt zur Solaranlagen-Montage auf dem Wohnmobil Dach.

Daher meine Empfehlung: Eine monokristalline Solaranlage!

 

 

Welche elektrischen Verbraucher kannst Du mit Sonnenenergie betreiben?

 

Eine autarke Solaranlage ohne Anschluss am öffentlichen elektrischen Netz (Landstrom) nennt man auch eine Inselanlage. Ein Solarmodul, das auf dem Wohnmobildach montiert ist, beim Camping oder auf dem Gartenhaus genutzt wird, ist also immer eine sog. Inselanlage.

Die elektrischen Verbraucher, die Du an dieser Inselanlage anschließen und sinnvoll betreiben kannst hängen in erster Linie von der Leistung der Solaranlage ab (Einheit: Watt), der Batteriekapazität (Einheit: Amperestunden) sowie von der Spannung (Einheit: Volt), mit der Du das System betreiben möchtest.

Wenn Du ein reines Gleichstromsystem planst, dann wirst Du eine niedrige Spannung von 12 Volt oder 24 Volt haben. Um hier größere Verbraucher anschließen zu können muss viel Strom durch die Kabel fließen, denn die Gesamtleistung entspricht dem maximalen Strom (Einheit: Ampere) multipliziert mit der Spannung. Als Formel ausgedrückt bedeutet das: Leistung = Strom x Spannung.

 

Da die Spannung in diesem Fall ein fester Betrag ist (z.B. 12 Volt) muss Dein Strom relativ hoch sein um die gewünschte Leistung zu erreichen. Das ist bei großen Verbrauchern wie Kühlschrank, Kühlbox oder Laptop ein Nachteil (hoher Stromverbrauch), bei kleinem Strombedarf allerdings durchaus ein Vorteil. Denn ohne Umwandlung ist Dein Wirkungsgrad prinzipiell höher!

Mit einer passenden Solaranlage kannst Du also wunderbar kleine bis mittlere Elektronik mit mäßigem Stromverbrauch wie z.B. Lichter (LED Lampen), Wasserpumpen für Trinkwasser, Camping Ausrüstung, Handy, WLAN-Router (Hotspot), GPS mit Solarstrom versorgen.

 

Für größere Verbraucher wie Kaffeemaschine, Kühlschrank, Wasserkocher oder Fön ist es allerdings sinnvoller einen Spannungswandler bzw. Wechselrichter bei der Inselanlage einzusetzen! Dadurch sparst Du etwas am Kabelquerschnitt und Du kannst mit dem Solarstrom auch 230 Volt Geräte im Wohnmobil betreiben.

Denn um eine Leistung für einen Reisefön von z.B. 1.600 Watt mit einer Spannung von 12 Volt zu erbringen bräuchtest Du einen unglaublich hohen Strom von ca. 130 Ampere! Das ist nicht nur für Deine Kabel schädlich, sondern auch für die Batterie und natürlich den Laderegler. Bei einer umgewandelten Spannung von 230 Volt fließen hingegen „nur“ noch ca. 7 Ampere Strom durch die Anlage. Und das ist gar kein Problem für die meisten Solarsysteme und Solarmodule! 🙂

 

Tipp: Da die verfügbare Energie im Wohnmobil in erster Linie von Deiner Batteriekapazität abhängt, empfehle ich Dir die Batterie immer etwas größer zu dimensionieren als Deine Planung es vorsieht (bis zu +20% Speicherkapazität). Dadurch wirst Du beim späteren Einsatz auch weniger Engpässe haben wenn Du einen Wechselrichter oder Spannungswandler längere Zeit im Wohnmobil betreiben möchtest.

Wichtig: Um auch bei großer Batteriekapazität möglichst autark zu sein muss auch die Stromerzeugung der Solaranlage ausreichend hoch sein (Solarertrag bzw. Solarstrom). Daher gilt auch hier: Kalkuliere lieber mit einigen Watt mehr Leistung für das Modul um auch bei schlechtem Wetter, wenig Sonne oder zeitweise Schatten auf der sicheren Seite zu sein und genügend Solarstrom produzieren zu können.

 

 

Wie lange dauert der Aufbau und die Installation einer Solaranlage fürs Wohnmobil?

 

Du solltest im Schnitt zwei Tage rechnen für Planung, Aufbau und Montage der Solaranlage auf dem Wohnmobil. Am ersten Tag bereitest Du alles vor, reinigst die Klebestellen auf dem Dach, bohrst die Löcher in den Solaranlagen-Rahmen und bringst den Kleber an.

Dann installierst Du den Solarspoiler, die Anlage und die Kabeldurchführung und lässt es über Nacht trocknen. Am nächsten Tag installierst Du den Laderegler und die Bordbatterien, verbindest alles und führst eventuell noch Nachbesserungen durch…

 

 

Solaranlage Wohnmobil | Unser Fazit

 

Anne und Sebastian von reisefroh

Eine unabhängige und zuverlässige Stromquelle auf Reisen ist extrem praktisch! Doch wir nutzen die Kraft der Sonne nicht nur bei der Solaranlage auf dem Wohnmobil.

Damit Du auch beim Trekking in der Natur die Vorteile der Sonnenenergie nutzen kannst, haben wir die besten tragbaren Solar Ladegeräte und Solar Powerbanks speziell für den Outdoor-Einsatz für Dich getestet sowie einen Vergleich der besten Solar Rucksäcke erstellt.

 

✏  Wir hoffen unsere Anleitung zu Einbau und Montage einer Solaranlage auf dem Wohnmobil hat Dir geholfen. Hast Du noch Fragen, Ideen oder Anmerkungen zum Thema Solaranlage für Wohnmobil? Oder hast Du auf Deinem Wohnwagen schon ein Solarmodul installiert und wenn ja, was waren Deine Erfahrungen?

Wir freuen uns auf Deinen Kommentar! 🙂

 

 

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Solarenergie

 

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40 Kommentare

  1. Hi Sebastian,

    ich muss sagen das ist tatsächlich die beste Anleitung über Solaranlagen fürs Wohnmobil die ich bisher gelesen habe und ich habe wirklich viele (wahrscheinlich ALLE 😀 ) gelesen und unzählige Youtube-Videos angeschaut! (Habe auch gerade meinen ersten Van-Ausbau hinter mir 🙂 ).

    Viele Grüße aus Portugal,
    Jan

    • Hey Jan,
      freut mich total dass Dir der Beitrag gefällt!! Hab mir echt Mühe gegeben – als Solarenergie-Ingenieur liegt mir das Thema sehr am Herzen. 😉
      Viel Spaß mit dem Van und Grüße gerade aus Kasachstan.
      Sebastian

  2. Hallo Sebastian,

    super Beschreibung. Hast Du mit Aceton entfettet ?
    Es sieht auf den Bildern mit der Werkbank so aus als ob der Spoiler gewölbt ist da er rechts und links auf dem Tisch liegt in der Mitte nicht.
    Kannst Du das so bestätigen ? Unser Dach ist leicht gewölbt ca 3mm je 80 cm.
    Sieht bei Euch ähnlich aus.
    Den Halter hattet Ihr von Offgrid.?
    Grüße Frank

    • Hallo Frank,
      vielen Dank für Deine Fragen. 🙂
      Ja, ich habe die Stellen auf dem Dach vor dem Aufkleben gut gereinigt und entfettet (aber ob das Mittel acetonhaltig war weiß ich nicht mehr). Zum Spoiler: Du hast Recht, auf dem Bild sieht er leicht gewölbt aus, allerdings liegt das vielleicht auch am Tisch, denn der Spoiler ist im Lieferzustand komplett gerade. Das habe ich auch an unserem Camper-Dach gemerkt, denn das Dach ist leicht gewölbt (allerdings mehr als nur 3mm auf 80cm wie bei Dir), daher musste ich an den Rändern mehr Kleber auftragen als in der Mitte. Die Konstruktion hält sehr stabil!
      Der Halter ist original von Offgridtech (hier bei Amazon gekauft in der 55cm Variante), bin damit sehr zufrieden.
      Viel Spaß beim Ausbau und gute Fahrt! 🙂
      Sebastian.

  3. Hallo, ich finde es auch hervorragend, wie du das beschrieben hast. Nun meine Frage: du hast 230v Sicherunsautomaten in ein 12V Netz gebaut? Geht das? Weil ich hab die Befürchtung, daß die 230V Sicherungsautomaten später auslösen, als bei 12V? Oder hab ich da irgendwie einen Denkfehler?

    MfG Steffen

    • Hallo Steffen,
      vielen Dank für Deine Frage! 🙂 Kurz zusammengefasst die Antwort: Ja, das geht – Du kannst einen LSS 230V für 12V nutzen wenn die Ampere-Angabe passt.

      ABER: Die Genauigkeit der Sicherung leidet darunter und schaltet unter Umständen erst ein paar Ampere später ab. Das wusste ich zum Zeitpunkt des Einbaus leider nicht. Daher würde ich Dir empfehlen, spezielle 12V KfZ-Sicherungen zu nutzen die eine passende Nennspannung besitzen (z.B. hier* sowie einen passenden Sicherungshalter*).

      Bei meinem nächsten Umbau werde ich das auch berücksichtigen!! 😉
      LG
      Sebastian

  4. Hallo,
    ich habe den Beitrag mit großem interesse gelesen. Ich habe aber nicht ganz verstanden, wie das mit den Sicherungen ist.
    Werden die zwischen Solarpanel und Laderegler oder zwischen Laderegler und Batterie gesetzt? Oder am Verbraucherausgang um dort einzelne
    12V Verbraucher abzusichern? Muss man von der Batterie zum Wechselrichter auch noch absichern?
    Ich weis ein paar viele Fragen, aber ich bin noch nicht so richtig fündig geworden.
    Gruß Stefan

    • Hallo Stefan!
      Vielen Dank für den Kommentar und die Fragen. 🙂
      Hier mein Tipp: Du solltest sowohl zwischen dem Solarmodul und dem Laderegler als auch zwischen Laderegler und Solarbatterie eine Sicherung einbauen (also 2 Stück). Zusätzlich kannst Du Dir überlegen, zwischen Laderegler und Verbraucher einzelne Sicherungen zu installieren, um die jeweiligen Verbraucher bei Kurzschlüssen oder Fehlfunktionen zu schützen. Durch die Sicherungen hast Du keinerlei Nachteile…
      Zwischen der Batterie und dem Wechselrichter benötigst Du aber normalerweise keine Sicherung, da standardmäßig eine im WR installiert ist.
      Hoffe das hat Dir geholfen! VG,
      Sebastian

  5. Eine 3/4 Stunde habe ich mit Interesse gelesen. Es hat sich aber gelohnt. Eine sehr gute Anleitung! Meine Fragen zu Wohnmobil Solaranlagen wurden beantwortet. Grüße von der Bewerta Womo Bewertung.

  6. Deine verwendeten Haiger Leitungsschutzschalter sind doch für Wechselstrom und sehr träge, das kann schonmal bis zu 10Minuten dauern ehe die auslösen. Da ist u.U. das Kabel, der Regler schon hinüber oder die Batterie schon sehr brandgefährdet…Oder irre ich hier?!

    • Hallo Ulrich,
      Du hast absolut Recht. Wie Du vielleicht in den Kommentaren schon gelesen hast habe ich das Problem schon angemerkt und empfehle KfZ-Sicherungen zu nutzen. Ich habe vor kurzem meine Wohnmobil-Elektrik komplett neu gemacht (Bilder folgen bald) und habe die LS-Schalter durch passende Sicherungen getauscht. Allerdings hatte ich davor mal einen Kurzschluss an einer Lampe, da hat der LS-Schalter extrem schnell (< 1 Sekunde!!) reagiert. Ich habe jetzt aber diesen 10-fach Sicherungshalter* drin.
      VG, Sebastian

  7. Hallo Sebastian,
    ich mach`s kurz und schmerzlos.
    Die Beste und Informativste Info die ich gefunden habe. Habe viel gelesen und gesucht. Bin gerade dabei meine Anlage zu installieren.
    Habe eine Frage zu Wechselrichter und Batterie.
    Batterie 150AH Life Po4. Ist es sinnvoll den WR höher zu dimensionieren, 2000W, um später eine zweite Batterie nachzurüsten??
    Danke und schöne Grüße
    Kurt

    • Hallo Kurt,
      vielen Dank für das Lob und Deinen Kommentar! 🙂

      Zu Deiner Frage: Ich würde die Dimensionierung vom Wechselrichter abhängig von Deinen Verbrauchern machen und daraufhin erst entscheiden wie groß der WR werden soll (und ob Du eine zusätzliche Batterie benötigst). Im Idealfall weißt Du bereits wie viele Geräte mit 230V Spannung Du betreiben möchtest und wie lange. Wenn 1.000W dafür ausreichend sind, dann spricht auch nichts dagegen nur 1.000W einzubauen – auch wenn Du später 2 Batterien nutzt, das schadet dem WR natürlich nicht.

      Glückwunsch übrigens zur Anschaffung eines LiFePo4 Akkus, das spricht für Qualität und hohe Leistung!
      Melde Dich gerne falls Du noch Fragen hast und entschuldige meine späte Antwort – ich war (wie auch sonst) mit dem Camper unterwegs!! 🙂

      VG, Sebastian

  8. Hallo, toller Beitrag und vor allen Dingen gut „nachzuarbeiten“. Deine Anleitung hat bei mir zum nachmachen geführt – bin über das Ergebnis begeistert. Eine verständnisfrage habe ich aber: Jetzt möchte ich die Steca an 2 neue AGM Akkus in Parallelschaltung anschließen – ist es egal welchem Minus bzw. Pluspol ich anschließe??

    Gruss
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und ich freue mich dass meine Anleitung Dir geholfen hat. 🙂
      Ich bin mir leider nicht ganz sicher ob ich Deine Frage richtig verstanden habe. Meinst Du mit „Steca“ den Laderegler? Die Firma Steca bietet auch Wechselrichter und andere Elektronik an…
      Falls Laderegler: Solange Du die richtige Polung beachtest (Minus zu Minus & Plus zu Plus) spielt es keine Rolle, welche der 2 Batterien direkt am Laderegler angeschlossen wird (und die zweite Batterie einfach parallel zur ersten anschließen). Beachte bitte den maximalen Nennstrom vom Laderegler, der sowohl für das Modul als auch die Batterien ausreichend hoch sein sollte (10A, 20A etc…).
      Weiterhin viel Spaß beim Basteln und liebe Grüße,
      Sebastian

  9. Hallo Sebastian,

    wir knobeln grade mit französischen Wohnwagen am Anschluss der Batterie ans Verteiler-Netz des Wowa… habt Ihr da Erfahrungen gemacht? Hier gilt die deutsche Standard-Verkabelung für Strom gar nicht und ein direkte Masse war auch nicht zu finden.

    Gruß,
    Eli

    • Hallo Eli,
      Danke für Deinen Kommentar! Ich habe keine Erfahrung mit frz. Wohnwagen aber prinzipiell empfehle ich Dir einen Multimeter zu verwenden um die Leitungen (und die Polarität!) zu prüfen. Dann weißt Du schnell womit Du es zu tun hast (anliegende Spannung, Pole etc..).
      Hoffe das hilft Dir weiter. Viel Spaß beim Basteln!! 🙂
      LG, Sebastian

  10. Hallo und vielen Dank für diese tolle Anleitung!
    Habe vor meinen kleinen Peugeot Boxer mit Solar auszurüsten. Da ich bisher kaum Kontakt mit diesem Thema hatte, ging ich von vielen Stunden Grundwissen aneignen aus-Nach Deinem Artikel sieht das schon ganz anders aus! Merci!

  11. Moin, beschäftige mich gerade damit mein altes Wohnmobil von 2001 evtl. mit Solartechnik nachzurüsten. Bin absoluter technischer Laie, habe aber trotzdem fast alles gedanklich umsetzen können. Super beschrieben, also auch für mich verständlich. Werde das Ganze noch einmal in Ruhe lesen und dann mit einem Technicus zu Werke gehen. Toll die Hinweise und Vergleiche, super die Umsetzungsmöglichkeiten und äußerst praktische Tipps. Vielen Dank für Eure wertvollen Informationen, ein wirklich toller Beitrag für Wohnmobilisten und nicht nur für die.
    Gert

    • Hallo Gert,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und das große Lob! Das freut mich sehr. 🙂 Solltest Du Fragen zum Thema haben dann immer her damit. Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Nachrüsten der Solaranlage.
      LG, Sebastian

  12. Hallo Sebastian,
    wow – so viel Mühe hast Du Dir gegeben. Muss es bestimmt noch zweimal durchlesen um es dann auch selbst an meinem neuen Wohnmobil durchzuführen. Werde wohl 2 x 100W wählen, dann bin ich auf der sicheren Seite.

    VG Michael

    • Hallo Thomas,
      vielen Dank für Deine Frage. Ich war inklusiver neuer Anlage beim TÜV und er hat sich kein bisschen dafür interessiert! Das entspricht auch meiner Recherche dazu vor der Installation: Die Solaranlage ist nicht TÜV-relevant. Solltest Du andere (aktuelle) Infos dazu bekommen dann freue ich mich über das Update. 🙂
      LG
      Sebastian

  13. Hallo Sebastian, ganz ehrlich: So eine gute Anleitung habe ich noch nirgends gefunden. Hut ab. Ich spiele mit dem Gedanken mir einen Van auszubauen und habe mir schon etliche Blogs und Videos zu allen möglichen Themen reingezogen.
    So fachlich fundiert (bin Elektriker und bin gleich über LS-Schalter 16A gestolpert :-), das Update ist die bessere Lösung ) und trotzdem einfach, nachvollziehbar und übersichtlich. Dazu noch die vielen „Quererweise“ (wenn…, dann…).Einfach KLASSE!!!
    Danke.
    LG Andreas

    • Hi Andreas!
      Vielen lieben Dank für den Kommentar und das Lob. Freut mich sehr! 🙂
      Oh ja, die Variante mit den 12V-Autosicherungen ist definitiv besser als die LS Variante und ich bin froh dass ich es beim Umbau aktualisiert habe. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausbau!!
      LG Sebastian

  14. Hallo Sebastian! Exzellente Anleitung vielen vielen Dank 🙏!

    Ich habe einen gebrauchten Wohnmobil gekauft indem 2 Versorgungerbatterien bereits instelliert sind, die mit der Lichtmaschiene während der fahrt oder wenn ich das wohnmobil an die Steckdose anhänge geladen werden.

    Kann ich da ganz normal nach deinem Anleitung zusätzlich noch Solaranlage an die Batterien anschließen? Macht das während der fahrt oder am stand nichts aus wenn von mehreren Stromquellen die Batterien laden? Oder brauch ich da zusätzlich noch was?

    LG Beyto und vielen Dank im Voraus

    • Hi Beyto, vielen Dank für den Kommentar! 🙂

      Zu Deiner Frage: Wenn die zwei Versorgungsbatterien bereits mit der Lichtmaschine verbunden sind und auch darüber geladen werden, dann ist sicherlich ein Trennrelais eingebaut? Dadurch ist eine sichere Trennung von Starterbatterie und Versorgungsbatterie gewährleistet und die Lichtmaschine lädt nur bei laufendem Motor.

      Das bedeutet Du kannst jetzt ohne Probleme eine Solaranlage mit Laderegler an die Versorgungsbatterie anschließen. Immer die Quelle mit der höheren Spannung liefert dann den Ladestrom (entweder Lichtmaschine wenn Motor an oder Solarmodul).
      Vergiss bitte nicht das System mit Sicherungen zu schützen wie im Beitrag beschrieben! 🙂

      Viel Spaß noch beim Ausbau und gute Reisen,
      Sebastian

  15. Hallo Sebastin
    Habe gerade Deinen Bericht gelesen. Er ist Spitze und hat mich ermutigt jetzt doch die Solaranlage auf meinem Wohnmobil selbst durchzuführen. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und viel Glück in der Zukunft.

  16. Eine Solaranlage auf dem Dach des eigenen Wohnmobils finde ich sinnvoll. Die brauchen wir für unser Reisen. Von den faltbaren Paneelen habe ich erst neulich erfahren, dies wäre sehr praktisch. Den Tipp zum Panel mit einer Leistung von 100 Wp nehme ich in Gebrauch bei der Auswahl, danke!

  17. Hallo Sebastian

    Ich muß sagen eine sehr super geniale top info. Besser hätte man es nicht machen können. 11 von 10 Sterne gebe ich dir. Am liebsten würde ich meine Solaranlage von dir einbauen lassen……

    Mach weiter so….

    Grüße Ertan Oguz

  18. Hallo,
    eine wirklich einfache und gut verständliche Anleitung!
    Eine Frage: soll man vor und nach dem Solarregler eine Sicherung einbauen oder reicht eine Sicherung zwischen Regler und Batterie?

    LG Otto

    • Hallo Otto,
      danke für den Kommentar! 🙂
      Zur Frage: Ich würde Dir empfehlen sowohl eine Sicherung zwischen Laderegler und Batterie als auch zwischen Solarmodul und Regler zu verwenden. Damit bist Du auf der sicheren Seite.
      LG Sebastian

  19. Hallo Sebastian, ich habe mir jetzt eine Anlage installiert (100 Wp mit Victron MPPT 75/15 und einer AGM Batterie). Bin sehr zufrieden damit. Ich würde die Anlage gerne abschalten können. Muss man den Schalter an der Minusleitung unterbrechen (Minus steht nie allein). Braucht man je einen Schalter für Panel zum Laderegler und einen vom Laderegler zur Batterie. In welcher Reihenfolge schaltet man alles ab(zuerst Panel zur Batterie?) Viele Fragen, vielleicht weißt du Rat. Viele Grüße und gute Fahrt… Thomas

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