Jahresrückblick 2017: Über unser Suchen & Finden der ortsunabhängigen Freiheit

Anne Duchstein | reisefroh.de Autor/in: Anne Duchstein

Der Beginn eines neuen Jahres ist immer ein ganz besonderer Augenblick. Es ist der Moment in dem man wieder feststellt, wie schnell eigentlich die Zeit vergeht… Waren wir nicht gerade erst in Hanoi? Haben wir dort nicht ein einmalig wunderschönes Weihnachten und Silvester gefeiert?

Ist es tatsächlich möglich, dass wir schon seit 1,5 Jahren auf Weltreise sind? Seit 18 Monaten!? Wir können es kaum glauben.

Gleichzeitig mischt sich in diesen Rückblick unendliche Dankbarkeit und ein warmes Glücksgefühl. Mensch, was haben wir alles erlebt im letzten Jahr! Hier unser Jahresrückblick 2017. 🙂

 

Unser Reisejahr 2017

 

Angefangen hat 2017 mit Live-Musik, einem leckeren Hot-Pot und ein paar Bier in unserer absoluten Lieblingsgroßstadt Hanoi! Die komplette Innenstadt war für Mopeds gesperrt und stattdessen füllte sie sich mit purer Lebensfreude.

Live-Bands an jeder Straßenecke und natürlich kleine Plastikstühle um das leckere vietnamesische Essen wie die Einheimischen zu genießen!

Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als Sebastian und ich uns freudestrahlend in den Armen lagen und das neue Jahr begrüßten ohne zu wissen, was uns alles erwarten würde und ohne uns darüber Gedanken machen zu wollen. Es war einfach das Hier und Jetzt für uns wichtig, genau dieser Augenblick, der für uns zählte. Wir fühlten das pure Glück! 🙂

 

Jahresrückblick 2017: Silvester in Hanoi

Weihnachten und Silvester in Hanoi!

 

Kurz nach Neujahr sind wir dann zu unserem nächsten gemeinnützigen Solarprojekt aufgebrochen: Nach Nordvietnam, in den abgelegenen Yen Minh Distrikt, um dort sechs Dorfschulen mit insgesamt 20 Solaranlagen auszustatten.

Begleitet wurden wir dabei nicht nur von zwei Übersetzern sondern auch einer achtköpfigen Polizei-Eskorte. Was für ein Abenteuer! 🙂

 

Jahresrückblick 2017: Solarprojekte Vietnam

Einen ausführlichen Artikel dazu findest Du hier: Solarprojekte Vietnam: Abenteuer, Lebensgefahr & unser Besuch bei ethnischen Minderheiten.

 

Nach Vietnam ging es für uns weiter nach Indien und das erste Mal mischte sich in die Vorfreude auf ein neues Land auch eine gehörige Portion Respekt! 😉 Nicht ganz unbegründet, denn Indien ist anders, unbeschreiblich und immer für eine Überraschung gut.

Es ist kein Land das wir tiefenentspannt wieder verlassen haben, aber eines, in das wir auf jeden Fall wiederkehren werden.

 

Der große Traum und die Suche nach der finanziellen Freiheit

 

Es dauerte nicht lange bis wir auf unserer Weltreise feststellten: Wir lieben das Reisen, die Freiheit und auch, dass wir 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr unsere Zeit zusammen verbringen. Was für andere vielleicht unvorstellbar ist, ist für uns ein Geschenk, ein Leben, das wir nicht mehr eintauschen möchten.

Also stand für uns fest: Wir brauchen einen Weg, um ortsunabhängig Geld zu verdienen. Und um den zu finden, haben wir uns auf Bali vier Monate lang ein kleines, zuckersüßes Haus gemietet. Wir haben tagelang die Köpfe zusammengesteckt, eine regelrechte Ideenfabrik eröffnet und den Grundstein gelegt für ein ortsunabhängiges Business… Absolut erfolgreich, wie es unser heutiger Rückblick bestätigt! 😀

 

Jahresrückblick 2017: Bali Ubud

Und natürlich darf in unserem Jahresrückblick kein Sprungbild fehlen, wo es doch in den letzten 1,5 Jahren zu so etwas wie unserem Markenzeichen geworden ist. 🙂 Dieses Sprungbild haben wir auf Bali gemacht in unserem kleinen Haus, das wir uns für vier Monate gemietet haben!

 

Rückkehr nach einer langen Reise

 

Nachdem wir jetzt schon fast ein Jahr unterwegs waren, wurde es Zeit für einen kurzen Heimatbesuch in Deutschland. Denn obwohl wir das Reisen lieben, sind uns unsere Familie und Freunde sehr wichtig und so versuchen wir eine gute Balance zu finden zwischen dem „weg sein“ und Quality-Time mit unseren Liebsten zu verbringen.

Also haben wir im Sommer auf ein paar Hochzeiten getanzt, runde Geburtstage gefeiert und vor allem gemerkt, wie schön es sein kann wieder ein festes Zuhause zu haben! 😉

Außerdem hat sich in der Zwischenzeit auch ein Arbeitsalltag eingeschlichen, mit E-Mails, Aufträgen und Kooperationen. Aber es ist kein Alltag wie er früher einmal war, denn der große Unterschied ist: Wir empfinden es nicht als Arbeit (ach ja, und wir sind unsere eigenen Chefs…)! 🙂

 

Und dann war da noch unser Sommerprojekt: Kauf und Ausbau unseres Campervans für unsere Reise-Pläne in 2018, aber dazu in einem neuen Artikel bald mehr! 😀

 

Jahresrückblick 2017: Mercedes MB100

Sebastian bastelt an unserem neuen Zuhause auf Rädern! 🙂

 

Unsere Grenzerfahrung in Nepal

 

Gegen Ende unserer Zeit in der Heimat haben wir aber wieder das Reisekribbeln gespürt, die Vorfreude darauf Neues zu entdecken und wieder in unseren Reisealltag zurückzukehren. Da waren wir in Nepal genau richtig…

Zum Ende unserer Nepalreise hatte ich (Anne) all meine Energie aufgebraucht, habe meine Komfortzone meilenweit hinter mir gelassen und meine körperlichen und mentalen Grenzen kennengelernt. Der Grund? Unsere Solarprojekte.

 

Wir haben in nur fünf Tagen ein ganzes Dorf mitten im Himalaya mit Solarenergie ausgestattet und 18 Familien Licht geschenkt! Es war das bisher größte unserer Projekte und eine enorme Herausforderung. Mit einer Karawane von 10 Maultieren haben wir eine halbe Tonne Solar-Ausrüstung über 8 Stunden lang in das abgelegene Bergdorf Thati im Gorkha Distrikt transportiert.

Der Lebensstandard und die Infrastruktur sind dort noch heute wie im Mittelalter, viele der Kinder hatten noch nie zuvor einen Ausländer gesehen. Es war das erste Mal für die Bewohner dieses Dorfes dass sie überhaupt elektrisches Licht hatten! Ein wahrer Sprung in die Neuzeit…

 

Solarprojekt Thati Gorkha Nepal

 

Die Region Gorkha wurde vom Erdbeben 2015 sehr stark getroffen und viele der Hütten und Häuser in Thati befinden sich immer noch im Aufbau.

Wir installierten die Solaranlagen auf einer Schule, einem Gemeinschaftsraum und 18 Lehmhütten. Während dieser Tage haben wir mit den Dorfbewohnern gelebt und konnten das erste Mal am eigenen Körper spüren, wie hart das Leben dieser Menschen wirklich ist und was bittere Armut tatsächlich bedeutet. Besonders bewegend waren für mich auch die Geschichten der Frauen, die mir ihr Herz ausgeschüttet haben…

 

Es war die mit Abstand prägendste Zeit des Jahres, die unsere Weltvorstellung noch einmal gründlich auf den Kopf gestellt hat und uns aber auch gezeigt hat mit wie wenig Mitteln man nachhaltige Veränderungen herbeiführen kann. Solarenergie verändert Leben und bringt diesen Menschen eine enorme Lebensqualität!

Hier findest Du noch mehr Infos zu unserem Projekt In 100 Solaranlagen um die Welt! 🙂

 

Jahresrückblick 2017: Solarprojekte Nepal

Die kleinen Bewohner Thatis freuen sich über unseren Besuch und noch mehr darüber, dass ihre Schule und Häuser jetzt Licht haben!

 

Ein neues Zuhause am Ende der Welt

 

Wir haben es schon während unserer Weltreise gemerkt: Arbeiten und Reisen funktionieren in Kombination nur sehr schwer. Da unser Ziel es aber trotzdem ist, während dem Reisen Geld zu verdienen, haben wir eine Lösung gesucht und gefunden!

Wir unterteilen unsere Zeit mittlerweile in Reisephasen, in denen wir völlig unbeschwert die Zeit genießen, uns wenig Gedanken über eine stabile Internetverbindungen machen und vor allem das genießen, warum wir uns diesen Lifestyle aufgebaut haben: Die Freiheit!

 

Und dann nehmen wir uns aber auch wieder eine Pause von all dem, mieten uns Wohnungen oder Häuser und stürzen uns mit voller Energie in die Arbeit. Aktuell befinden wir uns genau deswegen in Chiang Mai, in unserer kleinen, modernen Wohnung, die wir jetzt für die nächsten drei Monate unser Zuhause nennen! 🙂

 

Jahresrückblick 2017: WDR Radio Interview

Hier werden wir Weihnachten verbringen, Silvester und natürlich werden wir auch Pläne für 2018 schmieden!

 

Zeit, Danke zu sagen!

 

Ihr Lieben, es wird Zeit, dass wir uns bei euch bedanken, von ganzem Herzen und mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht! Danke, dass Du mit uns fieberst, mit uns auf Reisen kommst, unsere Artikel liest und uns das Gefühl einer wundervollen Gemeinschaft vermittelst.

Eine Community, die mittlerweile aus knapp 15.000 treuen, monatlichen Lesern auf unserem Blog besteht! Schön, dass es Dich gibt! 🙂

 

 

Wir verabschieden uns für dieses Jahr von euch, wünschen euch im neuen Jahr alles Glück der Welt und vor allem viele neue Reiseerlebnisse!

 

Anne & Sebastian von reisefroh

 

✏ Wie war Dein Jahr 2017? Welche Länder hast Du bereist und welche Augenblicke waren für Dich ganz besonders wichtig? Wohin geht Deine nächste Reise, was sind Deine Pläne für 2018?

Zu welchen Themen wünschst Du Dir neue Artikel und wie können wir Dich bei Deiner Reise noch mehr unterstützen? Wir freuen uns darauf, wenn Du Deine Geschichte mit uns teilst, Deine Ideen, Ziele & Pläne. 🙂

 

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