CO2 kompensieren: Warum & wie wir unsere CO2 Emissionen ausgleichen | klimaneutral reisen

Anne Haffner | reisefroh.de Autor/in: Anne Haffner

Plastikmüll ist als einer der größten Umweltverschmutzungen überhaupt in aller Munde. Plastiktüten werden immer öfter verboten, es gibt immer mehr „Unverpackt-Läden“ und erschreckende Bilder darüber, wie katastrophal es mit unseren Weltmeeren aussieht…

CO² hingegen riecht man nicht, schmeckt man nicht und sieht man nicht. Trotzdem ist es bei zu hoher Konzentration in hohem Maße schädlich für das Klima, die Umwelt und jeden einzelnen von uns!

Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, die gesamten CO2 Emissionen unserer Reisen zu kompensieren. Wie wir das tun und warum wir die Verantwortung für unseren ökologischen Fußabdruck übernehmen, das erfährst Du jetzt! 🙂

 


MyClimate Logo PNGAnzeige: Der Artikel entstand, auf unsere Anfrage hin, in Kooperation mit der gemeinnützigen Stiftung myclimate. Sie ist eine der ältesten Kompensationsagenturen weltweit und steht für Transparenz und Vertrauen. Myclimate ist unsere Wahl um die CO2-Emissionen unserer Reisen auszugleichen.


 

Fremdsprachen lernen: Sprachen sind das Tor zur Welt

Wir wollen trotz altem Camper klimaneutral unterwegs sein. Die Lösung: CO2 kompensieren und Klimaschutzprojekte unterstützen!

 

 

Was ist eigentlich CO2 und warum ist es so gefährlich für unsere Umwelt?

 

Unsere Erde ist von einer schützenden Atmosphäre umgeben. Diese besteht aus verschiedenen Gasen (z.B. Stickstoff und Sauerstoff, was wir als „Luft“ bezeichnen), darunter auch sogenannte Treibhausgase. Dazu gehören neben Wasserdampf, Methan und Ozon u.a. auch das berüchtigte Kohlenstoffdioxid, abgekürzt CO2.

Diese Gase sorgen dafür, dass die Wärme und Energie der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre bis zum Boden der Erde treffen und nur teilweise wieder darüber entweichen können. Sie verhindern somit das Auskühlen unseres Planeten. Treibhausgase sind also erst einmal wichtig, natürlich und gut.

 

Das Problem ist nur, dass in Folge der Industrialisierung und der massiven Verbrennung fossiler Rohstoffe zu viel CO2 ausgestoßen und ein gefährlicher Domino-Effekt losgetreten wird:

 

1. Die Erwärmung der Meere nimmt ebenfalls zu.

2. Dadurch reagiert das ausgestoßene CO2 mit Wasser und wird zu Kohlensäure, die Ozeane versauern.

3. Der veränderte PH-Wert hat starke negative Folgen für die Meeresbewohner, angefangen bei den Korallen und dem Plankton bis zum obersten Glied der Nahrungskette.

 

 

Was sich wie ein apokalyptischer Thriller anhört ist eine gefährliche Realität. Bereits heute steigen nachweislich riesige Methan-Blasen vom Meeresboden auf…

 

 

Die einzig logische Konsequenz ist: Wir müssen unsere CO2- Emissionen vermeiden, reduzieren und kompensieren! Und das ist nicht nur das Motto von myclimate, sondern auch genau der richtige Weg. Wir finden, dass jeder einzelne von uns Verantwortung für seinen eigenen ökologischen Fußabdruck übernehmen kann und muss.

Denn was war können wir nicht mehr beeinflussen, aber unsere zukünftigen Handlungen schon. 🙂

 

CO2 kompensieren: Solarenergie und Nachhaltigkeit

Unser Beschluss: Wir möchten reisen – aber klimaneutral! Also werden wir zusätzlich zu unserem eigenen gemeinnützigen Projekt „In 100 Solaranlagen um die Welt“ alle CO2 Emissionen unseres Fahrzeugs auf dem Weg nach Zentralasien über myclimate kompensieren!

 

 

Wie funktioniert die CO2 Kompensation?

 

Natürlich wäre es das Schönste, wenn es Kompensationsagenturen nicht mehr geben würde, sie überflüssig wären und nur noch so wenig Kohlenstoffdioxid ausgeschieden wird, dass es im Einklang mit der Natur ist. Aber wir merken an unserem eigenen Verhalten, dass es noch ein weiter Weg ist.

Denn wahrscheinlich werden nur sehr wenige von uns konsequent aufs Fahrrad umsteigen, weitestgehend vegan leben, ausschließlich Öko-Strom verbrauchen, nie wieder fliegen, autofahren und aufhören, ihre Wohnung zu heizen.

 

Dort wo der CO2-Ausstoß nicht vermieden oder reduziert werden kann, sollte er also möglichst kompensiert werden.

 

CO2-Kompensation heißt, dass CO2-Emissionen, die an einem Ort in die Luft gelangen, an einer anderen Stelle eingespart werden.

 

Die Funktionsweise ist simpel: Auf der offiziellen Webseite von myclimate kannst Du Deinen CO2-Ausstoß berechnen (» hier «). Gleichzeitig wird ermittelt, wie hoch die Investition in ein Klimaschutzprojekt sein müsste um diesen Ausstoß an einer anderen Stelle wieder einzusparen.

▶  Ein Beispiel: Der CO² Ausstoß für einen Hin-und Rückflug in der Economy Class von Frankfurt nach Bangkok liegt pro Person bei 3,4 Tonnen. Damit diese Emission an anderer Stelle durch Klimaschutzprojekte eingespart werden kann, müsstest Du 75€ bezahlen.

▶  Während unserer Reise mit dem Campervan, die uns von Deutschland bis in die Mongolei führt, werden wir rund 11 Tonnen CO² produzieren und für 265€ mit myclimate kompensieren.

 

 

Was bringt die Kompensation und was passiert mit meinem Geld?

 

Durch die freiwillige Kompensation von CO2-Emissionen kann myclimate derzeit mehr als 80 Klimaschutzprojekte in insgesamt 30 Ländern umsetzen! Dort werden CO2 Ausschüttungen reduziert, indem beispielsweise fossile Energiequellen durch erneuerbare Energien ersetzt werden, lokale Aufforstungsmaßnahmen mit Kleinbauern umgesetzt, energieeffiziente Technologien zum Kochen, zur Trinkwassergewinnung oder als Lichtquelle implementiert werden.

 

Ganz wichtig dabei ist, dass diese Projekte ohne die Kompensationszahlungen nicht umgesetzt worden wären.

Durch diesen Beitrag können wir also nicht nur umweltfördernde Klimaprojekte unterstützen, sondern eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben, die lokale Bevölkerung in Entwicklungsländern unterstützen und vieles mehr!

 

Für das Klima spielt es im Gegensatz zur Luftverschmutzung keine Rolle, wo Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen und wo sie reduziert werden. Wichtig ist nur, dass die weltweiten Emissionen in der Summe abnehmen.

 

CO2 kompensieren: Klimaneutral reisen

In Nepal statten wir selbst ein ganzes Dorf mit Solarenergie aus und sehen, dass Klimaschutzprojekte nicht nur ein Segen für die Umwelt sind, sondern auch für die Menschen vor Ort ein Sprung in die Neuzeit bedeuten!

 

 

CO2 kompensieren: Unser Fazit

 

Anne und Sebastian von reisefrohWir werfen zwar aktiv keinen Müll in die Natur, vermeiden so oft wie möglich Plastik, sind beide Vegetarier, kaufen möglichst lokal und saisonal ein und wann immer es geht wählen wir Bio. Trotzdem tragen wir zum Klimawandel bei und schaden letzten Endes unserer Umwelt.

Die Folgen sind aber im Moment der Verursachung nicht sichtbar, sondern ein allgemein schleichender Prozess… Dadurch sind sie nur durch die Medien präsent und wenn das Wetter mal wieder einen Aussetzer hat „spüren“ wir die ersten Folgen des Klimawandels.

 

Wir haben daher beschlossen für unseren CO²-Ausstoß die Verantwortung zu übernehmen und kompensieren die Emissionen dank myclimate.

Zwar kann jeder einzelne die Welt ein bisschen besser machen, aber nur zusammen sind wir stark. Deswegen würde es uns von Herzen freuen, wenn auch Du den nächsten Flug, eine lange Busfahrt oder Deine nächste Heizrechnung durch klimafreundliche Projekte kompensierst. 🙂

 

 

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Nachhaltig reisen

 

4 Kommentare

  1. Nachhaltig Reisen, das ist leider ein Thema, das man selten auf Reiseblogs antrifft. Umso mehr freue ich mich über diesen Beitrag. Danke für eure Tipps und Erfahrungen. Als jemand, der seine Reiseaktivitäten überdenkt, helfen mir eure Tipps.

    • Liebe Elli,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! 🙂 Du hast Recht – das Thema Nachhaltigkeit und Umwelt/Klimaschutz kommt beim Reisen (und den Reisenden) oft zu kurz. Außerdem haben viele das Gefühl, persönlich ohnehin nichts an den Problemen ändern zu können. Daher freut es uns, dass es tatsächlich nachhaltige Lösungen gibt und man z.B. seine CO2-Bilanz kompensieren kann! Dadurch kann jeder Einzelne von uns seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. 🙂
      LG
      Sebastian

  2. Ihr wunderbaren, wunderbaren Menschen!

    Ich bin beim Stöbern (nach …ich weiß es schon garnicht mehr… vielleicht Nepal?) über Eure Seite gestolpert. Ich studiere schon seit wahrscheinlich 2 Stunden die verschiedenen Beiträge und bin absolut begeistert!

    Für mich geht es in drei Wochen Richtung Indien und damit startet meine einjährige Reise um die Welt.

    Schon seit der allerersten Planung plagen mich Gedanken um meinen CO2-Fußabdruck, der bisher eigentlich ganz passabel ist, nun aber – so fürchte ich – ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wird. Ich habe schon sämtliche Varianten abgewägt – Frachtschifffahrten zwischen den Kontinenten, trampen, wandern etc. Aber an mancher Stelle lässt sich ein Flug einfach nicht vermeiden.

    Und tadaaaa! da ist sie – nicht die Lösung, aber eine Möglichkeit, Dinge besser zu machen.

    Ich danke Euch von Herzen für diesen Beitrag!

    Ich werde myclimate ganz sicher nutzen bzw. unterstützen und bin so froh, dass ich nun davon weiß.

    • Liebe Sarah,
      wir haben uns riesig über Deinen Kommentar gefreut. Vielen, vielen Dank! 🙂

      Es ist so schön, dass wir mit unserem Blog Menschen wie Dich erreichen, die genauso denken wie wir, denen die Umwelt am Herzen liegt und die sich Gedanken über ihren ökologischen Fußabdruck machen. Einfach klasse!
      Und Dein Weltreiseprojekt ist natürlich fantastisch. Eine Weltreise, die in Indien beginnt ist immer ein toller Start. Wir lieben Indien und vor allem das gute Essen dort (das wir gerade schmerzlich vermissen 😉 )

      Ganz liebe Grüße aus Tadschikistan und eine unvergessliche Reise wünschen wir Dir <3
      Deine Anne

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